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City News

Zweimal wöchentlich, jeweils am Dienstag und Freitag, berichten die Auslandsbüros der Stadt Wien kompakt über die wichtigsten lokalen und nationalen Ereignisse. Die City News sind nur in deutscher Sprache verfügbar.

21. September 2018

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Bosnien-Herzegowina/Sarajevo

  • Kanton Sarajevo: Rauchen in Bildungseinrichtungen soll stark eingeschränkt werden

    ​Wegen Zigarettenrauchs in den Bildungseinrichtungen im Kanton Sarajevo (KS) haben 40 Nichtregierungsorganisationen, die Mitglieder der Organisation "Rauchfreie Partnerschaft für Bosnien-Herzegowina" sind, einen Appell an das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Jugendliche des Kantons Sarajevo gerichtet, in dem auf der vollständigen Einschränkung des Tabakgenusses in den Schulräumen und Kindergärten bestanden wird. Aus den Umfrageergebnissen der Organisation geht hervor, dass die Anfälligkeit, mit dem Rauchen zu beginnen, unter den Kindern alarmierend hoch sei. Jede beziehungsweise jeder sechste Jugendliche im Alter zwischen 13 und 15 Jahren raucht regelmäßig. Über ein Drittel der Kinder unter zehn Jahren sind RaucherInnen.

    Klix.ba, Sarajevo, 20.09.2018
  • Bosnien-Herzegowina: Bald Videoüberwachung an 59 Grenzübergängen

    ​Das Sicherheitsministerium und die Grenzpolizei Bosnien-Herzegowinas haben über das Projekt "Unterstützung einer effizienten Migrationssteuerung und Grenzverwaltung in Bosnien-Herzegowina" ein neues technisches Design für ein Videoüberwachungssystem an 59 Grenzübergängen erarbeitet, das eine integrierte Grenzverwaltung ermöglichen wird. Das Projekt wurde von der Schweizer Regierung im Rahmen der Migrationspartnerschaft mit Bosnien-Herzegowina unterstützt.

    Klix.ba, Sarajevo, 20.09.2018
  • "Schule des Unternehmertums" startet im Oktober

    ​Der Sarajevoer Bezirk Centar und der Verein "Idee" organisieren von 1. bis 26. Oktober 2018 eine "Schule des Unternehmertums". Ziel des Projekts ist es, junge Menschen, Frauen, Arbeitslose und andere benachteiligte Gruppen über die Möglichkeiten der Gründung und Führung eines eigenen Unternehmens zu informieren. Die Grundidee besteht darin, die TeilnehmerInnen zu ermutigen, sich aktiv am sozialen Leben zu beteiligen und die Lebensqualität zu verbessern, sowohl individuell als auch zum Wohle der Gemeinschaft.

    Radiosarajevo.ba, Sarajevo, 18.09.2018

Bulgarien/Sofia

  • Extreme Fest Sofia 2018

    Am 22. und 23. September 2018 findet in der Sofioter Innenstadt die vierte Ausgabe des "Extreme Fest Sofia" statt. Das Sportfestival unter dem Motto "Für eine saubere Luft in Sofia" ist Teil der Initiative "Sofia – europäische Sporthauptstadt 2018" und wird von der Stadt Sofia unterstützt. Das Festival zielt darauf ab, allen Interessierten die Möglichkeit zu geben, völlig unterschiedliche Arten wie zum Beispiel Bungeespringen, Ziplining, Stuntbiking, Skateboarding, Street-Dancing oder Yoga auszuprobieren. Insgesamt werden 30 Extremsportarten im Rahmen des Events angeboten.

    Dnevnik.bg, Sofia, 20.09.2018
  • Bulgarien stellt sich auf Orbáns Seite

    ​Die bulgarische Regierung hat am 19. September 2018 beschlossen, sich auf die Seite des ungarischen Premierministers Viktor Orbán (Fidesz – ​Bund Junger Demokraten) und gegen das vom EU-Parlament geforderte Verfahren nach Artikel 7 zu stellen. Im Namen der Regierungskoalition unter Premierminister Bojko Borissov (GERB – Bürger für eine europäische Entwicklung Bulgariens) kündigte der Junio​r-Koalitionspartner und stellvertretende Ministerpräsident Krassimir Karakachanov (OP – Vereinigte Patrioten) an, das Kabinett unterstütze den Antrag des EU-Parlaments, ein Verfahren nach Artikel 7 gegen Ungarn einzuleiten, nicht. Die EU-Abgeordneten hatten am 12. September darüber abgestimmt. Die Gesamtzahl der Stimmen der bulgarischen Abgeordneten betrug acht gegen den Antrag, fünf dafür, eine Enthaltung – und drei bulgarische Mitglieder des Europäischen Parlaments nahmen nicht an der Abstimmung teil.

    Mediapool.bg, Sofia, 19.09.2018
  • Neues Zentrum für Menschen mit Behinderungen

    ​Die Sofioter Bürgermeisterin Jordanka Fandakova (GERB – Bürger für eine europäische Entwicklung Bulgariens) und die stellvertretende Ministerin für Soziales, Sornica Russinova, haben am 18. September 2018 einen Vertrag über die Errichtung eines neuen Zentrums für Menschen mit Behinderungen unterzeichnet. Das Betreuungszentrum wird ein Kurzzeitwohnen für Menschen mit Behinderung für maximal 14 Tage anbieten. Es soll in 18 Monaten fertiggestellt werden und 30 Personen Platz bieten. Der Gesamtwert des Pro​jekts liegt bei einer Million Lewa (511.290 Euro). 850.000 Lewa (434.598 Euro) davon kommen aus dem Operativen Programm "Entwicklung der Humanr​essourcen", 150.000 Lewa (76.693 Euro) aus dem Stadtbudget.

    Trud, Sofia, 19.09.2018

Kroatien/Zagreb

  • Regierung stellt neue Etappe der Steuerreform vor

    ​Der kroatische Finanzminister Zdravko Marić (parteilos) stellte in der gestern, am 20. September 2018, stattgefundenen Kabinettssitzung eine neue Phase der laufenden Steuerreform vor. Die Reform sieht die Aufhebung von zwei Beiträgen vor, die bisher auf das Bruttogehalt aufgeschlagen wurden. Dadurch wird die Besteuerung von derzeit 17,4 Prozent auf 16,5 Prozent verringert. Zusätzlich wird bei einer breiten Palette von Nahrungsmitteln (Fleisch, Fisch, Gemüse etc.) der Mehrwertsteuersatz von 25 Prozent auf 13 Prozent verringert, was zu einer Erhöhung der Kaufkraft führen soll. Finanzminister Marić erklärte zudem, dass die kroatischen BürgerInnen seit Beginn der Steuerreform vor drei Jahren durch verschiedene Steuersenkungen um rund 6,3 Milliarden kroatische Kuna (circa 851 Millionen Euro) entlastet wurden.

    Večernji list, Zagreb, 21.09.2018
  • Zagreber Flughafen macht trotz Rekords Verluste

    ​Der Zagreber Flughafen schloss das Geschäftsjahr 2017 mit einem Verlust von 54 Millionen kroatischen Kuna (circa 7,97 Millionen Euro) ab. Das negative Ergebnis ist allerdings nicht die Folge von geringeren Einnahmen, sondern von internationalen Buchhaltungskriterien. In die Gewinn- und Verlustrechnung sind nämlich zum ersten Mal Abschreibungen für den 2016 eröffneten Terminal inkludiert. Die Einnahmen selbst konnten 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 7,9 Prozent gesteigert werden und betrugen insgesamt 462 Millionen kroatische Kuna (circa 62 Millionen Euro). Der Konzessionär ZLZ erwartet auch für die kommenden Jahre Verluste, danach wird mit Gewinnen gerechnet.

    Poslovni dnevnik, Zagreb, 21.09.2018
  • Groß angekündigter Strand am Save-Ufer ist bislang ein Fiasko

    ​Im Frühjahr kündigte der Zagreber Bürgermeister Milan Bandić (Bandić Milan 365, Arbeits- und Solidaritätspartei) an, am nördlichen Save-Ufer einen Strand zu errichten. Dort sollten den BürgerInnen ab 1. Juni 2018 Bars, Cafés, Konzerte etc. zur Verfügung stehen. Nun ist der Sommer beinahe vorüber, die Versprechen wurden allerdings nicht erfüllt. Grund hierfür ist, dass sich kein einziges Unternehmen bei der Ausschreibung gemeldet hat, das sich ein Objekt an diesem Strand anschaffen möchte. Das liegt vermutlich daran, dass im Falle von Hochwasser alle Objekte innerhalb von 24 Stunden abgebaut sein müssen, was von den AuftragnehmerInnen finanziert werden muss. Die Stadt hat das Projekt jedoch nicht aufgegeben, sondern will im kommenden Jahr einen neuen Anlauf starten.

    Večernji list, Zagreb, 21.09.2018

Polen/Krakau

  • PiS-BürgermeisterInnenkandidatin verspricht U-Bahn-Bau

    Die Kandidatin der Regierungspartei "Recht und Gerechtigkeit" (PiS) für den BürgermeisterInnenposten in Krakau, Małgorzata Wassermann, hat am 20. September 2018 ihr Programm für die Entwicklung des öffentlichen Verkehrs der Stadt präsentiert. Sie hat betont, dass die U-Bahn in Krakau unentbehrlich sei, das Straßenbahnnetz müsse modernisiert und die S-Bahn ausgebaut werden. Małgorzata Wassermann berät Prof. Krzysztof Stypuła, der ein Konzept für den U-Bahn-Bau in Krakau vorgestellt hat, in Verkehrsfragen.

    Dziennik Polski - Kronika Krakowska, Krakau, 21.09.2018
  • Krakauer Mobilitätswoche

    Bis Samstag, den 22. September 2018, dauert in Krakau die Europäische Mobilitätswoche an. Aus diesem Anlass werden an dem europaweiten "Autofreien Tag", am 22. September, umweltfreundliche Mobilitätsformen gefördert. Allen AutofahrerInnen werden kostenlose Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in Krakau angeboten. Heuer steht die Mobilitätskampagne europaweit unter dem Motto "Multimodalität" und der Slogan lautet "Mix and move".

    Krakow.pl, Krakau, 20.09.2018
  • Konfuzius-Institut mit neuem Sitz im Krakauer Stadtzentrum

    Das Konfuzius-Institut der Jagiellonen-Universität bezieht seinen neuen Sitz in der Oleandry-Straße im Stadtteil Krowodrza. Früher war das Institut für Geologie der Jagiellonen-Universität in dem Gebäude beherbergt. In dem Objekt laufen derzeit intensive Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten. Der Abschluss ist für Frühling 2019 geplant. Die Kosten der Sanierung werden auf 17 Millionen polnische Złoty (4 Millionen Euro) geschätzt. Der Garten des neuen Institutes wird asiatisch inspiriert gestaltet. Das Krakauer Konfuzius-Institut wurde 2006 gegründet und ist eines von 500 Instituten der Welt, das die chinesische Sprache und Kultur fördert.​

    Gazeta Wyborcza - Kraków, Krakau, 18.09.2018

Serbien/Belgrad

  • Abkommen zwischen Serbien und EU über Grenzschutz

    ​Der serbische Innenminister Nebojša Stefanović (SNS – Serbische Fortschrittspartei) und der EU-Kommissar für Migration, Inneres und Bürgschaft, Dimitris Avramopoulos, unterzeichneten am 20. September 2018 ein Abkommen zwischen Serbien und der Europäischen Union im Bereich des Grenzschutzes. Dieses Abkommen soll ermöglichen, dass die Europäische Agentur für die Grenz- und Küstenwache (Frontex) Truppen nach Serbien entsendet und in Zusammenarbeit mit der serbischen Polizei Grenzkontrollen von MigrantInnen und Flüchtlingen durchführt. Für Serbien sei dieses Abkommen sehr wichtig, denn ohne die Unterstützung durch "Frontex" wären die verstärkten serbischen Grenzkontrollen zu teuer für das Bundesbudget gewesen, so Serbiens Flüchtlingskommissar Vladimir Cucić.

    Politika, Belgrad, 21.09.2018
  • Belgrad: Plastiksackerl-Verbot ab 2020

    ​Der Belgrader Vizebürgermeister Goran Vesić (SNS – Serbische Fortschrittspartei) kündigte für 1. Jänner 2020 die Einführung eines Plastiksackerl-Verbots in Belgrad an. Den im Gebiet der Stadt Belgrad tätigen Handelsketten soll eine Frist von 15 Monaten eingeräumt werden, um sich an die neuen Gesetzesbestimmungen anzupassen. Die Verordnung soll in der Gemeinderatssitzung am 25. September 2018 abgesegnet werden, so Vizebürgermeister Vesić.

    Večernje novosti, Belgrad, 19.09.2018
  • Vertrag für Bau von Belgrader Gondelbahn im November 2018

    ​Der Vertrag für den Bau der Belgrader Gondelbahn zwischen dem Park Ušće und der Belgrader Festung Kalemegdan soll im November 2018 abgeschlossen werden. Das Projekt im Wert von 1,8 Milliarden Euro wird zu zwei Drittel vom Bund finanziert, die restlichen Finanzen kommen aus dem Belgrader Stadtbudget. Es soll eine 1 Kilometer lange Gondelbahn mit einer Kapazität von 3.000 Fahrgästen pro Stunde errichtet werden.

    eKapija.com, Belgrad, 19.09.2018

Slowenien/Ljubljana

  • Start Karawankentunnel-Ausbau

    Der Vollausbau des Karawankentunnels startete am 18. September 2018. Erste Fahrzeuge sollen bereits in fünf Jahren durch die zweite Röhre des Tunnels, der Kärnten und Slowenien verbindet, fahren. Der bestehende Karawankentunnel hat eine Gesamtlänge von 7,9 Kilometern, wovon rund 3,5 Kilometer in Slowenien liegen. Mit der zweiten Tunnelröhre sollen die Verkehrssicherheit und Verkehrskapazität der Strecke erhöht werden und stundenlange Staus endlich der Vergangenheit angehören​​​​.

    Delo, d.o.o., Ljubljana, 20.09.2018
  • Strabag wird ehemalige Zuckerfabrik "Cukrarna" renovieren

    Das österreichische Unternehmen "Strabag" wurde mit den 21,57 Millionen Euro teuren Renovierungsarbeiten an der ehemaligen Zuckerfabrik "Cukrarna" beauftragt. Der Beginn der Arbeiten ist für Oktober 2018 angesetzt. In den nächsten 24 Monaten werden in dem Objekt eine moderne, städtische Galerie mit zahlreichen Ausstellungsräumen, eine Bibliothek, ein Café Restaurant, ein großes Depot, sowie technische und kulturelle Einrichtungen entstehen.

    Dnevnik, Ljubljana, 20.09.2018
  • 100 Jahre Slowenische Nationalgalerie

    Am 19. September 2018, wurde das hundertjährige Bestehen der Slowenischen Nationalgalerie gefeiert. Es zählt zu den bedeutendsten slowenischen Kunstmuseen. Bei der zentralen Abendveranstaltung zeichnete Staatspräsident Borut Pahor (SD – Sozialdemokraten) das Museum mit dem goldenen Verdienstorden der Republik Slowenien aus. In der Nationalgalerie finden in der Jubiläumswoche zahlreiche Kunst- und Musikveranstaltungen statt. Unter anderem können BesucherInnen mehr als 600 Kunstwerke aus der ständigen Sammlung bewundern.

    Rtvslo.si, Ljubljana, 19.09.2018

Tschechien/Prag

  • Sicherheitsübungen legen mehrere Prager Straßen lahm

    Am 22. September 2018, von 7 bis 22 Uhr, werden mehrere Straßen, Ufergelände und Tunnel im 7. und 8. Prager Bezirk wegen einer Sicherheitsübung gesperrt, kündigte die Presseabteilung des Prager Magistrats an. Die Prager Feuerwehr wird an diesen Orten die Aufstellung der mobilen Hochwasserschutzbarrieren üben. Der 7. und 8. Bezirk waren bei den verheerenden Überschwemmungen von 2002 und 2018 am schlimmstem betroffen. Ähnliche Sicherheitsübungen finden in Prag jedes Jahr in einem anderen Bez​irk statt.

    Prazsky.denik.cz, Prag, 20.09.2018
  • Prager Wasserwerke und Kanalisationen wieder in städtischer Hand

    Die tschechische Hauptstadt Prag einigte sich nun nach mehreren Versuchen mit der französischen Firma "Veolia", ihr Aktien an den "Prager Wasserwerken und Kanalisationen" (PVK) abzukaufen. Damit erwirbt nun die Stadt von der französichen Firma nun einen Anteil von 49 Prozent. Auf die restlichen 51 Prozent hat die Stadt Prag eine Option. Durch diese Transaktion sicherte sich die Stadt Prag zwei ​Plätze im Vorstand und vier Plätze im Aufsichtsrat. Somit kann die Stadt eventuelle Entscheidungen, bis sie alle Aktien besitzt, blockieren. Für den Erwerb der Aktien musste die Stadt Prag 1,745 Milliarden Tschechische Kronen (68 Millionen Euro) bereitstellen.​

    Ihned.cz, Prag, 20.09.2018
  • Neue Prager Kläranlage im Testbetrieb

    Der größte wasserwirtschaftlichen Bau Tschechiens, der neue Teil der Prager Kläranlage, die so genannte "Neue Wasseranlage", ist seit dem 19. September 2018 im Testbetrieb. Die Stadt Prag investierte in den Bau insgesamt 6,6 Milliarden Tschechische Kronen (258 Millionen Euro). Das Projekt wurde ohne jegliche EU-Förderungen und ausschließlich aus dem Stadtbudget finanziert. Der Ausbau der neuen Anlage, die die strengsten Vorschriften erfüllt, dauerte ungefähr drei Jahre. Es handelte sich dabei um einen ziemlich komplizierten Bau, da sich der neue Teil der Kläranlage auf engem Raum der Prager "Kaiserinsel" unter dem Wasserspiegel der Moldau befindet, was mehrere technische Schwierigkeiten bereitete. Laut Oberbürgermeisterin Adriana Krnáčová (ANO – JA) werde die neue Anlage eine sofortige und positive Auswirkung auf die Prager Umwelt haben. Nach der Testphase der neuen Wasseranlage kann ebenso die ganze Kläranlage modernisiert werden.

    Prazsky.denik.cz, Prag, 19.09.2018
  • Prager U-Bahn-Garnituren von Siemens modernisiert?

    ​Der "Prager Verkehrsbetrieb" (DP) verhandelt derzeit mit "Siemens" über eine Modernisierung der U-Bahn-Garnituren, die auf der Linie C der Prager U-Bahn im Einsatz sind. Die technische Betriebsfähigkeit der 53 Garnituren könnte somit um mindestens weitere 15 Jahre verlängert werden. Die Arbeiten sollen vor allem die Fahrgestelle und die Elektroinstallation betreffen. Modernisierungsbedürftig sind auch​ die U-Bahnsitze und die Info-Tabellen, die sich in den 265 Wagen der Linie C befinden. Ferner werden Sicherheitskameras in den Wagen installiert. Die Sanierungsarbeiten werden im Betriebsbahnhof der Linie C "Depo Kačerov" stattfinden und sollen bis 2020 dauern. Die Projektkosten bleiben unbekannt. In Zukunft werden auch die U-Bahngarnituren, die auf den Linien A und B verkehren, saniert.

    Prazsky.denik.cz, Prag, 19.09.2018

Ungarn/Budapest

  • Ein Fünftel der UngarInnen fährt täglich mit dem Fahrrad

    Laut einer aktuellen länderübergreifenden Studie sind täglich ein Fünftel der Ungarinnen und Ungarn FahrradnutzerInnen. Damit befindet sich Ungarn gleich nach Dänemark und den Niederlanden an dritter Stelle der europäischen Staaten, in denen das Fahrrad an erster Stelle steht. Vor allem in den Kleinstädten wird das Fahrrad täglich genutzt. In Großstädten wäre dafür eine bessere Infrastruktur notwendig, meinte Máriusz Révész (Fidesz - Bund Junger Demokraten), Regierungsbeauftragter für aktives Ungarn. Er schlug vor, die Budapester Jahreskarte für den öffentlichen Verkehr mit einer kostenlosen Fahrkarte für Räder zu ergänzen.

    Népszava, Budapest, 21.09.2018
  • Sieben Milliarden Forint für die Sanierung der Budapester Kettenbrücke

    Der ungarische Regierung stellt sieben Milliarden Forint (21,63 Millionen Euro) für die Sanierung der Kettenbrücke, des Burgberger Tunnels und die damit verknüpften öffentlichen Plätze bereit. Das Kabinett bat Budapest, mit der Ungarischen Tourismusagentur Verhandlungen über die Umgestaltung des Clark Ádám Platzes, des Széchenyi Platzes und der József Attila Straße zu führen. Darüber hinaus soll auch die Möglichkeit der Gestaltung des Fußgängerverkehrs auf dem Kai beim Vigadó Platz untersucht werden. Das Ziel ist die Verbesserung für den Fußgänger- und den Fahrradverkehr, die Schaffung von Erholungszone sowie eine Verringerung des Autoverkehrs. Eine weitere Bitte des Kabinetts ist, die Arbeiten innerhalb von 18 Monaten zu beenden.

    Világgazdaság, Budapest, 20.09.2018
  • Neue Oberleitungsbusse für Budapest in Produktion

    21 neue Oberleitungsbusse, die im November 2017 angekauft wurden, sind bereits in Produktion bei der Firma Solaris in Polen. Medienberichten zufolge werden diese bereits zur neuesten Generation des Herstellers gehören. Der erste Oberleitungsbus, der "Solaris Trollino" der vierten Generation, wird im März 2019 in Budapest erwartet. Nach dem Vertrag aus dem Jahre 2015 ist Budapest zum Ankauf von 108 Solaris Oberleitungsbussen berechtigt. 26 davon sind bereits in Budapest unterwegs.

    Hvg.hu, Budapest, 19.09.2018
  • Ungarns Premier auf Amtsbesuch in Russland

    Ungarns Premier Viktor Orbán (Fidesz - Bund Junger Demokraten) intensiviert den Kontakt zu Russlands Präsidenten Wladimir Putin. Am 18. September haben sich die beiden bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr zu einem Vier-Augen-Gespräch über die bilateren Beziehungen getroffen. In einem anschließenden Pressegespräch meinte Orbán, dass es Ungarns nationales Interesse sei, die Beziehung zwischen den beiden Teilen Europas und den Kontakt zwischen Ungarn und Russland zu verbessern. Putin nannte Ungarn einen wichtigen und vertrauenswürdigen Partner. Außerdem kündigte er an, dass ein Teil der Pipeline "Turkish Stream" durch Ungarn führen könnte.

    Magyar Idők, Budapest, 19.09.2018

18. September 2018

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Bosnien-Herzegowina/Sarajevo

  • Erstmals Unterricht für Kinder mit Autismus

    Die Nichtregierungsorganisation "Education for all" EDUS in Sarajevo hat erstmals vorschulische Bildung für Kinder mit Autismus ermöglicht. Die Kindergärten im Zentrum "Vladimir Nazor" ​besuchen seit 17. September 109 autistische Kinder, die von 47 LehrerInnen betreut werden. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Sport des Kantons Sarajevo unterstützt das Programm der Organisation EDUS, mehr Kindergärtenplatze für Kinder mit Autismus zu schaffen, jedoch nicht. Das Ministerium begründet dies damit, dass es auch Kinder mit anderen Entwicklungsschwierigkeiten gebe, denen die Nichtregierungso​rganisationen k​eine Bildungsleistungen anbieten können​.​​​

    Klix.ba, Sarajevo, 18.09.2018
  • Bosnien-Herzegowina: Arbeitsbilanz der aktuellen föderalen Regierung

    Laut der Sarajevoer Nichtregierungsorganisation "Zentren ziviler Initiativen" (CCI) war die Arbeit der aktuellen Regierung der Föderation Bosnien-Herzegowina von Unverantwortlichkeit, Konflikten und Verstößen gegen die Verfassung gekennzeichnet. Angekündigte Reformen und Vorhaben blieben aus, während PolitikerInnen alle Privilegien beibehielten. Insgesamt 166 Gesetze beziehungsweise Gesetzesänderungen wurden angenommen, was nicht einmal ein Drittel der geplanten Entwürfe ist. 18 Entwicklungsstrategien stehen immer noch zur Annahme aus, und die Umsetzung der Reformagenda stockt. Das Parlament der Föderation legte zudem mehrmonatige Arbeitsp​ausen ein.​

    Dnevni avaz, Sarajevo, 18.09.2018
  • Knapp 3.000 TeilnehmerInnen beim Halbmarathon

    ​Am 16. September 2018 fand in Sarajevo der bereits zwölfte Halbmarathon "Sarajevo Sberbank" mit knapp 3.000 TeilnehmerInnen aus 45 Ländern statt. Den Sieg nach 21,1 Kilometern holte sich ein Läufer aus Kenia. Als schnellste Frau bewältigte Olivera Jeftić aus Serbien diese Distanz. Der heurige Halbmarathon wurde unter der Schirmherrschaft des Kultur- und Sportministeriums des Kantons Sarajevo organisiert.

