City News


Aktuelle Informationen aus unseren Dialogstädten, zweimal wöchentlich knapp zusammengefasst

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Zoran Lutovac bleibt Präsident der serbischen SozialdemokratInnen

​Das serbische Ministerium für Staats- und Lokalverwaltung hat nach mehreren Monaten ein Urteil im Streit der Mitglieder der sozialdemokratischen "Demokratischen Partei" (DS) um den Parteivorsitz gefällt. Dem Urteil zufolge wurde der Antrag von Branislav Lečić für die Anerkennung seiner Wahl zum DS-Parteichef abgelehnt. Somit bleibt Zoran Lutovac der legitim gewählte Präsident der DS. Ein Teil der DS-Mitglieder hatte im Oktober 2020 einen Parteitag organisiert, bei dem Lečić zum Parteichef gewählt wurde. Allerdings fand der Parteitag ohne Genehmigung der offiziellen DS-Parteiorgane statt und wurde von der DS-Parteispitze für nichtig erklärt, da er statutenwidrig organisiert worden war.

23.2.2021

Serbien bekommt auch Astrazeneca-Impfstoff

​Am 21. Februar 2021 wurden die ersten 150.000 Dosen des CoViD-19-Impfstoffs von Astrazeneca für Serbien geliefert. Somit sind in Serbien insgesamt vier verschiedene Impfstoffe gegen CoViD-19 verfügbar. Neben Astrazeneca werden auch die Impfstoffe von Pfizer/Biontech, Sputnik V und Sinopharm verabreicht. Serbien ist das erste Land auf dem Westbalkan, das den Impfstoff von Astrazeneca beschafft hat.

22.2.2021

Impfung von Belgrader TaxifahrerInnen gestartet

​In den Hallen der Messe Belgrad wurden am 20. Februar 2021 die ersten 250 TaxifahrerInnen geimpft. Die Stadt Belgrad hat insgesamt 4.300 E-Mails an TaxifahrerInnen mit einem Angebot einer vorgezogenen Impfung gegen CoViD-19 ausgeschickt. Nach der Impfung der ersten 250 TaxlerInnen soll die Impfung in den kommenden Tagen weitergeführt werden. Laut Vizebürgermeister Goran Vesić (SNS – Serbische Fortschrittspartei) gehörten die TaxifahrerInnen zu einer Berufsgruppe mit erhöhtem Ansteckungsrisiko, weswegen die Stadt beschlossen habe, ihre Impfung vorzuziehen. Im Laufe der Woche will die Stadt Belgrad auch Impfstoffe für ArbeitnehmerInnen in Handelsketten bereitstellen.

22.2.2021

Einer der größten serbischen Sänger und Songschreiber verstorben

Đorđe Balašević (68), einer der größten serbischen Sänger und Songschreiber aller Zeiten, ist am 19. Februar 2021 an den Folgen einer CoViD-19-Infektion verstorben. Er wurde am 21. Februar im engsten Familienkreis in seiner Heimatstadt Novi Sad beigesetzt. Tausende Menschen in Serbien, aber auch in vielen ex-jugoslawischen Städten trauerten um das plötzliche Ableben eines der größten Sänger der jugoslawischen Ära. Am Montagabend hatten sich mehrere Tausende BürgerInnen am Donaukai in Novi Sad versammelt, um Đorđe Balašević mit einem Open-Air-Konzert zu würdigen. Balašević wurde drei Tage vor seinem Tod mit einer akuten Lungenentzündung in das "Klinische Zentrum Vojvodina" in Novi Sad eingeliefert. Balašević hatte sich in seinen Chanson-ähnlichen Liedern unter anderem immer wieder für die Völkerverständigung eingesetzt.

