City News


Aktuelle Informationen aus unseren Dialogstädten, zweimal wöchentlich knapp zusammengefasst

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Budapest: Auftragnehmer für neues Leichtathletikstadion gefunden

Das gemeinsame Angebot der zwei Baugesellschaften "Záév Építőipari Zrt." und "Magyar Építő Zrt." hat die Ausschreibung für den Bau des neuen Budapester Leichtathletikstadions gewonnen. Der Vertrag mit dem Auftraggeber wurde bereits abgeschlossen. Der Bau des Stadions wird voraussichtlich netto 150 Milliarden Forint (ca. 418,9 Millionen Euro) kosten. Das neue Stadion der Hauptstadt, das bei der Rákóczi Brücke gebaut wird, soll 2023 Austragungsort der Leichtathletik-Weltmeisterschaft sein. Die Aufgabe der beiden Baugesellschaften ist die strukturelle, architektonische, gebäudetechnische und gebäudeelektrische Gestaltung des Stadions. Die neue Einrichtung wird eine Fläche von mehr als 19.000 Quadratmetern innen und 114.000 Quadratmetern außen umfassen und 40.000 Sitzplätze bieten. Die Investition umfasst die Sanierung ehemaliger Industriebrachen die auf der Budapester"Csepel-Insel" liegen.

17.11.2020

Fertigstellung des Budapester Westbahnhofes verzögert

Die Sanierung des Budapester Westbahnhofs wird durch unerwartete Schäden behindert. Die Übergabe wird sich voraussichtlich ein gut halbes Jahr verzögern. Bei der Sanierung der Dachkonstruktion wurden Risse gefunden, die seit der letzten Renovierung vor 50 Jahren unentdeckt geblieben waren. Wände sind feucht gewesen, weil Regenwasserleitungen schwer korrodiert ware​n. Die "Ungarische Staatsbahnen" (MÁV) wird alle inneren Wände sanieren lassen und 75 Fenster und Türen tauschen. Wegen diesen zusätzlichen Aufgaben kann die Halle des Westbahnhofes erst Ende Sommer 2021 übergeben werden. Die Sanierungsarbeiten haben im Mai 2020 begonnen und werden von der Baufirma "Magyar Építő Zrt." ausgeführt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 9 Milliarden Forint (25,13 Millionen Euro).

16.11.2020

Coronavirus: Testbusse im Einsatz

Um den immer weiter steigenden Testbedarf zu bewältigen, sind seit Ende letzter Woche in Ungarn insgesamt sechs Testbusse vom Typ "Credo Econell Medic" im Auftrag der "Nationalen Gesundheitszentrale" (NNK) im Einsatz. Diese können jedoch nur von Personen in Anspruch genommen werden, deren Corona-Test vom Hausarzt angeordnet wurde und mit denen sich der Rettungsdienst bereits in Verbindung gesetzt hat. Mit dem Einsatz der Testbusse soll in erster Linie der Rettungsdienst entlastet werden, der seit Beginn der Pandemie 320.000 Testungen und gleichzeitig täglich rund 3.000 Rettungseinsätze durchgeführt hat. In den Testbussen werden PatientInnen zunächst mit Hilfe von Antigen-Schnelltests getestet. Fällt dieser positiv aus, wird die Infektion mit CoViD-19 umgehend diagnostiziert. Bei einem negativen Test wird auch ein PCR-Test gemacht. Vier von den insgesamt sechs mobilen Teststationen befinden sich derzeit in Budapest.

15.11.2020

Budapester Weihnachtsbeleuchtung wird umweltfreundlicher

Der öffentliche Raum von Budapest wird ab dem ersten Adventssonntag mit neuen, umweltfreundlichen Ornamenten dekoriert. Das hat die Budapester Gesellschaft für Festbeleuchtung und Straßenbeleuchtung mitgeteilt. Neben dem Schutz der Bäume hat auch die Energieeffizienz eine wichtige Rolle in der Entscheidung gespielt. In Budapest werden Weihnachtsdekorationen erstmals aus abbaubaren und recyclebaren Materialien hergestellt, aus Kunststoff, Aluminium und Zuckerrohr. Früher wurden Lichterketten auf den Bäumen verwendet, aber das Schmücken und die Abbauarbeiten der Lichterketten verursachten Schäden an den Bäumen, die ohnehin angeschlagen waren, was ihre Lebensdauer verkürzt hat. Im Gegensatz dazu werden in diesem Jahr von der "Andrássy út" über den "Deák-Platz” bis zum "Oktogon" 60 Ornamente an 26 Bäumen aus vollständig organischen Materialien bestehen, die die Bäume vor Schäden schützen. Im Rathauspark werden 20 Bäume mit kugelförmigen Ornamenten, roten Herzen und goldenen Glocken geschmückt. Die elektrische Leistung aller Ornamente an beiden Standorten wird 8,5 Kilowatt betragen, das ist um 40 Prozent geringer als in den Jahren zuvor.​

