Vernetzt helfen

24. - 25.10.2019

Welche Bedeutung hat ein Sicherheitsnetzwerk für die Arbeit einer europäischen Stadtverwaltung? Im Rahmen der European Cities Conference analysiert die Stadt Wien mit ihren PartnerInnen aus dem Eurocomm-PR-Netzwerk unter dem Motto "Vernetzt helfen" die so wichtige Zusammenarbeit von beruflichen und freiwilligen Einsatzorganisationen sowie der Stadtverwaltung und möchte dabei folgende Themen besprechen: Sicherheitsnetzwerk "K-Kreis", Freiwilligenarbeit sowie Bewusstseinsbildung und Prävention.

K47

Konferenz

Sicherheitsnetzwerk "K-Kreis", Freiwilligenarbeit sowie Bewusstseinsbildung und Prävention: So lauten die Themenschwerpunkte der EC-Konferenz am 24. und 25. Oktober 2019 in der Event-Location k47. 

Vortragende

Alle Vortragende sind ExpertInnen im Sicherheitsnetz "K-Kreis" und als solche mit dem Thema Sicherheit in einer Großstadt bestens vertraut. Alle Vortragende decken ein breites Spektrum ab und geben spannende Einblicke in Einsätze vor Ort, sowohl im Vortragssaal als auch am Sicherheitsfest der Stadt Wien am Rathausplatz.

Programm

Konferenzort ist das K47, ein zwei Stockwerke hoher vollverglaster Kubus, mit einem seltenen und uneingeschränkten 360° Rundumblick über die Dächer Wiens. Der zweite Teil, am 25. Oktober 2019, findet am Wiener Sicherheitsfest am Wiener Rathausplatz statt. Dort präsentieren sich alle Wiener Hilfs- und Einsatzorganisationen mit der größten Sicherheits-Leistungsschau Österreichs.

 

Konferenz

Sicherheitsnetzwerk "K-Kreis"

"Die Helfer Wiens", der ehemalige Wiener Zivilschutzverband, sind die Dachorganisation für das Wiener Sicherheitsnetzwerk K-Kreis. "K" steht für Katastrophenschutz, Katastrophenhilfe, Kompetenz und Kommunikation.

2019 feiert der "K-Kreis" sein dreißigjähriges Jubiläum. 1989 mit fünf Organisationen gegründet, umfasst er nun vierzig Organisationen in den Bereichen Sicherheit, Gesundheit, Umwelt und Soziales.

Einst wurde der "Kreis" für die Prävention gegründet, parallel haben sich viele weitere positive Aspekte ergeben. Welche Rolle "Die Helfer Wiens" dabei einnehmen, wird Teil der Konferenz sein.

Gemeinsam blicken wir zurück, in die Gegenwart und in die Zukunft. Dabei spannen wir einen Bogen von der so wichtigen Präventionsarbeit, über Best-Practice-Beispiele der Wissensvermittlung, über die Zusammenarbeit bei realen Einsätzen, dem Krisenmanagement der Stadt Wien, bis hin zum freiwilligen Engagement in einer Stadt.

Freiwilligenarbeit

Im Jahr 2011, anlässlich des Europäischen Jahrs der Freiwilligkeit, wurde auf Initiative der Stadt Wien die Internetplattform "Freiwillig für Wien" entwickelt. Mit "Freiwillig für Wien" bieten die Stadt Wien und die "Helfer Wiens" eine wertvolle Onlineplattform, um Interessierte (Personen, die eine ehrenamtliche Tätigkeit ausüben möchten) und Suchende (Organisationen, die ehrenamtliche MitarbeiterInnen suchen) zusammenzubringen.

Im Rahmen der Konferenz werden die Möglichkeiten der Plattform aufgezeigt und über die volkswirtschaftliche Bedeutung der Ehrenamtlichkeit diskutiert. Dabei haben wir großes Interesse, mehr über die Erfahrungen und Möglichkeiten aus den anderen Partnerstädten, ehrenamtliches Engagement zu fördern, zu erfahren.