22.2.2021

"Marera Properties" kauft Belgrader BIGZ-Haus

"Marera Real Estate Partners" hat das Haus der "Belgrader Verlags- und Grafikgesellschaft" (BIGZ) gekauft. Der Kaufpreis wurde nicht bekanntgegeben. Das BIGZ-Haus ist ein Werk der serbischen modernen Architektur und wurde von einem seiner bekanntesten Vertreter, dem serbischen Architekten Dragiša Brašovan, in der Zeit von 1936 bis 1940 errichtet. "Marera" plant Investitionen von 40 Millionen Euro in das 40.000 Quadratmeter große Gebäude. Die Sanierungsarbeiten sollen binnen 18 Monaten abgeschlossen werden. Das Unternehmen übernahm 2020 auch das Hochhaus "Palais Belgrad" in der Belgrader Innenstadt, das rundum saniert wird. Das BIGZ-Haus wurde 1992 zum Kulturdenkmal erklärt, so dass keine Veränderungen am äußeren Erscheinungsbild des Gebäudes erlaubt sind.

19.2.2021

Gratis Tablets und digitale Schulbücher für Belgrader VolkschülerInnen

​Die Stadt Belgrad will ab dem Schuljahr 2021/2022 Gratis-Tablets und digitale Schulbücher für alle VolksschülerInnen von der ersten bis vierten Schulklasse bereitstellen, kündigte der Belgrader Vizebürgermeister Goran Vesić (SNS – Serbische Fortschrittspartei) an. Dabei handle es sich um nahezu 70.00​0 Tablets und digitale Schulbücher, die beschafft werden müssen. SchülerInnen aus sozial bedürftigen Familien sollen kostenloses Internet von der Stadt Belgrad bekommen. Die Stadt Belgrad will vier Millionen Euro in dieses Projekt investieren und erwartet sich, dass sich an dem Projekt auch gesellschaftlich verantwortliche Unternehmen beteiligen und die zusätzliche Projektfinanzierung abdecken.

18.2.2021

Russischer Bildhauer soll Park in Belgrad gestalten

​Belgrads Vizebürgermeister Goran Vesić (SNS – Serbische Fortschrittspartei) gab bekannt, er habe im Namen der Stadt Belgrad dem russischen Bildhauer Alexander Rukawischnikow angeboten, einen Park in Belgrad zu gestalten. Rukawischnikow ist der Schöpfer des Stefan Nemanja-Denkmals, das Ende Februar 2021 auf dem Platz vor dem ehemaligen Hauptbahnhof enthüllt wurde. Rukawischnikow habe das Angebot angenommen, es soll noch entschieden werden, welchen Park er gestalten soll. Dabei könne es sich auch um einen völlig neuen Park, der nach dem Vorbild des Güell-Parks in Barcelona geschaffen wird, handeln.

17.2.2021

Belgrad kauft zehn neue E-Busse um sechs Millionen Euro

​Die Stadt Belgrad hat beschlossen, zehn neue E-Busse des chinesischen Herstellers "Higer" zu einem Preis von 5,99 Millionen Euro zu kaufen. Das Angebot des serbisch-bulgarischen Konsortiums "DAT Holding" und "Chariot Motors AG" konnte sich bei der Ausschreibung für die Beschaffung der neuen E-Busse als bestes durchsetzen. Die Busse sollen binnen zehn Monaten geliefert werden. Gemeinsam mit den Bussen werden auch vier Ladestationen, die an den Endstationen aufgebaut werden, geliefert.

17.2.2021

Belgrad bekommt Konzerthalle um 120 Millionen Euro

​Marko Blagojev, Geschäftsführer des serbischen "Regierungsbüros zum Management von öffentlichen Investitionen", hat den Bau einer "Nationalen Konzerthalle" in Belgrad angekündigt. Demzufolge soll im Park Ušće im Stadtteil Novi Beograd eine Konzerthalle entstehen, die vorrangig von den Belgrader Philharmonikern benützt werden soll. Die Fertigstellung der Konzerthalle ist für 2024 geplant. Derzeit wird von einem Investitionswert von 120 Millionen Euro ausgegangen.

