City News


Lesen Sie zweimal die Woche die aktuellsten Informationen aus unseren Büros, knapp zusammengefasst:

Gewitter sorgt erneut für Katastrophenzustand in Belgrad

​Ein monsunartiges Gewitter verursachte am 23. Juni 2019 binnen weniger Tage erneut einen Ausnahmezustand in vielen Teilen Belgrads. Am schwersten vom heftigen Regen betroffen waren die Stadtteile am linken Donauufer, wo viele Straßen und Haushalte auch einen Tag nach dem Gewitter weiterhin überschwemmt sind. Die verstopfte Regenwasserkanalisation konnte die bis zu 104 Liter Regenwasser pro Quadratmeter nicht mehr aufnehmen. Auch die Senkgruben gingen​ über, weswegen nun in mehreren Siedlungen am linken Donauufer Seuchengefahr droht.

25.06.2019

Flüssigerdgas: erste Tankstelle in Ungarn eröffnet

Am 24. Juli 2019 wurde in Ungarn die erste Flüssigerdgas (LNG) Tankstelle eröffnet. Die Tankstelle befindet sich in Szigetszentmiklós, südlich von Budapest. Damit wird Ungarn Teil des transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-V), das eine bessere Vernetzung des EU-Binnenmarktes und eine gewisse Vereinheitlichung der Verkehrssysteme angestrebt. Dank der neuen Tankstelle wird es auch in Ungarn wirtschaftlich sinnvoll sein, LNG-betriebene Nutzfahrzeuge zu kaufen. Diese sind umweltfreundlicher als erdölbetriebene Fahrzeuge und haben eine Reichweite von bis zu 1500 Kilometern. Die Gesamtkosten für den Bau der Tankstelle belaufen sich auf mehr als 1,2 Millionen Euro, wovon 85 Prozent aus EU-Förderungen stammen.

25.06.2019

Krakau: Proteste gegen den Bau der Łagiewnicka-Route

Die Krakauerinnen und Krakauer protestieren heute, am 25. Juni 2019, gegen eine der größten Krakauer Straßeninvestitionen im südlichen Stadtteil Krakaus, der sogenannten Łagiewnicka-Route. Im Laufe der Vorbereitung der Investition wurden mehr als 2.600 Bäu​me und Sträucher gerodet. Die Protestierenden wollen zeigen, dass sie mit der Rodung nicht einverstanden sind. Der Bau der Łagiewnicka-Route gehört zu den teuersten Straßeninvestitionen in Europa. Die 3,5 Kilometer lange Straße wird rund 1,2 Milliarden Polnische Złoty (282,1 Millionen Euro) kosten. Laut den Aktivistinnen und Aktivisten soll die Stadt diese finanziellen Mittel für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs bestimmen.

25.06.2019

Prager Flughafen erwartet Rekord

Die Verwaltung des Václav-Havel-Flughafens erwartet diesen Sommer einen fünf-prozentigen Anstieg an Reisenden gegenüber dem Vorjahr. Während der Sommerferien werden rund vier Millionen PassagierInnen erwartet – ein Rekordwert in der Geschichte des Flughafens, der damit an seine Kapazitätsgrenze stößt. Dem Mitglied des Vorstands des Václav-Havel-Flughafens, Václav Řehoř, zufolge, kann das Kapazitäten-Problem erst mit der Realisierung von langfristigen Bauplänen gelöst werden. In den letzten Monaten wurden als Vorbereitung auf die Rekordzahl an PassagierInnen bereits einige Teilarbeiten durchgeführt.

24.06.2019

Bosnien-Herzegowina: Keine Glaubensgemeinschaft blieb verschont, veröffentlichte das State Department

​Einem Bericht des US-Außenministeriums zufolge wurden zwischen November 2016 und Dezember 2017 insgesamt elf  Angriffe auf sarkrale Bautenn, Geistliche oder Gläubige in Bosnien-Herzegowina verzeichnet. Verbale und physische Angriffe mussten VertreterInnen aller Glaubensgemeinschaften im Land erfahren. Es handelt sich dabei um einen Angriff auf die römisch-katholische, sieben Angriffe auf die islamische und drei Angriffe auf die serbisch-orthodoxe Glaubensgemeinde. Seit 2010 wurden insgesamt 209 Angriffe verzeichnet. Bisher wurden 73 TäterInnen identifiziert. Gegen 23 von ihnen sind Gerichtsverfahren anhängig.