    Klix.ba, Sarajevo, 17.09.2018

Bulgarien/Sofia

  • Bulgarien: Koalitionsrat bespricht Personalwechsel in der Regierung

    Der Koalitionsrat der regierenden Koalition aus der Mitte-rechts-Partei "Bürger für eine europäische Entwicklung Bulgariens" (GERB) und der nationalistischen Partei "Vereinte Patrioten" (OP) besprach kürzlich den von Premierminister Bojko Borissov (GERB) geforderten Personalwechsel im Kabinett nach dem schweren Verkehrsunfall Ende August, der 17 Todesopfer gefordert hatte. Die Mitglieder des Koalitionsrats nominierten den Vorsitzenden der Kommunikationsregulierungskommission, Rossen Scheljaskov (GERB), für den Posten des Verkehrsministers. Über die Ministerrücktritte und die neuen Regierungsmitglieder hätte bereits vor einer Woche im Parlament abgestimmt werden sollen, die Abstimmung wurde jedoch vertagt, weil es keinen Erlass des Staatspräsidenten Rumen Radev (parteilos) gab, mit dem der Sekretär des Innenministeriums, Mladen Marinov (GERB), der als neuer Innenminister nominiert wurde, freigestellt werden konnte. Das Parlament will am 20. September 2018 über die Änderungen im Kabinett abstimmen.​

    Segabg.com, Sofia, 17.09.2018
  • Sofia renoviert Gehsteige in der Kurzparkzone

    Das Sofioter "Zentrum für städtische Mobilität" will bis Ende 2018 insgesamt 1,98 Millionen Lewa (1 Million Euro) in die Renovierung von Gehsteigen in der Kurzparkzone investieren. 900.000 Lewa (460.162 Euro) davon sind für die Kurzparkzonen in Gorni Losenez, Oboriste, Vasraschdane und Krasno selo vorgesehen.​

    24 Tschassa, Sofia, 17.09.2018
  • Auslandsbulgarinnen und -bulgaren protestieren gegen Regierung

    Mehrere aus dem Ausland angereiste Bulgarinnen und Bulgaren forderten am 16. September 2018 erstmals vor dem Parlamentsgebäude in Sofia den Rücktritt der Regierung und einen Systemwechsel in Bulgarien. Die DemonstrantInnen forderten ferner die Einführung eines politischen Modells nach Schweizer Vorbild und die Einführung der elektronischen Stimmabgabe. Damit die Korruption in Bulgarien verringert werden könne, müssten den DemonstrantInnen zufolge auch alle Führungsposten zur direkten Wahl stehen und gewählte PolitikerInnen auch durch das Volk abgesetzt werden können. Es solle darüber hinaus eine Strafverfolgung für PolitikerInnen geben, die seit der Wende im Jahr 1989 für Missstände in Bulgarien verantwortlich seien. Die VeranstalterInnen gaben ferner bekannt, eine ähnliche Aktion am 19. September 2018 vor dem Sitz der EU-Kommission in Brüssel organisieren zu wollen.​

    Offnews.bg, Sofia, 16.09.2018

Kroatien/Zagreb

  • BewohnerInnen aus Sveta Nedjelja können in Zukunft mit einem Ticket nach Zagreb pendeln

    ​Die BürgerInnen der an Zagreb angrenzenden Stadt Sveta Nedjelja werden ab 2019 auf ihrem Weg zur Arbeit nach Zagreb nur einem Fahrschein benötigen, der sowohl für den lokalen Bus als auch für die S-Bahn gilt. Dies geht aus einem Abkommen zwischen der Stadtverwaltung von Sveta Nedjelja und den Kroatischen Eisenbahnen hervor. Konkret bedeutet dies, dass PendlerInnen sofort am Zagreber Bahnhof Podsused am Stadtrand von den Bussen auf die S-Bahn umsteigen können. Dies wird ihre tägliche Reisezeit erheblich verkürzen, da die S-Bahn nicht vom Straßenverkehr beeinflusst wird. Die Fahrt mit der S-Bahn vom Zagreber Stadtrand zum Hauptbahnhof im Stadtzentrum dauert rund 14 Minuten. Die Busse der Firmen "Autoturist" und "Samoborček", die die Buskonzession von Sveta Nedjelja nach Zagreb besitzen, brauchen unter idealen Bedingungen länger zu den westlichen Straßenbahndepots. Der Preis der neuen Fahrkarte ist noch nicht bekannt.

    Večernji list, Zagreb, 18.09.2018
  • Prozess gegen Berater des Bürgermeisters

    Parallel zu den Prozessen gegen den Zagreber Bürgermeister Milan Bandić (Bandić Milan 365, Arbeits- und Solidaritätspartei) sind auch zahlreiche seiner Vertrauten wegen anderer Delikten angeklagt. So begann am 17. September 2018 vor dem Zagreber Landesgericht der Prozess gegen Robert Ljutić, den Berater von Bürgermeister Bandić. Ljutić wird für die Vergabe von Gastständen bei städtischen Veranstaltungen angeklagt​. Insgesamt soll er laut Anklage 440.000 Kroatische Kuna (circa 59.000 Euro) Schmiergeld kassiert haben. Der Prozessauftakt begann gleich mit einer Vertagung. Grund dafür war ein Schuldbekenntnis von drei Gastwirten, dass sie Schmiergeld gezahlt hätten, weswegen ihr Fall aus dem Prozess ausgegliedert wird. Die drei übrigen Angeklagten, unter ihnen Ljutić, wollten bislang jedoch nicht gestehen, das Schmiergeld erhalten zu haben.

    Jutarnji list, Zagreb, 18.09.2018
  • Kroatischer Finanzminister erwartet Budgetüberschuss anstatt Defizit

    Der kroatische Finanzminister Zdravko Marić (parteilos) erklärte am 17. September 2018 in einem Interview für den Kroatischen Rundfunk, dass für das laufende Jahr ein Budgetüberschuss erwartet wird. Zum ersten Halbjahr betrug der Budgetüberschuss rund 1,6 Milliarden Kroatische Kuna (circa 216 Millionen Euro). Ursprünglich wurde mit einem Budgetdefizit von 0,5 Prozent des Bruttonationaleinkommens, rund zwei Milliarden Kroatische Kuna (circa 270 Millionen Euro) gerechnet. Für den Überschuss macht er vor allem höhere Einnahmen aus der Einkommenssteuer sowie der Mehrwertsteuer verantwortlich.

    Jutarnji list, Zagreb, 18.09.2018

Polen/Krakau

  • Sicherheitsaudit von Fußgängerübergängen

    Ende September 2018 wird in Krakau ein Sicherheitsaudit von 61 Fußgängerübergängen durchgeführt. Die "Städtische Verwaltung für Kommunalinfrastruktur und Verkehr" (ZIKiT) wird gemeinsam mit den PrüferInnen den Sicherheitsgrad für FußgängerInnen u nd AutofahrerInnen im Krakauer Stadtverkehr  überprüfen. Bis Ende November 2018 sollen die Ergebnisse bekanntgegeben werden. 2017 gab es in Krakau 127 Unfälle, bei denen Fußgänger die Schuld trugen.

    Dziennik Polski - Kronika Krakowska, Krakau, 17.09.2018
  • Vorübergehend keine Straßenbahn nach Bronowice

    Der nordwestlich gelegene Stadtteil Krakaus, Bronowice, wird ab dem 22. September 2018 vorübergehend keine Straßenbahnverbindung haben. Der Grund dafür liegt im geplanten Umbau der Krakauer Hauptstraßen Bronowicka, Królewska und Podchorążych. Die BewohnerInnen müssen für zehn Monate auf Ersatzverkehr umsteigen. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen wird in dichten Intervallen eingerichtet. Auch die AutofahrerInnen müssen mit Staus und verlängerten Fahrzeiten in dieser Gegend rechnen.

    Dziennik Polski - Kronika Krakowska, Krakau, 15.09.2018
  • 86 moderne Mercedes-Benz Busse für Krakau

    Bereits ein paar Wochen vor dem vereinbarten Liefertermin wurden 86 hochmoderne Mercedes-Benz Citaro Busse nach Krakau geliefert. Es ist gelungen, die Umsetzung von zwei, im Februar und März 2018 unterzeichneten Verträgen, der "Städtischen Verkehrsbetriebe" (MPK) in Krakau mit der Firma "EvoBus Polska" voranzutreiben. Diese dienem dem Komfort der Stadtbewohnerinnen und -bewohner und berücksichtigen Bedenken um die Umwelt.  Die Busse entsprechen der Abgasnorm "Euro 6". 56 von insgesamt 86 Bussen wurden aus EU-Mitteln im Rahmen des "Regionalen Operativen Programms" für die Woiwodschaft Kleinpolen für die Jahre 2014 bis 2020 finanziert. Der Rest wird im Rahmen eines Leasingvertrags zur Verfügung gestellt.​

    Krakow.pl, Krakau, 14.09.2018

Serbien/Belgrad

  • Belgrad baut Hochwasserdamm entlang der Donau

    ​Die Stadt Belgrad gab Mitte September 2018 die Pläne für den Bau eines Hochwasserdamms an der Donau bekannt. Der Damm soll entlang der Grenze der Bezirke Novi Beograd und Zemun errichtet werden. Das Projekt befände sich in seiner Vorbereitungsphase, so Belgrads Bürgermeister Zoran Radojičić (parteilos). Das Datum für den Start der Bauarbeiten sowie der Investitionswert sind derzeit noch nicht bekannt.

    Večernje novosti, Belgrad, 18.09.2018
  • Belgrad: Sanierung der Karađorđeva-Straße verspätet sich

    ​Der für Ende September 2018 geplante Beginn der Bauarbeiten an der Sanierung der Belgrader Karađorđeva-Straße und des angrenzenden Save-Kais müsse verschoben werden. Grund dafür sei die schlechte Zeitplanung bzw. die Nichtberücksichtigung gesetzlicher Fristen für die Einreichung von Einsprüchen zur Ausschreibung, die vor kurzem zu Ende ging. Bestenfalls könnten die Bauarbeiten im Oktober 2018 starten und Ende 2019 fertiggestellt werden. Für die Sanierungsarbeiten hatten sich fünf Baufirmen beworben, darunter auch die österreichische "Strabag".

    Politika, Belgrad, 18.09.2018
  • Delegation aus Linz besucht Belgrader Bezirk Novi Beograd

    ​Eine Delegation der Stadt Linz, angeführt von Vizebürgermeister Detlef Wimmer, besuchte Mitte September 2018 den Belgrader Bezirk Novi Beograd und traf mit Bezirksvorsteher Aleksandar Šapić (SPAS – Serbischer patriotischer Bund) zusammen. Im Mittelpunkt ihrer Gespräche standen die Möglichkeiten für Kooperationen in den Bereichen Kultur, Sport und Bildung sowie die Unterstützung von Jugendlichen und die Zusammenarbeit mit der serbischen Community in Oberösterreich.

    Politika, Belgrad, 18.09.2018
  • Belgrader Homosexuellenparade erstmals mit mehr TeilnehmerInnen als Sicherheitskräften

    ​Am 16. September 2018 fand die Belgrader Homosexuellenparade statt, an der etwas mehr als 1.000 TeilnehmerInnen teilgenommen haben. Unter den TeilnehmerInnen waren auch Serbiens lesbische Ministerpräsidentin Ana Brnabić (parteilos), wie auch der Minister für Soziales, Zoran Đorđević (SNS – Serbische Fortschrittspartei), der Minister für Lokal- und Staatsverwaltung, Branko Ružić (SPS – Sozialistische Partei Serbiens), sowie Belgrads Bürgermeister Zoran Radojičić (parteilos). Bei der Abschlussveranstaltung der Belgrader "Pride Week" waren erstmals mehr TeilnehmerInnen als Sicherheitskräfte, die zum Schutz der TeilnehmerInnen abgestellt waren, anwesend, berichteten serbische Medien.

    Večernje novosti, Belgrad, 17.09.2018

Slowenien/Ljubljana

  • Slowenien: Mobilitätswoche beginnt in zahlreichen Städten

    Unter dem Motto "Multimodalität" begann am Montag, dem 17. September 2018, die bereits 17. Europäische Mobilitätswoche. Heuer nehmen 77 slowenische Gemeinden teil, auch die Hauptstadt Ljubljana. Dort werden am 22. September 2018 alle Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln kostenlos sein. Zusätzlich werden auf Park-and-ride-Parkplätzen keine Parkgebühren verrechnet. Das öffentliche Unternehmen "Fahrgastverkehr in Ljubljana", kurz LPP, teilte mit, dass täglich rund 80.000 EinwohnerInnen die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen.

    Rtvslo.si, Ljubljana, 17.09.2018
  • Grenzstreit: Harsche slowenische Kritik an Juncker

    Laut dem deutschen Nachrichtenmagazin "Spiegel" habe der Präsident der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker​, ein Rechtsgutachten im Grenzstreit zwischen Slowenien und Kroatien vorsätzlich ignoriert. Dieses besagt, dass das Schiedsgerichtsverfahren von der EU akzeptiert werden müsse, jedoch verzichtete die Kommission darauf, eine begründete Stellungnahme abzugeben. Es mehren sich die Vorwürfe, dass die eigenen JuristInnen ignoriert worden sind, da sowohl Juncker als auch der kroatische Ministerpräsident Andrej Plenković der "Europäischen Volkspartei" angehören. Slowenien beharrt weiter auf der Klage für die Umsetzung des Urteils gegen Kroatien vor dem Europäischen Gerichtshof und fühlt sich ungerecht behandelt.​

    Delo, d.o.o., Ljubljana, 17.09.2018
  • Ljubljana: Janković bewirbt sich zum vierten Mal ums Bürgermeisteramt

    Der langjährige Bürgermeister von Ljubljana, Zoran Janković (LZJ – Liste Zoran Janković), verkündete seine erneute Kandidatur bei den Kommunalwahlen am 18. November 2018. Die bisherigen fünf VizebürgermeisterInnen werden ihn auf diesem Weg wieder begleiten. Janković verspricht keine Revolution in der Stadtführung, sondern einen erfolgreichen Ausbau seiner bisherigen Anstrengungen. Etwaige MitbewerberInnen haben ihre Kandidaturen noch nicht angekündigt, müssen diese jedoch bis spätestens 18. Oktober 2018 einreichen.

    Delo, d.o.o., Ljubljana, 15.09.2018

Tschechien/Prag

  • Wendeschleife bei der Kreuzung Špejchar wird verlegt

    Der Prager Magistrat erwägt, die Wendeschleife der Straßenbahnen, die sich im Park Letná im gleichnamigen Stadtteil, neben der Kreuzung Špejchar, befindet, zu verlegen. Der neue Standort der Wendeschleife, der sich künftig hinter dem Gebäude des Innenministeriums befinden könnte, sollte die Erreichbarkeit des Stadtteiles verbessern. Der Vorschlag wurde der Stadt vom Prager "Institut für Stadtplanung und Entwi​cklung" unterbreitet.​

    Metro - Praha, Prag, 17.09.2018
  • Prager Verkehrsbetrieb will Straßenbahnen 14T verkaufen

    Der "Prager Verkehrsbetrieb" (DP) sucht weitere Nutzungsmöglichkeiten für die Straßenbahnen des Modells 14T, die für die Prager Straßen nicht geeignet sind. Die Straßenbahng​arnituren des Herstellers "Škoda Transportation" befinden sich derzeit im Besitz des Verkehrsbetriebes 57. Für den Erwerb der Straßenbahnen hat die Hauptstadt Prag 2 Milliarden Tschechische Kronen (78 Millionen Euro) investiert. Leider stellte sich heraus, dass das Modell 14T für das Straßenbahnnetz Prags nicht geeignet ist. Das Straßenbahnfahrwerk 14T ist vor allem für gerade Strecken bestimmt. In den Prager Kurven beschädigen die Fahrwerke die Gleise. Der Verkehrsbetrieb schließt auch einen Verkauf dieser relativ modernen Straßenbahnen nicht aus. Sollte es InteressentInnen geben, die bereit wären, für den gewünschten Preis aufzukommen, wäre die Stadt bereit, die Garnituren zu verkaufen, so der Vorstand des Verkehrsbetriebes, Martin Gillar. Wie hoch der aktuelle Preis der angebotenen Garnituren wäre, wurde jedoch nicht bekannt gegeben.

    Pražský deník, Prag, 17.09.2018
  • Kontrollen der Prager Brücken

    Am 17. September 2018 begannen die Kontrollarbeiten an der Prager "Brücke der Legionen" im Stadtzentrum. Ziel ist es, festzustellen, ob diese Brücke einer Sanierung bedarf. Die Prüfungsarbeiten, die durch die städtische "Technische Verwaltung" (TSK) durchgeführt werden, werden bis zu 24 Tage dauern. Die Arbeiten werden den Verkehr auf der Brücke und in der unmittelbaren Umgebung in diesem Zeitraum beeinträchtigen. Gleichzeitig werden die Kontrollarbeiten an der "Hlávka-Brücke" vorgenommen. Diese Brücke befindet sich ebenso in einem schlechten technischen Zustand. Es muss über eine geeignete Sanierungsmethode entschieden werden.​

    Metro.cz, Prag, 14.09.2018

Ungarn/Budapest

  • Budapester Verkehrsbetriebe feiern 50-jähriges Jubiläum

    Mit einem City-Lauf und Pop-up-Konzerten in den U-Bahnstationen feiern die Budapester Verkehrsbetriebe (BKV) ihr 50-Jahr-Jubiläum. Die Mini-Konzerte finden zwischen 17. und 20. September 2018 zwischen 17 und 18 Uhr in den Stationen der neuesten U-Bahnlinie M4 statt. Am Programm stehen unter anderem Werke von Mozart, Vivaldi und Weiner. Der City-Lauf findet am 22. September statt, die Strecke beträgt genau 1.968 Meter – und erinnert damit an das Gründungsjahr des Unternehmens. Für den Staffellauf sind noch Anmeldungen möglich.​

    Népszava, Budapest, 18.09.2018
  • Thermalwasser im 5. Bezirk von Budapest gefunden

    Bei Bauarbeiten beim Sportzentrum in der Vadász-Straße wurde im 5. Bezirk von Budapest eine Thermalwasserquelle entdeckt. Die in 800 Metern Tiefe liegende Quelle kann nicht nur zum Baden, sondern auch zum Heizen und Warmwasseraufbereitung benutzt werden. Die Wasserergiebigkeit liegt bei etwas 400 bis 500 Litern pro Minute, die Temperatur bei rund 58 Grad Celsius. Laut Experten sei das Wasser von hoher Qualität, und ein Beurteilungsverfahren für das Prädikat Heilwasser kann wahrscheinlich durchgeführt werden.

    Népszava, Budapest, 18.09.2018
  • Auch Ungarn will Plastiktragetaschen verbieten

    Das Ministerium für Innovation und Technologie will die Nutzung von Plastiksackerln und Einwegprodukten ​immer stärker begrenzen und bis 2021 schließlich ganz verbieten. Dafür soll zunächst die so genannte Produktgebühr für Umweltschutz erhöht werden, so dass der Kauf von Plastiksackerln und anderen Einwegprodukten wie Plastikbechern, Plastiktellern oder Einwegbesteck allmählich zurückgedrängt wird. Den Vertrieb der besonders umweltschädlichen Kunststofftragtaschen, die durch UV-Licht und Sauerstoff zersetzt werden, will das Ministerium bereits ab dem 1. Juli 2019 ​verbieten.​ ​Der Gesetzesentwurf soll Ende September veröffentlicht werden.​

    Világgazdaság, Budapest, 17.09.2018
  • Ungarn: Leitender Stab für Einwanderungspolitik gegründet

    Ein neuer leitender Stab für Migrationspolitik wurde von der ungarischen Regierung gebildet. Mit der Führung wurde Szilárd Németh, Vizepräsident der Regierungspartei "Bund Junger Demokraten" (Fidesz) und Staatssekretär des Verteidigungsministeriums, beauftragt. Details über die künftige Arbeit des Stabs sind noch nicht bekannt. Die Regierungspartei gab zudem noch bekannt, auch eine Stabstelle für Bevölkerungspolitik zu gründen.

    Népszava, Budapest, 15.09.2018
  • Smarte Sitzbank und öffentlicher Bücherschrank in Budapest

    Am Freitag, dem 14. September 2018 wurde im 3. Bezirk von Budapest ein neuer öffentlicher Bücherschrank "Könyvmegálló" (Bücherhaltestelle) und eine danben aufgestellte smarte Sitzbank übergeben. Die Sitzgelegenheit bietet Platz für vier Personen und ist mit USB-Anschlüssen ausgestattet, mit denen Handys und Tablets aufgeladen werden können. Entwickelt wurde die "Smartbank" in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen "Kuube". Sie wird durch Solarenergie betrieben und liefert Umweltdaten zur Luftqualität sowie zur UV-Belastung. Außerdem bietet sie über den Mobilfunkstandard 4G Anschluss an das Internet.​

    Népszava, Budapest, 15.09.2018

14. September 2018

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Bosnien-Herzegowina/Sarajevo

  • Bis dato 6,8 Milliarden Euro an ausländischen Investitionen in Bosnien-Herzegowina

    Im vergangenen Jahr hätten VertreterInnen der "Agentur für die Förderung von Auslandsinvestitionen" (FIPA) in Bosnien-Herzegowina insgesamt 50 InvestorInnen besucht, die 936,5 Millionen Konvertible Mark (481,5 Millionen Euro) investiert und 5.457 ArbeitnehmerInnen beschäftigt hätten. Dies wurde am Donnerstag, dem 13. September, in Sarajevo während der Präsentation der FIPA-Investitionsaktivitäten betont. Ferner wurde bekanntgegeben, dass mehr als 78 Prozent der InvestorInnen Interesse an der Verbesserung der Geschäftstätigkeiten in Bosnien-Herzegowina hätten, und mehr als 84 Prozent planen würden, die Beschäftigung in den nächsten drei Jahren zu erhöhen und fast 2.000 neue Arbeitsplätze zu schaffen. Laut des Berichts flossen heuer bis dato 13,4 Milliarden Konvertibler Mark (6,8 Milliarden Euro) an ausländischen Investitionen ins Land, im vergangenen Jahr seien es 777,7 Millionen Konvertibler Mark (399,9 Millionen Euro) gewesen, was einem Anstieg von 37,9 Prozent im Jahresvergleich entspricht.​

    Klix.ba, Sarajevo, 13.09.2018
  • Sarajevo: Über 600.000 Fahrten mit der Trebević-Seilbahn seit ihrer Inbetriebnahme

    Fünf Monate nach der Inbetriebnahme der Sarajevoer Trebević-Seilbahn konnten mehr als 600.000 Fahrten verbucht werden, womit die erwarteten 300.000 um ein Vielfaches übertroffen wurden. Der holländische Nuklearphysiker und Geschäftsmann Edmond Offermann hatte die Eröffnung der Seilbahn im April 2018 erst möglich gemacht. Der Bürgermeister von Sarajevo, Abdulah Skaka (SDA - Partei der demokratischen Aktion), plant nun demnächst die Infrastruktur rund um das Großprojekt Seilbahn zu verbessern, bessere Verkehrsanbindungen zu schaffen und ein Ski-Zentrum zu errichten. Zu gegebener Zeit würden die Ausschreibungen veröffentlicht.​

    Klix.ba, Sarajevo, 13.09.2018
  • Bosnien-Herzegowina reicht Film "Never Leave me" für Auslandsoscar ein

    Der diesjährige bosnisch-herzegowinische Kandidat für den Oscar als "Bester fremdsprachiger Film" ist der Film der mehrfach preisgekrönten Regisseurin Aida Begić "Never Leave Me". Der Film, der diesen Sommer im Rahmen des "Sarajevo Film Festivals" gezeigt wurde, erzählt die Geschichte von drei syrischen Waisenkindern, die in einem Flüchtlingslager in der Türkei leben. Der bosnisch-herzegowinische Verband der FilmarbeiterInnen nominiert bereits seit 18 Jahren Filme für die Kategorie "Bester fremdsprachiger Film". Im Jahr 2001 wählte der Verband den Kriegsfilm "No Man's Land" von Danis Tanović aus, der daraufhin im März 2002 mit dem Oscar ausgezeichnet wurde.

    Klix.ba, Sarajevo, 13.09.2018

Bulgarien/Sofia

  • Sofia: Straßenreparaturen für die nächsten vier Jahre ausgeschrieben

    Die Gemeinde Sofia kündigte eine Ausschreibung im Wert von 116 Millionen Lewa (59,3 Millionen Euro) für Straßenreparaturen und -instandhaltung an. Das Projekt betrifft Verträge mit einer geplanten Laufzeit von vier Jahren. Die 24 Stadtbezirke sind in diesem Projekt in sieben Areale aufgeteilt. Die angegebenen Kosten werden bei der Bewertung der Angebote ein entscheidendes Beurteilungskriterium sein, da der Angebotspreis zu 80 Prozent gewichtet werden soll, während die technischen Kriterien zu 20 Prozent in die Entscheidung einfließen sollen. Die Ausschreibungsfrist läuft bis zum 10. Oktober 2018.​

    Politika, Sofia, 14.09.2018
  • Sofia: Tablets für die GemeinderätInnen

    Der Vorsitzende des Sofioter Gemeinderates, Elen Gerdschikov (GERB – Bürger für eine europäische Entwicklung Bulgariens), informiert kürzlich, dass ab Oktober 2018 alle Sofioter GemeinderätInnen mit Tablets ausgestattet werden sollen, um in Zukunft mittels derselben abzustimmen. Auf den Tablets sollen auch alle Berichte, über die abgestimmt werden soll, sowie die Abstimmung in Echtzeit abgerufen werden können. Die Anschaffung hat einen Gesamtwert von 100.000 Lewa (51.129 Euro).​

    Monitor, Sofia, 14.09.2018
  • Bulgarien: Parlament vertagt Abstimmung über Regierungsumbildung

    Das bulgarische Parlament hat die für den 13. September 2018 geplante Abstimmung über die Änderungen im Kabinett mit dem Argument vertagt, dass kein Erlass des Staatspräsidenten Rumen Radev (parteilos) vorliege, mit dem der Sekretär des Innenministeriums, Mladen Marinov, freigestellt werden könne. Mladenov wurde als neuer Innenminister nominiert. Sollte der Erlass noch diese Woche eingebracht werden, könne dieser Punkt zusätzlich in die Tagesordnung aufgenommen werden, erklärte die Parlamentspräsidentin Zveta Karajantscheva (GERB – Bürger für eine europäische Entwicklung Bulgariens). Am 12. September 2018 hatte Premierminister Bojko Borissov (GERB) seine Vorschläge für eine Kabinettsumbildung eingebracht. Auf sein Drängen hatten am 31. August 2018 die Minister für Inneres, Transport und Regionalentwicklung ihre Rücktritte eingereicht. Grund war ein schwerer Verkehrsunfall bei Svoge mit 17 Opfern Ende August.​

    Dariknews.bg, Sofia, 13.09.2018
  • Sofia ohne Plan gegen Feinstaubbelastung

    Sofia verfüge über keine Projekte zur Reduzierung der Luftverschmutzung beim Verheizen von Festbrennstoffen, die ein wesentlicher Grund für Feinstaubbelastung seien. Das geht aus einem Bericht des Europäischen Rechnungshofs hervor. ExpertInnen hätten die Luftqualität in den sechs Ballungszentren Brüssel, Krakau, Mailand, Ostrava, Sofia und Stuttgart geprüft und es habe sich herausgestellt, dass Bulgarien in puncto vorzeitige Todesfälle, die auf Feinstaub zurückgeführt werden, den traurigen ersten Platz erreicht. Die zwei größten Ursachen für die schlechte Luftqualität sind laut der Gemeinde Sofia das Verheizen von Festbrennstoffen und der Verkehr.​

    Dnevnik.bg, Sofia, 11.09.2018

Kroatien/Zagreb

  • Bürgermeister zieht Stadtparlament der Anklagebank vor

    Die gestern, am 13. September 2018, stattgefundene Sitzung des Zagreber Stadtparlamentes hat für den Zagreber Bürgermeister Milan Bandić (Bandić Milan 365, Arbeits- und Solidaritätspartei) ein Dilemma dargestellt. Gleichzeitig mit der aktuellen Fragestunde begann nämlich auch der zweite Verhandlungstag im ersten Korruptionsverfahren gegen den Bürgermeister. Angesichts dieser Terminfülle gab Bandić dem Stadtparlament den Vorzug, da seine Anwesenheit vor Gericht nach der kroatischen Strafprozessordnung nicht erforderlich ist. Fragen der Presse bezüglich dieser Situation ignorierte Bandić.