16.2.2021

Serbische Regierung beschließt drittes Wirtschafts-Hilfspaket

Die serbische Regierung hat das dritte staatliche Hilfspaket für die serbische Wirtschaft und die BürgerInnen zur Linderung der CoViD-19-Folgen beschlossen. Es beträgt 249,4 Milliarden Serbische Dinar (circa 2,2 Milliarden Euro). Alle volljährigen BürgerInnen haben Anspruch auf zwei Zahlungen von je 30 Euro, während die PensionistInnen zusätzlich dazu eine einmalige Überweisung von 50 Euro bekommen sollen. Für Betriebe und UnternehmerInnen sind 50 Prozent des Durchschnittslohns im Zeitraum von drei Monaten vorgesehen. Berechtigt für diese Hilfe sind 1,5 Millionen ArbeitnehmerInnen. Für die Gastwirtschaft, Reisebüros, Hotellerie, ReiseführerInnen sowie Autovermietungsfirmen ist neben der genannten Hilfe noch ein volles Durchschnittsgehalt als Unterstützung vorgesehen. ReisebusbetreiberInnen erhalten 600 Euro pro zugelassenem Bus, während die Hotels 350 Euro pro Bett und zusätzlich 150 Euro pro Zimmer überwiesen bekommen sollen. Die gesamte CoViD-19-Staatshilfe erreicht samt drittem Hilfspaket 953,4 Milliarden Serbische Dinar (circa 8,2 Milliarden Euro).​

12.2.2021

Tschechischer Ministerpräsident zu Besuch in Serbien

Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babiš war am 10. Februar 2021 zu einem offiziellen Besuch in Serbien und traf seine serbische Amtskollegin Ana Brnabić (SNS – Serbische Fortschrittspartei). Im Mittelpunkt der bilateralen Gespräche stand der Kampf gegen CoViD-19. Die Tschechische Republik sei an den serbischen Erfahrungen bei der Virusbekämpfung interessiert, weswegen Ministerpräsident Babiš auch die Massenimpfzentren besuchte. Abgesehen von den CoViD-19-Themen, betonte Ministerpräsident Babiš, würde sich seine Regierung weiterhin für eine Erweiterung der Europäischen Union (EU) auf den Westbalkan und die Aufnahme Serbiens in die EU einsetzen.​

11.2.2021

Virtuelle Tour durch Belgrader Festung

Das öffentliche Unternehmen "Belgrader Festung" bietet auf seiner neuen Website ein neues Angebot an. Es handelt sich um eine virtuelle 3D-Tour durch die Belgrader Festung Kalemegdan, die gemeinsam mit dem serbischen Ministerium für Handel, Tourismus und Telekommunikationen umgesetzt wurde. Die Inhalte im Rahmen der Tour sind auf Serbisch, Englisch, Deutsch, Russisch, Chinesisch und Türkisch zugänglich. Die virtuelle Tour dauert zwei Stunden. Darüber hinaus wurden auch sechs Filme über die wichtigsten Denkmäler auf der Festung produziert. Die Tour ist unter dem Link https://www.beogradskatvrdjava.co.rs/virtual-tour/ abrufbar.​

11.2.2021

Verhandlungen über zentralisierte Belgrader Verkehrssteuerung

Die Stadt Belgrad und die französische Firma "Regié Autonomes des Transports Parisiens" (RATP) starteten Verhandlungen über die Einführung eines zentralisierten Steuerungssystems im Belgrader öffentlichen Verkehr. RATP betreibt den öffentlichen Personennahverkehr in Paris. Der Belgrader Vizebürgermeister Goran Vesić (SNS – Serbische Fortschrittspartei) hofft auf einen erfolgreichen Verhandlungsausgang mit RATP, der eine Optimierung des öffentlichen Verkehrs, wie etwa die Abschaffung von doppelten Linienführungen sowie die Einführung von neuen Linien ermöglichen soll. RATP soll in nächster Zeit das Verkehrsmonitoring in Belgrad starten. In Belgrad gibt es mehr als 530 Linien im öffentlichen Personennahverkehr mit 1.664 Fahrzeugen im Einsatz.​

