City News


Aktuelle Informationen aus unseren Dialogstädten, zweimal wöchentlich knapp zusammengefasst

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Schweizer Unternehmen eröffnet Fabrik in Svilajnac

​Das Schweizer Unternehmen Regent, das Beleuchtungskörper herstellt, hat gestern eine neue Fabrik in der serbischen Stadt Svilajnac eröffnet. Die erste Anlage verfügt über 6.300 Quadratmeter und beschäftigt 100 ArbeiterInnen. Die Eröffnung einer weiteren Anlage derselben Größe ist geplant, sowie die Einstellung von weiteren 150 ArbeiterInnen. Für Regent ist es die erste Produktionsstätte außerhalb der Schweiz. In den ersten vier Jahren der Geschäftstätigkeit soll das Unternehmen vier Millionen Euro investieren. Heuer wurden bereits zwei Fabriken in der Industriezone in Svilajnac errichtet, seit 2011 bereits dreizehn.​

21.9.2021

SaisonarbeiterInnen in Serbien fürchten um Arbeitsrechte wegen Gesetzesentwurfs

​Organisationen, die um die Initiative "Ich lebe auch außerhalb der Saison" versammelt sind, fordern die Regierung Serbiens auf, den Gesetzesentwurf zum Arbeitsengagement zurückzuziehen. Die InitiatorInnen sind der Ansicht, dass der Gesetzesentwurf "unnötig" sei, da man für die vorgesehenen Jobs auch Verträge anwenden kann, welche das Arbeitsgesetz vorsieht, wodurch den ArbeitnehmerInnen mehr Schutz gewährleistet werden würde. Der Gesetzesentwurf umfasst nicht nur Saisonarbeit, sondern auch Jobs in den Bereichen Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Dienstleistungen, Beherbergung, Gastronomie, Tourismus und viele andere. Durch die Verabschiedung des neuen Gesetzes werden all diese ArbeitnehmerInnen Rechte verlieren, die ihnen das Arbeitsgesetz garantiert, so steht es in der Mitteilung der Initiative.

21.9.2021

Vorwahl der Opposition in Ungarn beginnt mit Cyberattacke

Am 18. September 2021 hat die Vorwahl der Opposition in Ungarn begonnen. Fünf Personen kandidieren für den MinisterpräsidentInnenposten, darunter auch der Budapester Oberbürgermeister Gergely Karácsony (Párbeszéd – Dialog). Außerdem können KandidatInnen für Abgeordnetenposten gewählt werden. Abgestimmt wird online oder persönlich in Wahlzelten. Gleich am ersten Wahltag wurde jedoch das Online-Abstimmungssystem gehackt, es war zwei Tage lang nicht verfügbar. Obwohl noch unklar ist, wer dafür verantwortlich ist, gab der Oberbürgermeister bekannt, dass die Cyberattacke von China aus durchgeführt wurde. Die Stimmabgabefrist wurde wegen der Zwangspause um zwei Tage bis zum 28. September verlängert. Die Oppositionsparteien überlegen die Erstattung einer Strafanzeige gegen unbekannt.​

21.9.2021

Erfolgreiche erste Woche von kroatischer Online-Volkszählung

Seit 13. September 2021 läuft die erste Phase der Volkszählung. Es ist die erste Zählung in Kroatien seit 2011. In den ersten zwei Wochen können die kroatischen Bürgerinnen und Bürger den Fragebogen über das E-Governmentportal des Kroatischen Amtes für Statistik selbst beantworten. In der ersten Woche nutzten dieses Angebot bereits rund 600.000 Personen. Unter den kroatischen Gespanschaften führend ist die Stadt Zagreb, wo rund 172.000 Personen in den ersten sieben Tagen der Volkszählung registriert wurden. Das Angebot kann noch bis einschließlich 26. September 2021 genutzt werden. Danach werden rund 8.000 Angestellte die kroatischen Haushalte aufsuchen, um den Fragebogen manuell auszufüllen. Diejenigen, die die Umfrage bereits erledigt haben, müssen lediglich eine Nummer angeben. In den vergangenen Tagen wurde wegen der weiter steigenden Infektionszahlen zudem beschlossen, dass die Angestellten des Statistikamtes einen 3G-Nachweis vorweisen müssen. Die Volkszählung soll bis 10. Oktober 2021 laufen.​

