City News


Aktuelle Informationen aus unseren Dialogstädten, zweimal wöchentlich knapp zusammengefasst

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Zwei neue Impfzentren in Belgrad

Belgrads Vizebürgermeister Goran Vesić (SNS – Serbische Fortschrittspartei) hat die Einrichtung von zwei neuen Impfzentren gegen CoViD-19 angekündigt. Neben dem bereits in Betrieb genommenen Impfzentrum in der Halle 11 der Messe Belgrad soll ein weiteres Impfzentrum in Halle 3 eröffnet werden. Des Weiteren ist ein Impfzentrum in der Sporthalle "Ranko Žeravica" im Bezirk Novi Beograd geplant. Diese Impfzentren sollen in vier bis fünf Tagen eingerichtet werden. Ab Samstag sollen bei Halle 11 der Messe Belgrad Zelte aufgebaut werden, wo alle Impfwilligen mit Tee oder Wasser versorgt werden können, während sie auf die Impfung warten.

22.1.2021

Serbien verhandelt mit Russland über Impfstoffproduktion

Serbien hat Verhandlungen über die Erzeugung des russischen CoViD-19-Impfstoffs Sputnik V am Belgrader Virologie- und Immunologie-Institut "Torlak" begonnen, bestätigte Serbiens Minister für Innovationen und Technologieentwicklung Nenad Popović (SNP – Serbische Volkspartei). Der russische Konzern "Generium" habe sich für einen Technologietransfer und die Einschulung von serbischen ExpertInnen zur Erzeugung des Impfstoffs bereit erklärt. Bislang konnte ein Protokoll unterzeichnet werden, das weitere Schritte bei diesem Vorhaben definiert.

22.1.2021

Deutlich mehr Elektro- und Hybrid-Autos zugelassen

In 2020 ist in Berlin die Zahl neuzugelassener Autos mit alternativen Antrieben stark gestiegen. Im Vergleich zu 2019 stieg die Zahl um 83,2 Prozent auf 19.993. Davon verfügten 4.951 Fahrzeuge über einen Elektromotor (2019: 2.588), und 14.762 haben Hybrid-Antrieb (2019: 7.580). Der Anteil neu zugelassener Pkw mit alternativen Antrieben betrug in Berlin 30,3 Prozent, 2019 waren es 12,5 Prozent. Deutschlandweit liegt der Wert aktuell bei 25,2 Prozent. Zudem ist erkennbar, dass die Zahl aller neu zugelassenen Kraftfahrzeuge während der Corona-Krise abgenommen hat. In Berlin ist die Zahl um 20,3 Prozent auf 87.693 Fahrzeuge zurückgegangen.

22.1.2021

Zagreb: Sanierungsarbeiten am 150 Tonnen schweren Vordach begonnen

Am 21. Jänner 2021 haben die Sanierungsarbeiten in der Vukovarska-Straße in Zagreb begonnen. Die Wohngebäude waren durch das Erdbeben im März und Dezember 2020 schwer beschädigt worden. Es handelt sich um die Sanierung beziehungsweise Entfernung des 150 Tonnen schweren einsturzgefährdeten Vordachs, das die Leben der BewohnerInnen des privaten Gebäudes sowie der FußgängerInnen ernsthaft gefährdet. Der Zagreber Bürgermeister Milan Bandić (365RIS – Arbeits- und Solidaritätspartei) bestätigte, dass gestern das Baugerüst aufgestellt wurde und die Sanierungsarbeiten am geschützten Kulturdenkmal begonnen haben. Die Sanierungsarbeiten sollen ungefähr zwei Monate dauern.

22.1.2021

Bau des Bahnhofsgebäudes ab Herbst 2021

Der Beginn der Bauarbeiten an der Errichtung des Bahnhofsgebäudes am Belgrader neuen Hauptbahnhof "Belgrad Zentrum" soll im Herbst 2021 erfolgen. Geplant ist die Fertigstellung der ersten Bauphase bis Ende 2022. Das ganze Bahnhofsgebäude mit Geschäften und Büros, Parkplätzen und Anbindungsstraßen soll im Laufe des Jahres 2024 fertiggestellt werden. Bislang konnten am neuen Bahnhof die meisten Bahngleise bereits angebracht werden, so dass der Zugverkehr bereits angelaufen ist.