Bewusstseinsbildung und Prävention

Seit sechs Jahren wird für die Bewusstseinsbildung in Wien unter anderem ein lebensrettender Reanimationsunterricht unter dem Projektnamen "Ich kann Leben retten" in den dritten Schulstufen der Wiener Volksschulen durchgeführt. Profis der Wiener Rettungsorganisationen lehren in der Praxis, wie eine Herzdruckmassage durchgeführt wird und wie einfach ein Defibrillator zu bedienen ist. Wir freuen uns auf den Austausch, in welcher Weise die Bewusstseinsbildung in den Partnerstädten durchgeführt wird.

Vortragende

Michaela Amschl© MA-OS KS/Wurscher

Michaela Amschl

Michaela Amschl leitet seit dem Jahr 2011 die Gruppe Krisenmanagement und Sicherheit in der Magistratsdirektion der Stadt Wien. Ihre Hauptaufgaben sind die Koordination des Krisenmanagements und von Sicherheitsaufgaben der Stadt Wien. Die enge Vernetzung mit den Dienststellen der Stadt Wien und den nationalen Organisationen sowie der regelmäßige Austausch mit internationalen Partnerinnen und Partnern sind wesentliche Schwerpunkte ihrer Tätigkeit.

© Gemeinde Sofia

Krasimir Dimitrov

Krasimir Dimitrov ist Direktor der Direktion "Zivil- und Katastrophenschutz und Prävention" der Gemeinde Sofia. Seit August 2015 ist er Direktor der Direktion "Zivil- und Katastrophenschutz und Prävention" der Gemeinde Sofia. Zudem ist der Träger der ehrenvollen Auszeichnung "Für Tapferkeit und Verdienst – dritte Stufe" des Innenministeriums, für den Beitrag zum Schutz der nationalen Sicherheit, zum Schutz der öffentlichen Ordnung und zur Kriminalitätsbekämpfung auf dem Gebiet von Sofia sowie für den Beitrag zu den Beziehungen zwischen dem Innenministerium und der Gemeinde Sofia.

© Berufsrettung Wien

Rainer Gottwald

Rainer Gottwald ist seit knapp zehn Jahren Leiter der Berufsrettung Wien – MA 70. Die einzige Berufsrettung Österreichs stellt die notfallmedizinische Versorgung in der Bundeshauptstadt sicher. Zu den Aufgaben zählen die Versorgung bei individuellen Notfällen, die Koordination und Durchführung der präklinischen Versorgung im Großschaden- und Katastrophenfall, der Betrieb der Wiener Rettungsleitstelle sowie die Aus- und Weiterbildung durch die Rettungsakademie. Die professionelle Vernetzung mit den Einsatzorganisationen und den Playern im Gesundheitsbereich ist zum Wohle der PatientInnen unbedingt notwendig.

©

Walter Hillerer

Walter Hillerer ist Gruppenleiter für Angelegenheiten von Sofortmaßnahmen und Stadtservice. Mit  dieser Funktion führt und koordiniert er das größte BürgerInnenservice der Stadt Wien. Oberste Prämisse hier ist die optimale Schaffung und Weiterentwicklung eines perfekten Kundinnen- und Kundenmanagements der Wiener Stadtverwaltung. Zu betonen sei hier die „Sag´s Wien“ App, mit der ein rasches und effizientes Tool geschafften wurde, das viele Beschwerden einfach und unbürokratisch abhandelt! Im Bereich Sofortmaßnahmen leitet er alle relevanten Einsätze, die über die Erstmaßnahmen durch Feuerwehr, Rettung und Polizei hinausgehen und wo eine rasche dienststellenübergreifende Hilfe gefordert ist.

© Stadt Wien | Feuerwehr

Gerald Hillinger

Gerald Hillinger ist Abteilungsleiter der Stadt Wien – Feuerwehr und Katastrophenschutz. Als Branddirektor managt er die älteste Berufsfeuerwehr der Welt, sorgt für die Bereitstellung des notwendigen technischen Materials, der personellen Ausstattung und der notwendigen Fortbildungen der Feuerwehrleute. Die Berufsfeuerwehr der Stadt Wien ist in den Bereichen Brandbekämpfung, Menschen- und Tierrettung, technische Hilfeleistung und bei der Beseitigung von Umweltgefahren tätig und beteiligt sich auch an der Weiterentwicklung von Gerätschaften und Einsatztaktiken.

