City News


Lesen Sie zweimal die Woche die aktuellsten Informationen aus unseren Büros, knapp zusammengefasst:

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Schwarzfahren in Belgrader Öffis teurer

​Die Belgrader GemeinderätInnen haben eine Erhöhung des Bußgeldes fürs Schwarzfahren im Belgrader öffentlichen Verkehr abgesegnet. Demzufolge kostet Schwarzfahren künftig 10.000 Serbische Dinar (circa 85 Euro). Bislang waren dafür 6.000 Serbische Dinar (circa 51 Euro) fällig. Allerdings besteht die Möglichkeit, nur die Hälfte des Betrags zu bezahlen, nämlich dann, wenn innerhalb von acht Tagen bezahlt wird. Es wurde auch eine neue Strafe für das Blockieren der Fahrspuren für den öffentlichen Verkehrs eingeführt: ParksünderInnen müssen dabei ebenfalls mit einer Strafe von ​10.000 Serbischen Dinar (circa 85 Euro) rechnen.​

31.7.2020

Bulgarien: Proteste halten an

Seit bereits drei Wochen kommen tausende DemonstrantInnen vor dem Regierungssitz in der bulgarischen Hauptstadt Sofia zusammen, um den Rücktritt des konservativen Premierministers Bojko Borissov (GERB – Bürger für eine europäische Entwicklung) zu fordern. Seit dem 29. Juli 2020 blockieren sie zahlreiche Hauptstraßen und zwei wichtige Kreuzungen und legen den Verkehr im Stadtzentrum lahm. Öffentliche Verkehrsmittel werden umgeleitet, lediglich Krankenwagen werden durchgelassen. Die Protestierenden werfen der Regierung Korruption und Abhängigkeit von Oligarchen vor. Auf Spruchbändern ist zu lesen: "Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten! Der Staat wird saniert."​

31.7.2020

Sportverein wird Eigentümer der neuen Handball-Arena in Budapest

Die ungarische Regierung hat entschieden, die neue nationale Handball-Arena dem Sportverein "Ferencvárosi Torna Club" (FTC, Fradi) zu übergeben. Somit wird FTC Eigentümer der Handballarena, es soll aber ein Abkommen geben, das eine bestimmte Zahl Veranstaltungen und Spiele der Nationalmannschaften garantiert, da diese auch als Austragungsstätte für Konzerte, Ausstellungen und andere Sportarten, wie Basketball, Volleyball, Eishockey, Tennis und mehr dienen soll. Die Arena hat eine Kapazität für 20.022 ZuschauerInnen und soll bis zur Handball-Europameisterschaft der Männer im Jahr 2022 fertiggestellt werden.

30.7.2020

Ungarn: Festivals fallen heuer aus

Die Beschränkungen für kulturelle Großveranstaltungen über 500 Personen in Ungarn bleiben, vorerst bis Ende August, aufrecht. Das kündigte Kanzleramtsminister Gergely Gulyás (Fidesz – Bund Junger Demokraten) am 30. Juli 2020 an. Somit finden mehrere, für Ende August geplanten Festivals, nicht satt. Viele kritisiert die Beschränkungen, da Sportveranstaltungen, wie etwa Fußballspiele, auch mit mehreren ZuschauerInnen organisiert werden dürfen. Gulyás zufolge könnten die MusikerInnen, als Ausgleich für die ausgefallenen Auftritte, Garagenkonzerte organisieren und die Aufnahmen im Anschluss veröffentlichen. Die Regierung habe hierfür eine Förderung in Höhe von 5,3 Milliarden Forint (15,33 Millionen Euro) bereitgestellt, mit deren Verteilung die Ungarische Tourismusagentur beauftragt worden sei.