26.06.2019

Bulgarien: 17 Schlepper bei Razzia festgenommen

Die bulgarische Staatsanwaltschaft teilte am 24. Juni 2019 mit, dass im Zuge einer großangelegten Polizeirazzia die bislang größte Schleppergruppe in Bulgarien festgenommen worden sei, die MigrantInnen über Bulgarien in Richtung Europa geschleust habe. Die Gruppe, die aus 17 Bulgaren und ständig in Bulgarien lebenden Irakern und Afghanen bestand, sei Teil eines internationalen Schlepperrings gewesen. Die aus Afghanistan über den Iran und die Türkei gekommenen MigrantInnen sollen den in Bulgarien tätigen Schleusern mehrere Tausend Euro pro Person gezahlt haben. Die Schleppergruppe habe für MigrantInnen einen kurzen Aufenthalt in Bulgarien organisert und sie dann Richtung Westeuropa transportiert. Es wird nicht ausgeschlossen, dass BeamtInnen des Grenzschutzes den Schleppern geholfen haben könnten. Razzien fanden neben der bulgarischen Hauptstadt Sofia auch in den ostbulgarischen Regionen Jambol und Burgas statt.

24.06.2019

Sarajevo: Nobelpreisträger Orhan Pamuk ist in Sarajevo

​Orhan Pamuk kam auf Einladung des "Buybook"-Verlags nach Sarajevo. Am 25. Juni 2019 hält der türkische Nobelpreisträger einen öffentlichen Vortrag, bei dem er einen Überblick seines gesamten literarischen Schaffens bietet. Am Mittwoch, dem 26. Juni 2019, um 19.30 Uhr wird Pamuk der Premiere des Theaterstücks "Schnee" beiwohnen, das nach der Vorlage seines gleichnamigen Romans entstanden ist. Das Theaterstück entstand unter der Leitung des bosnisch-herzegowinischen Regisseurs Dino Mustafić.

25.06.2019

Belgrad: Umfrage zum öffentlichen Verkehr

​Die Belgrader Magistratsabteilung für öffentlichen Verkehr startete auf der eigenen Website eine Umfrage über die Gewohnheiten der Fahrgäste im öffentlichen Verkehr. Die Umfrage ist Teil des "Projektes nachhaltiger urbaner Mobilität", das die Gewohnheiten der Öffi-NutzerInnen, ihre Einstellungen und ihr persönliches Erleben des Öffi-Verkehrs erforschen soll. Neben der Online-Befragung sollen Teams der Magistratsabteilung für öffentlichen Verkehr die Umfragen auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln durchführen. Das Ziel der Umfrage sei es, eine bessere Qualität des öffentlichen Verkehrs in der serbischen Hauptstadt zu gewährleisten.​

25.06.2019

Serbien: Ministerpräsidentin soll Mitglied der regierenden SNS werden

​Die parteilose serbische Ministerpräsidentin Ana Brnabić soll laut Informationen der Tageszeitung "Blic" demnächst der regierenden konservativen "Serbischen Fortschrittspartei" (SNS) beitreten. Es sei sogar die Rede von einer hochrangigen Parteifunktion beziehungsweise von einem Sitz im Parteipräsidium. Serbiens Bundespräsident und SNS-Parteichef Aleksandar Vučić hat bereits Personalveränderungen in der Partei sowie die Aufnahme von neuen und jungen Personen in die obersten Parteigremien angekündigt.

