City News


Aktuelle Informationen aus unseren Dialogstädten, zweimal wöchentlich knapp zusammengefasst

-

TaxifahrerInnen in Budapest wollen Tarife um 30 Prozent erhöhen

Aufgrund der rapid steigenden Kraftstoffpreise möchten Budapester TaxifahrerInnen die Grundtaxe, das Kilometergeld sowie die Kosten der Wartezeit um insgesamt 30 Prozent erhöhen. Der Mitteilung des Taxiverbandes zufolge seien die Kosten der TaxifahrerInnen in den letzten fünf Jahren erheblich gestiegen, wobei das Tarifsystem seit 2018 unverändert geblieben ist. Dazu kommt noch, dass seit 2019 aufgrund der Pandemie landesweit 3.500 TaxifahrerInnen den Sektor verlassen haben. Die Anzahl der Budapester TaxifahrerInnen ist ebenfalls von 7.000 auf rund 5.000 geschrumpft.​

19.10.2021

Neue Privatklinik in ungarischer Hauptstadt eröffnet

Die TritonLife-Gruppe hat eine neue Privatklinik im neunten Budapester Bezirk am Donauufer eröffnet. Im Krankenhaus werden vor allem Patientinnen und Patienten mit Muskel-Skelett-Erkrankungen behandelt. Das neu eröffnete Spital ist neben dem TritonLife-Privatkrankenhaus das erste hauptstädtische Zentrum des Privatversorgers, wo sowohl ambulante als auch stationäre Behandlungen möglich sind. Der neue Standort ist in erster Linie der Bewegungschirurgie gewidmet, die Infrastruktur wurde entsprechend ausgelegt. Es gibt zwei hochmoderne Operationssäle, 18 Betten, eine Diagnostikabteilung, Räume für Bewegungsrehabilitation und Ambulanzen. Die TritonLife-Gruppe soll bald ein drittes Privatkrankenhaus in Budapest eröffnen.

18.10.2021

Revolution der neuen Opposition bei den Vorwahlen in Ungarn

Die Vorwahl der Oppositionsparteien in Ungarn endete mit der größten Überraschung der vergangenen Jahre: Péter Márki-Zay (MMM – Bewegung Ungarn von allen) besiegte Klára Dobrev (Demokratische Koalition – DK), die Siegerin der ersten Runde, mit einem selbstsicheren, ​13-prozentigen Vorsprung. In der zweiten Runde traten nur noch die beiden KandidatInnen Dobrev und Márki-Zay gegeneinander an. Der liberalkonservative Bürgermeister der ostungarischen Stadt Hódmezővásárhely erhielt 56,7 Prozent der Stimmen. Damit wird er als Ministerpräsidentenkandidat der gemeinsamen Opposition Langzeitpremier Viktor Orbán (Fidesz – Bund Junger Demokraten) bei der Parlamentswahl im Frühjahr 2022 herausfordern. Laut Márki-Zay bedeutet sein Sieg, dass die alte Opposition durch eine neue Opposition abgelöst worden ist.​

17.10.2021

Bedürftige in Budapest bekommen 55 Euro für Impfung

Im 8. Budapester Bezirk wurde der Geldzuschuss, den bedürftige BürgerInnen erhalten, wenn sie sich gegen das Coronavirus impfen lassen, verdoppelt. Die Bezirksverwaltung hat noch im Herbst eine Impfprämie in Höhe von 28 Euro für gefährdete BezirksbewohnerInnen mit einem monatlichen Einkommen unter 200 Euro eingeführt. Dieser Betrag wurde jetzt verdoppelt und beläuft sich momentan auf 55 Euro. Die Unterstützung kann beantragt werden, wenn im Haushalt der antragstellenden Person alle Erwachsenen geimpft sind. AntragstellerInnen müssen beide Impfdosen bis zum 31. Dezember 2021 verabreicht bekommen.​

