City News


Lesen Sie zweimal die Woche die aktuellsten Informationen aus unseren Büros, knapp zusammengefasst:

Belgrad: Imbissstände in Wohngebieten nun mit Sperrstunde

​Der Belgrader Gemeinderat hat eine neue Regelung betreffend Arbeitszeiten von Imbissständen in Wohngebieten beschlossen. Demzufolge dürfen die Imbissstände nicht mehr rund um die Uhr geöffnet sein. Für sie gilt künftig an Arbeitstagen eine Sperrstunde ab Mitternacht beziehungsweise ab 1 Uhr am Wochenende. Grund für die Beschränkung der Öffnungszeiten waren vermehrte Beschwerden von AnrainerInnen in Bezug auf die Nachtruhe.

29.9.2020

Coronavirus: Massenhafte Entlassungen bei Budapester Bädern

Die Budapester Heil- und Thermalbäder (BGYH) haben die Entlassung von rund 90 MitarbeiterInnen angekündigt. Die prominenten Budapester Heilbäder sind nicht von der Krise verschont geblieben: Zwischen Jänner und August 2019 hatten sie Einnahmen in Höhe von rund zwölf  Milliarden Forint (32,98 Millionen Euro) zu verzeichnen, heuer sind es lediglich  5,2 Millliarden Forint (14,29 Millionen Euro). Die Bäder hatten heuer um zwei Millionen weniger Gäste als im Vorjahr. Die seit September geltenden Einreisebeschränkungen für ausländische TouristInnen haben sich die Lage weiter verschärft. Daher sah sich die BGYH dazu genötigt, rund 90 MitarbeiterInnen zu entlassen. Die Entlassungen betreffen vorerst zwei Bäder, das Király- und das Dagály-Bad.

28.9.2020

Krakau: Abstimmung über BürgerInnenbeteiligungs-Budget

Noch bis zum 5. Oktober 2020 dürfen die KrakauerInnen entscheiden, für welche Projekte das BürgerInnenbeteiligungs-Budget im kommenden Jahr verwendet wird. Zur Wahl stehen 97 allgemeinstädtische Projekte. Auch in den Bezirken ist die Auswahl sehr groß, am größten im Stadtteil Nowa Huta mit 51 Projekten. Die Stimmen können sowohl an den ausgewählten Standorten als auch auf einer Online-Plattform abgegeben werden. Heuer beläuft sich das BürgerInnenbeteiligungs-Budget auf den Rekordwert von 32 Millionen Polnischen Złoty (7,27 Millio​nen Euro). Die Projekte sollen im Jahr 2021 umgesetzt werden.​

28.9.2020

Slowenien: Reisegewohnheiten während CoViD-19

Laut dem Statistikamt der Republik Slowenien sind im zweiten Quartal 2020 nur 15 Prozent der Sloweninnen und Slowenen mindestens einmal verreist. Noch im Vorjahr lag diese Zahl bei 37 Prozent. Das heißt, dass ungefähr 1,5 Millionen Sloweninnen und Slowenen im zweiten Quartal 2020 überhaupt nicht verreist sind. Als Hauptgrund dafür nannten sie den Ausbruch von CoViD-19. Im betreffenden Zeitraum wurden 52 Prozent aller privaten Reisen innerhalb Sloweniens durchgeführt. 48 Prozent der Reisenden fuhren ins Ausland – davon 92 Prozent nach Kroatien. Noch im Vorjahr verreisten 66 Prozent ins Ausland. Im zweiten Quartal 2020 wurden nur 410.000 private Reisen angetreten, was zwei Drittel weniger ist als noch im selben Zeitraum des Vorjahres.​

28.9.2020

Prag: Sanierung des Verkehrsterminals "Černý Most"

Die Stadt Prag gab bekannt, dass die Firma "re:architekti" mit der Studie für die Sanierung des Verkehrsterminals "Černý Most" beauftragt wurde. Ziel sei es, den Busbahnhof im Osten Prags, die gleichnamige U-Bahnstation und den zugehörigen öffentlichen Raum komfortabler zu gestalten. Die Studie soll im Frühling 2021 vorliegen. Die Stadt und die ArchitektInnen rechnen damit, dass sich auch die BürgerInnen an der Gestaltung der ganzen Umgebung beteiligen werden und planen bereits jetzt zahlreiche Workshops und Treffen.​​