    Večernji list, Zagreb, 14.09.2018
  • Zweiter Verhandlungstag im Prozess gegen den Bürgermeister

    ​Vor dem Zagreber Landesgericht wurde gestern, am 13. September 2018, der zweite Verhandlungstag im Prozess gegen den Zagreber Bürgermeister Milan Bandić (Bandić Milan 365, Arbeits- und Solidaritätspartei) organisiert. Bürgermeister Bandić selbst war nicht anwesend, sondern wurde von seinen Anwältinnen und Anwälten vertreten. Vor Gericht wurden mehrere Angestellte des Zagreber Rathauses befragt. Zunächst ließen sie die Fragen der Staatsanwaltschaft unbeantwortet, da sie sich angeblich nicht an den Fall erinnern konnten. Nachdem der zuständige Staatsanwalt ihnen ihre Aussagen in der Untersuchungsphase vorlas, konnten die Beamtinnen und Beamten dann doch alle Gedächtnislücken schließen.

    Jutarnji list, Zagreb, 14.09.2018
  • Bürgermeister muss vor wütenden Eltern flüchten

    Am 12. September 2018 ereignete sich beinahe eine Tragödie, als es vor der Zagreber Grundschule "Vukomerec" gegen 19 Uhr zu einem Schusswechsel zwischen zwei Roma-Clans kam. Wie durch ein Wunder wurde niemand der zahlreichen Kinder und Eltern auf dem benachbarten Spielplatz von den 30 abgefeuerten Kugeln getroffen. Wenn sich alles nur einige Minuten später ereignet hätte, wäre es wahrscheinlich zu einer Tragödie gekommen: Der Unterricht an der Schule endet um 19.05 Uhr und die Straße wäre dann voller SchülerInnen gewesen. Am 13. September 2018 wollte der Zagreber Bürgermeister Milan Bandić (Bandić Milan, 365, Arbeits- und Solidaritätspartei) bei einem Treffen mit den Eltern in der Schule die Gemüter besänftigen, jedoch ging dies gehörig schief. Als Bürgermeister Bandić vor der Presse ein Statement abgeben wollte, wurde er von Hunderten zornigen BürgerInnen umringt, beschimpft und mit Eiern beworfen. Bandić konnte nur in seinen Dienstwagen flüchten, der erst nach polizeilichem Eingreifen das Areal verlassen konnte. Grund für den Zorn der BürgerInnen ist, dass der Bürgermeister angeblich der Taufpate von mehreren Kindern der streitenden Clans ist, weswegen man ihn indirekt für die Schießerei verantwortlich macht.

    Jutarnji list, Zagreb, 14.09.2018

Polen/Krakau

  • Nächtliches Alkoholverkaufsverbot im Krakauer Stadtzentrum

    Die Krakauer Gemeinderätinnen und Gemeinderäte fassten einen Beschluss, ab 1. Jänner 2019 ein nächtliches Alkoholverbot im ersten Bezirk von Krakau einzuführen. Von 22.00 bis 6.00 Uhr dürfen keine alkoholischen Getränke in Geschäften aller Art mehr verkauft werden. Die Krakauerinnen und Krakauer appellierten seit Jahren an die Stadtverwaltung, entsprechende Schritte einzuleiten, um die große Anzahl an Betrunkenen im Stadtzentrum zu reduzieren. Den Statistiken nach werden durchschnittlich mehr als 220 Personen pro Tag im Krakauer Stadtzentrum wegen Alkoholkonsums in der Öffentlichkeit bestraft.​​

    Dziennik Polski - Kronika Krakowska, Krakau, 13.09.2018
  • Krakau unter den TOP 3 der lebenswertesten polnischen Städte

    Krakau wurde zu einer der lebenswertesten polnischen Städte gekürt. Im Ranking der polnischen Wochenzeitung "Politika" und der Montanuniversität in Krakau landete die Stadt Krakau auf dem dritten Platz der lebenswertesten Städte innerhalb Polens. Krakau erhielt die meisten Punkte für die städtische Selbstverwaltung (unter anderem Raumordnungspläne, Haushaltseinnahmen), die Bildung (unter anderem Ausgaben für Bildung, Zahl der Uni-AbsolventInnen) und das Freizeitangebot (unter anderem Ausgaben für Kultur, Länge des Radwegenetzes). Zur lebenswertesten Stadt in Polen wurde Sopot in der Woiwodschaft Pommern gewählt.

    Gazeta Wyborcza - Kraków, Krakau, 13.09.2018
  • Jacek Majchrowski startet seine Wahlkampagne

    Der amtierende Krakauer Bürgermeister, Jacek Majchrowski (parteilos), stellte sein Wahlprogramm für die kommenden Kommunalwahlen im November 2018 vor. Unter dem Slogan "Gemeinsam bilden wir die Zukunft von Krakau" setzt Majchrowski unter anderem auf die Erhaltung und die Erweiterung von Grünflächen in der Stadt, sowie die Errichtung von neuen Schwimm- und Sporthallen. Für die Stadtbegrünung versprach Majchrowski, jährlich 150 Millionen polnischer Złoty (34,8 Millionen Euro) zu investieren.​

    Gazeta Wyborcza - Kraków, Krakau, 11.09.2018

Serbien/Belgrad

  • Belgrads Bürgermeister zu Besuch in Ljubljana

    Der Bürgermeister von Belgrad, Zoran Radojičić (parteilos), weilte am 12. und 13. September 2018 zu einem offiziellen Besuch in Ljubljana, bei dem er seinen Amtskollegen Zoran Janković traf. Eines der Hauptthemen in den Gesprächen war die Verbesserung der Zusammenarbeit der zwei Städte und die Entwicklung Ljubljanas zur europäischen Umwelthauptstadt. Die Stadt Belgrad möchte ein ähnlich hohes Niveau an Umweltschutzbewusstsein erreichen und bat um Unterstützung durch Ljubljana. Die zwei Bürgermeister haben auch über die Entwicklung des FußgängerInnen-, RadfahrerInnen- und des öffentlichen Verkehrs gesprochen.

    Večernje novosti, Belgrad, 13.09.2018
  • Serbien: Windpark "Alibunar" geht in Betrieb

    Am 11. September 2018 wurde in der serbischen Gemeinde Alibunar, 50 Kilometer nordöstlich von Belgrad, der neue Windpark "Alibunar" in Betrieb genommen. Dieser besteht aus 21 Windturbinen mit einer Gesamtleistung von 42 Megawatt, die 38.000 Haushalte mit Strom versorgen kann. Dadurch wird der Kohlendioxid-Ausstoß um 88.000 Tonnen jährlich gesenkt. Das belgische Unternehmen "Elicio" investierte in den Ausbau des Windparks 80 Millionen Euro.

    Politika, Belgrad, 12.09.2018
  • Diebstahl in Belgrad: Museumslokomotive zerlegt und abtransportiert

    Das Depot des Belgrader "Eisenbahnmuseums" hatte Anfang September 2018 einen ungewöhnlichen Diebstahl zu vermelden. Eine Gruppe von 16 TäterInnen soll, mithilfe von Plasmaschneidern, eine 154 Jahre alte historische Dampflokomotive von unschätzbarem Wert komplett zerlegt und abtransportiert haben, während weitere Museumslokomotiven und andere Museumsexemplare stark beschädigt oder gänzlich zerstört worden sind. Man verdächtigt SchrotthändlerInnen, die Tat begangen zu haben. Mittlerweile gab die Polizei bekannt, fünf Tatverdächtige aufgespürt und festgenommen zu haben.

    Večernje novosti, Belgrad, 12.09.2018

Slowenien/Ljubljana

  • Slowenien: 13. slowenische Regierung angelobt

    Am Donnerstag, dem 13. September 2018, wurde die neue slowenische mitte-links-Regierung unter der Führung von Premier Marjan Šarec (LMŠ – Liste Marjan Šarec) bestätigt. Diese Koalition besteht aus seiner eigenen Partei, weiters der "Partei des modernen Zentrums" (SMC), den "Sozialdemokraten" (SD), der "Partei Alenka Bratušek" (SAB) und der "Demokratischen Pensionistenpartei Sloweniens" (DeSUS). Da diese fünf Parteien gemeinsam nur 43 der 90 Parlamentsmandate stellen, wurde mit der "Linken" eine Zusammenarbeit vereinbart. Diese wird das Minderheitsregierungsbündnis dulden und steuerte deshalb ihre neun Stimmen zusätzlich zur Regierungsbildung bei. Die 13. slowenische Regierung besteht aus 16 Ministerien.​

    Delo, d.o.o., Ljubljana, 14.09.2018
  • Slowenien: Ausländische Direktinvestitionen steigen

    Nach der Weltwirtschaftskrise steigt die Zahl ausländischer Direktinvestitionen in Slowenien konstant. Zudem wachsen Unternehmen mit ausländischen Eigentümern schneller als heimische Betriebe, und sie zahlen auch höhere Löhne. Bis Mitte 2017 stiegen die ausländischen Gesamtinvestitionen in Slowenien auf 13 Milliarden Euro. In Slowenien sind zurzeit 8.053 ausländische Unternehmen registriert, die 5,8 Prozent aller Unternehmen in Slowenien ausmachen.​

    Dnevnik, Ljubljana, 13.09.2018
  • Ljubljana: Erste Weinlese auf der Burg von Ljubljana

    Auf der Burg von Ljubljana wurden vor zwei Jahren mehr als 1.000 Weinreben gepflanzt. Mit der Anpflanzung will die Stadt ihren Titel als "Stadt der Weinrebe und des Weins", den sie seit 1987 innehat, weiter festigen. Die slowenische Hauptstadt investierte rund eine Viertel Million Euro​ in den städtischen Weingarten. Die Stadt bietet auch eine Patenschaft für die Burgweinreben – mit 60 Euro pro Pflanze und Jahr können alle Bürger das Projekt unterstützen. Der diesjährige Jahrgang wird in rund 400 Flaschen abgefüllt werden und als protokollarisches Geschenk der Stadt dienen.

    Dnevnik, Ljubljana, 13.09.2018

Tschechien/Prag

  • Abberufung der Prager Magistratsdirektorin ungültig

    Der neue Innenminister Jan Hamáček (ČSSD – Tschechische Sozialdemokratische Partei) teilte am 12. September 2018 mit, dass die Anfang Juli 2018 von der Prager Oberbürgermeisterin Adriana Krnáčová (ANO – JA) durchgeführte Abberufung der bisherigen Magistratsdirektorin Martina Děvěrová (parteilos) ungültig sei, da die Zustimmung seitens des damaligen Innenministers Lubomír Metnar (ANO – JA) nicht im Einklang mit dem Verwaltungsverfahren gewesen sei. Zudem habe die Juristin Děvěrová das Vorgehe Krnáčovás vor Gericht erfolgreich angefochten. Krnáčová lehnt die Aufhebung ihrer Entscheidung allerdings ab. Die Lösung des Problems wird wahrscheinlich eine der ersten Aufgaben der neuen Stadtregierung nach den Kommunalwahlen im Oktober 2018 sein.​

    ČT 1, Prag, 12.09.2018
  • Prag will künftig Express-Tunnelbuslinien einführen

    Der neue "Verkehrsplan" für den Zeitraum 2018 bis 2020 vom "Regionalen Organisator des Prager integrierten Verkehrs" (ROPID) sieht vor, neue Buslinien ins Leben zu rufen, die neue Direktverbindungen zwischen den nördlichen Siedlungen und dem breiteren Stadtzentrum schaffen sollen. Beide Expressbuslinien sollen in den Tunnels der innerstädtischen Umfahrung fahren und dadurch die bisher benötigten Fahrtzeiten um zehn bis 15 Minuten verkürzen. Die jährlichen Kosten würden rund 91 Millionen Tschechischen Kronen (3,5 Millionen Euro) betragen, vorher sei es aber nötig, eventuelle Umfahrungsstrecken und neue BusfahrerInnen zu finden, erklärte ROPID. Des Weiteren plane Prag, für einige ausgelastete Buslinien XL-Gelenkbusse anzukaufen.​

    Zdopravy.cz, Prag, 12.09.2018
  • Prag: Aufklärungskampagne zur Rettungsgasse

    Im Herbst startet der Prager Magistrat die neue Aufklärungskampagne "Ich weiß, wie man die Rettungsgasse bildet", deren Ziel es ist, den AutofahrerInnen zu erklären, wie sie den Fahrzeugen des "Integrierten Rettungssystems" eine freie Durchfahrt ermöglichen können und welche Bedeutung die Durchfahrt für Rettungsdienste, Polizei und Feuerwehr hat. Grund für die Kampagne ist die im Oktober 2018 in Kraft tretende landesweite Gesetznovelle, die die diesbezüglichen tschechischen Vorschriften mit den in den meisten EU-Ländern geltenden Regeln harmonisieren soll.​

    Pražský deník, Prag, 11.09.2018

Ungarn/Budapest

  • Neuer Eigentümer des Budapester Einkaufzentrums "Mammut"

    Die südafrikanische Firma "NEPI Rockcastle" hat nach dem "Arena Plaza" auch das Budaer Einkaufszentrum "Mammut" in der Hauptstadt gekauft, berichtet das Online-Portal "Portfolio". Für das Gebäude mit 56.500 Quadratmetern Mietfläche gab der neue Eigentümer 254 Millionen Euro aus. Mit diesem Kauf wurde NEPI der größte Shoppingcenter-Eigentümer in Budapest.

    Népszava, Budapest, 14.09.2018
  • Budapest: Reinigungsaktion in der Innenstadt

    Anlässlich des "World Cleanup Day 2018" werden zahlreiche Freiwillige die ungarische Hauptstadt säubern. Entlang des Donaukais der Pester Seite und am Gellért-Berg auf der Budaer Seite werden Müll und Unrat gesammelt. An der Initiative, die in Estland gestartet wurde, nehmen 150 Länder teil.

    Magyar Hírlap, Budapest, 14.09.2018
  • Hauptstadt bekommt ein eigenes Dessert

    Trauben und weiße Schokolade sind jene zwei Hauptbestandteile des Kuchens, der 2018 den Titel Budapest Dessert trägt. Den Wettbewerb für das Dessert Budapests hatte der "Ungarische Schokoladen- und Süßwarenverein" heuer zum ersten Mal ausgeschrieben. Insgesamt 13 Budapester Konditoreien hatten sich am Wettbewerb beteiligt, den ersten Platz und den Titel 2018 erwarb die Kreation der berühmten ungarischen Konditorei "Szamos Marcipán".

    Világgazdaság, Budapest, 14.09.2018
  • Budapest bekommt neuen Polizeipräsidenten

    Der Budapester Polizeipräsident Gábor Bucsek tritt am 30. September 2018, auf eigenen Wunsch, von seinem Posten zurück. Oberst Tamás Terdik soll, auf Vorschlag des Landespolizeipräsidenten Generalmajor János Balogh, vom ungarischen Innenminister, Sándor Pintér (parteilos), an seiner Stelle ernannt werden. Dafür soll aber noch die Zustimmung des Budapester Gemeinderates eingeholt werden.

    Magyar Idők, Budapest, 13.09.2018
  • Rechtsstaatlichkeitsverfahren gegen Ungarn eingeleitet

    Am 12. September 2018 wurde der "Sargentini"-Bericht im Europäischen Parlament mit Zwei-Drittel-Mehrheit angenommen. Der Bericht kritisiert die Einschränkung der Meinungs- und der Versammlungsfreiheit sowie die Schwächung des Verfassungs- und Justizsystems und das Vorgehen gegen NGOs. Die niederländische Abgeordnete Sargentini schlug deshalb ein Rechtsstaatverfahren nach Artikel 7 der EU-Verträge vor, dem das EU-Parlament letztlich mehrheitlich zugestimmt hat. Der ungarische Premierminister Viktor Orbán (Fidesz – Bund Junger Demokraten) war bei der Debatte und der Abstimmung persönlich anwesend und betonte in seiner Rede, dass die EU mit der Bestätigung des Berichtes nicht seine Regierung, sondern das ungarische Volk verurteilen und abstempeln würde, und seine Regierung werde die Abstimmung anfechten.

    Hvg.hu, Budapest, 12.09.2018

11. September 2018

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Bosnien-Herzegowina/Sarajevo

  • Bosnien-Herzegowina: Parlamentsabgeordneter Nikola Špirić auf der schwarzen Liste der USA

    Der Parlamentsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der Partei der unabhängigen Sozialdemokraten (SNSD), Nikola Špirić, befindet sich seit dem 10. September 2018 auf der Einreiseverbotsliste der USA. Diese Maßnahme wurde gegen ihn und seine Familienmitglieder wegen korrupter Machenschaften verhängt. Laut Mike Pompeo, dem Sekretär des State Department, wurde das Einreiseverbot laut Artikel 7031 des Gesetzes über staatliche, ausländische Geschäftstätigkeiten im Jahr 2018 verhängt. Auf diese Entscheidung der USA reagierten bereits sowohl Špirić als auch der Präsident der Teilrepublik Srpska, Milorad Dodik (SNSD-Partei der unabhängigen Sozialdemokraten) mit unbegründeten Beschuldigungen gegen die US-Botschafterin in Bosnien-Herzegowina, Maureen Cormack. Špirić wird fast mit jeder Korruptionsaffäre im Land in Verbindung gebracht.​

    Oslobođenje, Sarajevo, 11.09.2018
  • Bosnien-Herzegowina: Nacht der Forschung in neun Städten

    In neun bosnisch-herzegowinischen Städten startet am 28. September 2018 um 17 Uhr die Nacht der Wissenschaft und Forschung unter dem Slogan "Let's STEAM: Schaffen wir neue Gelegenheiten". Die zentrale Veranstaltung wird in Banja Luka, dem Regierungssitz der Teilrepublik Srpska, stattfinden. Die Ausschreibung zur Teilnahme an der heurigen Veranstaltung ist noch bis zum 20. September offen. Das Ziel der Veranstaltung ist das Bewusstmachen von Forschung und Innovationen in Bosnien-Herzegowina, die Unterstützung der ForscherInnen und die Präsentation einheimischer Errungenschaften in den Bereichen Forschung, Innovationen und Unternehmertum. Auch heuer warten auf die BesucherInnen verschiedene interaktive Experimente, Vorträge und Spiele.​

    Oslobođenje, Sarajevo, 11.09.2018
  • Wahlen 2018: App hilft bei der Wahl

    Die BürgerInnenvereinigung "Zašto ne" ("Warum nicht") hat auch für die diesjährigen Wahlen die Applikation "Glasometar 2018" zur Verfügung gestellt. Diese soll den BürgerInnen ermöglichen, ihre Ansichten mit den 20 kandidierenden Parteien zu vergleichen. Die BürgerInnen können auf insgesamt 33 Fragen antworten, über die in den Parlamenten, Medien und Institutionen diskutiert wurde. Die Fragen umfassen Themen wie Politik, Regierungsorganisation, Wirtschaft, Bildung, Gesundheit, internationale Beziehungen und sozialer Schutz. Die App wurde bereits während der Wahlen 2010 und 2014 von mehr als 60.000 NutzerInnen verwendet.

    Klix.ba, Sarajevo, 10.09.2018

Bulgarien/Sofia

  • Sofia: 6. Ausgabe der "Allee der Bücher"

    Am 11. September 2018 wird in der Sofioter FußgängerInnenzone am Witoscha-Boulevard das traditionelle Buchfestival mit dem Namen "Allee der Bücher" eröffnet. Bis 16. September werden dort 60 bulgarische Verlage ihre Neuausgaben vorstellen. Auf dem Programm stehen Treffen mit SchriftstellerInnen und ÜbersetzerInnen sowie Workshops für Kinder.​

    Dnes.bg, Sofia, 10.09.2018
  • Sofia: Designerkleider aus gebrauchter Kleidung

    Unter dem Motto "Detox für den Kleiderschrank" läuft derzeit in Sofia eine Initiative der Altkleidersammlung. Die Sammlung von gebrauchten Textilien wird von der Gemeinde Sofia organisiert und dauert den ganzen September an. Die Initiative setzt sich zum Ziel, dass weniger Textilien im Restmüll landen. Aus einem Teil der gebrauchten Kleider sollen Designerstücke hergestellt und im Rahmen der Europäischen Woche der Müllvermeidung, die vom 19. bis 25. November 2018 stattfindet, vorgestellt werden.

    24 Tschassa, Sofia, 08.09.2018
  • Sofia: Tierheim stellt sich vor

    Im Rahmen einer Initiative des Tierheims der Gemeinde Gorni Bogrov bei Sofia werden am 15. September 2018 Hunde aus dem Tierheim im Sofioter Südpark vorgestellt. Von 14 bis 18 Uhr erwarten dort zehn Tiere ihre neuen Frauchen und Herrchen. MitarbeiterInnen des Gemeindeunternehmens "Ekoravnovessie" (Ökogleichgewicht) werden den BesucherInnen die verschiedenen Tierheime der Gemeinden präsentieren sowie die Möglichkeiten für die Adoption aus den Tierheimen vorstellen.

    Trud, Sofia, 07.09.2018

Kroatien/Zagreb

  • Zagreber Märkte in schlechtem Zustand

    Während der Zagreber Markt "Dolac" im Zagreber Stadtzentrum eine gut besuchte TouristInnenattraktion ist, steht es um die übrigen 22 Zagreber Märkte leider nicht gut. Viele von den Objekten sind in sehr schlechtem Zustand. Während die Zagreber Stadtverwaltung schon seit Jahren die Renovierung sämtlicher Märkte ankündigt, hat sie bisher den Worten keine Taten folgen lassen. Ein Beispiel ist der "Branimir"-Markt unweit des Zagreber Busbahnhofes. Vor rund drei Jahren wurden zahlreiche illegal errichtete Objekte mit der Begründung beseitigt, dass dort eine neue Markthalle entstehen soll. Konkret geschehen ist jedoch nichts.

    Jutarnji list, Zagreb, 11.09.2018
  • SozialdemokratInnen laufen zu Zagreber Bürgermeister über

    Nicht nur auf Staatsniveau sind ständige Konflikte zwischen dem Parteipräsidenten der "Sozialdemokratische Partei" (SDP), Davor Bernardić, und allen anderen wichtigen Parteimitgliedern auf der Tagesordnung. Auch in der kroatischen Hauptstadt Zagreb hat er mit der Parteidisziplin zu kämpfen. So ist die Vizepräsidentin der Zagreber Parteifiliale, Tamara Čubretović, kürzlich der Partei des Zagreber Bürgermeisters Milan Bandić (Bandić Milan 365, Arbeits- und Solidaritätspartei) beigetreten. Dies ist nicht die erste ÜberläuferIn aus der SDP zur Bürgermeisterpartei. Nun werden in der Presse bereits die Namen weiterer potenzieller Wech​selkandidatInnen gehandelt. Potenzielle Wechselwillige gibt es genug, da alle ein Merkmal gemeinsam haben – sie sind, wie auch die bisherigen "DeserteurInnen", in der Stadtverwaltung oder den Stadtwerken angestellt. Wie gemunkelt wird, wurden sie vor die Wahl gestellt: entweder Parteiwechsel oder Kündigung.

    Jutarnji list, Zagreb, 10.09.2018
  • Öffentliches Verkehrsunternehmen ZET schafft 30 neue Busse an

    Das Zagreber öffentliche Verkehrsunternehmen ZET hat am 7. September 2018 30 neue Niederflurbusse vorgestellt. Die Busse der Marke IVECO sollen vor allem auf den Zubringerlinien zu den Straßenbahn-Endstationen eingesetzt werden. Der Wert der Busse beträgt rund 30 Millionen kroatische Kuna (circa 4,05 Millionen Euro).

    Večernji list, Zagreb, 08.09.2018

Polen/Krakau

  • Abstimmung über BürgerInnenbeteiligungungsbudget der Woiwodschaft Kleinpolen

    Bis zum 5. Oktober 2018 können die BewohnerInnen der Woiwodschaft Kleinpolen ihre Stimme im Rahmen des dritten BürgerInnenbeteiligungsbudgets abgeben. Bisher wurden 150 Projekte angemeldet. Die Ergebnisse der Abstimmung werden am 30. November 2019 bekanntgegeben. Jene Projekte, die genehmigt werden, müssen dann bis Ende 2020 umgesetzt werden. Heuer stehen der Woiwodschaft Kleinpolen insgesamt acht Millionen Polnische Złoty (1,9 Millionen Euro) für das BürgerInnenbeteilgungsbudget zur Verfügung.​

    Dziennik Polski, Krakau, 11.09.2018
  • Krakau eine der reichsten Städte Polens

    Nur drei kleinpolnische Städte gehören laut dem neuesten Ranking der Zeitschritf "Wspólnota" 2017 zu den reichsten Städten polenweit. Die Städte Krakau, Tarnów und Zakopane sind besonders attraktiv für ArbeitnehmerInnen. Das Pro-Kopf-Einkommen in Krakau beträgt durchschnittlich 5.183 polnische Złoty (1.201 Euro) und erreicht damit den fünften Rag in Polen, in Tarnów beträgt es 4.801 polnische Złoty (1.113 Euro) und in Zakopane 4.298 polnische Złoty (996 Euro). Fachleute der Polnischen Statistischen Gesellschaft (Polskie Towarzystwo Satystyczne – PTS) weisen darauf hin, dass im Jahr 2017 der Durchschnitt aller Löhne in Polen bei 3.510 Zł​oty (814,36 Euro) lag.

