City News


Lesen Sie zweimal die Woche die aktuellsten Informationen aus unseren Büros, knapp zusammengefasst:

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"Car:Go" bietet MedizinerInnen kostenlose Transfers

Das serbische "Uber"-Pendent "Car:Go" hat die neue Option "Medical" in seine App eingefügt. Allen MedizinerInnen in Belgrad werden kostenlose Transfers angeboten, solange der Coronavirus-Ausnahmezustand in Kraft ist. Beim Betreten des Fahrzeugs müssen die ÄrztInnen und andere medizinische ArbeiterInnen lediglich ihren Dienstausweis beziehungsweise die Bescheinigung über die Arbeitspflicht im Ausnahmezustand vorweisen. Auch die Belgrader Taxivereine bieten für MedizinerInnen kostenlose Beförderungen zum Arbeitsplatz und wieder zurück, an.​

24.03.2020

Nationalrat Bosnien-Herzegowinas diskutiert über Staatshaushalt

Am 24. März 2020 um 13 Uhr wird der Nationalrat Bosnien-Herzegowinas eine außerordentliche Sitzung abhalten. Die wichtigsten Punkte auf der Tagesordnung sind der Gesetzesentwurf über den staatlichen Haushalt und die internationalen Verpflichtungen für das Jahr 2020. Der Budgetentwurf wird daraufhin an das Staatspräsidium und dann an die Parlamentsversammlung Bosnien-Herzegowinas zur Verabschiedung weitergeleitet. Der Hohe Repräsentant für Bosnien-Herzegowina, der österreichische Diplomat Valentin Inzko, erinnerte in einer Pressemitteilung am Montag, dem 23. März 2020, an die Dringlichkeit der Verabschiedung eines regulären Staatshaushalts.

24.03.2020

Bulgarien: Einrichtung von Reanimationsabteilungen gefordert

Nach einer Übereinkunft zwischen dem bulgarischen Gesundheitsminister Kiril Ananiev (parteilos) und Premierminister Bojko Borissov (GERB - Bürger für eine europäische Entwicklung Bulgariens) müssen alle Krankenhäuser landesweit, binnen drei Tagen, eine Abteilung für die Behandlung von Corona-Infizierten bereitstellen. Ferner sollen mehr Labors CoViD-19-Tests durchführen, weshalb aktuell einige Labors mit neuem Equipment ausgestattet und das Personal dahingehend geschult wird. Bulgarien hat 1 Million Euro von der EU für CoViD-19-Tests angefordert, um so viele BürgerInnen wie möglich zu testen. Derzeit werden nur Personen mit bereits ausgeprägten Anzeichen der Krankheit getestet.

24.03.2020

Erdbeben in Zagreb: Ein Todesopfer und immense Schäden

​Das Beben der Stärke 5,5 in Zagreb am 22. März 2020 hat das erste Todesopfer gefordert. Obwohl die ÄrztInnen der Zagreber Kinderklinik 36 Stunden um das Leben eines 15-jährigen Mädchens kämpften, wurde gestern Nachmittag die traurige Nachricht bekanntgegeben. Indes werden weiter die Schäden begutachtet. Im historischen Stadtkern wurden zahlreiche Wohngebäude so stark beschädigt, dass möglicherweise nur der Abriss bleibt. Auch zwei Krankenhäuser im Stadtzentrum, die Frauenklinik und das Lungenkrankenhaus, sind so schwer beschädigt, dass sie eventuell abgerissen werden müssen. Auch in Museen und Kirchen ist der Schaden immens. Das kroatische Parlamentsgebäude wurde so stark beschädigt, dass das Parlament im Keller des ehemaligen Sitzes des Mineralölkonzerns INA tagen wird, bis das Gebäude auf seine Sicherheit untersucht wurde. 