30.7.2020

Sanierung der Krakowska-Straße in Krakau fast abgeschlossen

Mitte August 2020 wird die Krakowska-Straße für den FußgängerInnen- und RadfahrerInnenverkehr wieder freigegeben. Die Gehsteige der sanierten Krakowska-Straße wurden nicht nur verbreitert, sondern auch ästhetisch anspruchsvoller gestaltet. So wurden auf der gesamten Länge der Straße mehrere grüne Inseln errichtet. AutofahrerInnen sollen die Verbindungsstraße, die in die Piłsudski-Brücke mündet und das Krakauer Viertel Kazimierz mit dem Stadtteil Podgórze verbindet, Anfang September 2020 wieder nutzen können. Grund für die Verzögerung der Umbau- und Modernisierungsarbeiten der Krakowska-Straße waren archäologische Funde.​

30.7.2020

Polen: Treffen der ehemaligen Kontrahenten nach den Präsidentschaftswahlen

Gestern, am 30. Juli 2020, fand ein Treffen zwischen dem amtierenden Staatspräsidenten, Andrzej Duda (parteilos, früher PiS - Recht und Gerechtigkeit), und seinem Herausforderer bei den letzten Staatspräsidentschaftswahlen, Rafał Trzaskowski (PO - Bürgerplattform), statt. Dem Treffen, das fast drei Wochen nach den Wahlen stattfand, waren Vorbereitungen von mehreren Tagen vorausgegangen. So hatte Duda nach gewonnener Wahl spontan beschlossen, seinen ehemaligen Kontrahenten ins Präsidenten-Palais einzuladen. Besprochen wurden unter anderem die kommenden Jubiläumsfeierlichkeiten anlässlich des Warschauer Aufstandes, und in welche Richtung sich Polen für künftige Generationen entwickeln sollte.

30.7.2020

Polen: Verfassungsgericht entscheidet über Istanbul-Konvention

Am Montag, dem 27. Juli 2020, reichte Justizminister Zbigniew Ziobro (SP - Solidarisches Polen) offiziell einen Antrag auf Rückzug aus der Istanbul-Konvention beim polnischen Ministerium für Arbeit und Sozialpolitik ein. Nach einem Aufschrei der Opposition gab Ministerpräsident, Mateusz Morawiecki (PiS - Recht und Gerechtigkeit), gestern, am 30. Juli 2020, eine Stellungnahme der polnischen Regierung zur Istanbul-Konvention bekannt. Die Regierung habe nun einen Antrag beim Verfassungsgericht (TK) gestellt, um die Verfassungsmäßigkeit der Istanbuler Konvention zu prüfen. Er glaube, dass ein verfassungsrechtliches Kontrollverfahren den Streit beenden werde. Er sagte ferner, dass die Regierung den Schutz von Frauen und Kindern vor Gewalt seit Jahren wirksam verstärkt habe.​​

30.7.2020

Verwaltungsgericht hält Wechsel im Aufsichtsrat des "Slowenischen Nationalfernsehen" auf

Am Mittwoch, den 29. Juli 2020, fand eine Sitzung des Aufsichtsrats des "Slowenischen Nationalfernsehens" (RTVS) statt. Nach Angaben der Tageszeitung "Delo" dauerte diese lediglich 19 Minuten, da sie vom Verwaltungsgericht unterbrochen wurde. Grund dafür war die Beschwerde eines vor drei Monaten vorzeitig entlassenen Mitglieds des Aufsichtsrates, das, wie auch zwei weitere Personen, durch regierungsnahe Personen ersetzt worden war. Als Reaktion auf den Beschluss des Verwaltungsgerichts schrieb Premierminister Janez Janša (SDS – Slowenische Demokratische Partei) auf Twitter, dass, seiner Ansicht nach nicht die Regierung gegen das Gesetz verstoßen habe, sondern das Verwaltungsgericht. Janša vergaß jedoch zu erwähnen, dass die Regierung neben der Entlassung und Ernennung der drei Mitglieder versucht hatte, zwei weitere Personen im Aufsichtsrat zu ersetzen. Die Regierung darf allerdings nur drei Mitglieder im Aufsichtsrat bestimmen, über die anderen beiden bestimmt das Parlament, weshalb das Vorhaben im Vorfeld verhindert worden war. Eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts, ob der Austausch der drei Mitglieder gesetzeskonform war oder nicht, steht jedenfalls noch aus.