    Dziennik Polski, Krakau, 10.09.2018
  • Krakau: Vertrag über die Machbarkeitsstudie für den U-Bahnbau unterzeichnet

    Am 10. September 2018 unterzeichnete die Stadt Krakau einen Vertrag über die Erstellung einer Machbarkeitsstudie für den Bau eines schnellen kreuzungsfreien Schienenverkehrs in Krakau. Die Firma "ILF Consulting Engineers Polska", die das beste Angebot in einreichte, hat jetzt bis Ende 2019 Zeit, um das Dokument zu erstellen. Der Auftragswert beträgt 9,4 Millionen Polnische Złoty (2,25 Millionen Euro).

    Krakow.pl, Krakau, 09.09.2018

Serbien/Belgrad

  • Belgrad: Neuerungen im Taxiverkehr in Aussicht

    Das von der serbischen Regierung vorbereitete neue "Gesetz über die Beförderung von Passagieren im öffentlichen Verkehr" soll noch im frühen Herbst 2018 dem serbischen Parlament zur Entscheidung vorgelegt werden. Es hat zum Ziel, mehr Ordnung im Belgrader Taxiverkehr zu schaffen. Der Gesetzesentwurf sieht Strafen zwischen 150.000 Serbischen Dinar (circa 1.270 Euro) und 500.000 Serbischen Dinar (circa 4.240 Euro) sowie den Entzug der Taxilizenz für TaxifahrerInnen vor, die sich nicht an die geltenden Fahrpreise halten oder die Tätigkeit illegal ausüben. Des Weiteren sollen Plattformen wie "Cargo", die Taxitransfers als Limo-Services ausüben, eingestellt werden.

    Večernje novosti, Belgrad, 11.09.2018
  • Serbien: Ausschreibung für Hafenprivatisierung veröffentlicht

    Das serbische Wirtschaftsministerium veröffentlichte am 9. September 2018 die Ausschreibung für den Verkauf von 99,4 Prozent der Aktien des Donauhafens Novi Sad. Der Startpreis für die Privatisierung des einzigen serbischen Donauhafens in mehrheitlich staatlichem Besitz beträgt 15,98 Millionen Euro. Teilnahmeberechtigt sind Firmen, die im Zeitraum von zehn Jahren kontinuierlich Hafengeschäfte betreiben und die im Jahr 2017 einen Gewinn von mindestens 30 Millionen Euro verzeichnet haben sowie einen Jahresumschlag von 1,4 Millionen Tonnen aufweisen. Der Tender endet am 22. Oktober 2018.

    eKapija.com, Belgrad, 09.09.2018
  • Belgrad: "Alte Stromzentrale" wird Museumsraum

    Das Areal des ersten Belgrader Stromwerks im Stadtteil Dorćol, auf dem sich das zerstörte Gebäude der "Alten Stromzentrale" befindet, soll einen neuen Verwendungszweck bekommen. Laut Belgrads Vizebürgermeister Goran Vesić (SNS – Serbische Fortschrittspartei) soll das desolate Objekt ab Ende 2019 komplett saniert und zum künftigen Heim des Belgrader "Nikola Tesla Museums" werden. Nach der Übersiedlung soll das Tesla-Museum ein Wissenschafts- und Forschungszentrum sein, wo sich die StudentInnen und WissenschaftlerInnen mit dem Leben und Werk des Nikola Tesla befassen würden. Die Finanzmittel für die Sanierung der "Alten Stromzentrale" sollen aus dem Verkauf des nahegelegenen Bootshafens Dorćol gesichert werden, erklärte Vizebürgermeister Vesić.

    Politika, Belgrad, 08.09.2018

Slowenien/Ljubljana

  • Ljubljana: Wieder direkte Bahnverbindung mit Triest

    Nach mehr als sieben Jahren besteht ab dem 9. September 2018 wieder eine Bahnverbindung zwischen Ljubljana und der italienischen Küstenstadt Triest. Züge werden zweimal täglich zwischen der slowenischen Hauptstadt, Triest und dem Triester Flughafen "Ronki" und Udine fahren. Tickets nach Triest kosten 8 Euro, wobei die Fahrt 2 Stunden und 40 Minuten dauert. Der italienische Betreiber "Trenitalie" erwartet großes Interesse für diese Bahnverbindung und soll bereits über zusätzliche Züge nachdenken.​

    Dnevnik, Ljubljana, 10.09.2018
  • Slowenien: 13. Strategic Forum in Bled

    Am 10. September 2018 begann in Bled das 13. Strategische Forum, eines der wichtigsten außenpolitischen Veranstaltungen in der Region. Im Rahmen des zweitägigen Forums werden 24 Diskussionsrunden stattfinden, die Antworten auf verschiedene gesellschaftliche und politische Fragen unserer Zeit in den Bereichen neue Technologien und Wirtschaft liefern sollen. Die Veranstalter erwarten rund 1.000 hochrangige Gäste aus mehr als 60 Ländern, unter anderem den neuen slowenischen Premier Marjan Šarec (LMŠ – Liste Marjan Šarec), der zahlreiche bilaterale Gespräche führen wird, den slowenischen Ex-Premier Miro Cerar (SMC – Partei des modernen Zentrums) sowie Michel Barnier, den Beauftragten der EU für die Austrittsverhandlungen mit Großbritannien und 14 weitere Außenminister.​

    STA, Ljubljana, 10.09.2018
  • Meinungsumfrage von Delo

    Die größte slowenische Tageszeitung "Delo" befragte 715 erwachsene StaatsbürgerInnen nach ihren Wahlvorlieben. 34,8 Prozent der Befragten würden sich an Wahlen nicht beteiligen wollen beziehungsweise sie wissen nicht, wem sie ihre Stimme geben würden. Die "Slowenische Demokratische Partei" (SDS) würde 17,9 Prozent der Stimmen erhalten. Auf dem zweiten Platz folgt die Partei des neuen slowenischen Premiers Marjan Šarec, die "Liste Marjan Šarec" (LMŠ), mit 7,2 Prozent. Die "Linke" würde 6,9 Prozent, die "Sozialdemokraten" (SD) über 6,6 Prozent, "Neues Slowenien" (NSi) über 4,7 Prozent, die "Partei des modernen Zentrums" (SMC) über 4,4 Prozent und die "Demokratische Pensionistenpartei Sloweniens" (DeSUS) über 4,0 Prozent erhalten. Die Koalitionspartei "Partei Alenka Bratušek" (SAB) und die Oppositionspartei "Slowenische Nationale Partei" (SNS) würde jeweils 3,2 Prozent der Stimmen auf sich vereinen.​

    Delo, d.o.o., Ljubljana, 10.09.2018
  • Ljubljana unterzeichnet Partnerschaft im Rahmen der Donauraumstrategie

    Die Stadt Ljubljana möchte auf angemessene Art und Weise die forstliche Bewirtschaftung von urbanen Waldflächen weiterführen. Dabei soll dies nicht nur im Einklang mit der Natur passieren, sondern soll BesucherInnen zusätzliche Angebote zur Freizeitgestaltung ermöglichen, wobei sie auch etwas über den Wald selbst lernen können. Deshalb tritt Ljubljana der Partnerschaft "URBforDAN" – "Umwelt und kulturverantwortlicher Donauraum" bei, um so eine nachhaltige Nutzung des Natur- und Kulturerbes sowie Ressourcen zu fördern.  Die transnationale Partnerschaft von sechs europäischen Städten und fünf Organisationen findet im Rahmen des "Interreg Danube Transnational Programmes" statt und soll bis 2020 eine nachhaltige Entwicklung der urbanen Waldflächen fördern. Das Projekt wird am 13. September von Vizebürgermeister Janez Koželj der Öffentlichkeit vorgestellt.

    Ljubljana.si, Ljubljana, 10.09.2018

Tschechien/Prag

  • Unerwartete Straßenbahnsperre im Prager Zentrum

    Wegen schwerer Schäden an den Gleisen wurde der Straßenbahnverkehr rund um die U-Bahn-Station "Národní Třída" im 1. Prager Bezirk umgeleitet. Die Kreuzung im betroffenen Abschnitt wurde von 7. zum Morgen des 11. Septembers, gesperrt. Die ersten provisorischen Notfallpläne für die Reparatur der Gleise sowie des Gleiskörpers sehen eine wochenlange Sperre für die Straßenbahnen vor. Schuld daran war der sehr intensive Verkehr vor Ort, der auch im europäischen Vergleich überdurchschnittlich sei, so die "Prager Verkehrsbetriebe".​​

    Zdopravy.cz, Prag, 10.09.2018
  • Kommunalwahlen Prag: Wahlumfrage zufolge liegt die ANO auf dem 3. Platz

    Eine aktuelle Umfrage des "Tschechischen Fernsehens" zur bevorstehenden Kommunalwahlen in Prag, die am 10. September 2018 veröffentlicht wurde, sagt der "Piratenpartei" und der "Bürgerdemokratischen Partei" (ODS) (bei möglichen Mehrfachnennungen) die besten Chancen voraus. So würden jeweils rund ein Drittel der potentie​llen WählerInnen erwägen, eine dieser Parteien zu wählen. Die Wahlkoalition "Vereinigte Kräfte für Prag" der drei Parteien "Tradition, Verantwortung, Prosperität" (TOP 09), "Bürgermeister und Unabhängigen" (STAN) und "Christlichdemokratische Union - Tschechoslowakische Volkspartei" (KDU-ČSL) liegt laut der Umfrage mit 25 Prozent auf dem dritten Platz. Die Wahlsiegerin der letzten Wahlen, die ANO (JA), erhält der Umfrage zufolge 23,5 Prozent und die neue BürgerInnenbewegung "Prag für sich" 15,5 Prozent. Aus der Umfrage geht auch hervor, dass 60 Prozent der Befragten noch unentschieden sind, 49 Prozent wählen gehen wollen und weitere 17 Prozent noch darüber nachdenken.​

    iRozhlas.cz, Prag, 10.09.2018
  • Prager Magistrat will ehemaligen Frachtbahnhof kaufen

    Der Prager Magistrat will das denkmalgeschützte Gebäude des ehemaligen Frachtbahnhofs sowie die südlich liegenden Grundstücke im Viertel Žižkov der "Tschechischen Bahn" abkaufen. Die Prager Stadtregierung hat empfohlen, 62.000 Quadratmeter der Grundstücke zum Preis von 662 Millionen Tschechischen Kronen (25,5 Millionen Euro) zu kaufen. Der Magistrat muss noch mit der Baufirma "Sekyra Group", die das Vorverkaufsrecht hält, über weitere Zusammenarbeit bei der Neuentwicklung der Industriebrache verhandeln.

    Prazsky.denik.cz, Prag, 08.09.2018

Ungarn/Budapest

  • Felsenkrankenhaus ist Ungarns beliebtestes Museum

    Das Budapester Felsenkrankenhaus steht an der Spitze des Internet-Reiseführers Tripadvisor zu den meistbesuchten Museen Ungarns. Damit wurde das unterirdische Museum, das einst nicht nur als Spital, sondern auch als Atombunker diente, bereits zum zweiten Mal zum beliebtesten Museum Ungarns gewählt. Die Rangliste entstand durch die Bewertungen der Besucherinnen und Besucher. Das Museum Felsenkrankenhaus wurde 2007 eröffnet, in den vergangenen elf Jahren haben es fast eine Million Gäste aus dem In- und Ausland besichtigt. Erst kürzlich ging das Spital- und Atombunkermuseum in den Besitz der Budapester Stadtverwaltung über.

    Népszava, Budapest, 11.09.2018
  • Partylocation muss Hotel weichen

    In der Budapester Innenstadt wird die an der berühmtesten Prachtstraße gelegene, äußerst populäre Partylocation "Hello Baby Bar" geschlossen. Das Gebäude mit 3000 Quadratmetern in der Andrássy út Nr. 52 wird zu einem Hotel umgebaut. Absiedeln muss auch eine Bibliothek, die sich in Besitz der Haupstadt auf einer Fläche von 318 Quadratmetern befindet. Die Räume der Bibliothek wurden – auf Vorschlag des stellvertretenden Oberbürgermeisters, Dr. Gábor Bagdy, (KDNP - Christlich-Demokratische Volkspartei) - von der Stadtführung an die Firma "A8-52 Kft." verkauft, die auch den Gebäudekomplex besitzt. Somit kann nun die seit langem geplante Investition gestartet werden. Die Firma "A8-52 Kft." heißt inzwischen "A52 Hotel Projekt Kft." und gehört zum Umfeld regierungsnaher Geschäftsmänner.

    Hvg.hu, Budapest, 10.09.2018
  • Melodiestraßenbahn auf Straßenbahnlinie 4

    Am 8. September 2018 fand das Programm "Dallamos villamos" (Melodiestraßenbahn) auf der Straßenbahnlinie 4 statt. Die Melodiestraßenbahn hat eine besondere Tradition in Budapest, einmal im Jahr bietet eine Tram den MusikerInnen Platz, die zwischen den zwei Endstationen der Linie 4 Konzerte geben. 2018 waren 16 MusikerInnen und Bands an der Veranstaltung beteiligt. Das Programm wird seit 2010 organisiert, zu Beginn noch als Startprogramm zum "Tag des Ungarischen Liedes". 2018 wurde in der Melodiestraßenbahn zum ersten Mal auch Kinderprogramm angeboten.

    Lokal.hu, Budapest, 07.09.2018
  • Budapest: "Haus des Schicksals" wird endlich eröffnet

    Nach jahrelangem Hin- und Her kann das "Haus des Schicksals" 2019 endlich eröffnet werden. Darüber sprach Kanzleramtsminister Gergely Gulyás (Fidesz - Bund Junger Demokraten) bei einer Pressekonferenz am 7. September 2018. Das Kulturinstitut will den Opfern des Holocaust ​und ihren Helferinnen und Helfern ein Denkmal setzen. Zwar s​ollte das Institut bereits seit drei Jahren fertig sein, ​​doch die 7,5 Milliarden Forint (23,22 Millionen Euro) teure Investition wurde jedoch noch 2015 vom damaligen Kanzleramtsminister János Lázár (Fidesz) gestoppt, weil sich die jüdischen Gemeinden und die Regierung angeblich nicht über den Inhalt der Einrichtung einigen konnten. ​​Das "Haus des Schicksals" wird nun im Einvernehmen der jüdischen Gemeinde Mazsihisz und der Regierung fertiggestellt. Die Eigentümerin der Gedenkstätte, die am ehemaligen Josephstädter Bahnhof gebaut wurde, wird laut Regierungsbeschluss die jüdische Gemeinde sein.

    24.hu, Budapest, 07.09.2018

7. September 2018

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Bosnien-Herzegowina/Sarajevo

  • Bosnien-Herzegowina: Wahlkampfbeginn

    ​Heute, am 7. September 2018, beginnt offiziell die Wahlkampagne in Bosnien-Herzegowina für die allgemeinen Wahlen im Oktober und dauert bis 6. Oktober, 7 Uhr. Insgesamt 7.497 KandidatInnen werden versuchen, möglichst viele Sympathien der insgesamt 3.352.933 Wahlberechtigten zu gewinnen, um so eines der insgesamt 518 Mandate zu bekommen. Bei den Oktoberwahlen wird neben der Besetzung des Staatspräsidiums unter anderem über das gesamtstaatliche Parlament sowie über die Parlamente der beiden Teilländer, der Republika Srpska (RS) und der muslimisch-kroatischen Föderation abgestimmt. 58 politische Parteien, 36 Koalitionen und 39 unabhängige Kandidaten haben sich für die allgemeinen Wahlen angemeldet. Es wird geschätzt, dass die Wahlen etwa 4,3 Millionen Euro kosten werden, Teile der Kosten werden von der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) und dem Europarat übernommen.

    Nezavisne novine, Banja Luka, 07.09.2018
  • Sarajevo: Älteste Tageszeitung feiert 75. Geburtstag

    ​Die älteste Tageszeitung, wie "Oslobođenje" (Befreiung) oft genannt wird, feierte am 30. August mit 500 Gästen aus den Bereichen Politik, Kultur und Sport ihr 75. Jubiläum. Der Feier wohnten unter anderem der Vorsitzende des Ministerrates Bosnien-Herzegowinas, Denis Zvizdić (SDA- Partei der demokratischen Aktion), und die US-Botschafterin in Bosnien-Herzegowina, Maureen Cormack, bei.  Die Tageszeitung "Oslobođenje" steht für ein multireligiöses und multikulturelles Bosnien-Herzegowina. "Tod dem Faschismus, Freiheit dem Volke" war die Leitidee des ersten Chefredakteurs der Zeitung sowie der damaligen Partisanen-Bewegung, die für die Befreiung vom Faschismus kämpfte.

    Oslobođenje, Sarajevo, 07.09.2018
  • Großprojekt Bau der Fernwärmeleitung Kakanj – Sarajevo

    ​Das im Mai 2018 angekündigte Großprojekt "Bau der Fernwärmeleitung Kakanj – Sarajevo" zur Versorgung Sarajevos mit Fernwärme durch das Wärmekraftwerk "TE Kakanj" im 35 Kilometer entfernten Kakanj wurde gestern, am 6. September 2018, vom "Umweltschutzfonds der Föderation Bosnien-Herzegowinas" offiziell vorgestellt. Ein Konsortium wurde gewählt, das die konzeptionelle Gestaltung des Projekts übernehmen soll, Der geschätzte Gesamtwert des Projektes beträgt 118 Millionen Euro. Für Sarajevo würde die Projektumsetzung nicht nur die Unabhängigkeit vom russischen Gasimport, sondern auch weniger Heizkosten und einen geringeren Schadstoffausstoß, bzw. weniger Stickstoff- und Schwefeldioxid- Emissionen bedeuten.

    Dnevni avaz, Sarajevo, 07.09.2018

Bulgarien/Sofia

  • Sofia: 4. Ausgabe des Staffelmarathons "Ekiden Marathon 2018"

    Anlässlich des Tages der Vereinigung Bulgariens am 6. September fand in Sofia die vierte Ausgabe des Staffelmarathons "Ekiden Marathon 2018" statt. Der Name "Ekiden" kommt aus dem Japanischen und ist ein Sammelbegriff für Staffelläufe im Langstreckenbereich. Der Wettkampf ist Teil der Initiative "Sofia - Europäische Sporthauptstadt". Teilgenommen haben die besten bulgarischen Athleten Mitko Zenow, Iwo Balabanow und Jolo Nikolow, die europäische Biathlon-Meisterin Pawlina Filipowa sowie einige der erfolgreichsten bulgarischen WintersportlerInnen. Unter den TeilnehmerInnen waren Mannschaften aus den benachbarten Ländern sowie aus Japan. "Sofia Ekiden Marathon 2018" ist ein Mannschaftswettkampf in der klassischen Distanz von 42.195 km, an dem sich heuer 58 Mannschaften beteiligten.

    Dnevnik.bg, Sofia, 06.09.2018
  • Neuer Bebauungsplan für Sofioter Wohnviertel vorbereitet

    Die Gemeinde Sofia beginnt, einen neuen Flächenwidmungs- und Bebauungsplan für das Wohnviertel Ovtscha kupe-1 auszuarbeiten. In dem neuen Plan werden alle künftigen Nutzungen und die Art der Bebauung des gesamten Gebiets verbindlich festgeschrieben. Es werden eigene Flächen für Parkanlagen, Parkplätze und Radwege ausgewiesen. Der Bebauungsplan wird bei einer öffentlichen Diskussion vorgestellt.

    Trud, Sofia, 05.09.2018
  • Indiens Präsident zu Besuch in Bulgarien

    Indiens Präsident Ram Nath Kovind besuchte am 5. und 6. September 2018 auf Einladung seines bulgarischen Amtskollegen Rumen Radev (parteilos) Bulgarien. Das war der erste Besuch eines indischen Präsidenten seit 15 Jahren. Die Visite soll den politischen Dialog, die Zusammenarbeit in Wirtschaft und Handel, die gegenseitigen Investitionen, sowie den Austausch in Kultur und Bildung ankurbeln. Der indische Präsident hielt eine öffentliche Vorlesung in der Sofioter Universität Kliment Ochridski und wohnte der Einweihung des Denkmals des legendären indischen Freiheitskämpfers Mahatma Gandhi bei. Der indische Staatschef hob hervor, dass Bulgarien ein Schlüsselpartner Indiens in den Bereichen Verteidigung und Informationstechnologien sein kann. Im Beisein beider Präsidenten wurden Dokumente für eine bilaterale Kooperation in den Sparten Tourismus, Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie Atomenergie unterzeichnet. Besprochen wurde auch die Möglichkeit, eine direkte Flugverbindung zwischen Bulgarien und Indien einzurichten​.

    Dariknews.bg, Sofia, 05.09.2018

Kroatien/Zagreb

  • Zagreber Bürgermeister zum ersten Mal auf der Anklagebank

    Vor dem Zagreber Landesgericht wurde gestern, am 6. September 2018, der erste Verhandlungstag im Prozess gegen den Zagreber Bürgermeister Milan Bandić (Bandić Milan 365, Arbeits- und Solidaritätspartei) und zwei Mitangeklagten abgehalten. Alle Angeklagten wiesen die Anschuldigungen zurück, die Kampagne einer konservativen BürgerInnenvereinigung widerrechtlich aus dem Stadtbudget finanziert zu haben. Der erste Verhandlungstag dauerte rund vier Stunden und bestand hauptsächlich daraus, die Aufnahmen abgehörter Telefongespräche aller Beteiligten abzuspielen. In diesen Aufnahmen zeichnete sich ein neues Bild von Bürgermeister Bandić. Im Gegensatz zu Situationen, bei denen Kameras eingeschaltet sind, und Bandić sich immer sehr gepflegt ausdrückt, kommunizierte Bandić mit seinen Mitarbeitern äußerst vulgär und herablassend.​

    Jutarnji list, Zagreb, 07.09.2018
  • FIFA verdächtigt kroatischen Sportkommentator des Schwarzmarkthandels rund um das WM-Finale

    Die kroatische Nationalmannschaft konnte bei der Fußball-WM in Russland mit dem Vizeweltmeistertitel eine kleine Sensation erreichen. Das Finale wird nun jedoch ein Nachspiel haben, und zwar für den Kommentator des Kroatischen Rundfunks, Drago Ćosić. Wie eine Bombe schlug die Nachricht ein, dass der Weltfußballverband FIFA Ćosić verdächtigt, Karten für das Finale am Schwarzmarkt angeboten zu haben. Insgesamt wären vier Karten zum Preis von je 20.000 Euro angeboten worden. Über die Seriennummer ermittelte die FIFA, dass es sich um ein Kartenkontingent von insgesamt 40 Karten für verschiedene Spiele handelte, die vom Kroatischen Rundfunk bestellt wurden, dessen Verwaltung jedoch nichts davon wusste. Ćosić hat die Tat bereits gestanden, leugnete jedoch, die Karten verkauft zu haben, sondern sie angeblich an Freunde verschenkt zu haben. Wie berichtet wird, kam ihm die FIFA zwei Stunden vor dem Finalanpfiff auf die Spur, jedoch konnte ein Stadionverbot für Ćosić in letzter Minute verhindert werden, da kein Ersatzkommentator des Rundfunks vorhanden war.

    Jutarnji list, Zagreb, 07.09.2018
  • Ehemaligem kroatischen Agrokor-Chef gelingt Vertagung von Auslieferungsbeschluss

    Vor dem Londoner Berufungsgericht hat gestern, am 6. September 2018, der Berufungsprozess im Auslieferungsverfahren gegen den ehemaligen Direktor und Besitzer des größten kroatischen Konzerns "Agrokor", Ivica Todorić, begonnen. Todorić konnte durch einen Wechsel der AnwältInnen kurz vor dem Prozess eine Vertagung der Entscheidung erreichen. Über die Berufung des vom Gericht bereits beschlossenen Auslieferungsgesuchs soll daher Mitte Oktober entschieden werden. Todorić bezeichnete diese Entscheidung als einen Sieg für alle, die, wie er, gegen Korruption kämpfen würden. Es bleibt abzuwarten, ob die neuen AnwältInnen, zu denen auch die Gattin des ehemaligen britischen Premierministers Tony Blair, Cherie Blair gehört, in dieser Zeit einen angeblich politischen motivierten Prozess gegen Todorić beweisen werden können. Die Rechnung wird für Todorić auf jeden Fall hoch ausfallen. Der Stundensatz von Cherie Blair beträgt rund 1.300 Euro.

    Jutarnji list, Zagreb, 07.09.2018

Polen/Krakau

  • Zentrum für Polnische Literatur und Sprache "Lems Planet"

    Die Krakauer Stadtbehörden haben, am 6. September 2018, einen internationalen Architekturwettbewerb für Bewirtschaftung, Umbau und Ausbau des ehemaligen Salzspeichers veröffentlicht. An der Stelle soll eine neue kulturelle Einrichtung gegründet werden und zwar das Zentrum für Polnische Literatur und Sprache namens "Lems Planet". Die Einrichtung, die den Namen des polnischen Science-Fiction Autors, Stanisław Lem, trägt, soll zur Förderung der polnischen Sprache und Literatur beitragen. Die Investitionskosten werden auf 105 Millionen polnische Złoty (25 Milionen Euro) geschätzt. Das Zentrum wird wohl 2022 eröffnet werden.