21.1.2021

BVG-App soll Auslastung von Bussen und Bahnen anzeigen

Die App der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) soll künftig die Auslastung von Bussen und Bahnen anzeigen. Allerdings soll es sich dabei nicht um Echtzeit-Informationen handeln. Gemessen werde mit Zählzügen auf jeder Linie, die Auslastung werde dann hochgerechnet. Noch befindet sich die Anwendung laut BVG im Testbetrieb. Bis Ende des Jahres soll das System auf allen Strecken und Linien von Bus, Straßenbahn und U-Bahn kommen. Eine volle Auslastung werde dann – auch ohne Corona – bereits ab 40 Prozent Fahrgästen angezeigt.

21.1.2021

Berliner Weiterbildungsprämie unterstützt Beschäftigte in Kurzarbeit

Mit einer Weiterbildungsprämie in Höhe von 250 Euro unterstützt das Land Berlin Beschäftigte, die während ihrer Kurzarbeit an einer von der Bundesagentur für Arbeit finanzierten Weiterbildungsmaßnahme teilnehmen. Die Prämie bezieht sich ausschließlich auf Weiterbildungen, die den Unternehmen von der Arbeitsagentur finanziert werden. Unternehmen, aber auch Leistungsbeziehende von Kurzarbeitsgeld selbst, können die Möglichkeiten zu Weiterbildungsmaßnahmen mit ihrer zuständigen Arbeitsagentur klären.​

21.1.2021

Kostenloser Bibliotheksausweis ab sofort online buchbar

Interessierte können seit 21. Jänner 2021 einen kostenlosen digitalen Bibliotheksausweis über die Website des Verbunds der Öffentlichen Bibliotheken Berlins (VÖBB) buchen. Mit diesem Ausweis sind alle digitalen Angebote des Verbundes zugänglich. Das Angebot umfasst sowohl E-Books und Musik- und Filmstreamings als auch zahlreiche Lernangebote für SchülerInnen und Erwachsene. Die Möglichkeit, einen kostenlosen Ausweis online zu erhalten, gibt es bis 30. April 2021. Menschen, die einen Bibliotheksausweis besitzen, der aber in diesen Tagen abläuft, können diesen ebenfalls kostenlos für drei Monate verlängern und müssen daher nicht in die Bibliotheksgebäude kommen.​

21.1.2021

Nachfrage gesunken, trotzdem neue Büroflächen in Budapest übergeben

Im vierten Quartal 2020 sind in Budapest 38.850 Quadratmeter neue Büroflächen hinzugekommen. Vier Bürohäuser, "Váci Greens E", "Alphagon" sowie die Büroflächen von "Szervita Square" und "Csalogány 43" wurden übergeben. Insgesamt gibt es in Budapest 3,9 Millionen Quadratmeter Büroflächen, davon sind circa 3,29 Millionen Quadratmeter moderne, spekulative – also ohne Vorvermietung - errichtete Büroflächen. Die Brutto-Nachfrage belief sich im Schnitt auf 86.310 Quadratmeter. Im Vergleich zum dritten Quartal ist dies zwar ein Zuwachs von neun Prozent, aber im Vergleich zum 4. Quartal 2019 ein Rückgang von 57 Prozent. Diese Daten spiegeln die wirtschaftlichen Veränderungen durch die Coronavirus-Pandemie wieder.​