10.2.2021

Gerüchte über Ablösung des Belgrader Bürgermeisters

Das oppositionsnahe Informationsportal "Direktno" spekuliert über mögliche Personaländerungen in den obersten Gremien der Stadt Belgrad. Demzufolge plane Serbiens Staatspräsident Aleksandar Vučić (SNS – Serbische Fortschrittspartei) im März 2021 wichtige Rochaden. So sollen der formelle Bürgermeister Zoran Radojičić (parteilos) und Vizebürgermeister Goran Vesić (SNS), der in Belgrad die Fäden zieht, durch den Bezirksvorsteher von Novi Beograd, Aleksandar Šapić (SPAS – Serbische patriotische Allianz), der das Bürgermeisteramt übernehmen soll, ersetzt werden. Vizebürgermeister Vesić trage immer mehr zum negativen Rating der SNS in der Hauptstadt im Vorfeld der im Frühjahr 2022 anstehenden Gemeinderatswahlen bei. Šapić, der auf landesweiter Ebene bereits eine Koalition mit der SNS einging, hätte noch ein gutes Ansehen in Belgrad, das genützt werden müsse. Auch sei ein Zusammenschluss von SPAS mit der SNS nicht ausgeschlossen.​

10.2.2021

Belgrad sucht BetreiberInnen für S-Bahn

​Die Stadt Belgrad beabsichtigt, 800 bis 900 Millionen Euro in die Entwicklung des S-Bahn-Netzes zu investieren und möchte dabei mit neuen S-Bahn-BetreiberInnen zusammenarbeiten. Vizebürgermeister Goran Vesić (SNS – Serbische Fortschrittspartei) kündigte an, es würden mit französischen Firmen Verhandlungen über die Übernahme und den Betrieb des Belgrader S-Bahn-Systems geführt. Derzeit zahlt die Stadt für den S-Bahn-Betrieb jährlich 1,4 Milliarden Serbische Dinar (circa zwölf Millionen Euro) an die Bahngesellschaft "Srbija voz". Um den S-Bahn-Betrieb aufrechtzuerhalten, müssten bis Jahresende mindestens sieben neue Zuggarnituren um 35 Millionen Euro beschafft werden sowie weitere zwölf im Jahr 2022 um 60 Millionen Euro, so Vizebürgermeister Vesić.

9.2.2021

Belgrad: Touristische Beschilderung auf Französisch

​Die touristische Beschilderung in der serbischen Hauptstadt soll bis Mitte 2021 auch in französischer Sprache angebracht werden. Das bestätigte Belgrads Vizebürgermeister Goran Vesić (SNS – Serbische Fortschrittspartei). Derzeit gibt es in Belgrad touristische Informationsschilder auf Serbisch, Englisch und Chinesisch. Die Einführung der französischsprachigen Tourismusschilder begründete Vizebürgermeister Ves durch die verbesserten serbisch-französischen Beziehungen sowie den Wunsch, die französische Sprache mehr zu promoten.

7.2.2021

Belgrad plant neue Ökobus-Linie

​Der Vizebürgermeister von Belgrad, Goran Vesić (SNS – Serbische Fortschrittspartei), hat die Inbetriebnahme einer weiteren umweltfreundlichen Buslinie angekündigt. Eine Ausschreibung der Stadt für die Beschaffung von zehn neuen E-Bussen ging am 28. Jänner zu Ende, es wurden zwei Angebote eingereicht. Die Entscheidung über die Auftragsvergabe soll in den kommenden Wochen fallen. Diese Busse sollen auf Linien durch die Belgrader Innenstadt eingesetzt werden. Geplant sei eine Linienführung vom Stadtteil Belgrad am Wasser, über den Save-Platz, entlang der Nemanjina-Straße, dem Slavija-Platz sowie dem zentralen Platz der Republik bis hin zur Belgrader Festung Kalemegdan. Mit dem Einsatz der umweltfreundlichen Busse soll die Luftverschmutzung in der Innenstadt deutlich verringert werden.