30.7.2020

Sofia: "Grüne Bibliotheken" in Parks haben wieder offen

Am 1. August 2020 werden, zum sechsten Mal in Folge, die "Grünen Bibliotheken" in den Sofioter Parks, eingerichtet, um das Lesen zu fördern. Die Initiative startete im Jahr 2015 und hat seitdem über 15.000 neue LeserInnen gewonnen. Die Bibliotheken können bis Ende September an den Wochenenden besucht werden. Es sind auch Lesungen vorgesehen an denen bekannte AutorInnen teilnehmen. In diesem Zeitraum verkehrt ein Bücherbus als rollende Bibliothek durch die Stadt. Im Rahmen der Initiative findet außerdem eine Bücheraustauschaktion statt.​

30.7.2020

Sofia: 25,5 Millionen Euro für Kindergärten

Die bulgarische Regierung beschloss am 30. Juli 2020, zusätzlich 50 Millionen Bulgarische Lewa (circa 25,5 Millionen Euro) in die Errichtung und Ausstattung von Kindergärten und -krippen in Sofia bereitzustellen. Grund dafür ist der Mangel an Kindergartenplätzen in der bulgarischen Hauptstadt, der dem anhaltenden Zuzug junger Familien mit Kindern nach Sofia, geschuldet ist. Der Arbeitsmarkt in der Hauptstadt ist attraktiver als im Rest des Landes. Insgesamt stellt der Staat zusätzlich 260 Millionen Bulgarische Lewa (circa 133 Millionen Euro) für Kindergärten und Schulen im ganzen Land bereit. Die notwendigen Mittel werden durch Umstrukturierungen der Ausgaben im Rahmen des Staatshaushalts für 2020 bereitgestellt.​

30.7.2020

Stadt Zagreb will Ausmaß der durch Überschwemmungen entstandenen Sachschäden feststellen

​Am vergangenen Wochenende wurde die Stadt Zagreb von zwei heftigen Gewittern mit starken Regenfällen heimgesucht. Dies führte mancherorts zu überfluteten Straßen und Unterführungen. Das Wasser drang auch ​in mehrere Wohnungen und Häuser ein und verursachte zahlreiche Sachschäden. Um das genaue Ausmaß dieser Schäden feststellen zu können, rief die Stadt am 28. Juli 2020 alle betroffenen BürgerInnen dazu auf, die entstandenen Schäden aufzulisten und diese bis zum 30. Juli 2020 an die Stadt zu melden. Auf Druck der Öffentlichkeit und der Medien verlängerte der Zagreber Bürgermeister Milan Bandić (365RIS – Arbeits- und Solidaritätspartei) die ursprüngliche Frist um eine weitere Woche. Derzeit ist noch nicht klar, ob die Stadt Zagreb für diese Schäden aufkommen wird und wenn ja, in welchem Umfang.

30.7.2020

Ab Herbst wieder Unterricht an kroatischen Schulen

Jetzt ist es fix: ​ab Herbst soll der Unterricht für Kroatiens Volks- und MittelschülerInnen anstatt ​von daheim aus wieder in den Schulen stattfinden. ​Das beschlossen der neue kroatische Bildungsminister Radovan Fuchs ​(HDZ −​ Kroatische Demokratische Gemeinschaft) und der Direktor des Kroatischen Amtes für öffentliche Gesundheit, Krunoslav Capak​​, Mitte dieser Woche​​ bei einem Treffen kroatischer EpidemiologInnen und BildungsexpertInnen. Weitere Gespräche dieser Art sollen folgen. ​Erste Ansätze zu den notwendigen CoViD-19-Schutzmaßnahmen seien bereits angesprochen worden​, doch konkrete Anweisungen müssten erst noch ausgearbeitet werden,​ so Capak. ​​Sicher sei jedoch, dass Bildungsminister Fuchs zusammen mit seinem Team ein Beratungsgremium gründen werde, in dem auch ein(e) EpidemiologIn sitzen werde​​​. ​​Dieses soll ​alle Organisations- und Infrastrukturelemente im Bildungswesen analysieren, die für einen sicheren Schulunterricht in Zeiten der Pandemie​ notwendig seien. Die Rückkehr zum (Fast-)Normalbetrieb gelte auch für Kindergärten und Hochschulen.