14.10.2021

Unternehmen für Rattenbekämpfung gewinnt Klage gegen Stadt Budapest

Das Unternehmen "Bábolna Bio", das die Schädlingsbekämpfung in der ungarischen Hauptstadt jahrzehntelang durchgeführt hat, hat eine Klage gegen die Stadt Budapest gewonnen. Der Oberste Gerichtshof hat festgestellt, dass die Stadt noch 2018 bei der Vertragsvergabe ein ungültiges Angebot angenommen hat. Das Unternehmen "Bábolna Bio", das Budapest 47 Jahre lang rattenfrei hielt, hat damals den Vertrag an das Konsortium RNBH, das aus vier Unternehmen besteht, verloren. Nach drei Jahren hat nun der Gerichtshof entschieden, dass die Entscheidung der Budapester Stadtverwaltung gegen das Ausschreibungs- und Vergabegesetz verstoßen hat. Das Urteil ist rechtskräftig.​

14.10.2021

Ergebnisse der Untersuchungskommission in der ungarischen Hauptstadt verzögern sich

Die Untersuchungskommission für Korruptionsfälle der Stadt Budapest hat sein Mandat nach eigenem Ermessen verlängert. Dementsprechend werden die Ergebnisse der Untersuchungen erst Ende August 2022, lange nach den Parlamentswahlen veröffentlicht. Vorsitzender der Kommission, der Budapester Gesundheitsrat Gábor Havasi (Momentum) erklärte, dass die Kommission aufgrund der Covid-Pandemie acht Monate lang nicht tagen konnte und die Einholung der Dokumente daher auch langsamer erfolgte. Untersucht wurden bisher das Budapester Parksystem, die Ausschreibung für die Schädlingsbekämpfung aus dem Jahr 2018 sowie das Projekt des E-Ticket-Systems der Budapester Verkehrszentrale (BKK).​

13.10.2021

Oberbürgermeister von Budapest verzichtet auf Spitzenkandidatur der Oppositionsparteien

Budapests Oberbürgermeister, Gergely Karácsony (Párbeszéd – Dialog), hat am Freitag, den 8. Oktober 2021, angekündigt, sich aus dem Rennen um die Spitzenkandidatur der Oppositionsparteien bei den Parlamentswahlen 2022 zurückzuziehen. Seine Entscheidung, zugunsten des liberalkonservativen Drittplatzierten der ersten Runde der Vorwahl, Péter Márki-Zay (MMM – Bewegung Ungarn von allen), zurückzutreten, sorgte für große Überraschung, da der Oberbürgermeister bisher als chancenreichster Ministerpräsidentenkandidat betrachtet wurde. Karácsony zufolge könnte die Spitzenkandidatin der Partei "Demokratische Koalition" (DK), Klára Dobrev, auch die zweite Runde der Vorwahl gewinnen, wenn er nicht zurücktreten würde, sie könnte jedoch Orbán bei den Parlamentswahlen bestimmt nicht bezwingen. Er wird sich hinter Márki-Zay stellen, da es "im Interesse der Heimat" ist.​

9.10.2021

Carsharing-Flotte in Budapest um Kleintransporter erweitert

Seit über drei Jahren ist in Budapest durch das Unternehmen "Mol Limo" Carsharing verfügbar. Im Laufe der Jahre erweiterte das Unternehmen sowohl sein Dienstleistungsgebiet als auch sein Fahrzeugsortiment. Die Flotte des Carsharing-Anbieters umfasst bereits 400 Pkws, Ausflüge bis zu drei Tagen außerhalb Budapests sind auch möglich. Als nächsten Schritt bietet "Mol Limo" seit Oktober 2021 acht Opel Combo Cargo Vans an, die besonders bei Umzügen oder beim Kauf von großen Möbelstücken hilfreich sein können. Die Fahrzeuge haben Platz für drei Personen und einen großzügigen Laderaum von bis zu einer Tonne Fassungsvermögen.