7.2.2021

Serbien baut Kommunalinfrastruktur gemeinsam mit China aus

​Das serbische Ministerium für Bau, Verkehr und Infrastruktur und die chinesische "China Road and Bridge Corporation" (CRBC) schlossen am 5. Februar 2021 einen Vertrag über die Projektierung und den Ausbau der Kommunalinfrastruktur sowie den Ausbau der Infrastruktur zur Festabfall-Lagerung in Serbien ab. Der Vertragswert beträgt 3,2 Milliarden Euro. Dieses Projektvorhaben soll zahlreichen serbischen Städten und Gemeinden ermöglichen, die jahrzehntelangen Probleme bei der Abwasserklärung und der Festabfall-Behandlung zu lösen. Geplant sei die Errichtung von Kläranlagen, eines Kanalisationsnetzes und von Kanalisations-Pumpenstationen in 65 Städten und Gemeinden. An sechs Standorten sollen regionale Mülldeponien saniert beziehungsweise ausgebaut werden.

6.2.2021

Serbien: Große Polizeiaktion gegen organisierte Kriminalität

​Die serbische Polizei hat am 4. Februar 2021 einen Großeinsatz gegen die organisierte Kriminalität durchgeführt. Im Rahmen dieser Aktion wurden insgesamt 19 Personen festgenommen. Gegen sie besteht der Verdacht, zahlreiche Verbrechen wie Morde, Erpressungen, Schutzgeldeinforderung, Drogenhandel sowie Entführungen, begangen zu haben. Der Anführer der Bande ist Veljko Belivuk, Chef der Hooligan-Gruppe "Principi" des Fußballklubs FC Partizan Belgrad. Am Donnerstag stürmten Sondereinheiten der serbischen Polizei die Stadien von FC Partizan und FC Roter Stern auf der Suche nach Waffen und Beweismaterial. Serbiens Staatspräsident Aleksandar Vučić (SNS – Serbische Fortschrittspartei) kündigte ein noch stärkeres Vorgehen gegen organisierte Verbrechergruppen an und bezeichnete die gestrige Aktion als starken Schlag gegen die Mafia.

5.2.2021

Belgrad und Lyon planen Kooperationsabkommen

​Die Städte Belgrad und Lyon wollen ein Abkommen in den Bereichen Kultur, Sport und öffentlicher Verkehr abschließen, kündigte Belgrads Vizebürgermeister Goran Vesić (SNS – Serbische Fortschrittspartei) an. Ebenfalls soll es im Rahmen des geplanten Kooperationsabkommens zu einem Erfahrungsaustausch im Verwaltungsbereich kommen. Diese Absichten wurden im Rahmen eines Besuchs der Belgrader Stadtdelegation anlässlich des geplanten U-Bahn-Baus in Belgrad in Kooperation mit französischen Firmen erklärt. Darüber hinaus soll ein Park in Belgrad nach Lyon benannt werden als Zeichen der Dankbarkeit dafür, dass es in Lyon bereits seit Jahrzehnten eine nach Serbien benannte Straße gibt.

4.2.2021

Neue Amtszeit für Generalintendanten beim Serbischen Rundfunk

​Dragan Bujošević wurde Anfang Februar 2021 zum Generalintendanten des Serbischen Rundfunks (RTS) wiedergewählt. In der Sitzung des RTS-Vorstands erhielt die Kandidatur von Bujošević sieben von neun Stimmen der Vorstandsmitglieder. Die Wahl des neuen Generalintendanten erfolgte erst im dritten Anlauf, da bei den vorangegangenen Stellenausschreibungen sämtliche Kandidaturen, darunter auch jene von Bujošević, abgelehnt wurden. Für RegierungskritikerInnen ist die Wahl von Dragan Bujošević, der schon vor einem Jahr hätte pensioniert werden müssen, keine Überraschung und deute​ auf die Absicht der Regierung hin, den öffentlich-rechtlichen Sender weiterhin fest im Griff behalten zu wollen.