28.9.2020

Bosnisch-herzegowinische Staatsspitze in Brüssel

Die Mitglieder des dreiköpfigen bosnisch-herzegowinischen Staatspräsidiums reisen am 29. September 2020 zu einem offiziellen Besuch nach Brüssel. Am Mittwoch stehen Treffen mit dem Präsidenten des Europäischen Parlaments, David Maria Sassoli, EU-Erweiterungskommissar Olivér Várhelyi und dem Hohen Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Josep Borrell, auf dem Programm. Genaue Gesprächsthemen wurden noch nicht bekannt gegeben. Es ist allerdings bekannt, dass über die Beschleunigung des EU-Integrationsprozesses für Bosnien-Herzegowina gesprochen werden soll. Ein Treffen mit dem Präsidenten des Europäischen Rates, Charles Michel, soll im Oktober folgen.​

29.9.2020

Sofia: Kulturfestival macht Werbung für Sofioter Flüsse

Die Flüsse und Kanäle, die durch die bulgarische Hauptstadt Sofia fließen, verwandelten sich am 26. und 27. September 2020 in Bühnen für das erste dort stattfindende Kulturfestival. Auf dem Programm standen zahlreiche Konzerte und Kunstinstallationen, die die Locations als angenehmen Ort für Kultur und Erholung in der Großstadt präsentierten.

28.9.2020

Zagreber Gemeinderatspräsident tritt zurück

​Am 28. September 2020 kündigte der Präsident des Zagreber Gemeinderates, Drago Prgomet (HDZ – Kroatische Demokratische Gemeinschaft), überraschend seinen Rückzug von seiner Position​ an. Da seine Tätigkeit als Arzt und Leiter der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten sowie Kopf- und Halschirurgie aufgrund der CoViD-19-Epidemie viel Zeit und großes Engagement erfordere, könne er beide Aufgaben nicht mehr entsprechend ausüben, erklärte Prgomet in einem Schreiben. Nun soll das Verfahren zu seiner Entlassung aus dem Amt und zur Wahl einer neuen Präsidentin beziehungsweise eines neuen Präsidenten in die Wege geleitet werden. Es ist noch nicht bekannt, wer als Nachfolger oder Nachfolgerin vorgeschlagen wird.

29.9.2020

Serbischer CoViD-19-Krisenstab lässt Lokale zwei Stunden länger arbeiten

​Der serbische Krisenstab zur Bekämpfung von CoViD-19 hat eine sehr leichte Maßnahmenlockerung beschlossen. Demzufolge dürfen Gastlokale in geschlossenen Räumen zwei Stunden länger geöffnet sein. Die Sperrstunde wurde auf 23 Uhr verlängert. Laut dem Krisenstab wurde diese Maßnahme nicht wegen der derzeit sehr günstigen epidemiologischen Lage beschlossen, sondern wegen der Anpassung an die Witterungsumstellung, die Schanigärten werden im Winter zusperren. Sollten die Maßnahmen jedoch zu stark gelockert werden, würde es viel mehr Neuinfektionen im November geben, so Krisenstabmitglied Branislav Tiodorović.

29.9.2020

Antibakterielles Papier in Slowenien entwickelt

In der Papierfabrik Radeče wurde neuartiges, antibakterielles Papier entwickelt. Dabei wird das Papier mit einer besonderen Technologie behandelt, die das Überleben von Mikroorganismen und Viren hemmt. Die Tests zeigten, dass die Überlebensfähigkeit des Coronavirus in zwei Stunden um 94 Prozent verringert wurde. Das antibakterielle Papier schützt auch vor vielen anderen Bakterienarten. Es ist eine wichtige Neuheit auf dem Papiermarkt, das Interesse dafür ist im Schulwesen, Gesundheitswesen und in der Gastronomie am höchsten.​