25.06.2019

Sieben PPP für Belgrad genehmigt

​Seit der Verabschiedung des "Gesetzes über öffentlich-private Partnerschaften" (PPP) im Jahr 2012 konnten in Serbien insgesamt 112 PPP-Projekte in 65 Städten und Gemeinden genehmigt werden. Sieben dieser Projekte sind in Belgrad angesiedelt. Das größte PPP-Projekt ist die Konzession am Belgrader Flughafen "Nikola Tesla" mit der französischen Firma "Vinci Airports" im Gesamtwert von 1,46 Milliarden Euro. An zweiter Stelle liegt ebenfalls ein Projekt in Belgrad, nämlich die 25-jährige öffentlich-private Partnerschaft für die Belgrader Mülldeponie "Vinča" zwischen der Stadt Belgrad und dem Konsortium "SUEZ Group SAS & I-Environment Investments" im Wert von 957 Millionen Euro.

25.06.2019

Sarajevo: Budgetausgleich mit Plus von über einer halben Milliarde Euro

Die Regierung des Kantons Sarajevo hat am 24. Juni 2019 das Budget des Kantons Sarajevo für das Jahr 2019 in der Höhe von 539.655.642 Euro verabschiedet. Von diesem Betrag werden 58.313.500 Euro für Projekte von strategischer Bedeutung und für die Verbesserung der Lebensqualität der BürgerInnen verwendet. Das Budget fällt vor allem wegen der höheren Einnahmen des Kantons von 13.811.092 Euro im vergangenen Jahr höher aus. 

24.06.2019

Lajkonik-Umzug durch die Krakauer Straßen

Am Donnerstag, dem 27. Juni, pünktlich um 12 Uhr, beginnt der Tatarenreiter "Lajkonik" vom Sitz der städtischen Wasserwerke in der Senatorska-Straße seinen Umzug durch die Krakauer Straßen. Traditionsgemäß zieht einmal im Jahr, am achten Tag nach Fronleichnam, der legendäre Reiter in Tatarenkleidung, umgeben von einem lauten Umzug, der Mlaskot-Kapelle, die Route vom Stadtteil Zwierzyniec zum Krakauer Hauptmarkt entlang. Nach traditionellem Glauben werden diejenigen, die er mit seiner Streitkolbe berührt, im nächsten Jahr Glück haben. Am Abend wird auf dem Krakauer Hauptmarkt der "Lajkonik​"-Tanz präsentiert.​ Die Figur des "Lajkoniks" erinnert an den letzten großen tatarischen Angriff auf Krakau, der 1287 erfolgte. ​Die vom Turmbläser​ gewarnten Krakauerinnen und Krakauer konnten den Angriff abwehren.

24.06.2019

"Europaspiele 2023" finden in Krakau statt

Die "Europaspiele 2023" finden wie erwartet in Krakau statt. Das beschloss das "Europäische Olympische Komitee" (EOC) auf seiner Generalversammlung am 22. Juni 2019 in Minsk. Polen war der einzige Bewerber. Der Krakauer Bürgermeister, Jacek Majchrowski (parteilos), distanzierte sich von der Entscheidung und betonte, dass die Stadt das Projekt unterstützen würde, wenn sie staatliche Finanzgarantien erhalten würde. Die Politikerinnen und Politiker der Regierungspartei "Recht und Gerechtigkeit" (PiS) sprachen allerdings von einem Erfolg. Derzeit ist noch nicht bekannt, welche Sportarten in das Programm der Krakauer Veranstaltung aufgenommen werden. Daher ist es auch schwierig, die Kosten abzuschätzen.​

24.06.2019

Prag: Massenproteste gegen Premierminister

Bei der größten Demonstration in Prag seit 30 Jahren protestierten mehrere Hunderttausend Menschen gegen Premierminister Andrej Babiš (ANO – JA). Die VeranstalterInnen des Netzwerks "Eine Million Augenblicke für Demokratie" sprachen von mindestens 250.000 TeilnehmerInnen, die sich auf dem Prager Hügel "Letna-Ebene" versammelten hätten. Die Mobilfunkdienste fielen wegen Überlastung aus. Eine U-Bahn-Station musste wegen des Andrangs gesperrt werden. Weitere Proteste fanden sowohl tschechien- als auch weltweit statt – unter anderem in Wien, Berlin, Chicago und Paris. Die nächste Demonstration dieser Größenordnung soll am 16. November 2019 stattfinden, an dem 30 Jahre "Samtene Revolution" gefeiert wird.