21.9.2021

Sprachkurs-Anbieter Babbel geht an die Frankfurter Börse

​Die Berliner Babbel Group will an die Frankfurter Börse. Nachdem das Unternehmen seit 2007 relativ kontinuierlich Umsätze und Angebote steigerte, kam im Frühjahr 2020 mit der Covid​-Pandemie ein exponentieller Aufschwung von NeukundInnen. Der Umsatz konnte sich schnell verdrei- bis verfünffachen. Die Aktienplatzier​ung soll voraussichtlich bis Ende des Jahres über die Bühne gehen. Die geplanten Einnahmen von rund 180 Millionen Euro sollen unter anderem zum Ausbau des Unternehmensgeschäfts und zur Beschleunigung der internationalen Expansion verwendet werden. Der Sprachlernanbieter hat im Rahmen seines IPOs (Initial Public Offering), also der erstmaligen Ausgabe von Unternehmensanteilen an der Börse, die Preisspanne auf 24 bis 28 Euro je Aktie festgelegt. Das entspricht umgerechnet einer Marktkapitalisierung von bis zu 1,265 Milliarden Euro. ​​​Bereits im Sommer bereitete der größte Konkurrent Duolingo den Weg für einen erstmaligen Börsengang. Das US-amerikanische Unternehmen wurde dabei mit einer Marktkapitalisierung von rund 6,5 Milliarden US-Dollar bewertet​.


20.9.2021

Zukunftsmuseum Futurium in Berlin mit Luigi Micheletti Preis ausgezeichnet

​Das Berliner Zukunftsmuseum Futurium ist mit dem Luigi Micheletti Preis der European Museum Academy ausgezeichnet worden.​ Das Futurium präsentiere große zukünftige Herausforderungen auf eine verblüffende, ideologisch neutrale Weise, erklärte die Jury bei der Bekanntgabe der PreisträgerInnen am Samstagabend in Den Haag. Jedes Land sollte sein eigenes Futurium haben. ​Die European Museum Academy ist eine Stiftung mit Sitz in Den Haag, in der 44 Länder vertreten sind. Sie will die Entwicklung von Museen als Instrumente der sozialen Veränderung fördern.​​

20.9.2021

Berlin ist offiziell Regenbogenhauptstadt

​Berlin ist jetzt offiziell Regenbogenhauptstadt und Freiheitszone für homosexuelle, bisexuelle, transsexuelle, intersexuelle und alle queeren Menschen. Das hat das Berliner Abgeordnetenhaus in seiner letzten Sitzung vor den Berlin-Wahlen beschlossen. Das Abgeordnetenhaus stellt sich damit vor die Menschen, die anderswo in Europa bedroht werden. Das Abgeordnetenhaus fordert den Senat auf, überall aktiv gegen Homophobie vorzugehen und das Gespräch mit Moskau, Budapest und Warschau zu suchen. Die Abgeordneten verurteilen das Vorgehen der Regierungen in Polen und Ungarn gegen die Rechte von LGBTIQ​, mit dem die Charta der Grundrechte der Europäischen Union und die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte eindeutig missachtet werden. So steht es in dem Antrag, der bereits am Donnerstag in der letzten Sitzung vor der Sommerpause beschlossen wurde. Als Zeichen dafür werde künftig am Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Trans- und Interfeindlichkeit (IDHOBIT) am 17. Mai 2021 und während des Pride-Monats die Regenbogenflagge vor dem Abgeordnetenhaus gehisst, heißt es weiter.