21.1.2021

Impfung in Budapester SeniorInnenheimen verzögert sich

Das Coronavirus-Impfprogramm in den hauptstädtischen SeniorInnenheimen wurde seit mehr als einer Woche eingestellt. Das hat Vizeoberbürgermeisterin Erzsébet Gy. Németh (DK – Demokratische Koalition) am 21. Jänner 2021 mitgeteilt. Die Impfung begann am 7. Jänner 2021 in vier Einrichtungen und sollte in der Folgewoche in Szombathely fortgesetzt werden. Dort wurde die Kampagne ohne Begründung abgesagt. Die Hauptstadt hat seitdem keine Informationen über die Fortsetzung erhalten. Von insgesamt 3.176 SeniorInnen in den hauptstädtischen Heimen wurden bisher nur 850 Personen, also etwa ein Viertel geimpft. Der Bedarf wäre jedoch hoch: 75 bis 80 Prozent der BewohnerInnen und 50 Prozent der MitarbeiterInnen der Einrichtungen möchten sich impfen lassen. Dieser Anteil liegt weit über dem nationalen Durchschnitt, der Grund für die Verzögerungen ist, wahrscheinlich, der Mangel an Impfstoffen.​

21.1.2021

Biodom Budapest: Polizei ermittelt wegen zu hohen Projektkosten

In einem Radiogespräch am 20. Jänner 2021 teilte Oberbürgermeister Gergely Karácsony (Párbeszéd - Dialog) mit, dass polizeiliche Ermittlungen in Verbindung mit der künstlichen Biosphäre "Biodóm" eingeleitet worden sind. Grund dafür sind die zu hohen Kosten des Projekts. Die Stadtverwaltung hat noch im Oktober 2020 Anzeige gegen unbekannte Täter erstattet. 2020 hat die Stadtverwaltung das Projekt untersuchen lassen, das auf dem Gelände des ehemaligen Budapester Vergnügungsparks entsteht. Es soll eine Erweiterung des Budapester Tiergartens werden. Die Investition wurde noch unter der Führung des früheren Budapester Oberbürgermeisters, István Tarlós (parteilos), als Regierungsprojekt gestartet. Anfangs wurden die Kosten auf zwölf bis15 Milliarden Ungarische Forint geschätzt (circa 33,6 bis 42 Millionen Euro) und wuchsen letztendlich auf 65 Milliarden (circa 182 Millionen Euro) an.  Karácsony möchte das Projekt fertigstellen, damit die bereits investierten öffentlichen Gelder nicht verloren gehen und die Anlage zu einem weiteren Touristenmagnet Budapests werden kann. Den Schätzungen von Karácsony zufolge wären noch 15 bis 20 Milliarden Ungarische Forint (circa 42 bis 56 Millionen Euro) für die Fertigstellung notwendig. Die Anlage könnte 2024 ihre Pforten öffnen und soll vom Budapester Tiergarten betrieben werden.

21.1.2021

Weiterer Wechsel zu Bürgerbewegung von Szymon Hołownia

Eine der führenden PolitikerInnen der Oppositionspartei "Bürgerplattform" (PO), die seit 2018 Teil des Bündnisses der oppositionellen Parteien "Bürgerkoalition" (KO) ist, die ehemalige Ministerin für Sport und Touristik, Joanna Mucha, hat am 20. Jänner 2021 offiziell mitgeteilt, dass sie die PO verlässt und sich der Bürgerbewegung von Szymon Hołownia "Polen 2050" anschließt. Ihre bisherige Partei "ist in einem Streit mit der 'Recht und Gerechtigkeit' (PiS) stecken geblieben, während ich ein Polen will, in dem die PiS nur noch eine traumatische Erfahrung sein wird. Ich habe einen Traum von einem Polen, das in der Demokratie verwurzelt ist, stark mit jeder bürgerlichen Stimme und Institutionen", sagte die Abgeordnete bei der Bekanntgabe ihrer Entscheidung. Joanna Muchas Ents​cheidung kam für viele Mitglieder der stärksten oppositionellen Kraft, der "Bürgerkoalition", überraschend.