    Gazeta Wyborcza - Kraków, Krakau, 06.09.2018
  • Offizieller Start der Wahlkampagne von Małgorzata Wassermann

    Die PiS-Kandidatin (Recht und Gerechtigkeit) für den Bürgermeisterposten in Krakau, Małgorzata Wassermann, hat am 4. September 2018 offiziell die Wahlkampagne gestartet. In die Wahlen geht sie mit dem Wahlslogan "Neuer Bürgermeister, mehr Möglichkeiten". Die höchste Priorität in ihrem Wahlprogramm haben die alltäglichen Probleme der KrakauerInnen, wie Bildung und Sicherheit der Kinder. Darauf folgend sind es der öffentliche Verkehr und die Luftqualität.

    Dziennik Polski, Krakau, 05.09.2018
  • Der kleinere Marienturm kann von TouristInnen besucht werden.

    Zum ersten Mal in der Geschichte ist seit dem 4. September 2018 der kleinere Marienturm für TouristInnen zugänglich. Die Besichtigung des Turms ist aus Sicherheitsgründen nur für Erwachsene, wegen der steilen Stufen, möglich. TouristInnen können beim Besuch, die aus dem 14. und 15. Jahrhundert stammenden Glocken der Marienkirche sehen. Die Marienkirche in Krakau ist ein Wahrzeichen der Stadt. Aus dem höheren Kirchenturm ertönt jede volle Stunde das Krakauer Trompetensignal "Hejnał" in alle vier Himmelsrichtungen.

    Gazeta Krakowska, Krakau, 05.09.2018

Serbien/Belgrad

  • Serbische Regierung setzt Gesetz zur Rentenkürzung außer Kraft

    ​Die serbische Regierung verabschiedete am 6. September 2018 den Vorschlag über die Außerkraftsetzung des 2014 verabschiedeten Gesetzes über die Kürzung der Renten. Nach diesem Gesetz wurden alle Renten gekürzt, um eine Stabilisierung der Staatsfinanzen zu ermöglichen. Laut Serbiens Finanzminister Siniša Mali (SNS – Serbische Fortschrittspartei) dürfte das Parlament die Außerkraftsetzung des Gesetzes spätestens bis 30. September 2018 absegnen.

    Novosti.rs, Belgrad, 06.09.2018
  • VertreterInnen von Shanghai zu Besuch in Belgrad

    ​Die Zusammenarbeit zwischen Belgrad und Shanghai wird fortgesetzt. Eine Delegation des Shanghaier Bezirks Jiading wurde am 6. September 2018 von Belgrads Stadtrat Dragomir Petronijević (SNS – Serbische Fortschrittspartei) zu Gesprächen über eine künftige Kooperation in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Tourismus empfangen​. Als nächster Schritt in der Zusammenarbeit der zwei Städte sei der Besuch einer Belgrader Delegation in Shanghai geplant. Dabei sollen Themen wie Tourismus, internationale Zusammenarbeit, Sozialfürsorge und Kommunikation mit BügerInnen angesprochen werden.

    Blic.rs, Belgrad, 06.09.2018
  • Belgrad: Neue Spielzeiten für Musikbrunnen am Slavija-Platz

    ​Der Musikspringbrunnen inmitten des Kreisverkehrs am Belgrader Platz Slavija soll künftig zu anderen Zeiten Musik spielen. Laut Bekanntgabe durch die "Belgrader Wasserwerke und Kanalisation" (BVK) von Anfang September 2018 wird der Musikspringbrunnen künftig täglich von 12.05 bis 12.30 Uhr sowie von 19.05 bis 19.30 Uhr Musik spielen. Bislang wurde die Musik von 20 bis 22 Uhr gespielt. Eine Kommission hat mehr als 80 Lieder für das Anfangsrepertoire ausgewählt. In weiterer Folge soll das Repertoire auch verändert werden, allerdings nicht jeden Monat.

    Politika.rs, Belgrad, 05.09.2018

Slowenien/Ljubljana

  • Ljubljana unterzeichnet ein Abkommen zum Projekt "CrossCare"

    Am 6. September 2018 wurde im Laibacher Rathaus ein Abkommen zum Thema "Integrierter Ansatz zur häuslichen Betreuung älterer Menschen CrossCare" unterschrieben. An dem zweijährigen internationalen Projekt nehmen unter anderem die Institution für häusliche Betreuung Ljubljana, die Stadtgemeinde Ljubljana (MOL), und die Stadt Zagreb als Projektpartner teil. Das Hauptziel des Projektes ist die Herstellung einer neuen grenzübergreifenden Kooperationsstruktur, um älteren Menschen einen integrierten Ansatz für die häusliche Betreuung zu bieten.

    Ljubljana.si, Ljubljana, 06.09.2018
  • Anführer der paramilitärischen Einheit in Slowenien verhaftet

    Andrej Šiško, der Vorsitzende der Partei „Vereintes Slowenien“, ist im Zusammenhang mit der Gründung einer bewaffneten Bürgerwehr nach einer Hausdurchsuchung verhaftet worden. Auch ein Mitglied der Jugendpartei der größten slowenischen Parlamentspartei "Slowenische demokratische Partei" (SDS) wurde vernommen. Zuvor tauchten in sozialen Netzwerken Fotos und Videos von rund 100 maskierten Männern auf, die mit Sturmgewehren und Äxten in einem Wald in der Nähe von Ljutomer an der kroatischen Grenze gesichtet wurden. NachExpertInnenmeinung handelt es sich dabei um eine stark radikalisierte Gruppe, die auch Gewalt anwenden könnte​.

    Rtvslo.si, Ljubljana, 06.09.2018
  • Ljubljana: Straßenbauarbeiten bringen neue Radwege

    Die Stadt Ljubljana wird 2019 zwei stark befahrene Verbindungsstraßen, die Drenikova-Straße und die Vodnikova-Straße, im Stadtteil "Šiška" runderneuern. Zum ersten Mal werden beide Straßen mit modernen und sicheren Radwegen ausgestattet. Zusätzlich wird das gesamte Wasser-, Gas- und Fernwärmenetz unterhalb der Fahrbahn gründlich renoviert. Die Gesamtkosten für beide Straßenbauarbeiten belaufen sich auf 2,2 Millionen Euro.

    Delo, d.o.o., Ljubljana, 05.09.2018

Tschechien/Prag

  • UNESCO fordert bessere Kontrolle der Prager Denkmalschutzzone

    ​Nach dem Gipfeltreffen in Bahrain im Sommer dieses Jahres ließ der Ausschuss für Weltkulturerbe der UNESO der tschechischen Hauptstadt ein Schreiben zukommen, in dem ein besserer Schutz der Denkmalschutzzone gefordert wird. Kritisiert wird vor allem der Umgang mit der modernen Bausubstanz, hauptsächlich im 4. Prager Bezirk Pankrác, wo mehrere Hochhäuser entstehen. Der UNESCO-Ausschuss fordert außerdem die Verschärfung des Denkmalschutzgesetzes. Die Prager Oberbürgermeisterin Adriana Krnáčová (ANO-JA) ist derzeit jedoch anderer Meinung. Im Rahmen einer Novelle schlägt sie vor, dass sich die BauträgerInnen demnächst direkt und ausschließlich an die städtischen Behörden wenden sollen und nicht auf das "Nationalinstitut für Denkmalpflege", das die Auswirkungen der modernen Architektur auf das Prager Zentrum begutachtet. Auf diese Gesetznovelle reagieren aber die meisten DenkmalschutzpflegerInnen sehr empört. Daher wird noch heuer eine UNESCO-Delegation nach Prag entsandt, um festzustellen, ob das Prager Denkmalschutzgebiet direkt bedroht ist.

    Novinky.cz, Prag, 05.09.2018
  • Stadt Prag kauft ehemalige Kirche

    ​Der Ausschuss für städtisches Vermögen des Prager Magistrats gab am 5. September 2018 seine Entscheidung bekannt, die ehemalige römisch-katholische und derzeit säkularisierte Simon-und-Judas-Kirche in der Prager Altstadt kaufen zu wollen. Diese barocke Kirche, die sich derzeit im Besitz der Barmherzigen Brüder befindet, dient bereits seit mehreren Jahren dem "Prager Symphonischen Orchester" als Konzerthalle; Messen werden in dieser Kirche nicht mehr zelebriert. Mit dem Erwerb dieser Kirche beabsichtigt die Stadt, in den Räumlichkeiten der Kirche ein kulturelles Zentrum im Herzen der Altstadt zu errichten. Den verlangten Preis von 125 Millionen Tschechischen Kronen (4,9 Millionen Euro) sei die Stadt Prag bereit zu zahlen.

    Prazsky.denik.cz, Prag, 04.09.2018
  • Prag: Ausschreibung für Errichtung einer Galerie für moderne Kunst im Park Letná

    ​Die Hauptstadt Prag gab bekannt, eine Ausschreibung für den Bau einer Galerie der modernen Kunst veröffentlichen zu wollen. Für 50 Millionen Tschechische Kronen (1,96 Millionen Euro) könnte diese Galerie auf dem Gelände im Park Letná entstehen, wo bis 1962 eine große Statute von Josef Stalin stand. Derzeit befindet sich auf diesem Gelände eine leere Fläche mit einer relativ großen unterirdischen Halle, die allerdings in baufälligem Zustand ist und nie sinnvoll genutzt wurde. Was an dieser Location außerordentlich ist, ist der atemberaubende Blick auf die Prager Altstadt. An dem Projekt arbeitet derzeit der Prager Magistrat intensiv mit dem "Institut für Stadtplanung und Entwicklung" und der "Tschechischen Nationalgalerie" zusammen. Obwohl die Stadt eine moderne Galerie sehr dringend bräuchte, tauchten bereits mehrere kritische Stimmen auf, vor allem aus dem 7. Prager Bezirk, in dem sich diese Location befindet. Der Vizebürgermeister dieses Bezirkes, Ondřej Mirovský (SZ-Grüne Partei), lehnt jede Planung des Magistrats vehement ab, da ihm zufolge dieser Bau höchst sensibel geplant werden müsse und dies auch erst nach einem internationalen architektonischen Wettbewerb, den es jedoch nicht gab. Nach den Kommunalwahlen müsste vieles richtig gestellt werden, so Mirovský.

    Info.cz, Prag, 04.09.2018

Ungarn/Budapest

  • Budapester Postpalast: Interaktives Geld- und Bankmuseum entsteht

    Die Ungarische Nationalbank errichtet ein modernes Besucherzentrum für das architektonische Baujuwel Postpalast auf dem Széll Kálmán Platz. Das interaktive Erlebniszentrum umfasst ein geld- und bankgeschichtliches Museum sowie eine moderne Besucherzentrale zum Thema Wirtschaftswissenschaften. Die Gäste können hier die Welt des Bankwesens kennenlernen und dabei Begriffe, wie zum Beispiel die Börse, den Goldbestand, die Geldpolitik und das Kapital besser verstehen. Der Postpalast wurde 1924 basierend auf den Plänen von Gyula Sándy im Jugendstil gebaut, das Gebäude überstand die Erstürmung von Budapest im Zweiten Weltkrieg. Es soll, nach der aktuell laufenden Sanierung, im Jahr 2020 wiedereröffnen.​​​

    Világgazdaság, Budapest, 06.09.2018
  • Studie zum Bau einer Hochgeschwindkeitsbahn für V4-Staaten

    Die VerkehrsministerInnen der Visegrád-Staaten planen bis Herbst 2019 eine Machbarkeitsstudie zu einem gemeinsamen Hochgeschwindigkeits-Bahnnetz. Das gab Péter Szíjjártó (Fidesz – Bund Junger Demokraten) beim Wirtschaftsforum in südpolnischen Krynica bekannt. Die Studie wird von der ungarischen Regierung mit 1,5 Milliarden Forint (4,58 Millionen Euro) unterstützt. Ebenfalls unterzeichnet wurde eine Absichtserklärung über die Entwicklung und Ausarbeitung der Karpatenregion-Strategie. Diese soll das Aufblühen der Region vorantreiben, durch eine nachhaltige Entwicklung der Wettbewerbsfähigkeit, die Umwelt- und Ressourceneffizienz sowie den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, erklärte Finanzminister Mihály Varga (Fidesz – Bund Junger Demokraten). Am Programm werden insgesamt acht Länder teilnehmen, darunter auch Rumänien, die Republik Moldau und Serbien.

    Magyar Idők, Budapest, 06.09.2018
  • Lächelnde Straßenbahnen fahren in Budapest

    Budapests Straßenbahnen haben ein lächelndes Gesicht erhalten. Das gemeinsame Projekt der Budapester Verkehrszentrale (BKK), der Budapester Stadtverwaltung und der Stiftung "Mosoly Alapítvány" ​​​(Mosoly = Lächeln) soll so die Aufmerksamkeit der Fahrgäste auf die Probleme von kranken Kindern lenken. Die Stiftung "Mosoly-Stiftung" macht sich seit mehr als 20 Jahren für schwerkranke Kinder stark. Sie unterstützt sie vor allem ​mit kostenlosen Therapiesitzungen, um die seelischen Folgen bei Krankheiten erträglicher zu machen. Die Aktion soll einen Monat lang dauern.​

    Budapest.hu, Budapest, 06.09.2018
  • Budapest bekommt ausrangierte Mercedes-Busse

    Die Budapester Verkehrsbetriebe (BKV) haben zehn Jahre alte, ausrangierte Busse gekauft. Die Mercedes-Citaro-Busse wurden ursprünglich von der Stadt Rijeka angeschafft, aber wegen zahlreicher Mängel und ständiger Reperaturen an den Hersteller in Mannheim zurückgeschickt. Die Verkehrsgesellschaft Debrecen hat acht der retournierten Busse gekauft, diese aber ebenfalls ausrangiert. Jetzt wurden sie von den Budapester Verkehrsbetrieben gekauft, und sollen noch 2018 auf die Straßen der ungarischen Hauptstadt kommen.

    444.hu, Budapest, 04.09.2018

4. September 2018

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Bosnien-Herzegowina/Sarajevo

  • Sarajevo: Einzige grüne Fassade trocknet aus

    Die erste grüne Fassade in Bosnien-Herzegowina und Sarajevo, die erst im Februar dieses Jahres in der Innenstadt auf der bekannten Titova-Straße errichtet wurde, trocknet aus. Die "Lunge der Stadt", wie der Bezirk Centar das Projekt nannte, stieß bei den SarajevoerInnen auf große Begeisterung. Die 70.000 Konvertible Mark (35.000 Euro) teure, vom Bezirk mitfinanzierte Investition, die eine Idee des Bezirksrates Denis Challenger war, scheiterte aufgrund der schlechten Pflege und Bewässerung der Pflanzen. Der Bezirksvorsteher von Centar, Nedžad Ajnadžić, plant deswegen, die Fassade an der gleichen Stelle mit dem Motiv der "Blume Srebrenicas" zu verschönern und fordert das investierte Geld von der Nichtregierungsorganisation "Opus" zurück.​

    Klix.ba, Sarajevo, 03.09.2018
  • Sarajevo: Medien- und Terrorismuskonferenz

    Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) organisierte kürzlich eine Konferenz zum Thema "Medien und Terrorismus" in Sarajevo. Diskutiert wurde über die neuesten Trends, über die Herausforderungen und Standards im Bereich der Berichterstattung und über Terrorismus und Gewaltextremismus in den Print- und elektronischen Medien. Die JournalistInnen einheimischer und ausländischer Medien tauschten ihre Erfahrungen aus und versuchten eine Antwort auf die Frage zu finden, ob die derzeitige Berichterstattung über Terrorismus und den Kampf gegen den Gewaltextremismus im Einklang mit den Menschenrechten stehe. Die Berichterstattung müsse unbedingt objektiv sein, damit die Medien nicht zu einer weiteren Waffe der TerroristInnen würden, lautete einer der Beschlüsse der Konferenz.​

    Dnevni list, Mostar, 03.09.2018
  • Bosnien-Herzegowina: Staat achtet nicht auf Datenschutz

    Die Datenschutzagentur Bosnien-Herzegowinas ist mit dem derzeitigen Stand des Datenschutzes in Bosnien-Herzegowina nicht zufrieden. Laut der Agentur wurde dem Datenschutz im Jahr 2017 in Bosnien-Herzegowina bei weitem nicht so viel Aufmerksamkeit geschenkt wie in den EU-Ländern und in Ländern mit EU-Kandidatenstatus. Somit seien die Rechte auf Datenschutz ungenügend geschützt und es mangele auch an den nötigen Kontrollkapazitäten.

    Nezavisne novine, Banja Luka, 03.09.2018

Bulgarien/Sofia

  • Sofia investiert 48 Millionen Bulgarischer Lewa in Schulbau und -sanierungen

    2018 werden in Sofia insgesamt 48 Millionen Lewa (24,5 Millionen Euro) in die Errichtung und Sanierung von Schulen und Kindergärten investiert. 27 Millionen Lewa (13,8 Millionen Euro) davon kämen aus dem Operativen Programm "Regionen im Wachstum", informierte die Sofioter Bürgermeisterin Jordanka Fandakova (GERB – Bürger für eine europäische Entwicklung Bulgariens). Insgesamt 48 Schulen und Kindergärten werden heuer saniert und modernisiert, in 18 davon werden die Sanierungsarbeiten auch nach dem 15. September, dem Schulbeginn in Bulgarien, fortgesetzt.

    Trud, Sofia, 04.09.2018
  • Sofia: "Film im Park" ab dem 4. September

    Von 4. bis 8. September 2018 findet im Park der Militärakademie in Sofia das Open-Air-Festival "Film im​ Park" statt. Der Event wird vom "Internationalen Sofia Film Fest" organisiert und von der Gemeinde Sofia unterstützt. Die Filmvorführungen beginnen um 20.30 Uhr.​

    Sofia.bg, Sofia, 03.09.2018
  • Bulgarien: Ministerrücktritte nach schwerem Busunglück

    Die Presseabteilung der bulgarischen Regierung verkündete am 31. August 2018, dass Verkehrsminister Ivajlo Moskovski (GERB – Bürger für eine europäische Entwicklung Bulgariens), der Minister für Regionalentwicklung und Städtebau, Nikolaj Nankov (GERB) und Innenminister Valentin Radev (GERB) zurückgetreten seien. Bereits am Vormittag hatte der bulgarische Premierminister Bojko Borissov deren Rücktritt als Folge des tragischen Busunglücks vom 25. August bei Svoge, bei dem 17 Menschen ums Leben kamen, gefordert. Über die Rücktritte muss noch im Parlament abgestimmt werden. Die neuen Regierungsmitglieder sollen spätestens am 14. September nominiert werden. Nach dem Unfall beschloss die Regierung, eine Superbehörde zu schaffen, die für mehr Sicherheit auf Bulgariens Straßen sorgen soll, da tödliche Verkehrsunfälle mit Bussen keine Seltenheit im Land sind.

    Dariknews.bg, Sofia, 31.08.2018

Kroatien/Zagreb

  • Erste Fälle von West Nil Fieber im Zagreber Raum

    Das kroatische Gesundheitsamt bestätigte, dass in Zagreb kürzlich drei Fälle von West Nil Fieber registriert worden seien. Insgesamt wurden in Kroatien 26 Fälle gemeldet, während in Ostkroatien sogar eine Person an den Folgen verstarb. Der Virus wird von Stechmücken übertragen, und verläuft in 80 Prozent der Fälle ohne Symptome. Bei 20 Prozent verlaufen die Erkrankungen mit grippeähnlichen Symptomen, während es bei ein Prozent der Fälle zu Komplikationen in Form von Hirnhautentzündungen kommen kann, woran auch der verstorbene Patient litt.

    Večernji list, Zagreb, 04.09.2018
  • Im Zagreber Südwest-Kreisverkehr ereignen sich die meisten Verkehrsunfälle

    Die Zagreber Verkehrspolizei veröffentlichte kürzlich ihre Unfallstatistik für das laufende Jahr in der 59 Straßen, bzw. Kreuzungen als "kritisch" eingestuft werden, da sich dort in den vergangenen drei Jahren mehrere Unfälle ereigneten. Der größte Gefahrenherd ist mit Abstand der dreispurige Kreisverkehr an der Südwesteinfahrt der Stadt, an dem bis Ende Juni bereits 213 Unfälle registriert wurden.

    Večernji list, Zagreb, 04.09.2018
  • Zagreber Amt für EU-Förderungen kostet mehr als es einnimmt

    Die "Ausbeute" der Stadt Zagreb bei der Nutzung von EU-Förderungsmitteln ist seit Jahren ein Kritikpunkt. Auch das vergangene Jahr in dem die Stadt Zagreb nur 8,7 Millionen Kroatische Kuna (ca. 1,1 Millionen Euro) an EU-Mitteln abschöpfen konnte, stellte keine Ausnahme dar. Beim Verhältnis der genutzten Mittel pro EinwohnerIn, landet die Stadt Zagreb im Vergleich von 127 kroatischen Städten auf dem 60. Platz, obwohl sie ein eigenes Amt für EU-Programme und EU-Förderungen betreibt. Dessen Budget beträgt im heurigen Jahr 10,7 Mio. HRK (ca. 1,44 Mio. EUR), was bedeutet, dass das Amt um 22 Prozent mehr kostet als es einnimmt.​

    Lider, Zagreb, 01.09.2018

Polen/Krakau

  • Polen: 28. Wirtschaftsforum in Krynica

    Vom 4. bis 6. September 2018 findet in der kleinpolnischen Stadt Krynica Zdrój das 28. Wirtschaftsforum statt. Das diesjährige Motto lautet "Europa −​ eine Werte- oder eine Interessengemeinschaft?". Rund 4.100 Gäste aus 60 Länder und etwa 700 JournalistInnen nehmen an 180 Debatten und Diskussionsrunden über die Vision für eine grundlegende Reform der Europäischen Union teil. Das Wirtschaftsforum in Krynica Zdrój ist eines der wichtigsten Treffen der bedeutendsten Persönlichkeiten aus der Welt der Politik und Wirtschaft in Mittel- und Osteuropa.​​

    Rzeczpospolita, Warschau, 04.09.2018
  • Rekordzahlen auf dem Krakauer Flughafen Balice

    Der Krakauer Flughafen Balice verzeichnete im August 2018 neue Rekordzahlen. Die Zahl der Passagiere ist gegenüber dem Vorjahresmonat um 15 Prozent gestiegen. Seit Anfang des Jahres wurden auf dem Flughafen in Balice 4,5 Millionen Reisende abgefertigt. Die beliebteste Flugroute von Krakau führt nach Dubai. Die Flugverbindung wird seit Frühling 2018 angeboten und erfreut sich unverändert großem Interesse.​

    Dziennik Polski, Krakau, 04.09.2018
  • Beginn des Schuljahres in Polen

    Am 3. September 2018 startete das neue Schuljahr in rund 24.000 polnischen Schulen. In ganz Polen begann am Montag nach den Sommerferien für über 4,5 Millionen Schülerinnen und Schüler wieder die Schule. Im Unterrichtsjahr 2018/19 findet die zweite Etappe der Schulreform in Polen statt. 2017/2018 wurde die Grundschule von sechs auf acht Jahre verlängert. In diesem Schuljahr werden die ersten SchülerInnen der letzten achten Klasse der nun achtjährigen Grundschule ihre Abschlussprüfungen bestehen. Die dreijährigen polnischen Gymnasien, die Mittelschulen, die das 7. bis 9. Schuljahr umfassten, werden heuer von den letzten SchülerInnen bes​ucht. Danach werden die Gymnasien aufgelöst.​

    Gazeta Wyborcza, Warschau, 01.09.2018

Serbien/Belgrad

  • "Allianz für Serbien" (SZS) gegründet

    Acht serbische Oppositionsparteien und Organisationen haben am 2. September 2018 die "Allianz für Serbienʺ (SZS) gegründet. Dieses Bündnis habe sich die Abwahl der aktuellen Regierung mit autokratischen Zügen von Aleksandar Vučić (SNS – Serbische Fortschrittspartei) zum Ziel gesetzt. Neben der Schaffung von fairen Wahlbedingungen würde sich die SZS auch für ein neues Arbeitsgesetz sowie für die Bereinigung der Verwaltung von allen Personen, die öffentliche Funktionen und Staatsressourcen missbraucht haben, einsetzen. Ebenfalls soll ein Gesetz verabschiedet werden, das die Eigentumsverhältnisse und deren Erwerb, die Einkommen und Nebeneinkünfte von PolitikerInnen offenlegen soll. Außerdem soll eine Volksabstimmung über den Status des Kosovo abgehalten werden.

    Blic, Belgrad, 03.09.2018
  • Serbien: Sanierte Brücke über die Donau für den Verkehr eröffnet

    Serbiens Bundespräsident Aleksandar Vučić (SNS – Serbische Fortschrittspartei) und Johannes Hahn, EU-Kommissar für Europäische Nachbarschaftspolitik und Erweiterungsverhandlungen, eröffneten am 1. September 2018 die sanierte Žeželj-Brücke in Novi Sad. Die ursprüngliche Brücke über die Donau in Serbiens zweitgrößter Stadt wurde von NATO-Bombern im Luftkrieg 1999 zerstört, eine neue wurde knapp 20 Jahre später zu einem Preis von 54 Millionen Euro errichtet. Finanziert wurde der Brückenbau mit 25 Millionen Euro aus Kreditmitteln der Europäischen Union, weitere 29 Millionen Euro wurden aus dem Budget der Stadt Novi Sad, der Autonomen Provinz Vojvodina sowie aus staatlichen Finanzierungsprogrammen bereitgestellt.

    Politika, Belgrad, 02.09.2018
  • Chinesische Firma übernimmt serbischen Kupferriesen

    Das chinesische Bergbauunternehmen "Zijin Mining Group" habe das beste Angebot für die Übernahme des serbischen Kupferwerks "RTB Bor" gestellt, gab Serbiens Energieminister Aleksandar Antić (SPS – Sozialistische Partei Serbiens) Anfang September 2018 bekannt. Die chinesische Firma wird somit zum strategischen Partner von "RTB Bor" und bezahlt 1,46 Milliarden US-Dollar für 63 Prozent der Anteile. "Zijin" habe auch den besten Beschäftigungsplan für das Kupferwerk im Osten von Serbien vorgelegt und würde alle 5.000 Arbeitsplätze aufrechterhalten.