© Helfer Wiens / Hannes Zinner

Wolfgang Kastel

Wolfgang Kastel war über 20 Jahre im Polizeidienst und viele Jahre im Bereich der Präventionsarbeit tätig. Projekte und Veranstaltungen für unterschiedliche Zielgruppen wurden von ihm geplant, organisiert und durchgeführt. Schon damals war für ihn Vernetzung ein wesentlicher Aspekt. Im Jahr 2002 wechselte er zu den „Helfern Wiens“ (Wiener Zivilschutzverband), wo er seit dem Jahr 2004 als Geschäftsführer tätig ist. Diese Präventionseinrichtung der Stadt Wien ist Träger des Wiener K-Kreises, der aus allen Wiener Blaulicht- und Hilfsorganisationen sowie sämtlichen sicherheitsrelevanten Dienststellen besteht.

© Harald Katzmair/FAS

Harald Katzmair

Harald Katzmair ist CEO, Gründer und wissenschaftlicher Leiter der FASresearch, einem in Wien ansässigen Analyse- und Strategieunternehmen mit dem Fokus auf soziale Netzwerkanalyse & Ecosystem Mapping. Seit knapp 25 Jahren unterstützt der Sozialwissenschaftler, Management-Philosoph und Unternehmer mit seinem visionären Verständnis von Netzwerkwissenschaft und Resilienz-Theorie Fortune-500-Kunden sowie führende Non-Profit-Organisationen dabei, ihre Ziele zu erreichen.

Michaela Lackner© MA-OS KS/Wurscher

Michaela Lackner

Michaela Lackner ist seit 2015 Mitarbeiterin der Gruppe Krisenmanagement und Sicherheit in der Magistratsdirektion der Stadt Wien. Sie leitet die AkutBetreuungWien, eine Einsatzorganisation aus speziell ausgebildeten psychosozialen Fachkräften. Diese betreuen Betroffene in den ersten Stunden nach einem außergewöhnlich belastenden Ereignis vor Ort. Ihre Vernetzung mit anderen Einsatzorganisationen, Dienststellen der Stadt und externen PartnerInnen ist eine wesentliche Voraussetzung für die erfolgreiche Arbeit . Neben dieser Aufgabe widmet sie sich der Erarbeitung von Einsatzplänen und der Planung von Einsatzübungen.

© Foto WIlke

Wolfgang Müller

Wolfgang Müller ist Leiter des Geschäftsbereiches für Organisation und Sicherheit in der Magistratsdirektion der Stadt Wien und  Magistratsdirektor-Stellvertreter. Er war Einsatzleiter der Stadt bei der Fußball-EM 2008 und in der Flüchtlingskrise 2015. Die Vernetzung aller Einsatzstrukturen in der Stadt Wien ist ihm ein persönliches Anliegen.

© KS

Gerhard Pürstl

Gerhard Pürstl ist mittlerweile seit fast 12 Jahren Wiener Polizeipräsident. Er ist in dieser Funktion für die Erfüllung aller sicherheits-, kriminal- und verkehrspolizeilichen Aufgaben ebenso verantwortlich wie für den Verfassungsschutz und die Terrorismusbekämpfung in der Bundeshauptstadt.  In seiner Amtszeit hat sich - bei stetig wachsender Bevölkerungszahl - die Kriminalitätsbelastung in Wien um circa 25 Prozent verringert und die Aufklärungsquote um circa 50 Prozent gesteigert. Eine enge Vernetzung mit der Stadtverwaltung und allen Organisationen, die im Sicherheitsbereich tätig sind, ist ihm bei seiner Arbeit besonders wichtig.