30.7.2020

Zagreber Bürgermeister erntet Kritik für umstrittenen Dokumentarfilm

​Für große Empörung in der Öffentlichkeit sorgt die neulich getroffene Entscheidung des Zagreber Bürgermeisters Milan Bandić (365RIS – Arbeits- und Solidaritätspartei), die Produktion eines Dokumentarfilms zu finanzieren. Für einen Film über Zagreb und dessen Umgebung vor und nach dem verheerenden Erdbeben am 22. März 2020 wird die Stadt 242.000 Kroatische Kuna (etwa 32.244 Euro) ausgeben. Der Film soll für Werbezwecke verwendet werden, um die Öffentlichkeit über die Lage in der Stadt zu informieren und zu sensibilisieren. Mehrere KritikerInnen werfen dem Zagreber Bürgermeister nun vor, öffentliche Gelder erneut für unnötige und sinnlose Vorhaben zu verschleudern. Mehr als vier Monate nach dem Erdbeben kommt der Wiederaufbau der durch das Erdbeben betroffenen Gebiete nicht voran. Ferner sind neulich durch zwei schwere Gewitter zahlreiche Sachschäden entstanden. Es ist immer noch nicht bekannt, ob die Stadt dafür aufkommen wird. Besondere Aufmerksamkeit wird in den kroatischen Medien auch der Tatsache geschenkt, dass der Dokumentarfilm vom umstrittenen Filmregisseur und Holocaustleugner Jakov Sedlar gedreht werden soll. Sedlar ist unter anderem für die Relativierung der Verbrechen im kroatischen Konzentrationslager Jasenovac, das er in einem seiner Filme lediglich als Arbeitslager bezeichnete, bekannt. Vor ein paar Jahren erhielt er auch die alljährlich vergebene Auszeichnung der Stadt Zagreb, was stark kritisiert wurde.

30.7.2020

Schulunterricht in Serbien ab September gemäß neuen CoViD-19-Regeln

​Das serbische Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Technologieentwicklung wird ab September 2020 neue Regeln für den Schulunterricht im Einklang mit der CoViD-19-Pandemie anwenden. Demzufolge sollen VolksschülerInnen den Unterricht in vier Schichten besuchen. MittelschülerInnen sollen alle zwei Wochen die Schulbänke drücken, dazwischen soll es Online-Unterricht geben. Dabei werden die Klassenstunden in allen Stufen von 45 auf 35 Minuten verkürzt. Generell gilt die Abstandsregel "eine Schülerin beziehungsweise ein Schüler auf vier Quadratmetern" sowie die Einhaltung der Schutzmaskenpflicht. Infizierte SchülerInnen sowie SchülerInnen, deren Familienmitglieder infiziert sind, machen ausschließlich Online-Unterricht. Den Schulen bleibt es allerdings überlassen, selbst zu entscheiden, wie der Unterricht, abhängig von der SchülerInnenanzahl, organisiert wird.

29.7.2020

Regierung kontrolliert regierungskritische NGOs und JournalistInnen

​Die serbische "Verwaltung zur Geldwäscheprävention" hat eine Liste von regierungskritischen JournalistInnen, BürgerInnenvereinen und Nichtregierungsorganisationen (NGOs) erstellt, deren Finanztransaktionen kontrolliert werden sollen. Ihre kontoführenden Banken wurden ersucht, Einsicht in sämtliche Überweisungen ab dem 1. Jänner 2019 zu gewähren. Auf der Liste befinden sich 20 Personen sowie 37 Organisationen und Vereine. Untersucht werden soll, ob die Organisationen und Personen in Terrorismusfinanzierung oder Geldwäsche verwickelt sind. Laut serbischer Fachöffentlichkeit handle es sich um einen "schändlichen Akt", alle, die nicht die gleiche Meinung wie die regierende "Serbische Fortschrittspartei" (SNS) und Staatspräsident Aleksandar Vučić (SNS) teilen, zu dikreditieren und einzuschüchtern.

29.7.2020

Synagoge in Budapest bald fertig saniert

Die Sanierung der Budapester Synagoge in der Rumbach Sebestyén Straße wird voraussichtlich Ende 2020 abgeschlossen. Das Jugendstilgebäude, das vom berühmten Wiener Architekten Otto Wagner entworfen wurde, musste sich sehr langen Sanierungsarbeiten unterziehen, nachdem es viele Jahre vernachlässigt worden war. Die ungarische Regierung investierte in die Arbeiten an dem denkmalgeschützten Gebäude 3,2 Milliarden Forint (9,26 Millionen Euro). In der sanierten Synagoge soll auch eine interaktive Ausstellung untergebracht sein.