    Kurir, Belgrad, 01.09.2018

Slowenien/Ljubljana

  • Slowenien: Paramilitärische Einheit "Steirische Wache" sorgt für Aufregung

    Andrej Šiško (Vereintes Slowenien) gründete eine paramilitärische Einheit namens "Steirische Wache". Auf sozialen Netzwerken tauchten Fotos und Videos von rund 100 maskierten Männer auf, die mit Sturmgewehren und Äxten in einem Wald, in der Nähe von Ljutomer an der kroatischen Grenze, gesichtet wurden. Die bewaffneten Mitglieder wollen für effektiven Grenzschutz sorgen, da die slowenischen Behörden, ihrer Meinung nach, nicht in der Lage dazu sind.  Šiško, der bei den letzten Präsidentschaftswahlen 2,2 Prozent der Stimmen erreichte, erklärte, dass 2017 die sogenannte Region "Steirisches Land" gegründet worden sei. Sie habe keine unmittelbaren Verbindungen mit der Republik Slowenien und stehe auch nicht im Gegensatz zur Rechtsordnung - das selbstausgerufene Land wollen sie mit Waffen schützen. Laut Dr. Branko Lobnikar aus der Fakultät für Sicherheitswissenschaften geht es dabei um eine starke Radikalisierung, die auch zur Gewaltanwendung führen könnte. Der slowenische Staatspräsident Borut Pahor (SD – Sozialdemokraten) äußerte seine Besorgnis um diese Einheit und bezeichnete sie als inakzeptabel. Die Behörden werden gesetzlich gegen Šiško vorgehen, ihm drohen mehrere Jahre Gefängnis.​

    Dnevnik, Ljubljana, 04.09.2018
  • Unterschriftensammlung für Kommunalwahlen beginnt

    Nach vier Jahren finden in Slowenien am 18. November 2018 wieder Kommunalwahlen statt. Die offizielle Frist für das Sammeln der Unterschriften für eine Kandidatur begann am 3. September 2018 in 212 slowenischen Gemeinden, davon 11 Stadtgemeinden. Die BürgermeisterkandidatInnen und die KandidatInnen für den Gemeinderat haben nun bis zum 18. Oktober 2018 Zeit, ihre Teilnahme bekanntzugeben. Sie können von BürgerInnen oder Listen beziehungsweise Parteien vorgeschlagen werden. Für eine Kandidatur für das BügermeisterInnenamt bedarf es ein Prozent der Stimmen der WählerInnen im jeweiligen Wahlkreis, jedoch dürfen es nicht weniger als 30 und nicht mehr als 2500 Unterschriften sein. Es ist davon auszugehen, dass der Laibacher Bürgermeister Zoran Janković (LZJ - Liste Zoran Janković) wieder kandidiert, jedoch hat er das noch nicht offiziell bestätigt.​

    STA, Ljubljana, 03.09.2018
  • Datenschutz: Neues Schuljahr bringt Änderungen

    Nach mehr als zwei Monaten Ferien begann in Slowenien am 3. September 2018 für 184.169 SchülerInnen der Unterricht an den Grundschulen. Dieser dauert in Slowenien neun Jahre. Auch für 73.200 SchülerInnen an den Mittelschulen und Gymnasien begann der Unterricht und brachte mit dem neuen Schuljahr auch einige gesetzliche Änderungen in Sachen Datenschutz mit sich. SchülerInnen die volljährig sind, dürfen selbst Entschuldigungen schreiben, falls sie dem Unterricht fernbleiben. Zudem benötigen ihre Eltern künftig die schriftliche Zustimmung der Kinder für den Einblick ihrer Noten.​

    Rtvslo.si, Ljubljana, 03.09.2018

Tschechien/Prag

  • Rolltreppen in Prager U-Bahn: Fünf Stationssperren in zwei Monaten

    Innerhalb der letzten zwei Monate mussten fünf Stationen der Prager U-Bahn wegen kaputten Rolltreppen kurzfristig gesperrt werden, berichtete das öffentlich-rechtliche "Tschechische Fernsehen" am 3. September 2018. Einige der Stationssperren dauerten nur wenige Stunden, andere fast den ganzen Tag. Eine Sperre gab es auch in einer frequentierten Station, in der kürzlich eine neue Rolltreppe installiert worden war. Im konkreten Falle sei eine schlechte Montage für den Ausfall verantwortlich, erklärte die Pressesprecherin des "Prager Verkehrsbetriebs". In den letzten Jahren werden kontinuierlich die letzten Rolltreppen sowjetischer bzw. tschechoslowakischer Herkunft in einigen Prager U-Bahn-Stationen durch neuen Rolltreppen ersetzt.

    Ceskatelevize.cz, Prag, 03.09.2018
  • Automatisches Bremsen in Prager Straßenbahnen getestet

    Der "Prager Verkehrsbetrieb" (DPP) will in Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischem Unternehmen "Protran" und der "Technischen Universität Prag" ein neues automatisches Bremssystem für Straßenbahnen testen. Die Testfahrten sollen vorerst im Betriebsbahnhof stattfinden. Die Test- sowie Genehmigungsphase wird mindestens sechs Monate dauern. Die DPP hat vor, automatische Antikollisionssysteme künftig im normalen Betrieb einzusetzen.

    Metro - Praha, Prag, 03.09.2018
  • Neubesetzung des Außenministeriums erst in zweiter Oktoberhälfte

    Laut einem Beschluss der Parteiführung der "Tschechischen Sozialdemokratischen Partei" (ČSSD) vom Freitag, dem 31. August 2018 wird diese erst Mitte Oktober, nach den Kommunalwahlen, die am 5. und 6. Oktober 2018 stattfinden, eine Kandidatin beziehungsweise einen Kandidaten für den Außenministerposten vorschlagen. In den tschechischen Medien wird immer häufiger spekuliert, dass der ČSSD-Vorsitzende Jan Hamáček nach den Kommunalwahlen den Prager Oberbürgermeisterkandidaten Jan Landovský (ČSSD) als neuen Außenminister vorschlagen wird. Ein zweitstelliges Ergebnis in Prag wäre für die ČSSD in Prag ein großer Erfolg. Premierminister Andrej Babiš (ANO – JA) hatte im Vorfeld am 2. September die Übernahme des Außenministeriums durch den vorgeschlagenen ČSSD-Kandidaten und Europa-Abgeordneten Miroslav Poche abgelehnt.

    ČT 1, Prag, 02.09.2018

Ungarn/Budapest

  • "Budapest Urban Games" beliebter denn je

    Am 1. September 2018, verwandelten sich Budapests Straßen, Plätze und Donau in ein großes Sportgebiet . Bereits zum dritten Mal fand an diesem Tag das Straßensport-Festival "Budapest Urban Games" statt. Das Festival war ein voller Erfolg, die Veranstalter mussten sogar weitere Plätze in der Stadt für die Rekordanzahl an Teilnehmerinnen und Teilnehmern freimachen. Das Ziel der "Budapest Urban Games" ist, die Beliebtheit der Sport-Arten zu steigern und durch Sport die Gemeinschaften zu stärken. Vor allem der Schwimmwettbewerb auf der Donau erfreute sich großer Beliebtheit, aber auch die Basketball- und Fußball-Meisterschaften hatten großen Zulauf. Die kostenlose Veranstaltung wurde von der Budapester Stadtverwaltung ins Leben gerufen.

    Noizz.hu, Budapest, 04.09.2018
  • Internationales Tanzfestival in Budapest

    Vom 4. bis 9. September 2018 findet in Budapest das internationale Tanzfestival "L1danceFest" statt. Im Fokus der Veranstaltung stehen vor allem zeitgenössische Tänze. Neben ungarischen TeilnehmerInnen werden zum Tanzfest auch viele ausländische Gäste erwartet. Das "L1danceFest" findet bereits zum 17. Mal in Budapest statt.

    Népszava, Budapest, 04.09.2018
  • Drogenkrise im 10. Budapester Bezirk

    Der Bürgermeister von Kőbánya, Róbert D. Kovács vom Bund der jungen Demokraten und der christlich-demokratische Volkspartei (Fidesz-KDNP), wandte sich wegen des Drogenproblems im 10. Bezirk an das Innenministerium. Aufgrund zahlreicher Anwohnerbeschwerden fordert er, dass Verstöße gegen den öffentlichen Anstand oder gegen die öffentliche Sauberkeit künftig mit Arrest bestraft werden sollen. Aufgrund der stärkeren Kontrollen im berüchtigten "Slum" im 10. Bezirk, seien die DrogennutzerInnen nun an anderen öffentlichen Orten des Bezirks zu finden. BürgerInnen starteten eine Unterschriftensammlung, da PassantInnen und AnwohnerInnern Angst vor den sichtlich betäubten und bettelnden DrogennutzerInnen haben. Laut Csaba Somlyódi (MSZP – Ungarische Sozialistische Partei) soll es statt mit Freiheitsstrafen eher mit komplexen Programmen zur Prävention gelöst werden. Im 10. Bezirk findet demnächst, am 30. September, die Bürgermeisterinnen-Nachwahl statt.

    Népszava, Budapest, 01.09.2018

31. August 2018

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Bosnien-Herzegowina/Sarajevo

  • Sarajevo: 10. Jugendfilmfestival OFF

    In Sarajevo beginnt heute Abend das bereits das 10. Jugendfilmfestival OFF in Folge. Innerhalb von fünf Tagen werden im "Multiplex Cinema City" insgesamt 31 Filme aus 14 Ländern gezeigt. Bei der feierlichen Eröffnung werden unter anderem Teams der Filme "Schnee für Wasser" aus Bosnien-Herzegowina, "Private Access" aus Frankreich und "Johann" aus Deutschland dabei sein. Zahlreiche Personen aus dem öffentlichen und Kulturleben Bosnien-Herzegowinas, wie Mirvad Kurić, Slaven Došlo, Stevan Filipović, Robert Tomić Zuber, Jovan Divjak und viele andere RegisseurInnen, SchauspielerInnen und AutorInnen werden am roten Teppich entlang schreiten.​​​

    Oslobođenje, Sarajevo, 31.08.2018
  • Sarajevo: Vorbereitung des Gesetzes über die kommunale Selbstverwaltung

    Nach der Annahme des Gesetzesentwurfes über die kommunale Selbstverwaltung Mitte Juni 2018 laufen in Sarajevo derzeit die Vorbereitungen für das Gesetz. Das Verfassungsgericht der Föderation Bosnien-Herzegowinas hielt bereits 2010 festgehalten, dass der Kanton Sarajevo die Rechte der kommunalen Gemeinschaft in Bezug auf die kommunale Selbstverwaltung verletzt habe, weswegen die Regierung und das Parlament des Kantons Sarajevo Ergänzungen in der Verfassung des Kantons Sarajevo vornehmen mussten. Der Kanton Sarajevo führt nun Gespräche mit den VertreterInnen der Stadt und der Bezirke, um eine kommunale Selbstverwaltung nach dem Vorbild anderer europäischen Städte zu errichten.​

    Oslobođenje, Sarajevo, 31.08.2018
  • Wahlen in Bosnien-Herzegowina: Arbeit der BeobachterInnenmission beginnt

    Das "Büro für demokratische Institutionen und Menschenrechte" (ODIHR) der "Organisation für europäische Sicherheit und Zusammenarbeit" (OSZE) eröffnete am 28. August 2018 eine BeobachterInnenmission für die allgemeinen Wahlen in Bosnien-Herzegowina, die am 7. Oktober 2018 beginnen. Die Mission besteht aus 12 ExpertInnen. Vier von ihnen werden landesweit den Wahlprozess verfolgen. Das erste Team mit einem langfristigen Mandat reist am 3. September an, während die OSzE zusätzlich BeobachterInnen für einen kurzfristigen Einsatz zur Verfügung stellen wird. Die Aufgabe der Mission ist es, den WählerInnen das nötige Vertrauen in den Wahlprozess zu vermitteln. Sie sollen die Gewissheit haben, dass ihre Stimme zählt.​

    Dnevni list, Mostar, 29.08.2018

Bulgarien/Sofia

  • Sofia: Probebetrieb einer neuen Buslinie

    Der Sofioter Gemeinderat beschloss, den probeweisen Betrieb einer neuen Buslinie zu starten, die nur an Wochenenden, in einem Intervall von 30 Minuten, verkehren soll. Die Linie soll das Nationale Geschichtsmuseum mit den "Goldenen Brücken" auf dem "Vitoscha"-Berg verbinden. Laut dem Gemeinderat sei das Ziel, dass die Menschen ihre Autos beim Museum abstellen und auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen, da Autofahren auf dem Berg an den Wochenenden im Zeitraum von 11 bis 20 Uhr verboten ist. Auf diese Weise wolle der Gemeinderat den Verkehr entlasten und die Umwelt schonen, erklärte der stellvertretende Vorsitzende des Transportausschusses des Gemeinderates, Zafir Zarkov (GERB – Bürger für eine europäische Entwicklung Bulgariens).​

    Dariknews.bg, Sofia, 30.08.2018
  • Sofia behält Titel "Europäische Sporthauptstadt" über 2018 hinaus

    Die Sofioter Bürgermeisterin, Jordanka Fandakova (GERB – Bürger für eine europäische Entwicklung Bulgariens) erklärte im Zuge einer kürzlich gegebenen Pressekonferenz, dass Sofia auch nach Ablauf des Jahres 2018 den Titel "Europäische Sporthauptstadt" tragen werde. Der Beschluss hierzu sei von der in Brüssel ansässigen Aces Europe (European Capitals and Cities of Sport Federation), die die Tätigkeit der Stadt bis dato als "Sehr gut" bewertet habe, getroffen worden. Fandakova sagte ferner, dass in den letzten vier Jahren über 500 Events stattgefunden, an denen über 1,2 Millionen Menschen teilgenommen, hätten. Ferner seien die Mittel für die Entwicklung des Sports für Kinder und Jugendliche 2018 verdoppelt worden. Die Stadt habe hierfür somit 800.000 bulgarische Lewa (409.033 EUR) zur Verfügung gestellt. Der Vorsitzende des Sofioter Gemeinderates, Elen Gerdschikov (GERB) gab bekannt, dass "Aces Europe" Fandakova zur Ehrenpräsidentin 2019 gewählt habe, was ein Novum für die Organisation sei.

    Dnevnik.bg, Sofia, 29.08.2018
  • Sofia erhält Ende September 2018 einen neuen Park

    Die Sofioter Bürgermeisterin, Jordanka Fandakova (GERB – Bürger für eine europäische Entwicklung Bulgariens) gab kürzlich bekannt, dass der erste Teil des neuen Sofioter Parks "Vartopo" im Bezirk "Mladost", der sich über eine Fläche von 5.000 Quadratmeter erstecken wird, Ende September eröffnet werde. Der Park sei in erster Linie für Kinder gedacht, weshalb er mit vielen Kinderspielplätzen ausgestattet sei. Der zweite Teil des Projekts sieht die Sanierung der Brücke über den Darvenischka-Fluss und die Reinigung des Flusses vor. In das gesamte Projekt fließen insgesamt 600.000 bulgarische Lewa (306.775 EUR).

    Dariknews.bg, Sofia, 28.08.2018

Kroatien/Zagreb

  • Leerstehendes Konferenzzentrum in Universitätsbibliothek wird Sitz für kroatische EU-Ratspräsidentschaft

    ​Die kroatische Regierung hat kürzlich beschlossen, im leerstehenden Konferenzzentrum, das Teil der Zagreber Universitätsbibliothek ist, den Sitz der kroatischen EU-Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2020 anzusiedeln. Das Konferenzzentrum soll für rund 60 Millionen kroatische Kuna (circa​ 8,1 Millionen Euro) instand gesetzt werden. Der Komplex ist Teil der 1995 eröffneten Bibliothek, beziehungsweise ist er an diese angelehnt, wurde jedoch nie völlig fertiggestellt. Seit Beginn der 2000er-Jahre hatte das Grundbuchamt in einem Teil des Gebäudes seinen Sitz. Dieses wird bis Ende 2018 in den neuen Komplex des Zagreber Gemeindegerichtes umziehen.

    Večernji list, Zagreb, 31.08.2018
  • Zagreb versinkt wegen verspäteter Bauarbeiten im Verkehrschaos

    Seitdem ein Großteil der ZagreberInnen vor rund zwei Wochen aus dem Urlaub in die Hauptstadt zurückgekehrt ist, versinkt die Stadt im Verkehrschaos. Grund hierfür ist, dass die jährlichen Bauarbeiten vielerorts die vorgesehenen Fristen überschritten haben, und dass an manchen Verkehrsadern noch mehrere Wochen gearbeitet werden muss. Es wurde errechnet, dass die Bauarbeiten bislang insgesamt 151 Tage Verspätung haben. Jedoch sind die aktuellen Probleme nur ein Vorgeschmack auf das, was ab 3. September 2018 beziehungsweise mit dem Beginn des neuen Schuljahrs droht, wenn die Bauarbeiten, die dieses Wochenende abgeschlossen werden sollten, sich ebenfalls verspäten.

    Jutarnji list, Zagreb, 30.08.2018
  • Kroatisches Wirtschaftswachstum im 2. Quartal beträgt 2,8 Prozent

    ​Das kroatische Statistikamt gab am 29. August 2018 bekannt, dass das kroatische Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal 2018 im Vergleich zum Vorjahr 2,8 Prozent betrug. Für das Wirtschaftswachstum waren vor allem der Privatkonsum und Investitionen verantwortlich. Expertinnen und Experten sind jedoch besorgt darüber, dass die verarbeitende Industrie einen immer kleineren Anteil am Wirtschaftswachstum hat.​

    Novi list, Rijeka, 30.08.2018

Polen/Krakau

  • Eröffnung des "Hangars Czyżyny"

    Am 9. September 2018 beginnt die erste Ausstellung im "Hangar Czyżyny", dem alten Hangar des ehemaligen Krakauer Flughafens Rakowice-Czyżyny. Unter dem Titel "Moto-Historie" werden alte Fahrzeuge aus den Sammlungen des Museums des städtischen Ingenieurwesens und des Rettungsmuseums in Krakau präsentiert. Der Hangar verfügt über eine 4.000 Quadratmeter große Ausstellungsfläche und wurde in den letzten Jahren teilsaniert. Künftig soll dort eine Filiale des Museums des städtischen Ingenieurwesens entstehen.

    Krakow.pl, Krakau, 30.08.2018
  • Millionen für Revitalisierung von "Nowa Huta"

    Das Krakauer Industriegebiet "Nowa Huta" wird seit rund zehn Jahren revitalisiert. Alleine von 2009 bis 2017 wurden für diesen Zweck 340 Millionen polnische Złoty (89,95 Millionen Euro) ausgegeben. Zur Verfügung stehen noch weitere 154 Millionen polnische Złoty (36,66 Millionen Euro), die in Kürze für die Revitalisierung der Grünfläche "Przylasek Rusiecki", die Straßensanierung, den Bau der Radwege und die Sanierung des Wanda-Hügels bereitgestellt werden sollen.

    Krakow.pl, Krakau, 30.08.2018
  • Reorganisierung der "Städtischen Einrichtung für Kommunalinfrastruktur und Verkehr"

    Auf der ersten Gemeinderatssitzung nach der Sommerpause, am 29. August 2018, verabschiedeten die Krakauer Gemeinderätinnen und Gemeinderäte einen Beschluss über die Reorganisierung der "Städtischen Einrichtung für Kommunalinfrastruktur und Verkehr" (ZIKiT). Mit dem 1. November 2018 wird die ZIKiT aufgelöst. Der bisherige Zuständigkeitsbereich der ZIKiT wird zwischen drei neu gebildeten, städtischen Einrichtungen aufgeteilt: der "Städtischen Einrichtung für Straßenverwaltung", der "Städtischen Einrichtung für den öffentlichen Verkehr" und der "Abteilung für Verkehrsorganisation".

    Krakow.pl, Krakau, 29.08.2018

Serbien/Belgrad

  • Belgrad: Instandhaltung von Gebäuden um 50 Prozent teurer

    Das Belgrader Kommunalunternehmen "Städtisches Wohnen" beschloss kürzlich, die Preise der Instandhaltung von Wohnhäusern um 50 Prozent anzuheben. Bisher kostete die Instandhaltung von Gebäuden mit Aufzug 11,47 serbische Dinar (ca. 0,09 Euro) pro Quadratmeter. Künftig soll die gleiche Dienstleitung 17,12 serbische Dinar (0,14 Euro) kosten. BelgraderInnen, die in Gebäuden ohne Aufzug wohnen, zahlten bisher 7,44 serbische Dinar (ca. 0,06 Euro) für die Instandhaltung und müssen künftig 10,72 serbische Dinar (ca. 0,09 Euro) zahlen.​

    Kurir, Belgrad, 30.08.2018
  • Digitalisierung in 2.000 Klassenzimmern in Serbien

    Ab September werden die ersten und die fünften Klassen in 2.000 Klassenzimmern neben klassischen Schulbüchern auch digitale Schulbücher im Rahmen des Projektes "Digitales Klassenzimmer" verwenden. Die Beraterin des Bildungsministers, Vesna Nedeljković, teilte mit, dass LehrerInnen für das Digitale-Schulbuch-Training Vorfeld Vorbereitungskurse stattgefunden haben, sodass sie im Informatikunterricht fundierte Kenntnisse in neuen Technologien weitergeben könnten. Die digitalen Schulbücher stehen den SchülerInnen kostenlos zur Verfügung.

    Blic, Belgrad, 29.08.2018
  • Belgrad: Umweltschutz-Studie für die Auswirkung von U-Bahn ausgeschrieben

    Im Rahmen des Projektes "Belgrader U-Bahn" hat die Belgrader Magistratsabteilung für Investitionen einen Tender zur Ausarbeitung einer Umweltschutzstudie für die Strecken der zwei geplanten U-Bahn-Linien ausgeschrieben. Alle Angebote müssen bis 27. September 2018 eingereicht werden. Laut dem Tender ist das Ziel der Studie, das Festlegen von allgemeiner, direkter und indirekter Auswirkungen der geplanten Aktivitäten im Zuge der Errichtung der zwei U-Bahn-Linien. StadtvertreterInnen zufolge soll der Baubeginn soll 2020 erfolgen.

    Danas, Belgrad, 29.08.2018
  • Ab 1. September 1.355 Öffis auf Belgrads Straßen

    Die Belgrader Verkehrsbetriebe "Gradsko saobraćajno preduzeće" (GSP) gaben kürzlich bekannt, dass ab Samstag, den 1. September, in Belgrad der neue Winterfahrplan in Kraft treten. Insgesamt werden 1.355 öffentliche Verkehrsmittel auf Belgrader Straßen verkehren. Der Betreiber des städtischen Busverkehrs verfügt über 645 Busse, 135 Straßenbahnen, 94 Trolleybusse und vier E-Busse. Ferner sind 477 v angemietete Busse ebenfalls im Einsatz.​

    Blic, Belgrad, 28.08.2018

Slowenien/Ljubljana

  • Slowenien: Koalitionsvertrag unterzeichnet, Ministerliste vorgelegt

    Am Mittwoch, dem 29. August 2018, haben fünf mitte-links und liberale Parteien unter der Führung des designierten Ministerpräsidenten Marjan Šarec (Liste Marjan Šarec – LMŠ) den Koalitionsvertrag unterzeichnet. Bereits am nächsten Tag, dem 30. August 2018, hat Šarec dem Parlament seine Ministerliste vorgelegt. Die neue, 13. slowenische Regierung soll aus 16 Ministern bestehen. Die Anhörungen der Ministerkandidaten vor den zuständigen Parlamentsausschüssen sind für kommende Woche angesetzt. Die neue Regierung soll am 13. September 2018 angelobt werden.

    Rtvslo.si, Ljubljana, 30.08.2018
  • Slowenien: Wirtschaftswachstum lässt langsam nach

    Wegen der zunehmenden Unsicherheit auf den internationalen Märkten wächst die slowenische Wirtschaft langsamer. Im ersten Quartal 2018 betrug das Wirtschaftswachstum noch sechs Prozent, im zweiten und dritten Quartal sollen es nach Schätzung der Bank Sloweniens nur noch zwischen vier und und viereinhalb Prozent werden. Trotzdem sind die slowenischen öffentlichen Finanzen ausgeglichen, der Haushaltsüberschuss stabil, auch die Verschuldung soll unter 70 Prozent des Bruttoinlandproduktes fallen.​

    Dnevnik, Ljubljana, 30.08.2018
  • Ljubljana: Neues Hotel im "Šumi"-Viertel

    Der immer größere Touristenandrang in Ljubljana hat die Investoren des "Šumi"-Palastes zum Umdenken bewegt. Beim Bau soll, neben den geplanten 96 Wohn​einheiten und vier Gaststättenbetrieben, nun ein modernes Hotel mit 151 Zimmern anstatt neuer Geschäftsräumlichkeiten gebaut werden. Das Hotel am Kongress-Platz soll bis 2020 fertiggestellt werden und das zweitgrößte Hotel in der slowenischen Hauptstadt werden. Weil das neue "Šumi"-Viertel entlang der Slovenska-Straße verläuft, werden noch 200 Meter dieser Hauptverkehrsader grundlegend renoviert.

    Dnevnik, Ljubljana, 29.08.2018
  • Slowenien: Immer mehr Fürsorgeeinrichtungen und SeniorInnenheime in Geldschwierigkeiten

    Gut ein Fünftel aller Fürsorgeeinrichtungen und SeniorInnenheime verzeichnete 2017 ein Minus in der Bilanz, die auf zu niedrigere Zahlungen der slowenischen Krankenversicherungsanstalt für Gesundheitsdienstleistungen zurückzuführen sind. Wegen konfuser gesetzlicher Regelungen fiel der Durchschnittspreis für Pflegeleistungen seit 2009 um 5,9 Prozent, obwohl die Ausgaben stark anstiegen. Folglich konnten 21 der 100 öffentlichen Einrichtungen ihre eigenen Ausgaben im Vorjahr nicht decken. Diese Zahlen sind deshalb Besorgnis erregend, weil die meisten Räumlichkeiten dieser Institutionen vor 40 Jahren gebaut wurden und größere Investitionen notwendig wären. Zur Zeit warten fast 8.000 Menschen auf einen freien Platz in einem slowenischen SeniorInnenheim.