4.2.2021

Zentrum von Novi Beograd zum Kulturgut erklärt

​Das Belgrader "Kulturdenkmalschutzamt" gab bekannt, dass das Zentrum des westlichen Belgrader Bezirks Novi Beograd per Regierungsbescheid zum Kulturgut erklärt wurde. Dieses kulturhistorische Ensemble besteht aus neun Wohnblöcken, die in den 1960er-Jahren entstanden sind. Laut ursprünglichen Bebauungsplänen für Novi Beorgad waren mehrere Plätze geplant, deren Bau aus wirtschaftlichen Gründen nicht umgesetzt werden konnte. Stattdessen entstanden Plattenbauviertel, von denen beispielsweise das Wohnviertel Block 23 im Jahr 2019 in die permanente Ausstellung des New Yorker MOMA-Museums aufgenommen wurde.​

2.2.2021

BelgraderInnen wählen U-Bahn-Züge aus

Eine Delegation der Stadt Belgrad war gemeinsam mit Staatspräsident Aleksandar Vučić (SNS – Serbische Fortschrittspartei) und Finanzminister Siniša Mali (SNS) zum offiziellen Staatsbesuch in Frankreich. Im Rahmen der bilateralen Treffen wurden auch Gespräche über die Umsetzung des Belgrader U-Bahn-Projekts ab Ende 2021 geführt. Demzufolge soll die französische Partnerfirma am U-Bahn-Projekt "Alstom" sechs verschiedene Zuggarnituren für das Belgrader U-Bahn-System anbieten. Davon würden drei in die engste Auswahl kommen. Die Endauswahl der Zuggarnituren würde dann den Belgraderinnen und Belgradern bei einer öffentlichen Umfrage überlassen.​

2.2.2021

Serbien bereitet Energie-Investitionsplan von zehn Milliarden Euro vor

​Das serbische Ministerium für Bergbau und Energie hat einen Investitionsplan für den Energie- und Bergbaubereich in Höhe von zehn Milliarden Euro vorbereitet, gab Serbiens zuständige Ministerin, Zorana Mihajlović (SNS – Serbische Fortschrittspartei) bekannt. Die oberste Priorität im Rahmen dieses Plans sei die Errichtung von mittelgroßen und großen Wasserkraftwerken, da es sich um nachhaltige Energiequellen handle. Des Weiteren seien Investitionen in die Energieeffizienz sowie in erneuerbare Energiequellen geplant. Als kritischsten Punkt im serbischen Stromversorgungssystem nannte die Ministerin das Vertriebsnetz, in dessen Instandhaltung bislang wenig investiert wurde.

2.2.2021

Belgrad fordert Gesetzesänderungen für höhere Einnahmen aus Fahrscheinverkauf

​Die Stadt Belgrad bereitet eine Kampagne zur Steigerung der Einnahmen aus dem Fahrscheinverkauf für den öffentlichen Verkehr ab Frühjahr 2021 vor. Laut Erkenntnissen der Zeitung "Večernje novosti" will die Stadt Belgrad Änderungen des Arbeitsgesetzes beantragen. Demzufolge wären die ArbeitgeberInnen verpflichtet, allen ArbeitnehmerInnen die Kosten für die Monatskarte zu erstatten und zwar direkt per Überweisung an die BetreiberInnen des öffentlichen Verkehrs in der Hauptstadt. Falls sie dies ablehnen, wären die ArbeitgeberInnen verpflichtet, eine Umweltgebühr in Höhe der Monatskarte an die Stadt Belgrad zu entrichten.​

1.2.2021

Belgrader Impfzentren desinfiziert

​Die Impfung in allen Impfzentren der Stadt Belgrad wurde am 31. Jänner 2021 für einen Tag gestoppt. Grund dafür war die geplante Desinfektion der Hallen 3 und 11 des Massenimpfzentrums in der Messe Belgrad, in denen sich die Impfstellen befinden, sowie von allen Bezirksambulatorien mit Impfstellen. Bislang konnten mehr als 100.000 BelgraderInnen geimpft werden, davon mehr als 50.000 allein in der Messe Belgrad. Im Laufe der Woche soll ein weiteres Impfzentrum im "Belexpocenter" eröffnet werden.