28.9.2020

BotschafterInnen in Polen für LGBT-Rechte

Am Sonntag, dem 27. September 2020, unterzeichneten 50 BotschafterInnen in Polen einen offenen Brief, in dem sie den Schutz von sexuellen Minderheiten in Polen fordern. Damit wollten sie die Bemühungen der LGBT-Community unterstützen, die Öffentlichkeit für die Problem​e der LGBT-Gesellschaft zu sensibilisieren. Ein Link zum vollständigen Inhalt des Dokuments wurde von der US-Botschafterin in Polen, Georgette Mosbacher, auf Twitter zur Verfügung gestellt. "Menschenrechte sind keine Ideologie - sie sind universell. 50 Botschafter und Diplomaten stimmen dem zu", schrieb sie. Den Brief hat auch der österreichische Botschafter in Polen, Werner Almhofer, unterzeichnet. Der polnische Premierminister, Mateusz Morawiecki (PiS - Recht und Gerechtigkeit), hat den Brief folgendermaßen kommentiert: "Niemand muss uns Toleranz beibringen, weil wir eine Nation sind, die sie seit Jahrhunderten gelernt hat."​

28.9.2020

Kroatien: Drastischer Rückgang der VolksschülerInnenzahl

​Laut neuesten Angaben des Staatlichen Amtes für Statistik verzeichneten die kroatischen Volksschulen in den vergangenen 30 Jahren einen Rückgang um rund 250.000 Schulkinder. Seit 2011 sank die VolksschülerInnenzahl sowohl in ländlichen als auch in zahlreichen städtischen Gebieten. In Zagreb und einigen wenigen anderen Städten ist ein Zuwachs an VolksschülerInnen zu verzeichnen, während es den stärksten Rückgang in Ostkroatien gab. Die Hauptgründe für sinkende SchülerInnenzahlen sehen die ExpertInnen in der Abwanderung jüngerer BewohnerInnen.

28.9.2020

Sofia: SofioterInnen fordern verstärkte BürgerInnenbeteiligung

Am 5. Oktober 2020 beginnt eine Onlineumfrage über die Einführung eines Beteiligungshaushalts in Sofia, die von der Initiative "Bürgerhaushalt" organisiert wird. In über 2.000 europäischen Städten, darunter Paris, Prag, Warschau und Madrid, dürfen die EinwohnerInnen sich in dieser Form an der Verwaltung in ihrer Stadt beteiligen, um mehr Haushaltstransparenz zu schaffen. Die BürgerInnen entscheiden über die Verwendung von bis zu zehn Prozent der frei verwendbaren Haushaltsmittel. Danach werden jene Projekte umgesetzt, die die meisten Stimmen erhalten haben. Die Idee für einen solchen Haushalt ist bereits im strategischen Dokument für die Entwicklung Sofias, "Vision für Sofia", enthalten, wobei dort eine Einführung bis zum Jahr 2027 vorgesehen ist. Die Initiative fordert jedoch eine frühere Einführung des Beteiligungshaushalts.

28.9.2020

Bulgarien: Pensionszuschuss während CoViD-19

Die bulgarischen PensionistInnen erhalten, so lange die CoViD-19-Pandemie andauert, zusätzlich 50 Bulgarische Lewa (25.56 Euro) zu ihrer Pension. Danach soll es eine Pensionsanpassung geben. Dies versprach der bulgarische Premierminister Bojko Borissov (GERB – Bürger für eine europäische Entwicklung Bulgariens) am 28. September 2020. Die Regierung hatte zunächst entschieden, die Zuschüsse nur von Juli bis September auszuzahlen, danach wurde jedoch vergangene Woche die epidemiologische Ausnahmesituation bis Ende November verlängert.

28.9.2020

Größte CNC-Maschine der Balkanregion aus Bosnien

Das Unternehmen "Procassa-Fischer d.o.o." in Jelah Polje, in der Nähe der mittelbosnischen Stadt Tešanj, stellte eine sechsachsige Fräsmaschine her, die die größte CNC-Maschine sein soll, die jemals in der Balkanregion gebaut wurde. CNC steht für die englische Bezeichnung "Computerized Numerical Control" und bezeichnet ein elektronisches Verfahren zur Steuerung von Werkzeugmaschinen. Das Gerät soll in der deutschen Automobilindustrie eingesetzt werden und besteht aus einer Million Teilen, die ebenfalls alle in Bosnien-Herzegowina produziert wurden. Der Wert der Maschine beläuft sich auf zwei Millionen Konvertible Mark (etwa eine Million Euro). Die CNC-Maschine arbeitet im 50-Sekunden-Takt und soll durch automatisierte Vorgänge die allgemeine CNC-Bedienung erleichtern. Zudem ermögliche der Bau dieser Maschine einen leichteren Zugang zu Ausbildungen im CNC-Bereich.