    Rtvslo.si, Ljubljana, 28.08.2018

Tschechien/Prag

  • Prager Stadtregierung billigt Gründung eines Stadtkonzerns

    Die Prager Stadtregierung bewilligte am 28. August 2018 die Gründung eines städtischen Konzerns, der stadteigene Dienstleistungs- und Infrastrukturunternehmen eingliedern soll. Deklariertes Ziel ist eine effektivere Steuerung, sowie bessere Finanzierungsmöglichkeiten. Die ersten vier einzugliedernden Unternehmen sind die "Prager Gasgesellschaft", die "Prager Wasserwerke", das Abfallwirtschaftsunternehmen "Prager Dienste", sowie die "Prager Kollektoren", ehemalige unterirdische Kabeltunnel die für touristische Führungen genutzt werden. Später sollen weitere kleinere Firmen folgen, nicht aber der "Prager Verkehrsbetrieb". Über eine potentielle Umwandlung in die früher diskutierte Holdingstruktur kann die neue Stadtregierung entscheiden. Der Plan muss noch vom Stadtparlament gebilligt werden.​​

    Lidové noviny, Prag, 29.08.2018
  • Prag: Kein Joint-Vernture für die Errichtung der U-Bahn-Linie "D"

    Die Prager Stadtregierung lehnte am 28. August 2018 die Absicht des Vizebürgermeisters und Stadtrat für Verkehr, Sport und Freizeitgestaltung, Petr Dolínek (ČSSD – Tschechische Sozialdemokratische Partei) ab, gemeinsam mit einer strategischen Investorin beziehungsweise mit einem strategischen Investor ein Gemeinschaftsunternehmen für den Ausbau der neuen U-Bahn-Linie "D" zu gründen. Das Joint Venture der Stadt Prag (49 Prozent) und der Finanzgruppe "Penta" (51 Prozent) sollte die Grundstücke für den Bau erwerben und die Errichtung der U-Bahn-Linie veranlassen. KritikerInnen behaupten, eine solche Gesellschaft sei nicht mehr nötig, da die vor kurzem gebilligte neue Gesetzesnovelle, die die Enteignung von Grundstücken für Infrastrukturbauten vereinfacht; dazu gäbe es im vorgeschlagenen Gemeinschaftsunternehmen zu wenige Kontrollmechanismen für die Stadt.​

    Hospodářské noviny, Prag, 29.08.2018
  • Prag: Neue Ermäßigungen in den Öffis

    Die Prager Stadtregierung entschied Ende August, den Preis für die Jahreskarten für die Öffentlichen Verkehrsmittel in Prag ab dem 1. Oktober 2018 weiter zu senken. Jugendliche von 15 bis 18 Jahren, StudentInnen unter 26 Jahren, sowie SeniorInnen zwischen 60 und 65 Jahren zahlen künftig nur noch ​1.280 Tschechische Kronen (49 Euro) für eine Jahreskarte. Kinder unter 15 Jahren, sowie SeniorInnen über 65 Jahren können die Öffentlichen Verkehrsmittel gratis nützen.

    Pražský deník, Prag, 29.08.2018

Ungarn/Budapest

  • Mehr Geld für den Hochwasserschutz in Budapest

    Bei einer außerordentlichen Sitzung des Budapester Gemeinderats wurde über die Bereitstellung einer weiteren Milliarde Forint (3.065.328 Euro) zum Bau der Hochwasserschutzanlage bei "Pünkösdfürdő" entschieden. Diese ist Teil des Überflutungsschutzsystems der Bucht von Csillaghegy, im 3. Bezirk. Bei den Bauarbeiten entdeckte das ausführende Unternehmen, dass im vorhandenen Damm in drei Abschnitten die Stützwand dünner ausgeführt ist, als in den Tenderplänen angegeben. Daher sollen die Berechnungen überprüft werden und auch der Hochwasserschutz des Barát-Baches verändert werden.

    Magyar Idők, Budapest, 30.08.2018
  • Eine der ersten Ruinenkneipen Budapests wird geschlossen

    Eine der ersten Ruinenkneipen von Budapest, das Lokal "Kuplung" wird geschlossen. Die Betreiber veranstalten von 7. bis 9. September ein Programmmarathon. Das Gebäude im Budapester Partyviertel, in der Király utca, soll abgerissen, anstelle der Ruinenkneipe sollen Luxuswohnungen erbaut werden.​

    Népszava, Budapest, 30.08.2018
  • Rekrutierungskampagne der Budapester Verkehrsbetriebe bewährt sich

    Die 2017 gestartete Kampagne zur Bekämpfung des Fachkräftemangels im Verkehrssektor ist ein Erfolg. Das gaben die Budapester Verkehrsbetriebe (BKV) bekannt. Die Anzahl der Bus- und OberleitungsbusfahrerInnen, Straßen- und U-BahnfahrerInnen k​onnte stark gesteigert werden, insgesamt sind fast 400 neue MitarbeiterInnen ins Unternehmen eingetreten. Grund dafür ist auch die gestiegene Entlohnung: das Durchschnittsgehalt der FahrerInnen betrug 2017 brutto rund 400.000 Forint (1.225 Euro), im heurigen Jahr stieg diese um 12 Prozent auf 447 800 Forint (1 373,56 EUR). Dazu kommen noch Zuschläge und bezahlte Umschulungen, falls die Bewerber noch keinen entsprechenden Führerschein besitzen. Die BKV hob auch den hohen Frauenanteil unter den FahrerInnen hervor: diese liegt bei 40 Prozent der StaßenbahnfahrerInnen und 30 Prozent der U-BahnfahrerInnen.​

    Világgazdaság, Budapest, 30.08.2018
  • Neuer Jugendsportpark im Budapester Stadtwäldchen übergeben

    Im Rahmen des "Liget Budapest"-Projekts wurden neue Jugendsportplätze im Budapester Stadtwäldchen übergeben. Die Open-Air-Sportplätze sollen von den angrenzenden Schulen genutzt werden, sie werden aber für alle frei zugänglich sein. Bisher wurden Laufbahnen, Basketball- und Fußballplätze fertiggestellt, im weiteren Verlauf soll aber auch eine größere, 2 Kilometer lange Laufbahn um das Stadtwäldchen herum entstehen. Open-Air-Fitness-Räume, Trinkbrunnen, Toiletten und Umkleidekabinen werden ebenfalls ausgebaut werden. Die groß angelegte Investition ist voll im Gange und soll nach dem Bau des Ungarischen Hauses der Musik und des Stadtwäldchentheaters 2022 abgeschlossen werden. Bis dahin soll der Park und das Museumsviertel als autofreie Zone umgestaltet werden.​

    Magyar Idők, Budapest, 30.08.2018
  • Budapest: Politische Plakatausstellung findet doch statt

    Wegen der Bauarbeiten im Budapester Stadtwäldchen musste die alljährliche Plakatausstellung des Magazins "ARC" einen neuen Standort finden. Lange Zeit war das Schicksal der umstrittenen politischen Ausstellung unsicher, da die OrganisatorInnen in Budapest keine Genehmigung erhalten haben. Vor allem wegen der kritischen politischen Aussage der meisten Großplakate ist die Ausstellung den Gemeindeverwaltungen ein Dorn im Auge. Schließlich konnte sich der oppositionelle Bürgermeister des 14. Bezirks Zugló durchsetzen, so dass die 18. ARC-Ausstellung nun doch stattfinden kann. Das Thema der Ausstellung ist UNFAKE, mehr als 1.000 Plakatideeen wurden eingereicht, von denen sich die meisten mit der schwierigen Lage des Bildungs- und Gesundheitswesens, mit politischer Korruption oder dem Einfluss des Ministerpräsidenten auf die Medienlandschaft beschäftigen. Die Plakate werden vom 21. September bis 7. Oktober 2018 ​an der Örs vezér-Straße zu sehen sein.

    Zoom.hu, Budapest, 30.08.2018

28. August 2018

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Bosnien-Herzegowina/Sarajevo

  • Sarajevo: Proteste gegen Gewalt an JournalistInnen

    In der Sarajevoer Innenstadt wollen die bosnischen JournalistInnen heute, den 28. August 2018, wegen den immer häufigeren und brutaleren werdender Angriffe auf ihre Zunft demonstrieren. Auslöser für die heutigen Proteste ist der letzte Vorfall vom Sonntag, den 26. August, bei dem ein Journalist des privaten Fernsehsenders BNTV aus Bijeljina (Teilrepublik Srpska) in Banja Luka von unbekannten Personen zusammengeschlagen wurde. Das Kreisgericht von Banja Luka hat in diesem Fall Ermittlungen veranlasst. Allein in diesem Jahr wurden in Bosnien-Herzegowina 41 Angriffe auf JournalistInnen und Medienteams gemeldet.

    Klix.ba, Sarajevo, 28.08.2018
  • ​Bosnien-Herzegowina: Abgabefrist für den EU-Fragebogen wird nicht eingehalten

    Bosnien-Herzegowina hätte bis Anfang Oktober 2018 Zusatz-Antworten auf den EU-Fragebogen liefern sollen, nach aktuellem Stand wird dies aber eher erst gegen Jahresende möglich sein. Das Arbeitstempo hängt von den Arbeitsgruppen mit den VertreterInnen der Einrichtungen ab, die für die Erfüllung der von der Europäischen Kommission gestellten Anforderungen zuständig sind. Die Europäische Kommission hat der staatlichen Regierung von Bosnien-Herzegowina am 20. Juni 2018 für ihre Aktivitäten hin zum EU-Kandidatenstatus Bosnien-Herzegowinas 655 zusätzliche Fragen zu dem Fragebogen übermittelt, mit der Anmerkung, dass eine Antwort innerhalb von drei Monaten wünschenswert wäre.

    Nezavisne novine, Banja Luka, 27.08.2018
  • Vor 26 Jahren brannte das Sarajevoer Rathaus

    ​In den vergangenen 26 Jahren wurden zahlreiche Reportagen, Aufnahmen, Artikel und Forschungspublikationen über den Sarajevoer Rathausbrand im Bosnienkrieg veröffentlicht. Im neu sanierten Sarajevoer Rathaus wurde am 24. August 2018 dem Tag des Brandes vor 26 Jahren gedacht. Der Granatenbeschuss des Rathauses begann im Mai 1992. 90 Prozent des Bestandes der damaligen National- und Universitätsbibliothek wurden unwiederbringlich zerstört. 10 Prozent konnten gerettet werden, darunter Exemplare hochwertiger Handschriften, Raritäten, die grafische und kartografische Sammlung sowie Inkunabeln (Wiegendrucke). Für die langjährige, erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Bibliothek erhielt am 24. August 2018 auch der noch aktuelle österreichische Botschafter in Bosnien-Herzegowina, Martin Pammer, eine Auszeichnung.

    Oslobođenje, Sarajevo, 25.08.2018

Bulgarien/Sofia

  • Bulgarien: Start frei für Fahrradtour "Donau Ultra 2018"

    Am 7. September 2018 startet die diesjährige Ausgabe der Fahrradtour "Donau Ultra", die 670 Kilometer entlang der nördlichen Grenze Bulgariens führt. Der Startschuss fällt bei Stambol kapia, dem Haupttor der ehemaligen Befestigung der nordwestbulgarischen Stadt Vidin. Von dort aus werden die TeilnehmerInnen über die bulgarischen Donaustädte Lom, Belene, Swischtow, Russe sowie über etliche andere größere und kleinere Ortschaften bis zum nordöstlichsten bulgarischen Dorf Durankulak radeln. Der Wettkampf war 2014 ins Leben gerufen und im Jahr 2017 vom bulgarischen Tourismusministerium mit dem renommierten Preis "Innovation des Jahres" ausgezeichnet worden.​

    Bnr.bg, Sofia, 27.08.2018
  • Bulgarien: Staatstrauer nach schwerem Busunglück mit 17 Toten

    Nach dem schweren Busunglück, bei dem am 25. August 2018 17 Menschen starben, wurde in Bulgarien am 27. August die Staatstrauer ausgerufen. 13 Menschen waren an der Unfallstelle, zwei auf dem Weg in die Klinik, zwei schwer verletzt im Krankenhaus verstorben. Der in Richtung Hauptstadt fahrende Reisebus war bei einem Regensturm, unweit von Svoge, gut 40 Kilometer nördlich von Sofia, von der rutschigen Fahrbahn abgekommen und 20 Meter in die Tiefe gestürzt. Bei dem Unglück wurden mehr als 20 weitere Menschen teilweise lebensgefährlich verletzt, unter ihnen auch der Fahrer. Alle Busreisenden kamen aus dem kleinen Ort Svetovratshane im Großraum Sofia. Nach einem organisierten Ausflug zu einem Kloster waren sie mit dem Bus auf dem Heimweg gewesen. Alle Todesopfer, mit Ausnahme eines Teenagers, waren RentnerInnen.​

    Dariknews.bg, Sofia, 27.08.2018
  • Sofia: 1,3 Millionen mehr Fahrgäste in den Öffis

    Insgesamt 1,3 Millionen mehr Fahrgäste wurden im Zeitraum Juli 2017 bis Juni 2018 mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in Sofia befördert. Dies zeigt eine aktuelle Studie des "Nationalen Statistikamtes" (NSI). Allein die Straßenbahnen, die O-Busse und die U-Bahn beförderten 72,5 Millionen Fahrgäste. Ferner stieg im Zeitraum April bis Juni 2018 die Anzahl der Fahrgäste in der U-Bahn um 3 Prozent.​

    Monitor, Sofia, 27.08.2018

Kroatien/Zagreb

  • Neue Runde im Prozess gegen Zagreber Bürgermeister

    Heute, am 28. August 2018, beginnt der Prozess gegen den Zagreber Bürgermeister Milan Bandić (Bandić Milan 365, Arbeits- und Solidaritätspartei) wegen Begünstigung einer erzkonservativen BürgerInnenvereinigung vor dem Zagreber Landesgericht. Der Prozess startet somit drei Jahren nach der Anklageerhebung. Obwohl Bandićs Anwälte den Prozess durch zahlreiche Manöver verzögert hatten, konnte der Prozessbeginn nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs nicht mehr aufgeschoben werde. Das letzte Manöver war ein Einspruch gegen den zuständigen Staatsanwalt, der damit begründet wurde, dass dieser nicht die nötigen Dienstjahre habe, um die Anklage zu vertreten. Der Einspruch wurde vom Obersten Gerichtshof abgewiesen.​

    Večernji list, Zagreb, 28.08.2018
  • Zagreber "Septemberfest" nach sechs Jahren wieder am Bundeksee

    Nachdem das Zagreber Volksfest "Septemberfest" in den letzten sechs Jahren auf einer Wiese hinter der Stadtgrenze stattgefunden hatte, kehrt es dieses Jahr wieder an seinen ursprünglichen Veranstaltungsort, den Bundeksee​, zurück. Grund für die sechsjährige Pause war ein Zerwürfnis wegen Eintrittsgeldern für die Konzerte zwischen dem Organisator und der Zagreber Stadtverwaltung beziehungsweise dem Zagreber Bürgermeister Milan Bandić (Bandić Milan 365, Arbeits- und Solidaritätspartei). In der Zwischenzeit hatte die Stadt Zagreb auf dem Areal das sogenannte "Bundekfest" organisiert, das nun jedoch eingestellt wird.

    Večernji list, Zagreb, 28.08.2018
  • Klinikum Zagreb erhält Roboterchirurgen

    VertreterInnen des kroatischen Gesundheitsministeriums, des Ministeriums für regionale Entwicklung und EU-Fonds sowie der Zagreber Universitätsklinik unterzeichneten gestern, am 27. August 2018, einen Vertrag, durch den die Anschaffung eines Roboterchirurgen ermöglicht wird. Dieser wird der erste Apparat dieser Art in Kroatien sein und soll hauptsächlich bei Krebsoperationen eingesetzt werden. Der Roboter kann auch von ÄrztInnen aus anderen Teilen Kroatiens genutzt werden, was zu einer kürzeren Wartezeit für Patientinnen und Patienten führen soll. Die Kosten für die Anschaffung werden auf rund 2 Millionen Euro geschätzt.​

    Večernji list, Zagreb, 28.08.2018

Polen/Krakau

  • Revitalisierung des Inwalidów-Platzes

    Die Städtische Einrichtung für Kommunalinfrastruktur und Verkehr (ZIKiT) in Krakau hat eine Ausschreibung über die Revitalisierung des Inwalidów-Platzes im Krakauer Stadtzentrum veröffentlicht. Pläne für die Revitalisierung gab es schon vor 20 Jahren, sie wurden jedoch nie umgesetzt. Ursprünglich sollten auf dem Platz ein Denkmal und eine Tiefgarage ihren Standort haben. Im Rahmen der Revitalisie​rungsarbeiten sollen nun bis Ende 2018 auf dem Platz Eichen gepflanzt werden. Die zuvor geplante Errichtung des Denkmals für die Opfer des Stalinismus auf dem Inwalidów-Platz ist eher unwahrscheinlich.

    Gazeta Krakowska, Krakau, 28.08.2018
  • Freifahrten für Schulkinder

    Ab 1. September 2018 können die SchülerInnen der Grundschulen in Krakau und seinen Vororten – insgesamt zwölf Gemeinden – mit einem gültigen SchülerInnen-Ausweis kostenlos mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in Krakau fahren. Die Freifahrt gilt bis zum Grundschulabschluss. Diese Initiative der Stadt Krakau und der benachbarten Gemeinden soll zur Senkung des Autoverkehrs in Krakau beitragen. Viele Kinder werden von ihren Eltern mit dem Auto zur Schule gebracht. ​Schätzungen zufolge sind zurzeit rund 240.000 Personenkraftwagen pro Tag in Krakau unterwegs, was immer größere Staus in der Stadt verursacht.​

    Dziennik Polski - Kronika Krakowska, Krakau, 28.08.2018
  • Neuer Vizebürgermeister in Krakau

    Am 27. August 2018 trat Jerzy Muzyk offiziell sein Amt als stellvertretender Krakauer Stadtpräsident an. Er folgt damit auf die Architektin Elżbieta Koterba. Jerzy Muzyk ist für die Bereiche Architektur, Raumplanung, Umwelt, Strategie und Stadtentwicklung sowie Denkmalschutz zuständig. Elżbieta Koterba wurde am 6. August 2018 nach einem Interessenskonflikt um die Ausschreibung für den Bau einer neuen Siedlung im Krakauer Stadtviertel Kliny durch den Krakauer Bürgermeister Jacek Majchrowski (parteilos) abberufen.​​​

    Krakow.pl, Krakau, 27.08.2018

Serbien/Belgrad

  • Belgrad: Investitionen in die Landwirtschaft verdoppelt

    ​Der Assistent des Belgrader Bürgermeisters Andreja Mladenović (DSS – Demokratische Partei Serbiens) teilte am 26. August 2018 mit, dass die Investitionen in die Belgrader Landwirtschaft in den letzten Jahren verdoppelt worden seien. Aufgrund einer Absprache auf Bundesebene übernahm der Bund die Finanzierung von Traktoren und die Stadt sicherte die Anschaffung von landwirtschaftlichen Kleinmaschinen. Das größte Interesse riefen Hagelschutznetze und das Tropfbewässerungssystem hervor. Der größte Fortschritt wurde im Bereich der Bienenzucht erzielt, so Mladenović.

    Večernje novosti, Belgrad, 27.08.2018
  • 14. Belgrader Schiffskarneval

    Der Belgrader Tourismusverband (TOB) veranstaltete am Samstag, dem 25. August 2018, den 14. Schiffskarneval im Zentrum von Belgrad. Die zentrale Veranstaltung - eine gemeinsame Flussfahrt der Segel-, Ruder- und Kajakvereine - fand auf der Save zwischen den Brücken "Brankov most" und "Gazela" statt. Neben dem Karnevalszug mit geschmückten Schiffen wurden Auftritte verschiedener Karneval- und Tanzgruppen an der Uferpromenade organisiert.

    Politika, Belgrad, 26.08.2018
  • Sanierung des Belgrader Uferbereichs

    ​Die Stadt Belgrad soll in Zusammenarbeit mit kommunalen Unternehmen in den nächsten Wochen eine große Reinigungsaktion des Uferbereichs vornehmen. Die langfristigen Pläne beinhalten auch die Idee, einige Katamarane anzuschaffen, die den Abfall aus den Flüssen sammeln sollen, kündigte der Belgrader Bürgermeister Zoran Radojičić (parteilos) an. Radojičić erinnerte dabei an das kürzlich stattgefundene, trilaterale Treffen mit den Bürgermeistern von Sarajevo und Zagreb. Im Rahmen dieses Treffens wurde unter anderem besprochen, dass diese Städte, die ähnliche Probleme haben, auch voneinander lernen können.

    Beograd.rs, Belgrad, 24.08.2018
  • Belgrader Stadtbezirk Surčin verschenkt Kindersitze

    Der Belgrader Stadtbezirk Surčin eröffnete ein Vergabeverfahren, laut dem Eltern, deren Kinder zwischen 1. Jänner und 31. August 2018 geboren wurden, einen Kindersitz geschenkt bekommen. Die einzige Voraussetzung für die Kindersitzspende sei, dass ein Elternteil im Stadtbezirk Surč​in hauptgemeldet ist. Die Anmeldefrist für die Kindersitzvergabe endet am 31. August 2018.

    Večernje novosti, Belgrad, 21.08.2018

Slowenien/Ljubljana

  • Ljubljana: Weniger Wohnungskäufe in 2018

    Der Immobilienmarkt in der slowenischen Hauptstadt hat sich heuer stark verändert. Wohnungspreise stiegen zwar langsam an, jedoch sank im ersten Halbjahr 2018 die Anzahl der getätigten Wohnungskäufe um 25 Prozent. Zurzeit sind für einen Quadratmeter Altbau-Wohnungsfläche im Durchschnitt 2.400 Euro fällig, was 10 Prozent mehr als im Vorjahr ist. Im Vergleich mit dem Jahr 2015 sind es sogar mehr als 20 Prozent. Grund für diesen heftigen Preisanstieg ist eine enorm hohe Nachfrage, die aber mit mehr als 1.000 neu errichteten Wohnungen im nächsten Jahr kontinuierlich abflachen sollte.​

    Finance, Ljubljana, 27.08.2018
  • Ljubljana: Abschluss von Straßenrenovierungsarbeiten im Stadtzentrum

    Die Stadt Ljubljana verkündete, dass die Straßenrenovierungsarbeiten an der Gosposvetska- und Dalmatin-Straße im Stadtzentrum noch in der letzten Augustwoche 2018 abgeschlossen werden. Im Rahmen der 6,1 Millionen Euro teuren Renovierungsarbeiten wurden auch zahlreiche archäologische Ausgrabungen durchgeführt. Die Fundstücke sollen zu einem späteren Zeitpunkt in Laibacher Museen vorgestellt werden.

    Dnevnik, Ljubljana, 25.08.2018
  • Slowenien: Einspruch gegen Ausbau des Karawankentunnels

    Der Ausbau der zweiten Röhre des Karawankentunnels verzögert sich. Eigentlich hatte der türkische Baukonzern "C​engiz Insaat" den Zuschlag für den Ausbau des Tunnels erhalten, der Slowenien und Kärnten verbindet. Jedoch haben zwei unterlegene Bieter der Ausschreibung Beschwerde eingelegt. "Cengiz Insaat" hatte der slowenischen Autobahngesellschaft "DARS" das billigste Angebot in Höhe von 89,3 Millionen Euro vorgelegt. Aufgrund des Einspruchs rechnet "DARS" mit einer Verspätung von mehreren Monaten. Der bestehende Karawankentunnel hat eine Gesamtlänge von 7,9 Kilometern. Der Ausbau soll innerhalb von fünf Jahren nach Baubeginn abgeschlossen werden und die Verkehrssicherheit, aber auch die Leistungsfähigkeit der Strecke stark verbessern.​​

    24ur.com, Ljubljana, 24.08.2018

Tschechien/Prag

  • Tschechien: SozialdemokratInnen bestehen auf Poche

    Der Europaabgeordnete Miroslav Poche (ČSSD – Tschechische Sozialdemokratische Partei) sei für die ČSSD der einzige plausible Kandidat für den Außenministerposten, teilte Parteichef, Vizepremier, Innenminister und vorübergehender Außenminister Jan Hamáček am 27. August 2018 mit. Tschechischen Medien zufolge wolle Hamáček das Außenministerium bis zum Ende des Sommers mit Poche besetzen. Poches Ernennung war im Juni von Staatspräsident Miloš Zeman (parteilos) abgelehnt worden. Am Wochenende wurde in der Tageszeitung "Právo" das Gerücht verbreitet, dass die ČSSD ihren Kandidaten für das Amt des Prager Oberbürgermeisters, Jakub Landovský, als Außenminister nominieren könnte.​

    Český Rozhlas Radiožurnál, Prag, 28.08.2018
  • Prag: Einkaufszentrum wegen Bombendrohung evakuiert

    Nach einer anonymen Bombendrohung am Montagnachmittag, dem 27. August 2018, wurde das Einkaufszentrum "Nový Smíchov" im 5. Prager Bezirk evakuiert. Das Gebäude sowie die naheliegenden Straßen wurden für rund sechs Stunden gesperrt, während die Sicherheits- und Rettungskräfte vor Ort nach der potenziellen Bombe suchten. Zwischen 18 und 20 Uhr wurde auch der Verkehr am frequentierten Umsteigeknoten "Anděl" gesperrt. Es wurde keine Bombe gefunden.​

    E15.cz, Prag, 27.08.2018
  • 1. Prager Bezirk verhandelt mit BürgerInneninitiative über den Radverkehr im Zentrum

    Die VertreterInnen des 1. Prager Bezirks, in dem im Sommer 2018 ein umfangreiches Radfahrverbot in Kraft treten sollte, trafen Ende August zu einer ersten Verhandlungsrunde mit den VertreterInnen der BürgerInneninitiative "Auto*Mat" zusammen, um eine Kompromisslösung auszuhandeln. Eine von "Auto*Mat" bei Gericht eingereichte Beschwerde hatte im Vorfeld das vom 1. Prager Bezirk vorgeschlagene umfangreiche Fahrradverbot in frequentierten Zonen im Prager Zentrum verhindert. Eine Entscheidung über die künftige Regelung des Radverkehrs im 1. Bezirk könnte bis zum Herbst dieses Jahres getroffen werden.​

    Prazsky.denik.cz, Prag, 25.08.2018

Ungarn/Budapest

  • Ungarn: Sondersteuer für NGOs in Kraft

    Am 25. August trat die vom Parlament noch im Juli 2018 verabschiedete Sondersteuer für Nichtregierungsorganisationen in Kraft. Nach dem neuen Steuergesetz sollen NGOs, die illegale Einwanderung unterstützen, künftig eine 25-prozentige Abgabe leisten. Die NGOs müssen die erste Steuererklärung bis 15. September 2018 beim ungarischen "Nationalen Steuer- und Zollamt" (NAV) einreichen. Die 25-prozentige Steuer wird von der erhaltenen finanziellen Unterstützung berechnet und muss auch prompt eingezahlt werden, gab das Finanzministerium bekannt. NGOs, die eine "Einwanderung unterstützende Tätigkeit ausüben", bisher aber keine Steuernummer hatten, müssen sich künftig bei der Steuerbehörde registrieren lassen. Nach Ansicht der Regierung ist der Schutz gegen illegale Migration mit einer erheblichen Zusatzbelastung für das Staatsbudget verbunden. Daher müssen NGOs, die die illegale Migration unterstützen, auch einen Beitrag zu den Kosten des Grenzschutzes leisten. Als Reaktion auf die neue Steuer hat die ungarische NGO "Migration Aid" schon am 20. August ihre Auflösung verkündet und die Gründung einer eigenen Partei angekündigt, um die Steuer zu vermeiden.