21.1.2021

Britische Coronavirus-Variante erstmals in Polen nachgewiesen

Am 20. Jänner 2021 hat das Labor "genXone" die britische Coronavirus-Variante erstmals in Polen bestätigt. Die infizierte Patientin mittleren Alters kommt aus der Region Kleinpolen. Das Gesundheitsministerium hat mitgeteilt, "dass nächste Woche eine landesweite Studie unter der Leitung vo​n Professor Krzysztof Pyrcia gestartet wird, um das Ausmaß des Vorkommens der britischen Mutation in Polen und mögliche gesundheitliche Folgen zu bestimmen". Die neue Variante des Coronavirus ist möglicherweise deutlich ansteckender als die bisher bekannte Form.

21.1.2021

Schulen und Kindergärten öffnen wieder

Die Schulen sind in Slowenien seit dem 26. Oktober 2020 geschlossen. Die Regierung hat nun entschieden, auf Grund der besseren epidemiologischen Lage, die Schulen am 26. Jänner 2021 wieder zu öffnen. In neun der insgesamt zwölf Regionen werden am Dienstag alle Kindergärten sowie die ersten drei Klassen in den Schulen öffnen, jedoch unter strengen Vorschriften und in geringerem Umfang. Alle Beschäftigten in Schulen und Kindergärten müssen zu jeder Zeit eine Maske tragen, jedoch die SchülerInnen nur außerhalb ihrer Klassen. Am Vortag der Wiedereröffnung müssen alle MitarbeiterInnen mit den Antigen-Schnelltests auf CoViD-19 getestet werden. Slowenische Erziehungs- und Bildungsinstitutionen zählen zu den am längsten geschlossenen Einrichtungen in Europa: seit Beginn der ersten Epidemiewelle insgesamt schon sieben Monate.​

21.1.2021

Slowenische Opposition: drei Misstrauensabstimmungen

Aufgrund mehrerer CoViD-19-Infektionen und unmittelbaren Kontaktpesonen wurde das konstruktive Misstrauensvotum gegen den slowenischen Premier Janez Janša (SDS – Slowenische Demokratische Partei) auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Opposition strebt deshalb gleich drei Misstrauensanträge an. Vor den Parlamentsabgeordneten werden sich wahrscheinlich bald Arbeitsminister Janez Cigler Kralj (NSi – Neues Slowenien), Bildungsministerin Simona Kustec (SMC – Partei des modernen Zentrums) und Kulturminister Vasko Simoniti (SDS) verantworten müssen. Arbeitsminister Kralj soll sich für eine der weltweit höchsten Sterbequoten in Alters- und Pflegeheimen durch CoViD-19 verantworten. Darüber hinaus steht er unter Korruptionsverdacht wegen der Vergabe von Staatsmitteln an eine Nichtregierungsorganisation​, die er mitbegründet hat. Bildungsministerin Kustec muss sich wegen der mehr als drei Monate dauernden Schulschließung verantworten. Kulturminister Simoniti wird die systematische Zerstörung und Vernachlässigung des slowenischen Kultursektors vorgeworfen. Die Oppositionsparteien beraten am Freitag, dem 22. Jänner 2021, über weitere Schritte und die Einreichung der Misstrauensanträge.​

21.1.2021

Prager Eisenbahnbrücke: Sanierung statt Abriss

Die aus dem Jahr 1900 stammende Eisenbahnbrücke, die in Prag die Stadteile Smíchov und Výtoň verbindet, wird nach langen Überlegungen endlich saniert. Ursprünglich hatte die "Verwaltung des Eisenbahnnetzes" (SZDC) geplant, die Brückenkonstruktion abreißen zu lassen und auf derselben Stelle eine moderne Brücke zu errichten. Dieser Entscheidung stand jedoch das Kulturministerium im Weg, das die Eisenbahnbrücke als historisches Denkmal deklarierte, was deren Abriss unmöglich machte. Nun soll die Brücke komplett saniert werden. Eine diesbezügliche Ausschreibung soll im März 2021 veröffentlicht werden. Im Rahmen der Arbeiten soll auf der Brücke ein drittes Gleis und am östlichen Moldauufer eine neue Zugstation errichtet werden.​