20.9.2021

Neues Kongresszentrum auf dem Hungexpo-Gelände in Budapest

Innerhalb von zwei Jahren wurde Budapests Messegelände "Hungexpo" modernisiert. Im Rahmen des Megaprojekts wurde auch ein 25.000 Quadratmeter großes Konferenzzentrum mit einem riesigen Plenarsaal gebaut. Für künftige Konferenzen und Messen wurden auch eine neue Empfangshalle und moderne Ausstellungsräume errichtet. Die Räumlichkeiten sind mit der modernsten Technik ausgestattet. Das Projekt hat 155,80 Millionen Euro gekostet und wurde unter Aufsicht von Budapest-Staatssekretär Balázs Fürjes (parteilos) fertiggestellt.

20.9.2021

Ungarische Hauptstadt fördert Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Privatwirtschaft

Am 20. September 2021 wurde in Budapest von Oberbürgermeister Gergely Karácsony (Párbeszéd – Dialog) eine neue Plattform zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Privatwirtschaft vorgestellt. "Budapest Global" ist ein politisch unabhängiges Fachgremium, das die nachhaltige Zusammenarbeit zwischen der Budapester Verwaltung, den privaten Budapester Unternehmen und den Wissenszentren fördern soll, damit die Stadt die Herausforderungen der Zukunft schneller und effizienter bewältigen kann. Unternehmen wie der Flughafenbetreiber Budapest Airport, IKEA, die Ölgesellschaft MOL und Vodafone haben sich der Initiative bereits angeschlossen.​

20.9.2021

Mehr SoldatInnen an der polnisch-belarussischen Grenze

​Am 19. September 2021 wurden die Leichen von drei Flüchtlingen an der polnisch-belarussischen Grenze entdeckt. Am Montag, den 20. September, haben der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki, (PiS - Recht und Gerechtigkeit) und der Minister für Inneres und Verwaltung, Mariusz Kamiński (PiS) erklärt, dass die Flüchtlinge, die die Grenze nach Polen überquert hätten, unterkühlt wären und drei von ihnen gestorben seien. Acht Menschen wurden gerettet. Da die polnische Regierung einen Ansturm an der polnisch-belarussischen Grenze erwartet, werden in der Region Militär- und Sicherheitskräfte verstärkt. In den kommenden Tagen werden rund 500 SoldatInnen eingesetzt, um die Grenzen zu sichern.

20.9.2021

EU verhängt Geldstrafe gegen Polen wegen Kohleabbau in Turów

Am 20. September 2021, hat der Europäische Gerichtshof eine Geldstrafe gegen Polen wegen Verzögerung bei der Umsetzung des Urteils des Europäischen Gerichtshofes zum Stopp des Braunkohleabbaus in Turów verhängt. Polen muss 500.000 Euro pro Tag Verzögerung an die EU zahlen. Im Rahmen des Rechtsstreits mit der Tschechischen Republik war Polen gezwungen, vorläufige Maßnahmen zu ergreifen, um den Betrieb im Braunkohle-Tagebau in Turów im Dreiländereck Tschechien-Polen-Deutschland sofort einzustellen. Polen hat sich nicht an das Urteil gehalten, und soll jetzt für jeden weiteren Tag des Betriebs eine S​trafe zahlen. Die Geldstrafe bleibt so lange in Kraft, bis Polen der Entscheidung, die Arbeiten in der Mine einzustellen, nachkommt.

20.9.2021

Ausgezeichnete Wirtschaftsaussichten für Slowenien

Das Amt für makroökonomische Analysen und Entwicklung (UMAR) hat die Wirtschaftsprognosen für Slowenien nach oben korrigiert. Das slowenische Bruttoinlandsprodukt (BIP) soll heuer um 6,1 Prozent wachsen. Für das Jahr 2022 rechnet UMAR mit einem BIP-Wachstum von 4,7 Prozent. Positiv sind auch die Aussichten für den Arbeitsmarkt. Die Zahl der registrierten Arbeitslosen soll von 85.000 Personen im Vorjahr bis Ende des Jahres auf 75.400 Personen sinken. Bereits 2022 sollen nur noch 67.800 Personen als arbeitssuchend gemeldet sein.​​​