1.2.2021

Stefan Nemanja-Denkmal in Belgrad enthüllt

​In Anwesenheit der serbischen Regierung, angesehenen Gästen sowie mehreren Tausenden BürgerInnen wurde am 27. Jänner 2021 das Denkmal des serbischen mittelalterlichen Staatsgründers, Stefan Nemanja enthüllt. Das Denkmal am rundum sanierten Platz vor dem Alten Belgrader Hauptbahnhof ist 23 Meter hoch und ein Kunstwerk des russischen Bildhauers Alexander Rukawischnikow. Kunst- und ArchitekturexpertInnen halten die Denkmalenthüllung für eine Machtdemonstration, rund um den​ Personenkult des serbischen Staatspräsidenten Aleksandar Vučić (SNS – Serbische Fortschrittspartei). Bei der Denkmalenthüllung wurden die CoViD-19-Maßnahmen in Bezug auf das Versammlungsverbot von mehr als fünf Personen nicht eingehalten.

29.1.2021

Weniger Eheschließungen und Scheidungen in Belgrad

​Die CoViD-19-Pandemie hatte Auswirkung sowohl auf die Eheschließungen als auch Scheidungen im Jahr 2020 in Belgrad. Den Angaben der Belgrader Magistratsabteilung für Verwaltungsangelegenheiten zufolge, wurden im Jahr 2020 5.788 Ehen geschlossen, was etwa 3.000 Ehen wenige sind, als im Jahr 2019. Zugleich gab es 2.406 Scheidungen beziehungsweise um 333 weniger als im Vorjahr. Die beliebtesten Monate für Eheschließungen in Belgrad waren jahrelang Mai und September, wurden aber 2020 von Oktober abgelöst, in dem 861 Ehen geschlossen wurden.

28.1.2021

Serbischer Staatspräsident kündigt neues CoViD-19-Hilfspaket an

​Serbiens Staatspräsident Aleksandar Vučić (SNS – Serbische Fortschrittspartei) hat die Schnürung eines neuen Hilfspakets für die Wirtschaft und die Bevölkerung angekündigt. Ihm zufolge soll dieses Paket einen Wert von 2,5 Milliarden Euro haben. So sollen alle volljährigen BürgerInnen im Mai respektive November 2021 jeweils 30 Euro ausbezahlt bekommen, während PensionistInnen insgesamt 110 Euro überwiesen werden soll. Klein- und Mittelbetrieben sollen Mittel zukommen, um drei halbe Mindestlöhne für alle ArbeitnehmerInnen ausbezahlen zu können. Diese Maßnahme wird angeblich derzeit auch für Großbetriebe überlegt. Die Umsetzung der Wirtschaftsmaßnahmen soll mit 1. April 2021 starten.

27.1.2021

Belgrad: Papierparkscheine sind Geschichte

​Seit der Einführung des Systems zur elektronischen Parkgebührenentrichtung "E-Parking" im August 2020 sind Papierparkscheine in Belgrad Geschichte. Nun bietet das öffentliche Parkraumbewirtschaftungsunternehmen "Parking servis" allen FahrerInnen im Besitz von Papierparkscheinen die Möglichkeit, sie gegen Bargeld einzulösen. Diese Möglichkeit steht bis Ende Juni 2021 zur Verfügung. Das Bezahlen von Parkgebühren in Belgrad ist nunmehr nur mit SMS, Kreditkarten oder einem in der E-Parking-App deponierten Guthaben möglich.

27.1.2021