21.1.2021

Bosnien-Herzegowina: Staatsspitze entscheidet sich für direkte Impfstoff-Beschaffung

Nach kontinuierlichem Druck der Öffentlichkeit wegen der ungewissen Lieferung des CoViD-19-Impfstoffs über die globale Impfallianz COVAX war die Staatsregierung Bosnien-Herzegowina gezwungen, den direkten Beschaffungsweg zu wählen. "Wir werden den Beschaffungsprozess mit Pfizer und dem russischen und chinesischen Hersteller in die Wege leiten", sagte der Vorsitzende des Nationalrates, Zoran Tegeltija (SNSD-Partei der unabhängigen Demokraten). Die Teilländer und der Distrikt Brčko werden bald ihren Bedarf an Impfstoffen bekannt geben, danach wird die Beschaffung gestartet. Die circa 5.000 bis 10.000 Impfstoffdosen, die in einer ersten Runde über die COVAX-Plattform kommen sollen, werden spätestens am 10. Februar 2021 erwartet. Noch ist nicht bekannt, wann der Impfstoff über den EU-Verteilermechanismus geliefert wird.​

21.1.2021

Wahlbetrug in zwei Städten der Teilrepublik Srpska

Die Zentrale Wahlkommission Bosnien-Herzegowinas (CIK) hat am 21. Jänner 2021 die Ergebnisse der Kommunalwahlen vom Oktober 2020 von 28 Wahllokalen annulliert. In Srebrenica für den Posten der Bezirksvorstehung und die Bezirksversammlung sowie für weitere Bürgermeisterposten und den Gemeinderat der Stadt Doboj in der Teilrepublik Srpska. Die Opposition warf einen Tag nach den Wahlen der regierenden SNSD (Union der unabhängigen Sozialdemokraten) Wahlbetrug und Unterschriftenfälschung vor. Im November 2020 leitete die CIK das entsprechende Verfahren zu Feststellung der Angaben ein. Der neue Wahltermin wird spätestens in 14 Tagen feststehen.​

21.1.2021

Sofia: Erste Rodelbahn im Vitoscha-Gebirge

Im Vitoscha-Gebirge bei Sofia wird an diesem Samstag, dem 23. Jänner 2021, im Zuge des "Vitoscha-Winterfestes 2021" die erste Rodelbahn eröffnet. Diese wurde im Rahmen der Initiative "Sofia - Europäische Sporthauptstadt" errichtet. Die Rodelbahn befindet sich in der Nähe der Berghütte "Aleko", unweit vom alten Skilift "Bobby", und wird mit einem Familien-Wettrennen eingeweiht. Normalerweise rodeln die Kinder auf Skipisten und Wanderwegen, womit sie die SkifahrerInnen und WanderInnen im Wege standen. Bis dato gab es keinen Platz für eine eigene Rodelbahn.

21.1.2021

Bulgarien: Gastronomie gegen weitere CoViD-19-Beschränkungen

Die BesitzerInnen von Restaurants und Nachtclubs in Bulgarien erwägen Proteste, nach der Entscheidung des Nationalen Krisenstabs, die Epidemie-Maßnahmen nicht zu lockern. Die Branche besteht darauf, die Restaurants ab Anfang Februar und die Nachtclubs und Diskotheken ab Anfang März zu öffnen. Der Vorschlag der Regierung sieht vor, die Epidemie-Maßnahmen frühestens am 18. Februar 2021 zu lockern und begrenzte Kapazitäten und Öffnungszeiten zu genehmigen. Aus diesem Grund besteht der bulgarische Verband der Hotel- und Restaurantbesitzer auf einem dringenden Treffen mit Premierminister Bojko Borissov (GERB – Bürger für eine europäische Entwicklung Bulgariens) und den MinisterInnen des Ressorts bis spätestens 26. Jänner. Der Verband fordert 100-prozentige Abfindungen für die MitarbeiterInnen vom 1. Februar entsprechend des Lohns, auf dem Versicherungsbeiträge gezahlt wurden und 30-prozentige Abfindungen für die Unternehmen. VertreterInnen der Gastronomiebranche kündigten bereits an, am 27. Jänner unter dem Motto "Marsch der Freiheit" gegen die antiepidemischen Maßnahmen protestieren zu wollen.​