12.11.2020

Theateruni-Proteste: Blockade beendet, Protest nun online

Gemäß der neuen Corona-Maßnahmen der ungarischen Regierung haben die StudentInnen der Budapester "Universität für Theater- und Filmkunst" (SZFE) die Besetzung des Universitätsgebäudes beendet. Die Blockade hat 71 Tage gedauert. Die StudentInnen müssen auch die StudentInnenheime verlassen, da laut neuen Regelungen an allen Universitäten der Fernunterricht eingeführt haben, auch an der SZFE. Die StudentInnen planen, die Proteste und Gesprächsrunden für die Unabhängigkeit der Universität online fortsetzen. "Das ist noch nicht das Ende", erklärte Hanna Milovits, Vizepräsidentin der StudentInnenvertretung der Universität.​

12.11.2020

Budapest: Maskenpflicht an öffentlichen Orten

Seit 11. November gilt an bestimmen öffentlichen Orten in Siedlungen in Ungarn mit über 10.000 EinwohnerInnen eine Maskenpflicht. Einzelne Verwaltungen können entscheiden, welche Regelungen an welchen Orten genau gelten. In Budapest gibt es keine einheitliche Regelung, trotz der Bemühungen des Oberbürgermeisters Gergely Karácsony (Párbeszéd – Dialog). In 20 der 23 Budapester Bezirke gelten jedoch die strengsten Vorschriften: Maskenpflicht ist in diesen Bezirken an allen öffentlichen Orten verpflichtend, als Ausnahme gelten Parks und Grünflächen. Der 4., 12. und 16. Bezirk haben sich für weniger strenge Bestimmungen entschieden. Grund dafür könnte sein, dass diese drei Bezirke als Vororte gelten und große, leere oder bewaldete Flächen enthalten, wo die Bezirksverwaltungen eine Maskenpflicht für nicht sinnvoll erachten. In Újpest, dem 4. Bezirk, gilt die Maskenpflicht beispielsweise nur an Orten, wo viele Menschen unterwegs sind. Beispielsweise ist das im Umkreis von 50 Metern vor dem Eingang von Kinderkrippen und Schulen oder sozialen Einrichtungen, wie Krankenhäusern oder Märkten. Bei sportlichen Aktivitäten sowie in Parks oder Grünflächen ist das Tragen einer Maske generell nicht vorgeschrieben.​

12.11.2020

Budapest verteilt Bonus an PflegerInnen

Die Budapester Stadtverwaltung zahlt eine einmalige Dankes-Prämie in Höhe von 100.000 Forint (281,7 Euro) an ArbeitnehmerInnen in PensionistInnen- und Obdachlosenheimen, die sich im Besitz der ungarischen Hauptstadt befinden. Damit möchte sich Budapest für deren besonderen Einsatz und deren außergewöhnliche Leistungen während der Corona-Krise bedanken. Der Vorschlag wurde dem Gemeinderat am Welttag der Sozialen Arbeit vorgelegt. Mehr als 2.500 SozialarbeiterInnen werden gewürdigt, zu diesem Zweck sind beinahe 300 Millionen Forint (845.070 Euro) vorgesehen.​

12.11.2020

Budapester Gartenamt transportiert Blätter bewusst bis Frühling nicht ab

Das Budapester Gartenamt „FŐKERT” hat am 12. November auf Facebook mitgeteilt, dass sie die bisher abgefallenen Blätter aus Umweltgründen bewusst nicht abtransportiert haben. Sie werden bis Frühling warten, weil bis dann das Volumen der Blätter kleiner werde. Man brauche daher weniger LKW für den Transport ( bisher habe man ca. 500 LKW dafür gebraucht), daher wird der Prozess umweltfreundlicher. Bis Frühling werden die Blätter temporär gelagert. Diese Lagerorte werden auch als eine Art künstlicher Überwinterungsort fungieren, da sie vielen nützlichen Tierarten Schutz bieten. Darüber hinaus beginne bei den bodennahe Teil der angesammelten Blätter der biologischer Abbau häufig bereits im Winter,  sodass er im Frühjahr als wertvoller Kompost für Pflanzen verwendet werden kann.