20.9.2021

Laut Meinungsumfrage würde die Opposition in Slowenien die Wahlen für sich entscheiden

Laut der September-Meinungsumfrage der Agentur Mediana ist die Partei von Premier Janez Janša, die Slowenische Demokratische Partei (SDS), weiterhin die beliebteste Partei Sloweniens. Diese genießt unter WählerInnen mit 18,4 Prozent der Stimmen die größte Unterstützung. Es folgen die oppositionellen SozialdemokratInnen (SD) mit 13,3 Prozent, die Linke (Levica) mit 9,2 Prozent und die Liste Marjan Šarec (LMŠ) mit 8,9 Prozent. Die Vier-Prozent-Hürde würde auch der Koalitionspartner Neues Slowenien (NSi) mit 5,3 Prozent überspringen. Die aktuelle Regierungskoalition würde sich aber bei Neuwahlen nur 36 von 90 möglichen Mandaten sichern können und müsste in die Opposition wechseln. 69,3 Prozent der Befragten bewerten die Arbeit der Regierung als negativ.  ​


20.9.2021

Kritik an Umgang der Stadt Prag mit Drogenkonsum

Die Probleme mit dem Drogenkonsum in der tschechischen Hauptstadt nehmen zu. Besonders schlecht ist aktuell die Situation in der FußgängerInnenzone Anděl im 5. Prager Bezirk. In den Parks in der Nähe halten sich viele Drogenkonsumierende auf, die Grünanlagen sind häufig verschmutzt. Bezirksbürgermeisterin Jana Černochová (ODS - Bürgerdemokratische Partei) geht so weit, zu sagen, dass einige Stadtteile unbewohnbar geworden sind. Obwohl der Prager Stadtregierung die Problematik bekannt ist, werden keine entsprechenden Schritte gesetzt. Die Bezirke selbst haben jedoch keine Möglichkeit, die Drogenabhängigen des Ortes zu verweisen und zahlen stattdessen private Überwachungsagenturen aus eigenen Budgets. Es gibt auch keine Verordnung, die den intravenösen Drogenkonsum in der Öffentlichkeit verbieten würde. Da vom Magistrat keine Hilfe kommt, haben sich nun der 1., 2. und 5. Prager Bezirk zusammengeschlossen und fordern eine Gesetzesänderung, die den Bezirken die Befugnis gibt, das Problem selbst zu regeln. Dies kann jedoch erst nach den bevorstehenden Parlamentswahlen im Oktober 2021 erfolgen.

20.9.2021

So viele Briefwahlanträge wie nie zuvor bei Berlin-Wahl

​Die Berliner Bezirkswahlämter haben bisher rund 910.000 Wahlzettel für die Briefwahl ausgestellt, das entspricht 37 Prozent der Wahlberechtigten in Berlin. Damit haben deutlich mehr Menschen die Briefwahl beantragt als bei der Bundestagswahl 2017 mit insgesamt 686.000 Wahlzettel. Gründe bezüglich der Zunahme an Briefwahlanträgen sieht die Berliner Wahlleitung einerseits in der Corona-​Pandemie, wegen der viele Menschen den Gang in ein Wahllokal vermeiden wollen. Zudem findet am Wahltag zeitgleich ein Marathon statt, der es für viele Wahlberechtigte schwer machen könnte, ihr Wahllokal zu erreichen. Als dritten Grund wird die Menge der Stimmzettel genannt: Bis zu fünf Stimmzettel müssten die Berliner Wahlberechtigten ausfüllen.

