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Zwei Drittel aller Wiener Haushalte mit Jahreskarte für öffentlichen Verkehr Copyright: Wiener Linien

Zwei Drittel aller Wiener Haushalte mit Jahreskarte für öffentlichen Verkehr

17/03/2017

Laut einer Studie des Verkehrsclub Österreich gibt es in Wien mehr Haushalte mit Öffi-Jahreskarte als mit PKW. Neben den ökologischen bietet der öffentlich Verkehr aber auch ökonomische Vorteile.

VCÖ-Medieninformation

Wien | Verkehr | Öffentlicher Verkehr | VCÖ

 

(ttl) VCÖ: In Wien haben bereits zwei Drittel der Haushalte eine Jahreskarte für Öffentlichen Verkehr

(utl) VCÖ: Erstmals mehr Haushalte mit Öffi-Jahreskarte als mit Auto

 

VCÖ (Wien, 17. März 2017) - Die Zahl der Wiener Haushalte mit Öffi-Jahreskarte ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen, macht der VCÖ aufmerksam. Während im Jahr 2010 noch 40 Prozent der Wiener Haushalte eine Öffi-Jahreskarte hatten, sind es mittlerweile bereits zwei Drittel. Damit gibt es in Wien mehr Haushalte mit Öffi-Jahreskarte als mit Pkw. Der VCÖ spricht sich für den weiteren Ausbau des Öffi-Netzes insbesondere in den Außenbezirken und ins Wiener Umland aus.

 

Rund 570.000 Haushalte in Wien haben eine Jahreskarte für den Öffentlichen Verkehr, das sind um 236.000 mehr als noch im Jahr 2010, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt. Mit einem Anteil von 64 Prozent Haushalten mit einer oder mehreren Jahreskarten für den Öffentlichen Verkehr ist Wien im Bundesländer-Vergleich einsamer Spitzenreiter, an zweiter Stelle liegt Vorarlberg mit 35 Prozent. Außerhalb Wiens beträgt der Anteil der Haushalte mit Öffi-Jahreskarten 24 Prozent.

 

"In Wien gibt es mittlerweile mehr Haushalte mit einer Öffi-Jahreskarte als mit Pkw. Das ist nicht nur in Österreich einzigartig, mir ist europaweit keine Stadt bekannt, wo das der Fall ist", stellt VCÖ-Experte Markus Gansterer fest. Insgesamt wird  das Mobilitätsverhalten flexibler. Die Bereitschaft je nach Zweck das am besten geeignete Verkehrsmittel zu wählen steigt - vorausgesetzt es gibt ein gutes Angebot an Verbindungen. Deshalb ist es wichtig, das öffentliche Verkehrsnetz weiter auszubauen, insbesondere in den Außenbezirken sowie die Verbindungen von Wien ins Umland.

 

Der hohe Anteil an Haushalten mit Öffi-Jahreskarten ist nicht nur aus Verkehrs- und Umweltsicht zu begrüßen, sondern ist auch aus sozialer Sicht positiv, betont der VCÖ. Die Mobilitätsausgaben der Wiener Haushalte sind deutlich niedriger als im Österreich-Schnitt. Ein Wiener Haushalt gibt im Schnitt rund 3.400 Euro für Mobilität aus, österreichweit sind es rund 5.100 Euro und in Niederösterreich rund 6.200 Euro.

 

Nimmt man das Kilometergeld als Grundlage, kommt man um das Geld, das die Jahreskarte für Erwachsene in Wien kostet, mit dem Auto lediglich 870 Kilometer weit - was im Schnitt nicht einmal für ein Monat Autofahren reicht. "Für Haushalte mit hohem Einkommen ist der Öffentliche Verkehr ein Teil des vielfältigen Mobilitätsangebots. Für Haushalte mit niedrigem Einkommen ist der Öffentliche Verkehr ein unverzichtbares Grundangebot an Mobilität", betont VCÖ-Experte Gansterer.

Rückfragen: VCÖ-Kommunikation, Christian Gratzer, Tel. (01) 8932697 oder (0699) 18932695

 

VCÖ: Wien hat höchsten Anteil an Haushalten mit Öffi-Jahreskarte (Anteil 2015 - in Klammer Anteil im Jahr 2010)

 

Wien: 64 Prozent (40 Prozent)

 

Vorarlberg: 35 Prozent (27 Prozent)

 

Salzburg: 25 Prozent (21 Prozent)

 

Tirol: 24 Prozent (16 Prozent)

 

Niederösterreich: 24 Prozent (21 Prozent)

 

Steiermark: 22 Prozent (17 Prozent)

 

Oberösterreich: 22 Prozent (21 Prozent)

 

Kärnten: 22 Prozent  (13 Prozent)

 

Burgenland: 15 Prozent (9 Prozent)

 

Österreich: 33 Prozent (24 Prozent)

Quelle: Statistik Austria, VCÖ 2017