24.03.2020

Kroatien: Verlassen des Wohnsitzes untersagt

​Angesichts der Lage rund um das Coronavirus erließ der Nationale Zivilschutzstab die bisher strengste Maßnahme: Ab heute, dem 24. März 2020, ist es kroatischen BürgerInnen untersagt, den Ort ihres Wohnsitzes zu verlassen. Vom Verbot ausgeschlossen sind Gas- und StromversorgerInnen, Notfalldienste, wichtige DienstanbieterInnen, JournalistInnen und PendlerInnen. Das Verbot gilt auch nicht für Menschen, die medizinische Versorgung benötigen, sowie für jene, die sich um ältere Familienmitglieder kümmern müssen. In all diesen Ausnahmefällen benötigt man eine schriftliche Bescheinigung, die von ArbeitgeberInnen, ÄrztInnen beziehungsweise den zuständigen örtlichen Behörden ausgestellt wird. Dem kroatischen Innenministerium zufolge werde die Polizei den Verkehr an den Stadt- und Ortsausfahrten streng überwachen und jegliche Personen ohne schriftliche Bescheinigung zu ihrem Wohnsitz zurückweisen. Nachdem zahlreiche BürgerInnen nach dem großen Erdbeben aus Zagreb in andere Orte geflohen waren, verhängte der Nationale Zivilschutzstab dieses Verbot, um der Ausbreitung des Coronavirus vorzubeugen.

24.03.2020

Regierung schreibt strengere Maßnahmen im Coronavirus-Kampf vor

Die serbische Regierung verschärfte ab 22. März 2020 die allgemeine Ausgangssperre während des CoViD-19-Ausnahmezustands. BürgerInnen müssen künftig von 17 bis 5 Uhr zuhause bleiben. Für SeniorInnen über 65 Jahre bleibt die Ganztagsausgangssperre aufrechterhalten, sie dürfen sonntags von 3 bis 8 Uhr früh das Haus verlassen, um sich mit Nahrungsmitteln in spezialisierten Geschäften zu versorgen. HundebesitzerInnen dürfen abends von 20 bis 21 Uhr Gassi gehen, allerdings nur in einem Umfeld von 200 Meter um den Wohnsitz. Der öffentliche Verkehr wurde in ganz Serbien eingestellt, in Belgrad funktionieren Sonderlinien für MedizinierInnen und Bedienstete mit Arbeitspflicht während des Ausnahmezustands. Kaffeehäuser, Restaurants und Einkaufszentren sind ab 22. März bis auf Weiteres gesperrt.​

23.03.2020

Orbán kündigt 6-Punkte-Maßnahmenpaket an

Ungarns Premier Viktor Orbán (Fidesz – Bund junger Demokraten) hat bei einer Pressekonferenz der "Operativen Einheit" am 23. März 2020 weitere wirtschaftliche Sofortmaßnahmen angekündigt. Neben den TaxifahrerInnen erhalten weitere rund 80.000 Kleinunternehmen, die ihre Steuern über das Abgabensystem "Kata" zahlen, eine Befreiung von der Zahlung festverzinslicher Steuern. Ferner gibt es für Kleinunternehmen bis zum Ende des Notstandes eine allgemeine Befreiung von der Zahlung von "Kata"-Schulden, die vor dem 1. März entstanden sind. Mediendienste werden aufgrund von ausfallenden Werbeeinnahmen ebenfalls von Abgaben befreit. Delogierungen und Beschlagnahmungen werden umgehend gestoppt, die Eintreibung von Steuerforderungen wird ausgesetzt. Ansprüche auf Kinderbetreuungsgeld sowie diverse Familienbeihilfen, die während des Notstandes auslaufen würden, werden verlängert.

23.03.2020

Mobiltickets bei der Fernbusgesellschaft "Volánbusz"

Ab dem 23. März 2020 bietet die ungarische Fernbusgesellschaft "Volánbusz" Mobiltickets an. Weitere Maßnahmen, neben dem bargeldlosen Ticketverkauf, sind der Zustieg der Fahrgäste über die rückwärtigen Türen und die Freihaltung der Sitze in der Nähe des LenkerInnenbereichs. Diese Sitze werden mit einem Absperrband vom PassagierInnenraum abgegrenzt werden. Ab Ende des Monats soll planmäßig auch der Kauf von Monatskarten über die App ermöglicht werden. Ab Mittwoch, dem 25. März 2020, wird auch bei der Fernbusgesellschaft der Ferienfahrplan gelten.