19.9.2021

Verringerung des Lohngefälles zwischen Frauen und Männern in Slowenien

Das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen hat sich in Slowenien im Jahr 2020 nach vorläufigen Daten des statistischen Amtes leicht verringert. Es betrug 2,2 Prozent, was um 3,6 Prozentpunkte weniger als 2019 ist. Das durchschnittliche monatliche Nettogehalt in Slowenien betrug voriges Jahr 1.252 Euro, was 5,4 Prozent mehr als 2019 sind. Das durchschnittliche monatliche Nettogehalt von Männern lag 0,7 Prozent über dem Durchschnitt und betrug 1.261 Euro, während das durchschnittliche monatliche Nettogehalt von Frauen um 0,8 Prozent unter dem Durchschnitt lag und 1.242 Euro erreichte.​


19.9.2021

Ballettfest zum zwölften Mal in Sarajevo

​Eröffnet wurde das Ballettfestival mit der Fotoausstellung "Neues Format" über große Namen des bosnisch-herzegowinischen Balletts von Katarina Kocka und Antun Marinić in der Sarajevoer Galerie "Novi Hram" ("Neuer Tempel"). Die einzigartigen Schwarz-Weiß-Fotos im Großformat, einige fast in Naturgröße, veranschaulichen die Tanzdynamik und die Bewegungen der TänzerInnen. Auf dem Youtube-Kanal des Festivals werden Online-Aufführungen der Bitef Dance Company aus Serbien sowie der Ballett-Ensembles SNG Maribor aus Slowenien und HNK Split aus Kroatien gezeigt. Im Sarajevoer Nationaltheater werden die Aufführungen "Chopin, Carte Blanche" und "Peter Iljitsch Tschaikowski" des Tanztheaters Ekaterinburg aus Russland veranstaltet, die den Dialog der Tanzkunst zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert abbilden.

19.9.2021

Europäische Mobilitätswoche in Sarajevo

Die Stadt Sarajevo hat gemeinsam mit dem Verkehrsministerium des Kantons Sarajevo, dem Infozentrum der Europäischen Union in Bosnien-Herzegowina und der IngenieurInnenvereinigung für Verkehr und Kommunikationen ein reiches Programm in der Mobilitätswoche vorbereitet. Gemeinsam mit mehreren Sharingservice-Anbietern sowie VertreterInnen des privaten und Nichtregierungssektors soll die urbane und klimafreundliche Mobilität unterstützt werden.​ Unter anderem werden Gratisfahrten mit dem Zug auf der neu eingeführten Zuglinie Sarajevo-Hadžići angeboten und die beliebteste Promenade "Vilsonovo šetalište" wird am 21. September für den Verkehr geschlossen. Parallel zu diesen Aktivitäten arbeitet das Verkehrsministerium des Kantons Sarajevo kontinuierlich an der Verbesserung der Qualität des öffentlichen Verkehrs durch die Beschaffung von neuen O-Bussen und Straßenbahnen sowie durch Schienensanierung.​

19.9.2021

Spaziergänge und Radfahrten in Belgrader Innenstadt bei Europäischer Mobilitätswoche

​Anlässlich der Europäischen Mobilitätswoche wurden in Belgrad Spaziergänge und Radfahrten durch die Stadt organisiert. Die Innenstadt war am 19. September 2021 vom Platz der Republik bis zum Platz Slavija von 7 bis 17 Uhr für den Verkehr gesperrt. Es gab außerdem ein vielfältiges Kultur- und Bildungsprogramm für Kinder und Erwachsene, sowie Umweltworkshops für Kinder und kostenlose Fahrradreparaturen. Schließlich wurden auch die GewinnerInnen des Fotowettbewerbs "Nachhaltige Mobilität für ein gesunderes Leben" preisgekrönt.

18.9.2021

Rund 1.000 Menschen feiern bei der "Belgrade Pride 2021"

Am Samstag fand die Belgrader Regenbogenparade "Belgrade Pride 2021" im Stadtzentrum statt. Der diesjährige Slogan der Parade lautete "Liebe ist Gesetz". Damit wollten die OrganisatorInnen und TeilnehmerInnen auf ihr Hauptanliegen hinweisen, nämlich auf die Verabschiedung des Gesetzes über gleichgeschlechtliche Partnerschaften. Nach dem Spaziergang durch das Stadtzentrum haben im Park "Manjež" Auftritte verschiedener MusikerInnen stattgefunden. Die Parade 2019 sei ein Wendepunkt gewesen und heute seien die Paraden viel sicherer, erklärte Brankica Janković, serbische Beauftragte für Gleichberechtigung.