9.10.2021

Ungarische Hauptstadt und zwei weitere Regionen auf ECDC-Karte rot eingefärbt

Auf der Covid-19-Karte des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) gibt es aktuell keinen einzigen grünen Bereich in Ungarn. Auf der neuesten Karte wurden zwei Regionen und die Hauptstadt Budapest sogar rot eingefärbt. Dem ECDC zufolge verschlechtert sich die epidemiologische Lage in Ungarn rapide. Vor nur einer Woche war noch die Hälfte des Landes in der grünen Kategorie.

8.10.2021

EinwohnerInnenzahl der ungarischen Hauptstadt schrumpft weiterhin

Die Bevölkerung in Budapest ist in den letzten sechs Jahren erheblich geschrumpft. Parallel dazu wandern seit 2015 immer mehr BürgerInnen in den Ballungsraum der Hauptstadt aus. Eine bedeutende Rolle spielen dabei unter anderem auch die extrem steigenden Immobilienpreise in Budapest. ExpertInnen zufolge ist der Trend zur Stadtrandbesiedelung und Umlandzersiedelung langfristig schädlich und steht den Klimazielen entgegen. Zu den gravierendsten Problemen gehört in erster Linie die anhaltende Stau- und Verkehrsproblematik.​

7.10.2021

Der Budapester Stadtteil Újbuda ist siebentbester Platz auf der Welt

Der Stadtteil Újbuda, Budapests 11. Bezirk ist im britischen "Time Out"-Magazin unter die zehn beliebtesten Plätze der Welt gewählt worden. Hervorgehoben wurde dabei die schattige Allee der "Bartók Béla"-Straße, der ins Kaffeehaus umgewandelte Busbahnhof des Bezirks, die einstige Open-Air-Bühne, die inzwischen als Lokal und Konzertstätte funktioniert, sowie die vielen Restaurants, Cafés und Bars, der Sandstrand am Kopaszi-Damm und das kürzlich in den Bezirk umgezogene Rockerlokal "Dürer Garten". Damit befindet sich Újbuda in guter Gesellschaft: Unter den besten zehn Plätzen ist Neukölln in Berlin, Chelsea in New York und Silver Lake in Los Angeles. Erst kürzlich veröffentlichte das Magazin die Rangliste der besten Städte der Welt. Da steht Budapest auf Platz 29.​

7.10.2021

Antikörper-Tests in Budapester SeniorInnenheimen durchgeführt

Die Budapester Stadtverwaltung hat Antikörper-Tests in den Budapester SeniorInnenheimen durchgeführt. Getestet wurden 1.002 BewohnerInnen und 503 MitarbeiterInnen. 95,81 Prozent der untersuchten älteren Personen haben Antikörper entwickelt, während es unter den Angestellten 97,6 Prozent waren. Basierend auf den Daten konnte ebenfalls untersucht werden, wie die Impfung die Antikörper beeinflusst. Laut dem Ergebnis hatten 93,42 Prozent der zweitgeimpften und 99,24 Prozent der drittgeimpften SeniorInnen Antikörper. Im Fall der MitarbeiterInnen, konnten 99,02 Prozent nach einer Vollimmunisierung Antikörper entwickeln. Diejenigen, die auch eine dritte Dosis erhalten haben, haben alle schützende Antikörper entwickelt.

6.10.2021

Staat erwirbt Vorkaufsrecht für die wertvollsten Budapester Wohnungen

Durch eine seit dem 29. Juni 2021 geltende Änderung des Denkmalschutzgesetzes wird dem ungarischen Staat ein Vorkaufsrecht für Immobilien in Weltkulturerbestätten, die größer als 200 Quadratmeter sind, gesichert. Betroffen davon sind in der ungarischen Hauptstadt die wertvollsten Wohnungen im Budaer Burgviertel, in der Andrássy-Straße und in der Nähe des Donauufers. Der offiziellen Mitteilung der Regierung zufolge soll die Regelung lediglich verhindern, dass wertvolle Immobilien in Weltkulturerbegebieten in ausländische Hände fallen. KritikerInnen werfen der Regierung vor, eventuelle Verkaufsverhandlungen dadurch erheblich zu erschweren.​​