23.03.2020

Spielplätze in Krakau geschlossen

​Die Städtische Einrichtung für Grünflächen in Krakau (ZZM) beschloss am Montag, dem 23. März 2020, alle Spielplätze, Fitnesscenter und Sportfelder im Freien in Krakau bis auf Weiteres zu schließen. Diese Entscheidung wurde getroffen, um die Ausbreitung des Coronavirus in der Stadt einzudämmen und zu bekämpfen. Die KrakauerInnen werden gebeten, die Sport- und Spielflächen nicht zu nutzen und sich dort nicht ​​​zu versammeln.​​​​

23.03.2020

50 neue elektrische Gelenkbusse für Krakau

Der Omnibushersteller "Solaris Bus & Coach SA" hat die Ausschreibung für die Lieferung von 50 elektrischen Gelenkbussen für die Stadt Krakau gewonnen. Der Wert des Auftrags beläuft sich auf 165,43 Millionen Polnische Złoty (39,38 Millionen Euro​). Diese Investition wird mit rund 110 Millionen Polnischen Złoty (26,2 Millionen Euro) aus EU-Mitteln gefördert. Nach Umsetzung dieses Vertrages wird die Flotte von Elektrobussen der Stadt Krakau insgesamt 80 Fahrzeuge ​umfassen.

23.03.2020

Handelskette "Mercator": Mehlverkauf steigt um das Zehnfache

Tomislav Čižmić, Vorstandsvorsitzender der größten slowenischen Handelskette "Mercator", hat die ergriffenen Maßnahmen für die Pandemie vorgestellt. Bereits Anfang Februar wurden zusätzliche Mengen an Hauptversorgungsprodukten bestellt: Mehl, Zucker, Speiseöl, Teigwaren, Hygieneprodukte und Desinfektionsmittel. Zurzeit funktionieren die Versorgungsketten reibungslos. Das größte Problem stellt der niedrige Selbstversorgungsgrad mit Gemüse und Obst in Slowenien dar. Dieser liegt bei 39 beziehungsweise 48 Prozent. Deshalb bemüht sich die Handelskette "Mercator" bereits seit Jahren um mehr slowenische Produkte in ihren Regalen. Während der Coronakrise wird etwa zehnmal so viel Mehl und die dreifache Menge an Speiseöl pro Tag verkauft. Gleichzeitig ist die Gesamtzahl der Transaktionen um 50 Prozent gesunken. Das zeigt, dass die Sloweninnen und Slowenen die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus befolgen. Der Onlineverkauf stieg um das Zehnfache, deshalb ist das Unternehmen mit logistischen Problemen konfrontiert. An entsprechenden Lösungen wird fieberhaft gearbeitet.​

23.03.2020

Zahl der Arbeitslosen um 10 Prozent gestiegen

Die Coronavirus-Pandemie ist auch für Unternehmen und ArbeitnehmerInnen ein schwerer Schlag. Zwischen 9. und 22. März 2020 ist die offizielle Arbeitslosenzahl um 2.370 Personen gestiegen. Das ist um 10 Prozent höher als in der gleichen Periode im Vorjahr. In der Zeit der Pandemie können sich Betroffene über das Portal des Arbeitsamtes der Republik Slowenien, via E-Mail oder auf dem Postweg arbeitslos melden. Da noch nicht alle Anträge bearbeitet worden sind, geht das Arbeitsamt davon aus, dass die Zahlen weiter nach oben gehen werden.

23.03.2020

Prager Feuerwehr in angespannter Situation

Die Prager Feuerwehr befindet sich aktuell in einer sehr angespannten Situation. 13 Feuerwehrleute wurden positiv auf CoViD-19 getestet, weshalb sich weitere 100 in Quarantäne befinden. Da die Feuerwehrstationen trotzdem in allen drei Schichten voll besetzt sein müssen, wurden noch strengere gesundheitliche Maßnahmen eingeführt. Die Operationszentrale bleibt völlig isoliert und die jeweiligen Feuerwehrstationen werden noch intensiver desinfiziert, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern.​

23.03.2020

Tschechien: Zukunft der heurigen MaturantInnen ungewiss

Die Maturaprüfungen könnten erst drei Wochen nach der Wiedereröffnung der Schulen stattfinden. Sollten die Schulen jedoch bis 1. Juni 2020 geschlossen bleiben, werden laut Bildungsminister Robert Plaga (parteilos für ANO - JA) keine Prüfungen stattfinden. Die MaturantInnen erhalten dann statt eines Maturazeugnisses nur eine Durchschnittsnote in den jeweiligen Fächern, in denen sie maturieren wollten. Ferner widerlegte der Minister die Spekulationen, dass in den traditionellen Ferienmonaten im Juli und August unterrichtet werde.​