18.9.2021

"Pakt der freien Städte" von mehreren Großstädten in Budapest unterzeichnet

Weltweit 20 Städte, darunter auch die Stadt Wien, haben den von Budapest, Bratislava, Prag und Warschau im Jahr 2019 gegründeten "Pakt der freien Städte" am 16. September 2021 in Budapest unterzeichnet. Der Pakt steht in erster Linie für Demokratie, freie Wahlen, gegen die Aushöhlung der Rechtsstaatlichkeit sowie populistischen Nationalismus. Unterzeichnet haben unter anderem die BürgermeisterInnen von Amsterdam, Barcelona, Ljubljana, Zagreb, London und Frankfurt. Der BürgermeisterInnen-Gipfel hat im Rahmen des Budapest Forums stattgefunden, einer internationalen Konferenz, die die Stadt Budapest von 16. bis 17. September ausgetragen hat. Das Ziel des Forums war, strategisch-politische Alternativen für einen nachhaltigen, demokratischen und gerechten Wandel der Städte vorzuschlagen. Die Konferenz soll künftig jedes Jahr stattfinden.

18.9.2021

Tragischer Vorfall in der "weißen Zeltstadt" in Warschau

​Am 18. September 2021 ist es während der Pressekonferenz der VertreterInnen der Gesundheitsberufe, die in der "weißen Zeltstadt" in der Nähe der Präsidentschaftskanzlei seit einer Woche protestieren, zu einem tragischen Vorfall gekommen. Ein 94-jähriger Mann hat sich das Leben genommen und einen Abschiedsbrief hinterlassen, in dem er die Gründe für seine Entscheidung dargelegt hat. Darin hat er unter anderem erklärt, dass er mit seiner Tat gegen den Streik der MedizinerInnen protestiere, den er für politisch halte. Angesichts der Tragödie, die sich ereignet hat, haben die Protestierenden beschlossen, die Formel für die Aktion "weiße Zeltstadt" in "stiller Bereitschaftsdienst" zu ändern. Sie halten sich nach wie vor in der "weißen Zeltstadt" auf, allerdings werden alle medizinische Beratungsgespräche eingestellt und die PatientInnen nicht mehr in Form von Vorträgen über das Gesun​dheitssystem aufgeklärt.

18.9.2021

Neue S-Bahnverbindungen in Prag geplant

Eine neue S-Bahnverbindung soll den 9. und den 5. Prager Bezirk verbinden. Auf der neuen Strecke sollen künftig zwei Linien verkehren, die S61 vom Stadtteil Smíchov bis zum Stadtteil Běchovice und die S71 von Radotín nach Běchovice. Auf der 6,6 Kilometer langen Strecke sollen drei Stationen entstehen. Ziel ist es, die Fahrzeit zwischen den beiden Stadtteilen, die auf den gegenüberliegenden Moldau-Ufern liegen, wesentlich zu verkürzen. Die Stadt Prag wartet nun auf die Ergebnisse der Umweltverträglichkeitsprüfung. Sollte diese positiv ausfallen, könnten die ersten Fahrgäste auf der neuen Strecke bereits 2024 befördert werden.