5.10.2021

Weiterhin keine öffentlichen Schiffe in Budapest

Der Budapester Gemeinderat entschied, die öffentlichen Schiffe der "Budapester Verkehrsbetriebe" (BKV) auch im kommenden Jahr nicht in Verkehr zu setzen. Die Entscheidung ist Teil der Sparmaßnahmen, die der Gemeinderat im Zuge des Budgetausgleichs verabschiedet hat. Laut Oberbürgermeister Gergely Karácsony (Párbeszéd - Dialog) ist der Betrieb der inzwischen recht veralteten öffentlichen Schiffe mit Zusatzkosten in Höhe von 1,68 Millionen Euro verbunden. Die Öffi-Schiffe wurden 2012 eingeführt und erfreuten sich recht großer Beliebtheit. 2019 gingen rund 300.000 PassagierInnen an Bord der öffentlichen Schiffe. Allerdings hätten die 40 Jahre alten Fahrzeuge eine Modernisierung nötig, was sich die Stadtführung vorerst nicht leisten kann.​

4.10.2021

Termin der 2. Vorwahl der Opposition in Ungarn steht fest

Der Termin der zweiten Runde der Vorwahl der Oppositionsparteien für die Parlamentswahlen im April 2022 wurde bekannt gegeben. Die zweite Runde, bei der entschieden wird, wer sich bei den Parlamentswahlen dem Langzeitpremier Viktor Orbán (Fidesz – Bund Junger Demokraten) stellen wird, findet vom​ 10. bis 16. Oktober statt. Laut offizieller Mitteilung des Nationalen Vorwahlkomitees sollen die finalen Ergebnisse der zweiten Runde bereits am 17. Oktober veröffentlicht werden. Diesmal werden Wahlberechtigte ihre Stimmen landesweit unabhängig vom Wohnsitz abgeben können.​

3.10.2021

Anzahl der "MOL-Bubi"-Bikes in Budapest wird erhöht

Ab Oktober 2021 wird die Zahl der Budapester Leihräder "MOL Bubi" um 50, ab November um 310 neue Fahrräder erweitert. Das gab die Budapester Verkehrszentrale (BKK) bekannt. Seit der kompletten Erneuerung des Fahrradverleihsystems im Frühling benutzen immer mehr Menschen City-Bikes. Im Rahmen der Erneuerung wurden die Mietpreise des Leihradsystems um die Hälfte reduziert und das Gewicht der Räder um 3,1 Kilogramm verringert. Im Moment stehen in ganz Budapest 1.200 öffentliche Fahrräder und 158 Leihstationen zur Verfügung.​


 

2.10.2021

Erste Runde der Vorwahl der Opposition in Ungarn abgeschlossen

In Ungarn hat die Vorwahl der Oppositionsparteien für die Parlamentswahlen im April 2022 von 18. bis 28. September 2021 stattgefunden. Die Wahlergebnisse wurden am 30. September veröffentlicht und sorgten für eine große Überraschung: Klára Dobrev, Ministerpräsidentenkandidatin der linken Partei "Demokratische Koalition" (DK) und Gattin des Ex-Premiers Ferenc Gyurcsány (DK) hat die Vorwahl mit 34,8 Prozent der Stimmen gewonnen. Ihr folgten der Budapester Oberbürgermeister Gergely Karácsony (Párbeszéd – Dialog) mit 27,3 Prozent und Péter Márki-Zay (Bewegung Ungarn von allen – MMM) mit 20,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung war deutlich höher als erwartet: Rund 633.000 Wahlberechtigte haben ihre Stimmen abgegeben. Demnächst findet die zweite Runde statt, bei der entschieden wird, wer sich bei den Parlamentswahlen 2022 dem Langzeitpremier Viktor Orbán (Fidesz – Bund Junger Demokraten) stellen wird.​