29.7.2020

Ljubljana: Meinungsumfrage zu Kultur in Zeiten von CoViD-19

Kürzlich wurden die Ergebnisse einer von 10. bis 28. Juni 2020 in Ljubljana durchgeführten Onlineumfrage über die Gründe für den Besuch einer Kulturveranstaltung nach den Lockerungen der CoViD-19-Maßnahmen veröffentlicht, an der 2.207 Personen teilgenommen hatten. 75 Prozent der Befragten gaben an, Kulturveranstaltungen in der Zeit des Lockdowns vermisst oder sehr vermisst zu haben. 88 Prozent stimmten der Behauptung zu, dass Online-Kulturinhalte nicht das Live-Erlebnis ersetzen könnten. Mehr als 95 Prozent der Befragten gaben an, sogar in Zeiten der Pandemie Konzerte, Festivals, Ausstellungen und Aufführungen besuchen zu wollen. Fast 62 Prozent gaben ferner an, dass sie keine Angst vor einer CoViD-19-Infektion hätten.

29.7.2020

Slowenien: soziale Einrichtungen verlassen CoViD-19-Arbeitsgruppe

Der Verwaltungsrat der Gemeinschaft der sozialen Einrichtungen entschied am Montag, den 27. Juli, aus der Arbeitsgruppe des Ministeriums für Arbeit, Familie, Soziales und Gleichberechtigung für die Vorbereitung der Strategie im Falle einer zweiten Pandemie-Welle auszutreten. Grund für diesen Schritt war die Anweisung des Gesundheitsministeriums, ältere, an CoViD-19 erkrankte Personen in nicht-kritischem Zustand in Heimisolation zu belassen. Da dies den Heimen aus platztechnischen Gründen unmöglich ist, schlug der Verwaltungsrat vor, die Erkrankten in Hotels und Kasernen unterzubringen, was im Ministerium jedoch auf taube Ohren stieß. Der Verwaltungsrat hofft dennoch, dass das Ministerium seine Meinung noch ändert.

29.7.2020

"Prager Verkehrsbetrieb" erwirbt alten O-Bus

Das städtische Unternehmen "Prager Verkehrsbetrieb" (DP) erwarb kürzlich einen speziellen Oberleitungsbus (O-Bus). Hierbei handelt es sich jedoch nicht um einen neuen, sondern einen gebrauchten Wagen, den die DP von der westböhmischen Stadt Pilsen erworben hat. Der O-Bus soll nur für Schulungszwecke der künftigen Prager O-BusfahrerInnen eingesetzt werden. Der O-Bus aus heimischer Produktion des Typs "Škoda 24T" kostete gerade einmal 9.153 Euro, da dieser bereits 15 Jahre alt ist.​

29.7.2020

Tschechien: 7.688 Betriebsschließungen im ersten Halbjahr

Im ersten Halbjahr des Jahres 2020 stellten 7.688 Unternehmen in Tschechien ihren Betrieb beziehungsweise ihre Tätigkeit ein. Aktuell sind das um drei Prozent weniger als im Vorjahr, in dem ein Rekord an Schließungen verzeichnet wurde. Im Kontext der CoViD-19-Pandemie rechnen Expertinnen und Experten jedoch damit, dass dieser negative Rekord aus dem Jahr 2019 heuer noch übertroffen wird. Die Zahl an Firmenschließungen steigt seit dem Jahr 2014 kontinuierlich. Von den 7.688 aufgelösten Unternehmen des ersten Halbjahres waren 55 Prozent in der Hauptstadt Prag angesiedelt.

29.7.2020

"Serbische Nationalbank" beschließt neues Moratorium auf Kredite

​Die "Serbische Nationalbank" (NBS) beschloss am 27. Juli 2020 erneut ein Moratorium auf Kreditrückzahlung für BürgerInnen und Betriebe als Maßnahme zur Linderung der CoViD-19-Auswirkungen. Das Moratorium wird für den Zeitraum von 1. August bis 30. September 2020 gelten. SchuldnerInnen sind berechtigt, das Moratorium binnen zehn Tagen ab Benachrichtigung durch die Bank abzulehnen. ​Angaben der NBS zufolge hatten während des ersten dreimonatigen Moratoriums von März bis Juni 90 Prozent der SchuldnerInnen die Möglichkeit auf Stundung der Kreditpflichten genutzt.