18.9.2021

Sanierung der Libeňský-Brücke in Prag rückt näher

Ursprünglich sollte die Libeňský-Brücke, die die längste in Prag ist und den 7. und 8. Prager Bezirk verbindet, abgerissen werden. Die aktuelle Stadtregierung entschied jedoch im Jahr 2019, der Brücke noch eine Chance zu geben und sie komplett sanieren zu lassen. Zwei Jahre später hat die Stadt nun die Namen der zwei GewinnerInnen der Tendervergabe, die in der engsten Wahl sind, veröffentlicht. Es handelt sich um das Bauunternehmen "Metrostav", das ein Angebot in Höhe von 86 Millionen Euro gelegt hat, und um das Konsortium "Strabag, Eurovia, SMP CZ und Pragoprojekt", das für die Arbeiten 143 Millionen Euro veranschlagt. Wichtiges Kriterium bei der Sanierung ist jedoch unter anderem auch die Dauer der Arbeiten, die den Verkehr auf der Brücke direkt beeinträchtigen werden. Diese variiert bei den zwei Unternehmen gewaltig. Beim ersten Unternehmen wäre die Brücke wegen Bauarbeiten 365 Tage außer Betrieb und beim zweiten sogar 480 Tage. Das städtische Unternehmen "Technische Verwaltung der Straßenwege" gab an, die finale Entscheidung noch bis Ende des Jahres zu treffen.

18.9.2021

Beschaffungs-Affäre im Institut für öffentliche Gesundheit des Teillandes Srpska

​Branislav Zeljković, Leiter des Instituts für öffentliche Gesundheit des Teillandes Srpska, wird des Amtsmissbrauchs in zwei Fällen verdächtigt. Laut Angaben der Staatsanwaltschaft des Teillandes Srpska soll er dem Architekturbüro "Procontrol" und der Reiseagentur "Travel for fun" Gewinne in Höhe von circa 400.000 Euro verschafft haben. Der Vorwurf lautet auf Diebstahl von Mitteln aus dem Budget des Teillandes Srpska. Zeljković soll über diese Pirvatfirmen Masken, medizinische Schutzanzüge und andere medizinische Schutzausrüstung auf illegale Weise bestellt haben. Dabei waren beide Firmen für die Teilnahme an einer Ausschreibung nicht qualifiziert und verfügten über keine Importlizenz für medizinische Mittel seitens der Arzneimittelagentur Bosnien-Herzegowinas. Zeljković soll auch keine Auftragskontrolle durchgeführt haben, weswegen Waren ohne medizinische Deklaration und Zertifikate geliefert wurden.

18.9.2021

Verhüllung des Pariser Triumphbogens durch bulgarischen Künstler Christo

Die Sofioter Galerie Vivacom Art Hall hat am 18. September 2021 die offizielle Eröffnung des letzten Projekts "Die Verhüllung des Triumphbogens" Christos, dem bulgarischen Künstler, live ​​​übertragen. "Der Triumphbogen soll im Wind lebendig werden und das Licht reflektieren, die Falten sollen sich bewegen und die Oberflächen des Denkmals sinnlich werden", so beschrieb Christo einst sein Vorhaben. Hristo Javaschev, wie sein richtiger Name ist, hat es 1961 nach Paris verschlagen und seitdem fühlte er sich vom Triumphbogen stark angezogen. Sechzig Jahre später und nach zweimonatigen Installationsarbeiten am Triumphbogen ist das Pariser Wahrzeichen verhüllt und verschnürt - und ein Lebensprojekt des Künstlerpaars Christo und Jeanne-Claude in Erfüllung gegangen. Christos Neffe, Vladimir Yavachev, der erstmals mit 17 Jahren Christo als Assistent diente, leitete und überwachte das Verhüllungsprojekt. Die temporäre Kunstinstallation kann bis zum 3. Oktober 2021 in Paris bestaunt werden.

18.9.2021

Erste Auslandsreise des Zagreber Bürgermeisters

​Der Zagreber Bürgermeister Tomislav Tomašević (M – Wir können's!) hat seine erste Auslandsreise nach seiner Amtsübernahme Anfang Juni 2021 absolviert. Bürgermeister Tomašević nahm am "Budapest Forum 2021" teil, das am 16. und 17. September 2021 in der ungarischen Hauptstadt stattfand. Im Rahmen der Konferenz ist Tomašević im Namen der Stadt Zagreb auch dem "Pakt der freien Städte" beigetreten. Die Städtegemeinschaft wurde 2019 von den Bürgermeistern der "Višegrad-Staaten" gegründet, die auf diese Weise ein Zeichen gegen ihre nationalistischen Staatsregierungen setzen wollten. In der Zwischenzeit sind dem Pakt zahlreiche weitere europäische Städte beigetreten.