1.10.2021

Westbahnhof in Budapest wird zweistöckig

Das Budapester Entwicklungszentrum (BFK) schreibt noch im Oktober einen Planungswettbewerb für die Sanierung des Westbahnhofs in Budapest aus. Der Kopfbahnhof, der eine zentrale Rolle im Pendlerverkehr der ungarischen Hauptstadt spielt, wird im Rahmen der "Bahn-Strategie für das Ballungsgebiet von Budapest" modernisiert und erweitert. Die historische Bahnhofshalle soll erhalten und nach unten erweitert werden. Dadurch soll im Erdgeschoss Platz für 12 Gleise und in der unteren Etage für weitere sechs Gleise geschaffen werden. Ziel der Budapester Bahnstrategie ist es, dass bis 2040 mindestens vier Züge pro Stunde aus den Vororten nach Budapest fahren, um so die Straßen der Hauptstadt vom Autoverkehr zu entlasten.​

30.9.2021

Eisenbahnbrücke in Budapest wird recycelt

​Zwischen der Werftinsel und dem Stadtteil Óbuda (Altofen) wird eine zweistöckige Brücke für FußgängerInnen und RadfahrerInnen gebaut. Dazu wird ein Teil der Budapester Eisenbahnbrücke, die bald demontiert wird, verwendet. Das große Brückenteil wird per Schleppboot an seinen neuen Verwendungsort transportiert. Durch die Wiederverwendung der alten Brückenkonstruktion wird beim Projekt viel Geld eingespart.​


30.9.2021

Moody's bestätigt Budapests Rating

Die Kreditrating-Agentur Moody's hat das Baa3-Kreditrating von Budapest bestätigt und die Kreditaussichten der Stadt von "positiv" auf "stabil" geändert. Den Erwartungen zufolge soll die Hauptstadt in den nächsten Jahren trotz Schwierigkeiten wegen der Coronavirus-Pandemie wesentliche finanzielle Maßnahmen treffen. Die Schulden der Hauptstadt sollen ebenfalls sinken. Diese Woche hat Moodys die Finanzaussichten auch für Ungarns Staatsschulden von "Baa3" auf "Baa2" aufgewertet. Dieses Ereignis soll das Wirtschaftswachstum der Hauptstadt ebenfalls positiv beeinflussen. Moody's stellte jedoch auch fest, dass sich die Finanzleistung Budapests im Zeitraum 2020 und 2021 trotz günstigerer makroökonomischer Aussichten deutlich verschlechtert hat.​​


29.9.2021

Hochgeschwindigkeitszug zwischen Budapest und Warschau in Planungsphase

​Die ungarische Regierung hat noch 2020 den Bau einer Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Budapest und Warschau beziehungsweise zwischen den Hauptstädten der V4-Länder angekündigt. Das Projekt soll eine grüne Verkehrsalternative bieten und gleichzeitig Ungarn ins westeuropäische Schnellbahnnetz einbinden. Laut des Ministeriums für Innovation und Technologie (ITM) sollen auch Wien und damit Westeuropa an das Bahnnetz angeschlossen werden. Nun wurde eine öffentliche Ausschreibung für die Umweltverträglichkeitsstudie und die Einholung erforderlicher Umweltgenehmigungen ausgeschrieben. Der Planungsvertrag soll bis Frühling 2022 unterschrieben und die Genehmigungen bis 2023 und 2024 erworben werden. Für die Umweltschutz-Arbeiten wurden EU-Förderungen in Wert von 5,55 Millionen Euro gewährt, die 85 Prozent der Projektkosten decken sollen. Die gesamte Bahnstrecke soll in den nächsten zehn Jahr fertiggestellt werden.