21.1.2021

Sofia: Dritte U-Bahnlinie wegen technischer Probleme geschlossen

Die dritte U-Bahnlinie in Sofia wurde am 19. Jänner 2021, nur fünf Monate nach der Eröffnung, auf unbestimmte Zeit geschlossen. Konkret handelt es sich um den Abschnitt zwischen den Stationen "Teatralna" und "Hadschi Dimitar". Dem Geschäftsführer der Sofioter Unternehmen "Metropolitan", Stojan Bratoev zufolge, seien die Züge gestoppt worden, nachdem festgestellt worden sei, dass sich die Gleise gehoben hätten. Bratoev gab zu, dass das Problem wohl auf die starken Regenfälle in der vergangenen Woche zurückzuführen ist, und sich in der Nähe des Abschnitts das Bett des Perlovska-Flusses befindet. Bis zur Beendigung der Reparaturarbeiten kommt ein Scheinersatzverkehr zwischen den beiden Stationen zum Einsatz. Die dritte U-Bahnlinie, die die Wohnviertel "Hadschi Dimitar" und "Krasno Selo" verbindet, wurde am 26. August 2020 offiziell eröffnet.

21.1.2021

Kroatien: Rund 41 Prozent mehr Todesfälle im November 2020

Die Sterberate in Kroatien nahm im November 2020 stark zu. Dies geht aus den Daten des Statistischen Amtes der Europäischen Union "Eurostat" hervor. Im November des vergangenen Jahres starben in Kroatien 41,3 Prozent mehr Menschen als durchschnittlich im gleichen Monat der Jahre 2016 bis 2019. Laut "Eurostat" wurde im selben Monat in Polen mit einem Plus von 97,2 Prozent der stärkste Anstieg der Todesfälle unter den EU-Mitgliedsstaaten registriert, gefolgt von Bulgarien mit 94,5 Prozent und Slowenien mit 91,4 Prozent. Mit einem Anstieg von 5,5 Prozent verzeichnete Dänemark im November 2020 den niedrigsten Zuwachs an Todesfällen. Zudem wurden in der EU zwischen März und Oktober 2020 297.500 mehr Sterbefälle als im Durchschnitt der Vergleichsmonate in den Jahren 2016-2019 gemeldet. Die Daten von "Eurostat" umfassen alle Todesfälle in den Mitgliedsstaaten unabhängig von den Ursachen. Die Zahlen würden jedoch darauf hindeuten, dass in den Monaten, in denen die CoViD-19-Welle ihren Höhepunkt erreicht hat, der stärkste Anstieg der Todesfälle in diesen Ländern verzeichnet wurde, so die EU-Statistikbehörde.

21.1.2021

Mangelhafte Bezahlung bei "Serbischen Stromwerken"

Das serbische "Staatliche Prüfungsamt" (DRI) hat erhebliche Mängel bei der Verwendung öffentlicher Gelder bei Ausschreibungen, die von den "Serbischen Stromwerken" (EPS) durchgeführt wurden, festgestellt. Dabei handle es sich um den Betrag von 31,53 Milliarden Serbischen Dinar (circa 265 Millionen Euro), der in den Jahren 2018 und 2019 gesetzeswidrig ausgegeben wurde. Ganze1,6 Milliarden Serbische Dinar (circa 13,6 Millionen Euro) wurden für Dienstleistungen ohne vorangegangene Ausschreibung ausgegeben. Am häufigsten wurden falsch angegebene Ausschreibungswerte für 23 öffentliche Ausschreibungen zum Gesamtwert von 14,1 Milliarden Serbischen Dinar (circa 120 Millionen Euro) gefunden.