18.9.2021

Europäische Mobilitätswoche 2021 in Zagreb

Auch heuer nimmt die Stadt Zagreb von 16. bis 22. September an der Europäischen Mobilitätswoche teil. Unter dem Motto "Nachhaltig unterwegs sein und gesund bleiben" liegt ein besonderer Fokus der diesjährigen Kampagne auf der Gesundheit. Mit mehr als 100 Aktionen und Veranstaltungen sollen die EinwohnerInnen der kroatischen Hauptstadt dazu ermutigt werden, sich für klimafreundliche Fortbewegungsmittel zu entscheiden. So findet etwa am letzten Tag der Mobilitätswoche eine traditionelle Radtour durch die Zagreber Straßen mit dem Ziel statt, Toleranz und Höflichkeit im Verkehr zu fördern. Der Zagreber Bürgermeister Tomislav Tomašević (M – Wir können's!) rief die EinwohnerInnen auf, öfter zu Fuß zu gehen, Rad zu fahren oder Öffis zu nutzen und erklärte, man wolle in den nächsten Jahren die städtische Infrastruktur hinsichtlich nachhaltiger Mobilität verbessern. Neben Zagreb beteiligen sich heuer sieben weitere kroatische Städte an der europaweiten Initiative.​

18.9.2021

54. Internationales Puppentheaterfestival in Zagreb

Am 17. September 2021 wurde im Zagreber Kulturzentrum Travno vor versammeltem Publikum das internationale Puppentheaterfestival PIF feierlich eröffnet. Neben Theatern aus Kroatien nehmen an dem siebentägigen Festival auch Theater aus Bosnien-Herzegowina, Tschechien, Bulgarien, Polen, Deutschland, Rumänien und der Slowakei teil. Im Rahmen der Veranstaltung erwarten das Publikum rund zwanzig Theateraufführungen, sechs Workshops, zwei Ausstellungen, eine Buchpräsentation und vier Filmvorführungen. Der Zagreber Vizebürgermeister Luka Korlaet (M – Wir können's!) hat anlässlich der feierlichen Eröffnung betont, dass das internationale Festival eine der langlebigsten Zagreber Veranstaltungen sowie ein Symbol der kroatischen Hauptstadt sei. Das Festival erfülle eine der wichtigsten Aufgaben überhaupt, und das sei die Erziehung neuer Generationen von TheaterbesucherInnen und LiebhaberInnen der Theaterkunst. Die internationalen Puppentheatertage finden bis 23. September 2021 an mehreren Veranstaltungsorten statt.​

18.9.2021

Legendärer serbischer Basketballtrainer ist tot

Dušan Ivković, einer der erfolgreichsten und einflußreichsten europäischen Basketballtrainer aller Zeiten ist tot. Ivković starb in Belgrad im Alter von 78 Jahren. Der serbische Trainer hatte in seiner Karriere 20 Vereinstrophäen und sechs Medaillen bei Olympischen Spielen sowie Welt- und Europameisterschaften mit dem jugoslawischen und serbischen Männerteam gewonnen. Im Jahr 2017 wurde er für seine Verdienste um die Bekanntmachung des Basketballsports und die erzielten Erfolge vom Internationalen Basketballverein (FIBA) in die "Hall of Fame" aufgenommen. Die serbische sowie die internationale Basketball-Öffentlichkeit trauert um Dušan Ivković, der am 21. September 2021 am Neuen Friedhof in Belgrad beigesetzt wird. Die Gedenkfeier wird am 20. September im Serbischen Nationalparlament stattfinden.

17.9.2021