28.9.2020

Bezirk Novo Sarajevo spendet Volksschulen 58 Tablets

Am 28. September 2020 überreichte der Bezirksvorsteher von Novo Sarajevo, Nedžad Koldžo (SDA - Partei der demokratischen Aktion), 58 Tablets an SchülerInnen von sechs Volksschulen im Bezirk. Die Tablets im Wert von insgesamt 28.000 Konvertiblen Mark (circa 14.000 Euro) wurden an Schulkinder übergeben, die am Onlineunterricht bisher nicht ungehindert teilnehmen konnten. Die Spende wurde in Zusammenarbeit mit den SchuldirektorInnen und dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Jugend des Kantons Sarajevo ermöglicht.​

28.9.2020

Nichtlegitime Wahlen bei serbischen SozialdemokratInnen

​Die Parteispitze der sozialdemokratischen "Demokratischen Partei" (DS) bezeichnete die am 26. September 2020 von einem Teil der DS-Mitgliedschaft organisierten Wahlen als nichtlegitim. Bei den Wahlen wurde der bekannte serbische Schauspieler Branislav Lučić als einziger Kandidat zum neuen Parteichef gewählt. Für den legitimen und amtierenden DS-Parteichef Zoran Lutovac und das Parteipräsidium hätten die Scheinwahlen keinen Effekt, da sie nicht von den zuständigen Parteiorganen anberaumt und umgesetzt wurden. Die endgültige Entscheidung über die Legitimität des DS-Wahltags soll das Ministerium für Staats- und Lokalverwaltung treffen.

28.9.2020

Slowenien setzt Wien auf rote Liste

Aufgrund steigender CoViD-19-Infektionszahlen hat sich Slowenien entschieden, Wien, Tirol und Vorarlberg auf die rote Liste der epidemiologisch unsicheren Regionen zu setzen. Ab Dienstag, dem 29. September 2020, müssen Ankommende aus diesen Regionen eine zehntägige Pflichtquarantäne antreten oder bei der Einreise einen negativen CoViD-19-Test vorlegen. Dieser darf nicht älter als 48 Stunden sein. Ein Test kann auch während der Quarantäne durchgeführt werden. Falls dieser negativ ausfällt, wird die Quarantäne aufgehoben. Ausnahmen gelten lediglich für PendlerInnen, Geschäftsreisende und unaufschiebbare Familienangelegenheiten.​

27.9.2020

Kroatien: Neuer Parteichef der Sozialdemokraten wird in Stichwahl entschieden

​Rund zwei Monate nach dem Debakel bei der Parlamentswahl sollte ​​​die größte kroatische Oppositionspartei, die "Sozialdemokratische Partei" (SDP), auf einem Parteitag am 26. September 2020 den Nachfolger oder die Nachfolgerin für den bisherigen Vorsitzenden Davor Bernardić wählen. Allerdings konnte nach dem ersten Wahlgang keiner beziehungsweise keine der fünf KandidatInnen die erforderliche Mehrheit erlangen, weswegen am 3. Oktober eine Stichwahl organisiert werden muss. Die rund 12.000 stimmberechtigten SDP-Mitglieder werden dann zwischen dem Abgeordneten im kroatischen Parlament, Peđa Grbin, der mit 41 Prozent den größten Stimmenanteil erhielt, und dem Vorsteher der Gespanschaft Krapina-Zagorje, Željko Kolar, der 26 Prozent der Stimmen erzielte, den neuen Parteichef wählen. Nachdem die SDP ihr schlechtestes Ergebnis bei der Parlamentswahl seit 1995 eingefahren hatte, erklärte Ex-Parteivorsitzender Bernardić am 6. Juli 2020 in der Folge seinen Rücktritt vom Amt, woraufhin Zlatko Komadina, Vorsteher der Gespanschaft Primorje-Gorski Kotar, den Parteivorsitz interimistisch übernommen hat.