29.9.2021

Welt-Jagdausstellung in Budapest

Am 25. September 2021 hat die Budapester Welt-Jagdausstellung auf dem gerade sanierten Messegelände "Hungexpo" begonnen. Interessierte können drei Wochen lang auf 75.000 Quadratmetern die Messe, die unter dem Motto "Eins mit der Natur" stattfindet, besuchen. Im Fokus stehen die Zusammenhänge zwischen Jagd, Naturschutz und nachhaltiger Umweltnutzung. Eine der Hauptattraktionen ist eine elf Tonnen schwere, gigantische Skulptur aus gefallenen Geweihen als Eingangstor vor dem Gebäude. Insgesamt gibt es 1.500 Programmpunkte, darunter fünf internationale Konferenzen. Der Direktorin der Ausstellung zufolge haben schon während der ersten zwei Tage mehrere Tausend Menschen die Expo besucht. Die letzte Welt-Jagdausstellung in Ungarn fand 1971 statt.

27.9.2021

Notstandslage in Ungarn wieder verlängert

Die temporäre Notstandsregelung Ungarns, die sogenannte "Gefahrenlage", wurde erneut bis zum 1. Jänner 2022 verlängert. Die Verlängerung des Notstands wurde ohne parlamentarische Debatte mit 112 Ja-Stimmen und 25 Gegenstimmen beschlossen. Der Regierung zufolge sei die Verlängerung notwendig, da die Zahl der Neuinfektionen aufgrund der Verbreitung der Delta-Variante des Coronavirus auch in Ungarn eine steigende Tendenz aufweist. Dementsprechend sei für den Schutz der Gesundheit eine rasche Entscheidungsfindung, die durch die Notstandslage ermöglicht wird, weiterhin nötig.

27.9.2021

Innovationsministerium testet ungarische Autos auf Umweltfreundlichkeit

Das Ministerium für Innovation und Technologie führt auf Ungarns öffentlichen Straßen Untersuchungen durch, bei denen Fahrzeuge auf ihre Umweltfreundlichkeit getestet werden. Ziel der Untersuchungen ist es, besonders umweltschädliche Autos zu finden und sie weiteren Prüfungen zu unterziehen. Die Tests werden in vier Großstädten – Budapest, Szeged, Pécs und Győr – durchgeführt. Die Untersuchungen sind Teil einer Strategie, mit deren Hilfe Ungarn bis 2050 ein klimaneutrales Land werden soll. Beispielsweise sollen bis 2025 landesweit 1.100 Elektrobusse in Verkehr gestellt werden.

26.9.2021

Ratingagentur Moody's wertet Ungarn auf

Das "Investors Service" der Ratingagentur Moody's hat Ungarn hochgestuft. Die Staatsschulden-Note des Landes wurde von "Baa3 auf "Baa2" aufgewertet. Moody's begründete die Aufwertung damit, dass der Wirtschaftszuwachs im ersten Halbjahr 2021 einen starken Aufschwung verzeichnet hat. Die Ratingagentur würdigte auch die effiziente Budget- und monetäre Politik des Landes. Auch auf lange Sicht seien die Aussichten gut: In den kommenden fünf Jahren rechnet Moody's mit einem jährlichen Zuwachs von drei bis vier Prozent. Die Aufwertung bedeutet auch, dass sich Ungarn seit mehreren Jahren zum ersten Mal wieder bei allen drei wichtigen Ratingagenturen (Moody's, Fitch Ratings und Standard & Poor's) in derselben Ratingklasse befindet.​​

25.9.2021

Ungarische Regierung gegen erneuten Lockdown

​Wenn Fachleute sie nicht anders beraten, möchte die ungarische Regierung einen neuen Lockdown auf jeden Fall vermeiden, erklärte Ministerpräsident Viktor Orbán (Fidesz – Bund Junger Demokraten) in einem Radiogespräch. Um Geimpfte nicht zu benachteiligen, werden zurzeit Maßnahmen ausgearbeitet, die Ungeimpfte einschränken soll. Diese Einschränkungen sollen die Impfbereitschaft von ImpfgegnerInnen erhöhen. Die Einführung einer Impfpflicht für alle ist jedoch nicht vorgesehen.