    Magyar Idők, Budapest, 27.08.2018
  • In zehn Budapester Bezirken verzögert sich der Abtransport von Müll

    Wegen Personalmangels bei der "Budapester Gesellschaft zur Aufsicht des öffentlichen Raums (FKF)" verspätet sich die Abfuhr von getrenntem Müll in einigen Budapester Bezirken. In einer Sendung des Fernsehsenders "RTL Klub" kam eine Einwohnerin zu Wort, deren Papier- und Plastikabfälle seit Wochen nicht abtransportiert wurden. Die Gesellschaft versprach daraufhin den Abtransport des Abfalls und gab bekannt, dass trotz laufender Rekrutierung immer noch etwa 100 offene Arbeitsplätze auf BewerberInnen warten.

    Napi.hu, Budapest, 25.08.2018
  • Fahrradkarte der Budapester Verkehrszentrale erschienen

    Die Stadtkarte von Budapest für RadfahrerInnen ist nun sowohl online als auch offline erhältlich. Die Karte der "Budapester Verkehrszentrale" (BKK) deckt die ganze Stadt ab und ist auch in der Routenplaner-App "BKK Futár" integriert. Die gedruckte Karte liegt zweisprachig, auf Englisch und Ungarisch, in den Kundenzentren und an den Fahrkartenschaltern der BKK auf und ist auch auf der Webseite der Gesellschaft abrufbar.

    Népszava, Budapest, 25.08.2018

24. August 2018

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Bosnien-Herzegowina/Sarajevo

  • Bosnien-Herzegowina: 17.000 Visa-Anträge in einem Jahr gestellt

    Immer mehr EinwohnerInnen Bosnien-Herzegowinas sehen ihre Zukunft außerhalb ihres Landes, in erster Linie in Deutschland. Die deutsche Botschaft in Bosnien-Herzegowina stellte 2017 insgesamt 17.000 Visa aus. Nur sehr wenige Visa-Anträge wurden abgelehnt. Zahlreiche AntragstellerInnen verlieren aber oftmals wegen der langen Wartezeiten ihren Arbeitsplatz in Deutschland, weswegen deutsche UnternehmerInnen Beschwerden einbringen. In Deutschland gibt es eine starke Interessensgruppe, die sich wegen des Mangels an Arbeitskräften für eine schnellere Prozedur bei der Aufnahme neuer Arbeitskräfte aus den Westbalkanländern einsetzt.

    Nezavisne novine, Banja Luka, 24.08.2018
  • Sarajevo: 10. "Regionale Fortbildungskonferenz"

    ​In Sarajevo findet vom 23. bis zum 26. August 2018 die 10. "Regionale Fortbildungskonferenz" statt, an der über 300 LehrerInnen aus sechs Ländern des ehemaligen Jugoslawiens teilnehmen. Mehr als 140 Vortragende mit über 100 Präsentationen und Workshops werden für einen Wissensaustausch auf allen Bildungsstufen sorgen. Am Samstag, dem 25. August 2018, werden im Stadtzentrum verschiedene Aktivitäten für Kinder aller Altersgruppen organisieret. Währenddessen können sich die Eltern mit PädagogInnen, PsychologInnen, LehrerInnen und anderen BildungsexpertInnen unterhalten.

    Klix.ba, Sarajevo, 23.08.2018
  • Bosnien-Herzegowina: Angriffe auf JournalistInnen sollen als Sonderstraftat behandelt werden

    ​Auf die sich häufenden Angriffe auf JournalistInnen in Bosnien-Herzegowina reagierte nun das Ministerium für Menschenrechte und Flüchtlinge Bosnien-Herzegowinas. Die Reaktion erfolgte nach dem neuesten Angriff auf das Team des staatlichen TV-Senders BHT in Konjic (42,33 Kilometer südlich von Sarajevo). Das Ministerium verurteilte den Vandalismus solcher Taten aufs Schärfste: "Wir dürfen nicht zulassen, dass die Meinungsfreiheit erstickt wird, denn auf diese Weise ersticken auch die demokratischen und europäischen Prozesse in unserem Land. Alle BürgerInnen sollten ungeachtet ihrer ethnischen Zugehörigkeit oder ihres Berufs die nötige Sicherheit und Schutz erfahren", sagte Ministerin Semiha Borovac (SDA - Partei der demokratischen Aktion). Borovac hatte bereits früher gefordert, Angriffe auf JournalistInnen als gesonderte Straftat zu definieren.

    Oslobođenje, Sarajevo, 23.08.2018

Bulgarien/Sofia

  • Sofia: Weniger Studierende im Herbstsemester 2018/2019

    Auch heuer wird die älteste und renommierteste Hochschule Bulgariens, die Sofioter Universität "Kliment von Ohrid", zusätzliche Studierende suchen. Der Grund dafür ist, dass nach der letzten Bewerbungsrunde immer noch 850 Studienplätze frei sind. Das gab der Vizerektor der Universität, Georgi Valtschev, bekannt. 2017 blieben 348 Studienplätze unbesetzt. Die Zahl der StudienanfängerInnen beläuft sich bislang auf 4.486. Die meisten unbesetzten Studienplätze gibt es in den Fachrichtungen Geschichte, Physik und Chemie, während das Psychologie-Studium erneut am gefragtesten war.

    Standartnews.com, Sofia, Bulgarien, 23.08.2018
  • Sofia beteiligt sich an Umweltinitiative

    Am 16. September 2018 findet in Sofia das 6. "Kinder-Lesefest" unter dem Motto "Neue Bücher gegen Altpapier" statt. Organisiert wird es von der Buchhandlung "Greenwich" und dem Recycling-Unternehmen "Ecopack Bulgaria". Bei der Abgabe von fünf Kilogramm Altpapier können Kinder ein Buch ihrer Wahl erhalten. Die Bücher stammen von elf der größten Verlage Bulgariens. Zusätzlich gibt es ein weiteres Buch als Geschenk für alle Kinder. Bei diesem Buch, "Green Teen", handelt es sich um eine Sonderausgabe von "Ecopack Bulgaria". Das Event findet gleichzeitig in fünf weiteren bulgarischen Großstädten statt. In jeder der Städte wird die Initiative von der jeweiligen Stadtverwaltung unterstützt.

    Bnr.bg, Sofia, 23.08.2018
  • Sofia: Straßenbahnlinie 5 wird saniert

    Im Frühjahr 2019 soll die Grundsanierung der Straßenbahnlinie 5 in Sofia starten, so die Sofioter Bürgermeisterin Jordanka Fandakova (GERB – Bürger für eine europäische Entwicklung Bulgariens). Auf dieser Linie, die die Innenstadt mit dem Wohnviertel Knjaschevo verbindet, werden neue Straßenbahngarnituren verkehren. Auf dem sanierten Abschnitt wird eine Stadtschnellbahn eingesetzt, die sich vor allem durch ihre höhere Kapazität auszeichnet. Der Gesamtwert der geplanten Investition liegt bei 40 Millionen Lewa (20,4 Millionen Euro). Das Projekt wird aus dem Programm "Regionen im Wachstum" finanziert.

    Trud, Sofia, 22.08.2018

Kroatien/Zagreb

  • Zagreb bekommt neue Parkscheinautomaten

    Nach Beendigung der mehrmonatigen Testphase, werden die neuen Parkscheinautomaten, die auch Kreditkartenzahlung akzeptieren, in Zagreb aufgestellt. Die 100 neuen "smarten" Automaten sollen in der Zukunft nicht nur der Parkplatzbewirtschaftung dienen, sondern auch die Möglichkeit bieten, Fahrkarten für den öffentlichen Verkehr, Museums- und Theatertickets zu kaufen. Auf den großen Bildschirmen der Geräte sollen außerdem touristische Informationen angezeigt werden.

    Vecernji.hr, Zagreb, 22.08.2018
  • Zagreb bekommt Franjo Tuđman-Denkmal

    Die Stadt Zagreb veröffentlichte im August 2018 eine Ausschreibung für den Bau eines Denkmals zu Ehren des ersten kroatischen Präsidenten Dr. Franjo Tuđman. Das neue Denkmal wird an der Stadteinfahrt in der Nähe des kontroversen Springbrunnens, der wegen seiner Kosten vor einige​n Jahren bei den Bürgerinnen und Bürgern für viel Aufregung sorgte, stehen. Mit der künstlerischen Gestaltung des Denkmals wurde der bekannte kroatische Bildhauer Kuzma Kovačić beauftragt.

    Vecernji.hr, Zagreb, 21.08.2018
  • Zagreber Bürgermeister von Putin ausgezeichnet

    Der Zagreber Bürgermeister Milan Bandić (Bandić Milan 365, Arbeits- und Solidaritätspartei)​ wurde vom russischen Präsidenten Vladimir Putin mit einem Freundschaftsorden ausgezeichnet. Anlass dafür war das Engagement des Zagreber Bürgermeisters für die Kinder von Beslan, wo 2004 bei einer Schulveranstaltung die Geiselnahme von 1.100 Eltern und Schülern mit dem Tod von 331 Geiseln endete.  Bandić sorgte seit Jahren dafür, dass Kindergruppen aus Beslan an der kroatischen Küste kostenlos ihre Sommerferien verbringen können. Der einzige weitere Kroate, dem dieser Orden verliehen wurde, ist der Fußballspieler Ivica Olić, der mehrere Jahre lang in Russland spielte.

    Vecernji.hr, Zagreb, 20.08.2018

Polen/Krakau

  • Umfrage zu BürgermeisterInnenwahlen in Krakau

    Laut einer für die Wochenzeitung "Do Rzeczy" durchgeführten Befragung würde Małgorzata Wasserman, die Kandidatin der Partei "Recht und Gerechtigkeit" (PiS) für den BürgermeisterInnenposten in Krakau, die BürgermeisterInnenwahlen im Oktober 2018 gewinnen. Dies ist die erste Umfrage, die auf den Gewinn der PiS-Kandidatin hindeutet. Laut der Befragung landet Wasserman mit 37 Prozent der Stimmen auf dem ersten Platz. Der amtierende Krakauer Bürgermeister Jacek Majchrowski (parteilos) könnte 36 Prozent der WählerInnen überzeugen. Den dritten Platz würde Łukasz Gibała (parteilos) mit 15 Prozent der Stimmen belegen. Den Befragten wurden keine Fragen über die Ergebnisse der eventuellen Stichwahlen gestellt.

    Gazeta Krakowska, Krakau, 22.08.2018
  • Revitalisierung der hölzernen Denkmäler in Kleinpolen

    Im Rahmen des Revitalisierungsprogramms "Skansenova" wurden von 2016 bis 2018 rund 100 hölzerne Objekte in neun kleinpolnischen Freilichtmuseen revitalisiert. Die Woiwodschaft Kleinpolen stellte für dieses Programm rund 14 Millionen polnische Złoty (3,3 Millionen Euro) zur Verfügung. Geplant ist die Vorbereitung eines gemeinsamen Angebotes für alle neun Freilichtmuseen. Dies würde die Erstellung einer neuen gemeinsamen Website und eines Bildungs- und Besichtigungsprogrammes bedeuten.

    Gazeta Wyborcza - Kraków, Krakau, 22.08.2018
  • Volleyballfest in Krakau

    Am Freitag, dem 24. August 2018, startet in der Krakauer Veranstaltungshalle "Tauron Arena Kraków" das 14. "Volleyballmemorial von Hubert Jerzy Wagner". Die Nationalmannschaften aus Polen, Frankreich, Russland und Kanada werden bis 26. August 2018 in diesem Wettbewerb um den Pokal des polnischen Staatspräsidenten kämpfen. Für die Volleyballfans sind zahlreiche Attraktionen vorgesehen.

    Krakow.pl, Krakau, 10.08.2018

Serbien/Belgrad

  • Serbisches Hardware-Team gewinnt "Case Mod World Series 2018"

    Nemanja Đorđević, Nenad Đorđević und Dušan Srbljak haben vor einem Monat mit dem AXE-R-Gehäuse an dem international bekannten Wettbewerb "Case Mod World Series 2018" (CMWS) teilgenommen. Case modding bezeichnet ein Um- beziehungsweise Neudesignen eines gebrauchten PC-Gehäuses. Das Belgrader Team hat den CMWS 2018-Wettbewerb sowohl in der Jury-Kategorie "Scratch Build" als auch die Publikumswertung "People's Choice" für einen zweigeteilten PC gewonnen. Die drei Experten haben neun Monate an diesem Projekt gearbeitet und ein außergewöhnlich attraktives sechseckiges PC-Gehäuse designt.​

    Danas.rs, Belgrad, 23.08.2018
  • 5,5 Hektar Grund an die Stadt Belgrad übergeben

    ​Das serbische Mineralölunternehmen NIS überlässt der Stadt Belgrad eine Fläche von 5,5 Hektar im Stadtteil Čukarica. Die Stadt möchte stadtplanerisch näher an die Flüsse rücken, dementsprechend geeignet ist dieses Grundstück. Am 21. August 2018 wurde ein Abkommen über die Zusammenarbeit zwischen der Stadt Belgrad und dem Unternehmen NIS im Rahmen des Programms "Gemeinsam für die Gemeinschaft" unterzeichnet. Im Rahmen dieses Projektes wurden bisher rund 50 Initiativen zur Verbesserung der Lebensqualität der BürgerInnen umgesetzt.

    Večernje novosti, Belgrad, 22.08.2018
  • Belgrader Verkehrsbetrieben droht Arbeitskräftemangel

    Die Belgrader Verkehrsbetriebe ʺGradsko saobraćajno preduzećeʺ (GSP) haben einen steigenden Arbeitskräfte-Bedarf. Offen ist, ob die städtischen Linien in Belgrad ab dem 3. September 2018 ihren Betrieb nach dem aktuellen Fahrplan gewährleisten können. Zoran Antić, Präsident der unabhängigen Gewerkschaft der Belgrader Verkehrsbetriebe, teilte in einem Fernsehinterview mit, dass Serbien in Zukunft die FahrerInnen abhanden kommen könnten. "Ungefähr 2.800 bis 3.000 Menschen arbeiten derzeit bei den Belgrader Verkehrsbetrieben, weitere 5.000 werden benötigt. Die Beschäftigten der städtischen Verkehrsgesellschaft in Belgrad verdienen ca. 400 bis 450 Euro monatlich, um 1.100 Euro weniger als ihre deutschen KollegInnen. Demzufolge haben sich viele BusfahrerInnen für einen Job in Deutschland entschieden", sagte Antić. Der Vorsitzende des Kommitees für Verkehrssicherheit, Milan Božović, hat Maßnahmen wie z.B. Gehaltserhöhungen angekündigt, um alte Arbeitskräfte zu behalten und neue Arbeitskräfte für die Belgrader Verkehrsbetriebe zu gewinnen. Die Einstellung von IndonesierInnen und PakistanerInnen wird ebenfalls als Alternative in Betracht gezogen.

    eKapija.com, Belgrad, 21.08.2018

Slowenien/Ljubljana

  • Für kürzere Wartezeiten: Zusätzliche 35 Millionen Euro für slowenische Krankenkasse

    Die slowenischen Parlamentsabgeordneten haben zusätzliche 35 Millionen Euro für die "Slowenische Krankenversicherungsanstalt" (ZZZS) genehmigt. Damit sollen bei der ZZZS die Wartezeiten für PatientInnen verringert werden. Der Beschluss wurde mit 44 Stimmen dafür und 22 Gegenstimmen angenommen. Die "Slowenische Demokratische Partei" (SDS) hat mit der Begründung dagegen gestimmt, dass dieses Geld nicht für die Sanierung und Modernisierung der Krankenhäuser verwendet, sondern mit Sicherheit im System verloren gehen wird. Außerdem wird kritisiert, dass die Vergleichbarkeit von Wartezeiten im Gesundheitswesen nicht gegeben ist: Die Parameter wären in den vergangenen drei Jahren geändert worden, ein Vergleich mit den alten Daten sei nicht möglich.

    Delo.si, Ljubljana, 23.08.2018
  • Dejan Židan zum neuen Parlamentspräsidenten gewählt

    Am 23. August 2018 wurde Dejan Židan, der Vorsitzende der "Sozialdemokraten" (SD), zum neuen Parlamentspräsidenten gewählt. Seine Wahl erfolgte mit 49 Stimmen im 90-köpfigen Parlament. Und auch die Regierung scheint, zwei Monate nach den Parlamentswahlen, zu stehen. Fünf Mitte-links-Parteien haben sich auf die Bildung einer Minderheitsregierung geeinigt. Angeführt wird diese vom 40-jährigen Anti-Establishment-Politiker Marjan Šarec (LMŠ – Liste Marjan Šarec). Mit Unterstützung der "Linken" wurde Šarec bereits letzte Woche mit einer Mehrheit im Parlament zum Premierminister gewählt, bis zum 3. September 2018 muss er dem Parlament seine MinisterInnenliste vorlegen.

    Rtvslo.si, Ljubljana, 23.08.2018
  • Slowenische Grenzpolizei: Ombudsfrau beklagt Unregelmäßigkeiten

    Bei der Arbeit der slowenischen Grenzpolizei an den Grenzübergängen Metlika und Črnomelj wurden Unregelmäßigkeiten festgestellt. Das betont die Ombudsfrau der Republik Slowenien, Vlasta Nussdorfer, in ihrem Bericht vom 22. August 2018. Es sei mit Flüchtlingen nicht ausreichend kommuniziert worden, zudem wurden Flüchtlinge mangelhaft behandelt – das geht aus den Polizeidokumenten hervor. Einige Personen seien als Wirtschaftsflüchtlinge definiert worden, obwohl sie in einem späteren Gespräch im Büro der Ombudsfrau ang​egeben haben, dass sie sich in ihren Heimatländern bedroht gefühlt haben und deshalb geflohen sind. Die Polizei sei beim Ausfüllen von Formularen ungenau, weshalb es zu Missverständnissen kommt und Asylanträge nicht eingereicht werden. Die Grenzpolizei beteuert weiterhin, ihre Arbeit professionell und nach Vorschrift zu erledigen. Das Innenministerium ist noch dabei, die Anschuldigungen aus dem Bericht der Ombudsfrau zu prüfen.

    Dnevnik, Ljubljana, 23.08.2018
  • 928 zusätzliche Pflegeplätze für SeniorInnen

    Das slowenische Ministerium für Arbeit, Familie und Soziales vergab bei einer öffentlichen Ausschreibung die Konzessionen für die Errichtung von insgesamt 928 zusätzlichen Plätzen in SeniorInnenwohnhäusern für den Zeitraum 2018 bis 2020. Die Kapazitäten werden somit um fünf Prozent vergrößert. Ende 2017 gab es in Slowenien 18.331 Plätze in den SeniorInnenwohnhäusern und 2.375 Plätze in anderen Pflegeeinrichtungen für Erwachsene. Wegen des steigenden Bedarfs an Pflegeleistungen entschloss sich das Ministerium dazu, die Kapazität an Plätzen in SeniorInnenhäusern, vor allem für Demenzkranke, zu vergrößern.​

    STA, Ljubljana, 22.08.2018

Tschechien/Prag

  • Neue virtuelle Fahrkarten in Prager Öffis

    Ab dem 27. August 2018 können Fahrgäste des "Prager integrierten Verkehrs" (PID) neue, virtuelle Fahrkarten für die BürgerInnenkarte "Lítačka" oder die Bonuskarte der Tschechischen Bahn, "IN Karta", im neuen E-Shop kaufen. Das städtische IKT-Unternehmen "Operátor ICT" will künftig auch Mobiltelefone sowie kontaktlose Bankkarten als Option für die virtuellen Fahrkarten eingliedern. Das neue Abfertigungssystem wird in der ganzen Hauptstadt sowie in Mittelböhmen funktionieren. Es sei eine Verkehrsrevolution, die mindestens drei Millionen BewohnerInnen beeinflussen werde, erklärte die Prager Oberbürgermeisterin Adriana Krnáčová (ANO – JA). Des Weiteren wird die neue Öffis-App "PID Lítačka" entwickelt. Die alte BürgerInnenkarte "Opencard" wird im Oktober abgeschafft.

    E15.cz, Prag, 23.08.2018
  • Sanierung des "Negrelli"-Viaduktes verlängert sich um sechs Monate

    Die Sanierung des "Negrelli"-Viaduktes und die damit zusammenhängende Sperre der Eisenbahnstrecke wird rund ein halbes Jahr länger dauern als geplant. Grund ist der schlechte bauliche Zustand der denkmalgeschützten Brücke. Die Einschätzung der "Verwaltung der Eisenbahnwege" ist von einem besseren Zustand ausgegangen. Die im Jahr 1850 eröffnete und 1,1 Kilometer lange Brücke, die das Prager Zentrum und die nordwestlichen Eisenbahnstrecken miteinander verbindet, ist seit Juli 2017 gesperrt. Der neue Termin für die voraussichtliche Eröffnung ist im April 2020.

    Ceskatelevize.cz, Prag, 23.08.2018
  • Sanierung des "Nationalmuseums" geht zu Ende

    Die langjährige Sanierung des Hauptgebäudes des tschechischen "Nationalmuseums" am Wenzelsplatz im 1. Prager Bezirk geht zu Ende. Das Gebäude wird anlässlich des 100. Gründungstages der Tschechoslowakischen Republik und des 200. Gründungsjahres des Museums am 28. Oktober 2018 feierlich wiedereröffnet. Danach wird die Stadt die öffentlichen Räume in der Umgebung des wichtigen Gebäudes neu gestalten. Ziel des Magistrats ist es, neue grüne Freizeitzonen zu errichten. Außerdem werden derzeit neue Straßenbahngleise gelegt, die nach weiterem Ausbau in einigen Jahren eine neue Verkehrsanbindung des 1. und 2. Prager Bezirks gewährleisten sollen.

    praha.eu, Prag, 21.08.2018

Ungarn/Budapest

  • Bevorstehender Bau des "Ungarischen Haus der Musik"

    In Kürze wird das "Ungarische Haus der Musik" gebaut, gab László Baán, Ministerbeauftragte des "Liget Budapest Projektes" bekannt. Das vom japanischen Architekten Sou Fujimoto, entworfene Gebäude wird auf einer Fläche von 3.000 Quadratmetern in der Nähe der "Vajdahunyad Burg" und der Kunsteisbahn im Stadtwäldchen errichtet. Laut Baán werden in der Einrichtung, unter anderem, interaktive Musikausstellungen- und Programme Platz finden. Das Projekt wird im Rahmen des "Liget-Projektes" realisiert, das die Umgestaltung des Budapester Stadtwäldchens zu einem neuen Kultur- und Museumsviertel vorsieht. Gleichzeitig findet die Sanierung des größten Parks in Budapests statt. Das Gebäude wird, den Plänen zufolge, die Tore für die BesucherInnen Ende 2020 öffnen.

    Index.hu, Budapest, 23.08.2018
  • Budapest: Smarte Straßenbeleuchtung im Stadtteil Ferencváros übergeben

    Im 9. Bezirk Budapests wurden die ersten smarten, miteinander vernetzten Straßenleuchten errichtet. Die ferngesteuerten, mit energieeffizienten LED-Lampen ausgestatteten Beleuchtungskörper versorgen die Umgebung, unter anderem, mit einem kabellosen Internetzugang und kontrollieren die Umgebung über eine eingebaute Überwachungskamera. Außerdem funktionieren die Leuchten auch als Notrufsäulen und bieten eine Ladestation für Elektrofahrzeuge. Die Straßenleuchten wurden zum Großteil vom Stromanbieter Elmű-ÉMÁSZ installiert und finanziert, sind aber Eigentum der Budapester Gesellschaft für Straßenbeleuchtung.

    Magyar Idők, Budapest, 22.08.2018
  • Budapester Verkehrsbetriebe kaufen schweizerische Gebrauchtbusse

    Um ihren Bestand zu erneuern, kaufen die Budapester Verkehrsbetriebe (BKV) Gebrauchtfahrzeuge des Typs Van Hool aus der Schweiz. Insgesamt zwölf Gelenkbusse sollen bis Anfang 2019 in Budapest angeliefert werden. Der Fuhrpark der Budapester Verkehrsbetriebe hat ein Durchschnittsalter von 13,4 Jahren, der älteste Bus ist schon 32 Jahre alt. Die Schweizer Gebrauchtfahrzeuge bieten mit ihrem Alter von 14 Jahren also eine kleine Verjüngung für den Budapester Fuhrpark. Die BKV plant in Kürze auch fabrikneue Fahrzeuge anzuschaffen. Der Bestand verbessere sich allmählich: von 998 Bussen in Betrieb seien 824 Niederflurbusse und 780 Verkehrsmittel klimatisiert.​

    Világgazdaság, Budapest, 22.08.2018