23.03.2020

Prag: Betrieb der E-Scooter eingestellt

Die Betreiberin der grünen E-Scooter in Prag, die Firma "Lime", gab kürzlich bekannt, ihren Betrieb aufgrund der aktuellen CoViD-19-Krise einstellen zu wollen. Die Scooter würden vor allem von TouristInnen genutzt, die sich derzeit nicht in der Stadt befinden. Da der Einsatz von E-Scootern in der Stadt umstritten ist, überraschte es nicht, dass sich die meisten PragerInnen über diese Entscheidung erfreut zeigten. "Lime" ließ jedoch auch verlautbaren, dass der Betrieb nach der Krise so schnell wie möglich wieder aufgenommen werde.​

23.03.2020

Volkstheater Sarajevo für Zuhause

Aufgrund der Coronakrise wird Kultur nun zunehmend digital. Am Samstag, dem 21. März, begann beispielsweise das Volkstheater von Sarajevo damit, Aufführungen über seinen YouTube-Kanal zu übertragen. Das Streamingangebot der Live-Auftritte wird wöchentlich veröffentlicht und der Link zum Ansehen der Aufführungen wird auf der offiziellen Website sowie auf dem Facebook- und Instagram-Kanal des Volkstheaters angeführt. Somit haben ZuschauerInnen die Möglichkeit, trotz der Ausgangsbeschränkung Theaterstücke zu erleben.​

23.03.2020

Bulgarien: Änderungen des Notstandsgesetzes in Kraft

Am 24. März 2020 trat in Bulgarien das geänderte Notstandsgesetz in Kraft. Die Abgeordneten des bulgarischen Parlaments stimmten für die Änderungen, die sich aus dem am 20. März eingelegten Veto von Staatspräsident Rumen Radev (parteilos) ergaben. Radev hatte sich gegen eine staatliche Regulierung der Preise, um Spekulationen entgegenzuwirken, ausgesprochen. Er hatte auch gegen strenge Strafen bei Verbreitung von Falschinformationen im Zusammenhang mit CoViD-19 plädiert, da dies, seiner Ansicht nach, die Redefreiheit beschränke. Ferner hielt Radev einige Anordnungen im Zusammenhang mit den Vollmachten der Streitkräfte für unannehmbar, befürwortete jedoch die Unterstützung der Armee bei der Krisenbewältigung.

23.03.2020

Bulgarien: Fernwärmepreise werden gesenkt

Die Fernwärmepreise in ganz Bulgarien werden ab dem 1. April 2020 zwischen 8 und 25 Prozent gesenkt, da der russische Gaslieferant "Gazprom" seinerseits die Preise gesenkt hat. Ferner wird "Gazprom" dem bulgarischen Gaslieferanten "Bulgargaz" über 150 Millionen Bulgarische Lewa (circa 75 Millionen Euro) zurückerstatten. Schätzungen des nationalen "Energie- und Wasserregulierungsausschusses" zufolge werden die Fernwärmepreise in Sofia mit 25,14 Prozent am stärksten nach unten gehen. In Vraza wird eine Preisreduzierung von circa 21 Prozent erwartet, gefolgt von Burgas, Veliko Tarnovo und Razgrad mit 16 Prozent. In Varna wird mit 8 Prozent die kleinste Preissenkung erwartet.

23.03.2020

Schiff aus Antike entdeckt

Nahe der archäologischen Fundstelle Viminatium wurde Mitte März 2020 ein Schiff, das voraussichtlich aus antiken Zeiten stammt, entdeckt. Es handelt sich um ein 15 bis 16 Meter langes Gefährt, das in der Nähe der einstigen Mündung des Flusses Mlava in die Donau im Zuge von Arbeiten an der Erweiterung des Tagebaus Drmno entdeckt wurde. Die ArchäologInnen werden in der kommenden Zeit feststellen, ob das Schiff eventuell aus der römischen Zeit stammt, da bei Viminatium die römische Flotte Classis Flaviae stationiert war.​

22.03.2020

Slowenien hilft Zagreb nach Erdbeben

​Als Soforthilfe nach dem schweren Erdbeben in Zagreb hat Slowenien eine Hilfslieferung gestartet. Bereits am Sonntag, dem 22. März 2020, wurden zehn vollausgestattete Zelte, 60 Feldbetten und 60 Schlafsäcke in die kroatische Hauptstadt transportiert. Laut dem slowenischen Verteidigungsminister Matej Tonin (NSi – Neues Slowenien) beträgt der Wert der Hilfslieferung rund 110.000 Euro. Auch die Stadtgemeinde Ljubljana hat ihrer Partnerstadt Zagreb 32 Zelte gespendet.​