24.9.2021

Pläne für die Budapester Wohnungsagentur vorgestellt

Am 23. September 2021 wurde die Machbarkeitsstudie der Budapester Wohnungsagentur präsentiert. Demnach würde die Agentur in den nächsten drei Jahren gegründet werden. Zu ihren Aufgaben würden die Vergabe und die Verwaltung geförderter Gemeindewohnungen gehören. Ihr Wohnungsbestand soll bis 2028 auf 2.500 Wohnungen erhöht werden. Zurzeit gehören nur vier Prozent der Budapester Wohnungen zu den geförderten Mietwohnungen.​

24.9.2021

IV. Demografisches Gipfeltreffen in Budapest

​Am 23. und 24. September fand in Budapest das IV. Demografische Gipfeltreffen statt. Neben Ungarns Premier Viktor Orbán (Fidesz - Bund Junger Demokraten) nahmen auch der serbische Präsident Aleksandar Vučić (SNS – Serbische Fortschrittspartei), der slowenische Ministerpräsident Janez Janša (SDS – Slowenische Demokratische Partei), der tschechische Ministerpräsident Andrej Babiš (ANO 2011) und der ehemalige US-amerikanische Vizepräsident Mike Pence am Demografischen Gipfeltreffen teil. Bei der groß angelegten Veranstaltung sprach Orbán von den fünf Grundpfeilern seiner Politik, in deren Mittelpunkt die wirtschaftliche Attraktivität der Familiengründung steht. Mit Hilfe von Steuersenkungen, der Begünstigung von Familien und der finanziellen Unterstützung von Müttern sollen Ungarinnen und Ungarn dazu bewegt werden, mehr Kinder zu haben. Klimakrise und Nachhaltigkeit waren ebenfalls ein wichtiges Thema des Gipfels. Das Motto der Veranstaltung war die Familie als Schlüssel zur Nachhaltigkeit.



23.9.2021

EU fördert Modernisierung des Flughafens Budapest

Im Rahmen des Projekts "Stargate" wird Budapests Flughafen erneuert. Ziel des Projektes ist eine nachhaltige Umgestaltung verschiedener Systeme, dafür gibt "Budapest Airport" insgesamt 1,53 Millionen Euro aus. Rund 70 Prozent der Summe werden aus EU-Fördergeldern gedeckt, den Rest übernimmt der Flughafenbetreiber. Im Mittelpunkt der Modernisierungsarbeiten steht eine Cloud-basierte Plattform für Luftfrachtdienstleistungen. Weiters sollen Projekte zur Erhöhung der Energieeffizienz und zur nachhaltigen Entwicklung der Terminals durchgeführt werden.​

22.9.2021

Vorwahl der Opposition in Ungarn beginnt mit Cyberattacke

Am 18. September 2021 hat die Vorwahl der Opposition in Ungarn begonnen. Fünf Personen kandidieren für den MinisterpräsidentInnenposten, darunter auch der Budapester Oberbürgermeister Gergely Karácsony (Párbeszéd – Dialog). Außerdem können KandidatInnen für Abgeordnetenposten gewählt werden. Abgestimmt wird online oder persönlich in Wahlzelten. Gleich am ersten Wahltag wurde jedoch das Online-Abstimmungssystem gehackt, es war zwei Tage lang nicht verfügbar. Obwohl noch unklar ist, wer dafür verantwortlich ist, gab der Oberbürgermeister bekannt, dass die Cyberattacke von China aus durchgeführt wurde. Die Stimmabgabefrist wurde wegen der Zwangspause um zwei Tage bis zum 28. September verlängert. Die Oppositionsparteien überlegen die Erstattung einer Strafanzeige gegen unbekannt.​

21.9.2021