20.1.2021

Janša gratulierte Biden zur Amtseinführung

Sloweniens Premierminister Janez Janša (SDS – Slowenische Demokratische Partei) hat am 20. Jänner 2021 auf Twitter dem neuen US-Präsidenten Joe Biden zur Amtseinführung gratuliert. In einem anderen Tweet schrieb er: "Ich habe Biden auf die gleiche Weise und mit einem ähnlichen Inhalt gratuliert wie im Jahr 2005 dem damaligen US-Präsidenten George W. Bush." Er fügte noch hinzu, dass "Slowenien und die USA sowohl damals als auch heute NATO-Verbündete sind". Janša war einer der weniger Regierungschefs, der Biden noch nicht zum Wahlsieg gratuliert hatte. International sorgte er für Aufsehen, als er unmittelbar nach den US-Wahlen dem ehemaligen Präsidenten Donald Trump zum Sieg gratuliert hatte.​

20.1.2021

Prag präsentiert Plan zur Unterstützung der nationalen Minderheiten

Die Stadt Prag präsentierte kürzlich ein aktualisiertes Konzept zur Unterstützung der nationalen Minderheiten für den Zeitraum 2021 bis 2025. So will die Stadt die Beziehungen zu den Minderheiten vertiefen und auch die Kommunikation mit ihnen verbessern. So sollen, wie auch in der Vergangenheit, die kulturellen Veranstaltungen der nationalen Minderheiten in der Hauptstadt unterstützt werden. Auch sieht ​das eigens dafür bereitgestellte Budget der Stadt unter anderem eine finanzielle Unterstützung von literarischen Werken, die sich mit dem Thema nationale Minderheiten beschäftigen, vor. Zu den größten Veranstaltungen, die die Stadt unterstützen wird, zählen das traditionelle Treffen der Minderheiten, das multiethnische Festival "Prag Herz der Nationen" und das Roma-Festival "Khamoro". Das Dokument muss noch im Stadtparlament verabschiedet werden.​

20.1.2021

Prager Straße "Na Poříčí" soll transformiert werden

Der 1. Prager Bezirk hat große Pläne mit der Prager Straße "Na Poříčí", die zwischen dem Platz der Republik und der Kreuzung "Na Florenci" liegt. So soll die derzeit belebte historische Straße demnächst in einen ruhigeren und vor allem grüneren Stadtboulevard verwandelt werden. Geplant ist, dass auf der Straße neue Bäume gepflanzt, die Gehwege verbreitert und Sitzbänke aufgestellt werden. Aktuell wird an diesem Projekt intensiv gearbeitet. Die Baugenehmigung könnte schon heuer erteilt werden und mit den Arbeiten bereits 2022 begonnen werden. Die Höhe der Investition ist aktuell noch unbekannt. Konkretere Zahlen sollen folgen, sobald die Baugenehmigung vorliegt. In der Folge soll auch die Sanierung der Straße Revoluční in Angriff genommen werden, die an die Straße "Na Poříčí" anschließt, die ebenfalls in einen Stadtboulevard umgewandelt werden soll.

20.1.2021

Neuer Kandidat für das Amt des Hohen Repräsentanten in Bosnien-Herzegowina beschlossen

Das deutsche Bundeskabinett hat am 20. Jänner 2021 die Kandidatur von Bundesminister a.D. Christian Schmidt (CSU) für das Amt des Hohen Repräsentanten für Bosnien-Herzegowina offiziell bestätigt. Der gegenwärtige Hohe Repräsentant, Botschafter Valentin Inzko, der dieses Amt seit 2009 ausübt, begrüßt den Wechsel. Die Kandidatur erfolgt in enger Abstimmung mit internationalen PartnerInnen und Mitgliedern des Lenkungsausschusses des Friedensimplementierungsrats, der über die Besetzung des Amts des Hohen Repräsentanten entscheidet. Mit der Kandidatur von Christian Schmidt ergreift Deutschland die Initiative, das Land wieder verstärkt auf die internationale politische Agenda zu bringen. "Bosnien-Herzegowina ist Top-Priorität für Deutschland. Die Bundesregierung unterstützt die Chance Bosnien-Herzegowinas auf die EU-Mitgliedschaft", sagte die ​Direktorin für den Westbalkan im deutschen Auswärtigen Amt, Susanne Schütz.​