22.03.2020

Sonderfahrten für Personal im Medizin- und Sicherheitsbereich

Nach der Stilllegung der öffentlichen Verkehrsmittel in Sarajevo ermöglicht die Regierung des Kanton Sarajevo Sonderfahrten für Angestellte im Medizin- und Sicherheitsbereich. Das Kommunalunternehmen für öffentlichen Verkehr "GRAS" und das Privatunternehmen "Centrotrans" stellen Busse zur Verfügung. Die PassagierInnen müssen sich während der Fahrt Schutzmasken aufsetzen und den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand einhalten. Jeder Bus ist mit Desinfektionsmitteln an den Eingangstüren ausgestattet. Beim Betreten des Busses müssen sich die Fahrgäste mit einer speziellen Fahrkarte ausweisen.

22.03.2020

Slowenien: erste Beatmungsgerät-Prototypen bereits im Testbetrieb

Eine Gruppe von führenden slowenischen IngenieurInnen und ExpertInnen arbeitet mit Hochdruck an der Entwicklung und Herstellung von Beatmungsgeräten. Die Beteiligten arbeiten an den Universitätskliniken in Ljubljana und Maribor, dem Technologische Park Ljubljana und dem Institut Jožef Stefan. In Slowenien sind zurzeit nur 168 Geräte vorhanden, das Gesundheitsministerium schätzt den gesamtslowenischen Bedarf auf 100 zusätzliche Geräte. Weil die Lieferfristen zwischen zwei und vier Monaten betragen, haben sich slowenische Fachleute entschieden, die Versorgung mit diesen lebensrettenden Geräten selbst in die Hand zu nehmen. Die ersten vielversprechenden Testläufe von Prototypen werden bereits seit Samstag, dem 21. März 2020, durchgeführt.

21.03.2020

Kroatien: Mindestlohn für PolitikerInnen in CoViD-19-Krise?

Inmitten der Krise rund um den ​Coronavirus fürchten viele kroatische BürgerInnen nun um ihre Arbeitsplätze. Allein letzte Woche verzeichnete das kroatische Arbeitsamt 3.000 neue Arbeitslose, die meisten davon in der Gastronomie. Nachdem das kroatische Parlament versprach, Mindestlöhne für die betroffenen​ ArbeitnehmerInnen sicherzustellen, kursiert in den Medien und der Öffentlichkeit nun die Idee, dass die kroatische Regierung, der Staatspräsident und die Parlamentsabgeordneten​ in den folgenden drei Monaten aus Solidarität ebenfalls einen Mindestlohn erhalten sollten. Diesen Vorschlag unterstützt auch der Vorsitzende der "Sozialdemokratischen Partei Kroatiens" (SDP)​​, Davor Bernardić. Davon ausnehmen sollte man jedoch den kroatischen Gesundheitsminister Vili Beroš (HDZ – Kroatische Demokratische Gemeinschaft​) ​und sein Team, die momentan sehr viel arbeiten würden, so Bernardić​. ​​​​Eine offizielle Stellungnahme der Regierenden steht noch aus.​

21.03.2020

Infrastrukturarbeiten in Belgrad werden fortgesetzt

Belgrads Oberstadtplaner Marko Stojčić (SNS – Serbische Fortschrittspartei) teilte Ende März 2020 mit, dass die Infrastrukturarbeiten in Belgrad ungeachtet der CoViD-19-Krise fortgesetzt werden. Auch die vorgegebenen Fristen für die Fertigstellung der laufenden Projekte, wie die Sanierung des Sava-Platzes und der Karađorđeva-Straße oder der Ausbau des Patriarch-Pavle-Boulevards, sollten eingehalten werden. Nur im Falle eines Regierungsbeschlusses über die Einstellung von allen Bauarbeiten, könnte es zu einer Verschiebung der Fertigstellungsfristen kommen, so Oberstadtplaner Stojčić.​

20.03.2020

Tender für Autobahnprojekt veröffentlicht

Die chinesische Firma "Shandong International Economic and Technical Cooperation Group" (CSI) veröffentlichte am 20. März 2020 einen Tender für die Erstellung eines Projektentwurfs für die Autobahn Belgrad-Zrenjanin-Novi Sad. Auf dieser Autobahntrasse sollen 12 Autobahnkreuze, drei Brücken sowie eine Bahnbrücke errichtet werden. Die Frist für die Einreichung der Angebote ist der 15. April 2020.