28.7.2020

"AliExpress"-Pakete tauchen in Serbien unter

​Die Mühen serbischer Kundinnen und Kunden der chinesischen Online-Einzelhandelsplattform "AliExpress" finden kein Ende. Die Plattform hat Beschränkungen in Bezug auf Bestellungen aus Serbien eingeführt, sodass nur Produkte bis zu einem Wert von 4,99 US-Dollar bestellt und geliefert werden können. Grund dafür ist, dass Pakete nach der Ankunft in Serbien einfach untertauchen. Unzufriedene "AliExpress"-Kundinnen und -Kunden hatten sich in den vergangenen Monaten des Öfteren bei der Plattform beschwert und Geld zurücküberwiesen bekommen. VerbraucherInnenschutzorganisationen wie "Efektiva" schildern, dass MitarbeiterInnen der "Serbischen Post" die Pakete einfach in dem Glauben behalten würden, dass sich weder die Kundschaft noch die AbsenderInnen darüber beschweren würden. Die Lieferung der Pakete sei nur gegen enorme Versandgebühren möglich, was sich für die Kundinnen und Kunden nicht auszahlen würde.

28.7.2020

Demnächst Tender für Sanierung des Wasseraufbereitungswerks

​Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) veröffentlichte die Vorankündigungen des Tenders für die Projekterstellung und Sanierung des alten Wasseraufbereitungswerks "Makiš" in Belgrad. Der voraussichtliche Projektwert liegt bei rund zehn Millionen Euro. Dieser Tender soll über das EBRD-Portal für öffentliche Anschaffungen abgewickelt werden.

28.7.2020

Budapester Stadtverwaltung ruft Akademie für Städtediplomatie ins Leben

Die Stadt Budapest plane im Herbst eine "Akademie für Städtediplomatie" ins Leben zu rufen. Dies teilte Oberbürgermeister Gergely Karácsony (Párbeszéd - Dialog) am Montag, den 27. Juli auf seiner Facebook-Seite mit. Ziel der Akademie sei, unter Einbeziehung von Studierenden und JungakademikerInnen, den Nachwuchs für die Städtediplomatie zu sichern. Zum Leiter der acht Monate dauernden Akademie wurde Péter Balázs (parteilos), ehemaliger Außenminister und Professor der Zentraleuropäischen Universität (CEU) ernannt.​

28.7.2020

Slowenien: Fahrrad-Boom durch CoViD-19

​FahrradverkäuferInnen zählen auch in Slowenien zu den größten GewinnerInnen der CoViD-19-Krise. Die Nachfrage, besonders nach E-Bikes, ist enorm. Fast jedes zweite verkaufte Fahrrad in Slowenien ist ein E-Bike. In den Werkstätten kommt es zu Wartezeiten von bis zu sechs Wochen. Bereits zwölf slowenische Städte betreiben öffentliche Fahrradverleihsysteme, die ständig ausgebaut werden. Leider führt dieser Boom aber auch zu steigenden Verletzungen und teilweise tödlichen Unfällen.​

28.7.2020

Investitionen in Prager Eisenbahnnetz

Die "Verwaltung der Eisenbahnen" (SŽ) plant derzeit zwei große Bauprojekte im Prager Zentrum. Beim ersten Projekt handelt es sich um die Errichtung eines Stegs oberhalb der Gleise des Bahnhofs Smíchov. Dieser 103 Meter lange und 33 Meter breite Steg soll in weiterer Folge den geplanten neuen Busterminal mit dem Bahnhofsgebäude und gleichzeitig den Vorplatz des Bahnhofs mit dem sich hinter den Gleisen befindlichen Stadtteil Radlice verbinden. Beim anderen Projekt handelt es sich um die Sanierung der beiden vier Kilometer langen "Weinbergtunnel" (Vinohradské tunely), die bis zum Prager Hauptbahnhof führen. Die Bauarbeiten am Steg könnten 2022 beginnen und sollen sich auf 9,11 Millionen Euro belaufen. Für die Sanierung der Tunnel wurden 153 Millionen Euro veranschlagt.