20.1.2021

Zagreb: EinwohnerInnenzahl überschreitet 800.0000-Marke

Heuer soll in Kroatien nach 10 Jahren wieder eine Volkszählung organisiert werden. Das Kroatische Amt für Statistik gab kürzlich seine Schätzung der EinwohnerInnenzahl für 2019 bekannt. So ist die Stadt Zagreb seit dem letzten Zensus 2011 um rund 17.000 BewohnerInnen angewachsen und hat nun 807.254 EinwohnerInnen. Nach Ansicht des Statistikamtes hat Zagreb die 800.000-Marke schon 2016 übersprungen. Jedoch ist das Wachstum nicht das Resultat eines demographischen Wachstums in Zagreb, sondern aus den Zuzügen aus dem Rest des Landes. Außer Zagreb und der Gespanschaft Istrien​ haben alle kroatischen Gespanschaften eine geringere EinwohnerInnenzahl als 2011. Dafür sind Abwanderungen in die EU, Umzüge nach Zagreb, aber auch eine negative demographische Wachstumsrate verantwortlich.

20.1.2021

Zagreb: Gebäude für Steuerbehörde einsturzgefährdet, für Stadtverwaltung jedoch sicher

Nur eine Straßenbahnhaltestelle vom zentralen Zagreber Ban Jelačić​-Platz entfernt, direkt gegenüber vom Sitz der Kroatischen Nationalbank befindet sich ein großes Gebäude, in dem das Amt für Gesundheit der Stadt Zagreb, aber auch eine Filiale der Kroatischen Steuerbehörde ihren Sitz haben. Nach dem Erdbeben in Zagreb am 22. März 2020 wurde das Gebäude erheblich beschädigt. Der Schaden wurde noch zusätzlich durch das erneute B​eben mit Epizentrum südlich von Zagreb am 29. Dezember 2020 verschärft. Für die Kroatische Steuerbehörde sind die Schäden so immens, dass sie ihre MitarbeiterInnen an andere Standorte versetzt hat. Die Stadt Zagreb ist aber offensichtlich anderer Ansicht, weswegen das Gebäude weiterhin für den Amtsverkehr geöffnet ist. Unabhängige Bauingenieure erklärten anhand von Fotos, dass ihrer Meinung nach die Statik des Gebäudes erheblich in Mitleidenschaft gezogen wurde. Besonders die Stiege sei problematisch, da es sich um eine kreisförmige Konstruktion handelt, die nicht gestützt ist, sondern nur angelehnt​. Warum die Stadt Zagreb weiter auf der Nutzung des Gebäudes besteht, ist unklar.

20.1.2021

Serbien beschafft Impfstoff auch von "AstraZeneca"

Neben den bereits bestellten Impfstoffen Pfizer-BioNTech, Sputnik V und Sinopharm beabsichtige Serbien auch den Impfstoff von AstraZeneca zu beschaffen, kündigte Serbiens Staatspräsident Aleksandar Vučić (SNS – Serbische Fortschrittspartei) an. Dieser Impfstoff soll nach der baldigen Unterzeichnung eines trilateralen Abkommens zwischen Serbien, Polen und AstraZeneca in Form von 800.000 Dosen in Serbien eintreffen. Laut Serbiens Ministerpräsidentin Ana Brnabić (SNS) hat Serbien bislang 1.054.950 Impfstoffdosen von drei verschiedenen HerstellerInnen geliefert bekommen, während Verträge für die Lieferung von mehr als sechs Millionen Impfstoffdosen bereits unterzeichnet wurden.

19.1.2021