20.03.2020

Budapest: neue Maßnahmen gegen CoViD-19

Die Budapester Stadtverwaltung ergreift weitere Maßnahmen gegen die Coroanvirus-Pandemie. Darüber sprach Oberbürgermeister Gergely Karácsony (Párbeszéd – Dialog) im Rahmen einer Facebook-Pressekonferenz. Die Stadt Budapest wird 1 Million Schutz- und 5 Millionen Operationsmasken bereitstellen, die auch den BürgerInnen zur Verfügung gestellt werden. Verhandlungen laufen sowohl mit der Regierung als auch mit verschiedenen HerstellerInnen. Mehrere große Einkaufszentren wurden gebeten, ihre Parkplätze gratis oder gegen eine geringe Gebühr für die BudapesterInnen zugänglich zu machen. Klein- und Mittelbetriebe, die ihre Geschäftslokale von der Stadt mieten, müssen für den Zeitraum von März bis Juni keine Miete zahlen. Sollten sie ihre Angestellten behalten, sind weitere Vergünstigungen in Aussicht gestellt worden. Vizeoberbürgermeister Gábor Kerpel-Fronius (Momentum) hat eine neue Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die für die Koordinierung der Spenden von der Bevölkerung an Bedürftige zuständig ist. Die Stadt Budapest betreibt außerdem ab 21. März ihre eigene Coronavirus-Website, auf der neben den hauptstädtischen auch die von der Regierung ergriffenen Maßnahmen abgerufen werden können.​​​

20.03.2020

Polen ruft Epidemie-Zustand aus

Am Freitag, den 20. März 2020, hat der polnische Premierminister, Mateusz Morawiecki (PiS - Recht und Gerechtigkeit) für ganz Polen den Epidemie-Zustand ausgerufen. Das ist der nächste Schritt der polnischen Regierung angesichts der steigenden Zahl von Coronavirus-Fällen. Dies bedeutet unter anderem, dass das Gesundheitsministerium medizinischem Personal und anderen Personen Aufgaben im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus zuweisen könnte. Zu den bereits seit dem 13. März geltenden Beschränkungen kamen weitere Verschärfungen hinzu. Die Schließung von Kindergärten, Schulen und Universitäten wurde bis Ostern verlängert. Die Strafe bei Nicht​einhaltung einer Quarantäne wurde von bislang 5.000 Polnischen Złoty (1.190 Euro) auf nunmehr 30.000 Polnische Złoty (7.143 Euro) erhöht.​

20.03.2020

Wechsel an Staatsspitze

Heute, am 20. März 2020, übernimmt Šefik Džaferović (SDA-Partei der demokratischen Aktion) den Vorsitz im dreiköpfigen Staatspräsidium Bosnien-Herzegowinas. Der bosniakische Politiker steht somit für die nächsten acht Monate an der Spitze des Präsidiums und wird demnach am 20. November vom serbischen Präsidiumsmitglied Milorad Dodik (SNSD-Union der unabhängigen Sozialdemokraten) abgelöst. In den vergangenen acht Monaten hatte das kroatische Mitglied Željko Komšič (DF-Demokratische Front) diese Position inne.

20.03.2020

Sofia reagiert auf CoViD-19

Die "Sofioter Ärztekammer" verlangt vom nationalen Krisenstab die sofortige Sperrung der bulgarischen Hauptstadt, die Einführung einer Ausgangssperre und weitere Einschränkungen der Bewegungsfreiheit. Ursache hierfür sei, dass viele Menschen die Quarantäne und die eingeführten Einschränkungen nicht einhalten würden. Im öffentlichen Verkehr in Sofia werden die Tickets kontrolliert, jedoch werden bis auf weiteres keine Strafen für das Schwarzfahren verhängt. Die Personen, die ohne Fahrschein angetroffen werden, müssen ein Ticket von den KontrolleurInnen erwerben.

20.03.2020

Zagreber Gemeinderat organisiert Sitzung im Schatten von CoViD-19

​Der Zagreber Gemeinderat organisierte gestern, am 19. März 2020, seine regelmäßige Sitzung. Obwohl bis zuletzt über eine Absage nachgedacht wurde, fand die Sitzung statt. Die Sitzung wurde unter strengen Vorkehrungen organisiert und mit viel weniger anwesenden GemeinderätInnen durchgeführt. Der Gemeinderat verabschiedete im Schnelldurchlauf zahlreiche Beschlüsse, darunter auch mehre Maßnahmen zur Unterstützung von KMU, die von der CoViD-19 Krise betroffen sind.

20.03.2020