28.7.2020

Alarmierender Corona-Abfall in Westbosnien

Mehrere Tausend Tonnen Textilabfall, welche die bosnisch-herzegowinische Firma "Krom​ reciklaža" aus Italien in die westbosnischen Gemeinden Drvar, Bosansko Grahovo und Bihać importiert hat, sorgen für große Aufregung bei der dortigen Bevölkerung. Bei dem Abfall handelt es sich um gebrauchte Schutzmasken und Schutzbekleidung aus italienischen Krankenhäusern, die nun seit Wochen unvorschriftsmäßig in verlassenen Fabrikgebäuden gelagert werden. VertreterInnen der drei Gemeinden erklären, dass es in diesem Gebiet keine Recycling-Anlagen gäbe und die Sorgen der Bevölkerung somit berechtigt seien. Die Firma "Krom​ reciklaža" aus Drvar hatte zuvor alle notwendigen Importunterlagen vom zuständigen Umweltministerium des Teillandes Föderation Bosnien-Herzegowina erhalten. Dieses hat nun der dortigen Bevölkerung und den Gemeindeverwaltungen eine Untersuchung der "Corona-Deponien" versprochen.​

28.7.2020

Universität Sarajevo unter den besten fünf Prozent

Dem aktuellen "Webometrics"-Ranking zu den besten Universitäten zufolge hat es eine bosnisch-herzegowinische Universität erstmals unter die besten 1.500 geschafft. Die Universität Sarajevo belegt im Ranking, das insgesamt 30.000 Universitäten weltweit umfasst, Platz 1.496 und hat sich somit seit Jänner um 58 Plätze verbessert. Weitere Bildungseinrichtungen in Bosnien-Herzegowina haben es im Ranking auf folgende Plätze geschafft: Universität Tuzla (3.081), Universität Banja Luka (3.843), Universität Mostar (4.722), Universität Ost-Sarajevo (5.440), Universität Bihać (8.353) und Universität Zenica (11.903).

28.7.2020

Kroatien: Corona-Warn-App ist da

Nach wochenlangen Vorbereitungen ist die kroatische CoViD-19-App zur Warnung potentiell infizierter Personen nun am Start. Gestern, am 27. Juli 2020, stellten Gesundheitsminister Vili Beroš (HDZ – Kroatische Demokratische Gemeinschaft) und der Geschäftsführer der für die App-Entwicklung zuständigen Datenverarbeitungsagentur "APIS-IT", Saša Bilić, die neue App "Stop COVID-19" vor. In den App-Stores von Google und Apple steht die App schon zum Download bereit. Laut Schätzung der ExpertInnen kann die Pandemie unter Kontrolle gebracht werden, wenn mindestens 60 Prozent der Bevölkerung die App aktiv nutzen, so Bilić. Zunächst wurde zwar betont, dass deren Installation und Nutzung auf freiwilliger Basis erfolgen soll. Der Gesundheitsminister kündigte aber in einer Sendung am selben Tag an, die App könne im Falle einer wesentlichen Verschlechterung der epidemiologischen Lage im Land zur Pflicht werden. ​

28.7.2020

Cyber-Fahrzeuge fotografieren Belgrader ParksünderInnen ab 10. August

Belgrads Vizebürgermeister Goran Vesić (SNS – Serbische Fortschrittspartei) präsentierte eine Flotte von 18 Abschlepp-Fahrzeugen für falschgeparkte Fahrzeuge, für die keine Kurzparkzonengebühr entrichtet wurde. Die Fahrzeuge sollen ab 3. August in einem 20-minütigen Intervall durch vorerst 93 Belgrader Straßen fahren und falsch geparkte Fahrzeuge dokumentieren. Diese 93 Straßen wurden als kritischste Punkte gewählt, in denen es bislang die meisten FalschparkerInnen gegeben hat. Nach siebentägiger Probe- und Mahnungszeit sollen dann ab 10. August auch Strafen fällig werden. Durch den Einsatz dieser Fahrzeuge soll der öffentliche Verkehr um zehn bis 20 Prozent beschleunigt werden. In weiterer Folge sollen die Fahrzeuge auch mit Kameras zur Lokalisierung und Meldung von Schlaglöchern auf den städtischen Straßen ausgestattet werden.

27.7.2020