27.9.2020

Geringerer Wasserverbrauch in Prag führt zu Verteuerung

In Prag wurden im erste Halbjahr, im Vergleich zum Halbjahr des Vorjahres, drei Millionen Kubikmeter weniger Wasser verbraucht. Dies ist der aktuellen Corona-Pandemie zuzuschreiben, die einen radikalen Einbruch der TourstInnenzahlen um 93 Prozent verursachte, was sich auch auf den Wasserverbrauch auswirkte. Auch die im Homeoffice befindlichen PendlerInnen und die StundentInnen, die sich aufgrund des Online-Unterrichts nicht mehr in der Stadt aufhalten mussten, trugen zu einem verminderten Wasserverbrauch bei. Die Kosten für die Wasseraufbereitung und Versorgung blieben jedoch konstant, weshalb die Differenz nur durch eine Preisanpassung ausgeglichen werden kann. Aktuell kostet ein Kubikmeter Wasser in Prag 3,70 Euro. Wie hoch der Preis nach der Erhöhung sein wird, wurde noch nicht bekannt gegeben.​

26.9.2020

Prager Öffis müssen teurer werden

Die Prager Öffis gehören europaweit zu den effektivsten und zu den billigsten Verkehrsdienstleistern. Darauf war die Stadt immer stolz. Diese Zeiten neigen sich jedoch dem Ende zu. Laut dem Stadtrat für Verkehr, Adam Scheinherr (PS - Prag für sich), kann der Betrieb des "Prager Verkehrsbetriebs" (DP), der zu 80 Prozent aus dem Prager Stadtbudget finanziert wird, mit diesen niedrigen Preisen nicht mehr aufrechterhalten werden. Obwohl die PolitikerInnen vor den Kommunalwahlen beteuerten, dass eine Verteuerung der Fahrscheine nicht in Frage komme, verhandeln sie jetzt schon über konkrete Preise und Zahlen. Wie groß der Preisanstieg sein wird, wurde noch nicht bekanntgegeben. Die Anpassung soll jedoch im ersten Halbjahr 2021 erfolgen.​

26.9.2020

Ende der Regierungskrise in Polen

​Am Samstag, dem 26. September 2020, wurde ein neuer Koalitionsvertrag zwischen der national-konservativen Regierungspartei "Recht und Gerechtigkeit" (PiS) und ihren zwei kleinen Partnerparteien "Solidarisches Polen" (SP) sowie "Verständigung" (PJG) offiziell unterzeichnet. Damit soll die seit dem 18. September 2020 dauernde Krise in den Regierungskreisen beendet werden. Der neue Koalitionsvertrag garantiert den PiS-Koalitionspartnern jeweils ein Ministerium in der umgebildeten Regierung. Der amtierende Justizminister, Zbigniew Ziobro (SP), soll im Amt bleiben. Der Parteivorsitzende von PJG, Jarosław Gowin, wird wohl in die Regierung zurückkommen. Alle drei Partner sollen sich innerhalb der Koalition auf alle Gesetzesentwürfe einigen, sodass es in Zukunft nicht mehr zu Spannungen wie beispielsweise um das Tierschutzgesetz kommt. Der neue Vertrag beinhaltet auch eine Erklärung über eine gemeinsame Teilnahme an den nächsten Parlamentswahlen. Für diese oder spätestens nächste Woche wurde eine Umbildung der Regierung angekündigt.

26.9.2020

Serbischer Kampfjet abgestürzt

Eine 34 Jahre alte MiG-21 der serbischen Luftstreitkräfte ist während eines Übungsflugs am 25. September 2020 abgestürzt. Dabei kamen beide Piloten ums Leben. Der Kampfjet stürzte in einem besiedelten Gebiet in Westserbien an der Grenze zu Bosnien-Herzegowina ab. Dabei wurde ein älterer Mann in seinem Garten schwer verletzt. Das serbische Verteidigungsministerium ermittelt in diesem Fall. Ersten Informationen zufolge soll es sich um einen menschlichen Fehler gehandelt haben, der zum Flugzeugabsturz geführt hat. In den vergangenen 20 Jahren hat es 14 Abstürze von serbischen Militärfliegern gegeben, in denen 16 Personen ums Leben gekommen sind.