23.06.2019

Budapest: Sportpark wurde am Donauufer gebaut

​„Budapest soll eine starke und einheitliche Stadt sein", sagte Oberbürgermeister István Tarlós (parteilos) am 21. Juni 2019 bei der feierlichen Übergabe des Freizeit-und Sportparks „DunaFok". Die Hauptstadt unterstützte den Bau des 23.000 Quadratmeter großen Parks mit etwa 200 Millionen Forint (circa 617.685 Euro), der sich direkt am Donauufer im Stadtteil Budafok befindet. Der Oberbürgermeister fügte hinzu, dass die 32 Kilometer lange, durchschnittlich 400 Meter breite Budapester Strecke der Donau ist für die ungarische Hauptstadt kennzeichnend sein wird.​

22.06.2019

Budapester Kettenbrücke: Sanierung ab Herbst

Die Sanierungsarbeiten an der Kettenbrücke in Budapest werden im Herbst, also Ende September/Anfang Oktober beginnen. Das hat der Oberbürgermeister von Budapest, István Tarlós (Parteilos), angekündigt. Im Rahmen der Sanierungsarbeiten werden auch die angrenzenden öffentlichen Plätze, der Clark-Ádám-Platz und Széchenyi-István-Platz, sowie die József-Attila-Straße erneuert. Die Arbeiten werden voraussichtlich zwei Jahre lang dauern.

22.06.2019

"Eurohold Bulgaria" kauft Aktien der tschechischen "CEZ Group" in Bulgarien auf

Die Firma "Eurohold Bulgaria" will die bulgarische Stromverteilergesellschaft des tschechischen Unternehmens "CEZ Group" erwerben. Das Unternehmen, das bislang einzig auf dem Versicherungsmarkt agierte, will somit 335 Millionen Euro in den Energiebereich investieren. Das Geld für den Aktienkauf stammt aus eigenen Mitteln und Krediten von der "Deutschen Bank" und der japanischen "Nomura". Der Deal muss jedoch zuvor von der Kommission für Finanzaufsicht, die die Herkunft der Mittel prüfen muss, und von der Kommission für Wettbewerbsschutz gebilligt werden, die ihrerseits kontrolliert, ob die Marktprinzipien eingehalten wurden. Sein Einverständnis muss ferner der nationale Energieregulator geben. Er wird ermitteln müssen, ob "Eurohold" die in den kommenden zwei Jahren die erforderlichen Investitionen tätigen und die Stromverteilergesellschaft betreiben kann. Die bulgarische Energieministerin Temenuschka Petkova (GERB - Bürger für eine europäische Entwicklung Bulgariens) versicherte, dass der Verkauf der bulgarischen CEZ die Energiesicherheit Bulgariens nicht gefährden werde.

22.06.2019

Sofia erhält 204.516 Euro für sauberere Luft

Am 20. Juni 2019 unterzeichneten die Sofioter Bürgermeisterin Jordanka Fandakova (GERB - Bürger für eine europäische Entwicklung Bulgariens) und der bulgarische Umweltminister Neno Dimov (parteilos) einen Vertrag über ein Projekt für Verbesserung der Luftqualität in Sofia. Laut dem Vertrag soll die Gemeinde Sofia insgesamt 400.000 Bulgarische Lewa (204.516 Euro) aus dem operationellen Programm "Umwelt" erhalten". Die neue Luftgütestrategie ist speziell darauf ausgelegt, den Gehalt an bestimmten Stoffen wie Arsen, Cadmium, Quecksilber, Nickel und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen zu verringern. Die Umsetzungsfrist beträgt 18 Monate.

22.06.2019

Prag: Keine weiteren Privatisierungen von Gemeindewohnungen

Nach der noch von der vorherigen Regierung beschlossenen Veräußerung der letzten sechs städtischen Immobilien wird der Privatisierungsprozess städtischer Immobilien beendet. Das beschloss die Stadt Prag kürzlich im Einklang mit den Beschlüssen der neuen Stadtregierung. Deren Ziel ist es, die restlichen Wohnungen in städtischem Eigentum nicht zu privatisieren, um leistbares Wohnen in Prag sicherstellen zu können.

21.06.2019