© PID/ Christian Jobst

Martin Schipany

Martin Schipany hat das Studium der Politikwissenschaft an der Universität Wien 2008 abgeschlossen und ist mit Jänner 2009 in den Dienst der Stadt Wien eingetreten. Nach vierjähriger Tätigkeit als Pressesprecher und Öffentlichkeitsarbeiter übernahm er mit Jänner 2013 die Leitung des Referats Stadtredaktion im Presse- und Informationsdienst. Ein Jahr später wurde ihm die Leitung des Fachbereichs Stadtkommunikation übertragen. Zwischen Mai 2018 und Jänner 2019 fungierte er als Dienststellenleiter-Stellvertreter und wurde mit Ende Jänner 2019 als Dienststellenleiter des Presse- und Informationsdienstes angelobt.

© Helfer Wiens / Hannes Zinner

Dominik Zeidler

Dominik Zeidler ist seit dem Jahr 2006 bei den Helfern Wiens (Wiener Zivilschutzverband), eine Präventionseinrichtung der Stadt Wien, im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit sowie Schulungs- und Veranstaltungsorganisation tätig. Unter dem Motto „Vorbereitet sein. Helfen können!“ werden gemeinsam jährlich ca. 100 Veranstaltungen und 200 Vorträge für unterschiedliche Zielgruppen (Kinder, Familien, SeniorInnen) zum Thema Sicherheit durchgeführt. Seit dem Jahr 2011 zählt auch die Administration des Webtools „Freiwillig für Wien“ zu seinen Aufgaben. „Freiwillig für Wien“ ist eine wertvolle Online-Plattform, um interessierte Ehrenamtliche und suchende Organisationen zusammenzubringen.  

 

Programm

Der erste Tag widmet sich dem Erfahrungsaustausch und der Planung möglicher künftiger Kooperationen. Am zweiten Tag werden die TeilnehmerInnen der Konferenz durch das "Wiener Sicherheitsfest" auf dem Rathausplatz, Österreichs größter Sicherheitsveranstaltung, geführt. Die Führung hat das Ziel, sich direkt mit den MitarbeiterInnen der zahlreichen ausstellenden Wiener Hilfs- und Einsatzorganisationen sowie Abteilungen der Stadt Wien auszutauschen. Sie bietet darüber hinaus die Möglichkeit, die unterschiedlichen Einsatzfahrzeuge und Ausrüstungsgegenstände der Organisationen zu betrachten. Die Konferenz endet mit einer Abschlussbesprechung im Wiener Rathaus.

Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos.

   
 Ort:K47, Franz-Josefs-Kai 47, 1010 Wien
  Fahrplanauskunft
   
 11 UhrRegistrierung und Brunch
 12 UhrBegrüßung und Eröffnung
   
  Vernetzung
  Vortrag: Vernetzung (Harald Katzmair)
  Präsentation des K-Kreises
  Panel: Best-Practice-Beispiele für die Zusammenarbeit des K-Kreises
  Internationales Panel zum Thema Vernetzung
   
  Kaffeepause
   
  Bewusstseinsbildung und Prävention
  Vortrag zur Bewusstseinsbildung und Prävention
  Internationales Panel zur Bewusstseinsbildung und Prävention
   
  Freiwilligenarbeit
  Präsentation der Plattform „Freiwillig für Wien“
  Internationales Panel mit Best-Practice-Beispielen zur Freiwilligenarbeit
   
 18 Uhr Get-together
   
  Konferenzsprache ist Deutsch. Es wird auch in bzw. aus den folgenden Sprachen bzw. Sprachengruppen simultan gedolmetscht: Bulgarisch (BG), Bosnisch-Kroatisch-Serbisch (BH/HR/SRB), Polnisch (PL), Slowenisch (SLO), Tschechisch (CZ) und Ungarisch (HU).
   
   
 Ort:Rathausplatz, 1010 Wien
  

Fahrplanauskunft

   
 10 UhrBegrüßung und Einführung in das Wiener Sicherheitsfest am Rathausplatz
 10.30 UhrBesuch unterschiedlicher Stationen des Sicherheitsfestes
 12 UhrGemeinsamer Fototermin
 12.30 UhrWrap-up (mit Vision) und Verabschiedung im Rathauskeller
 14 UhrGeplantes Ende der Veranstaltung

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