26.9.2020

Fertigstellung des neuen Belgrader Busbahnhofs Ende 2021

Die Fertigstellung des neuen Belgrader Busbahnhofs im westlichen Bezirk Novi Beograd könne bestenfalls Ende 2021 erfolgen. Obwohl schon im Ausbau befindlich, läuft derzeit die Einsichtnahme in die Änderungen der Planungsdokumente für den neuen Busbahnhof, die für die Erteilung der Baugenehmigung unbedingt erfoderlich ist. Im Juli 2017 wurde die Fertigstellung des Busbahnhofs durch den damaligen Bürgermeister Siniša Mali (SNS – Serbische Fortschrittspartei) für 2019 angekündigt. Die Stadt Belgrad möchte schon Ende 2020 etwa 50 Prozent des Busverkehrs vom Alten Busbahnhof im Belgrader Stadtzentrum auf den im Ausbau befindlichen Neuen Busbahnhof verlegen, doch das Unternehmen "Belgrader Busbahnhof" (BAS) hält diesen Plan für unrealistisch.

26.9.2020

20. Pride Parade in Ljubljana

Am Samstag, dem 26.9.2020, fand in Ljubljana die 20. Pride Parade mit ungefähr 500 TeilnehmerInnen statt. Wegen der CoViD-19-Einschränkungen wurde die Parade auf zehn kleinere, auf einander folgende Gruppen mit bis zu maximal 50 Personen aufgeteilt. Die Parade endete am Platz der Republik vor dem slowenischen Parlament. Dort wurden auch kritische Reden an die Regierung gehalten. Neben den Rechten für die LGBT-Gemeinschaft wurden auch die Rechte für die breite Zivilgesellschaft angesprochen, die nach Meinung der RednerInnen jetzt auch bedroht werden. Es wurde zu einem gemeinsamen Kampf für eine demokratische und menschenfreundliche Gesellschaft aufgerufen.​​

26.9.2020

Eine Milliarde Forint für BürgerInnenbeteiligung in Budapest

Im Februar 2020 hat die Budapester Stadtverwaltung im Haushalt der Hauptstadt eine Milliarde Forint (circa 2.7 Millionen Euro) für ein partizipatives Budget bereitgestellt. Die Stadtverwaltung erwartet ab Oktober 2020 die Ideen der BudapesterInnen, welche konkreten Projekte sie mit diesen Betrag finanzieren würden. Die besten Ideen sollen, nach einer fachlichen und rechtlichen Überprüfung, verwirklicht werden. Die Hälfte des Budgets ist für Projekte reserviert, die mindestens drei Bezirke betreffen. Die andere Hälfte wird in soziale und nachhaltige Konzepte investiert. Laut Vizeoberbürgermeister Gábor Kerpel-Fronius (Momentum) sei eines der obersten Ziele der Stadtverwaltung, die BürgerInnenbeteiligung und Aktivitäten der Budapester BewohnerInnen zu stärken, um die Zukunft von Budapest gemeinsam zu gestalten.

25.9.2020

Kostenlose Desinfektionsmittel an 13 U-Bahn-Haltestellen

Die Stadt Budapest hat an 13 Budapester U-Bahn-Stationen kostenlose Desinfektionsmittel-Spender installiert. Die Budapester Verkehszentrale (BKK) will mit den neuen Spendern und der Verteilung von Masken die Sicherheit der Fahrgäste im öffentlichen Verkehr gewährleisten. Die kontaktlosen Automaten werden von der Stadt kostenlos zur Verfügung gestellt und zwischen 7 Uhr am Morgen bis 19 Uhr am Abend eingesetzt. Die BKK hat in ihrer Mitteilung betont, dass die Einhaltung der geltenden Hygienevorschriten weiterhin wichtig sei, in erster Linie muss die Maskenpflicht beachtet werden. Ab dem 21. September sind bisher erlaubte Alternativen wie Schals oder Tücher nicht mehr erlaubt. Fahrgäste, die keine Maske tragen oder diese nicht richtig aufhaben, müssen mit einer Strafe in Höhe von 8.000 Forint (22 Euro) rechnen.​

25.9.2020

Erster Flussbadestrand am Budapester Donauufer

Die Bezirksverwaltung von Óbuda hat entschieden, einen Flussbadestrand am "Római-Ufer" an der Donau zu errichten. Bisher war es in diesem Gebiet verboten, in der Donau zu baden, allerdings ist die Wasserqualität zum Baden geeignet. Die Bezirksverwaltung hat eine Ausschreibung für den Betrieb des Flussbadestrands veröffentlicht, die Bewerbungsfrist endet am 30. November 2020.​

25.9.2020