12.11.2020

Coronakrise: Zweiter Lockdown in Ungarn

Ungarn verzeichnet einen drastischen Anstieg an Corona-Neuinfektionen und Todesfälle. Premier Viktor Orbán (Fidesz – Bund Junger Demokraten) hat deshalb am Montag, dem 9. November strengere Maßnahmen angekündigt. Da der Premier Österreich als "Ungarns Laboratorium" betrachtet, werden ähnliche Beschränkungen wie in Österreich eingeführt. Ab dem 11. November gilt eine Ausgangsbeschränkung zwischen 20 und 5 Uhr und ein generelles Versammlungs- und Veranstaltungsverbot. Restaurants müssen schließen und dürfen Speisen ausliefern. Geschäfte und Dienstleister müssen um 19 Uhr schließen. Hotels dürfen nur Geschäftsreisende und keine Touristen beherbergen, 80 Prozent der Buchungen bis 8. November werden den Hotels vom Staat rückerstattet, falls kein Personal entlassen wird. Familientreffen und Privatveranstaltungen sind auf zehn Personen beschränkt, es dürfen nur standesamtliche Hochzeiten im engen familiären Rahmen stattfinden. An Beerdigungen dürfen bis zu 50 Personen teilnehmen. Sportveranstaltungen dürfen nur ohne ZuschauerInnen statttfinden, Amateur-Gruppensport wird untersagt, nur Einzelsport im Freien ist möglich. Freizeiteinrichtungen, Theator, Zoos müssen ebenfalls schließen. Hochschulen, Universitäten und Gymnasien (Oberstufe) stellen auf digitalen Unterricht um, wobei Kindergärten, Kinderkrippen geöffnet bleiben. Restaurants und Freizeiteinrichtungen werden von den Lohnnebenkosten von MitarbeiterInnen für die kommenden 30 Tage befreit, 50 Prozent der Gehälter werden vom Staat übernommen. Die neuen Maßnahmen gelten ab dem 11. November und gelten vorerst für 30 Tage.​

9.11.2020

Handelskammer gegen geplante "Restart-Steuer" in Budapest

Die "Ungarische Industrie- und Handelskammer" (MKIK) ist gegen die Einführung der vorübergehenden, sogenannten "Restart-Steuer" in Budapest. Oberbürgermeister Gergely Karácsony (Párbeszéd – Dialog) möchte jene Unternehmen, die weniger stark von der Krise betroffen aber trotzdem aus den Steuerbegünstigungen Vorteile ziehen, stärker besteuern. Konkret sollen sie, statt 2 Prozent 2,5 Prozent Gewerbesteuer bezahlen. Dadurch wäre eine Gehaltserhöhung im kommenden Jahr für die MitarbeiterInnen der Institutionen und Unternehmen der Hauptstadt möglich. Laut László Parragh, dem Präsidenten der MKIK sei in der heurigen Krisensituation keine Steuererhöhung für die noch laufenden Unternehmen angemessen. Die Hauptstadt solle ihre Kosten aus eigenen Quellen, ohne zusätzliche Belastung der Unternehmen decken. Die Stadtführung verhandelt bereits mit der Regierung, da zur Steuererhöhung eine Gesetzesänderung der Gewerbesteuer nötig ist. Parragh hofft, dass die Regierung in dieser Situation keine Steuererhöhung unterstützt. ​

9.11.2020

Budapest: U-Bahn-Sanierung an mittlerer Strecke gestartet

Am Samstag, dem 7. November 2020 wurde die Sanierung der mittleren, innenstädtischen Strecke der Budapester U-Bahn Linie M3 gestartet. Die Strecke zwischen den U-Bahn Stationen "Lehel tér" und "Nagyvárad tér" wird mit Ersatzbussen bedient. Die Sanierung, die voraussichtlich 1.5 Jahre dauern wird, betrifft insgesamt neun Haltestellen.​ Die Budapester Verkehrszentrale machte ​die Budapester Bevölkerung darauf aufmerksam, dass aufgrund der Bauarbeiten der Verkehr mit dem Pkw in der Innenstadt länger dauern würde und rät zur Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel.​


 

7.11.2020

Straßenbahnkreuz in Pest übergeben

Am 6. November hat Oberbürgermeister Gergely Karácsony (Párbeszéd-Dialog) die Straßenbahnkreuzung "Soroksári út-Haller utca" im Rahmen einer feierlichen Zeremonie übergeben. Die neue Kreuzung ist Teil der geplanten Pester Straßenbahnkreuzungs-Linie. Die Arbeiten begannen am 23. Mai 2020. Mit der neuen Strecke sei die Innenstadt bereits direkt von der Haltestelle "Nagyvárad tér" erreichbar, die während der Sanierung die Endstation des südlichen Streckenabschnitts der U-Bahn-Linie "M3" sei. Während der Bauarbeiten wurden mehr als 1,2 Kilometer Gleise gebaut, 770 Meter Telekommunikationskabel und 750 Meter Straßenbeleuchtungskabel verlegt. Neun Bäume mussten gefällt werden, aber 51 neue Bäume wurden gepflanzt. Planmäßig werden auf der Pester Straßenbahn-Linie später Niederflur-Straßenbahnen verkehren. Das Projekt hat 1,8 Milliarden Forint (rund vier Millionen Euro) gekostet. ​

6.11.2020

Budapester Stadtverwaltung testet auf eigene Kosten

Der Budapester Oberbürgermeister Gergely Karácsony (Párbeszéd - Dialog) hat am 4. November mitgeteilt, dass er den Verzicht auf intensive Testungen durch die Regierung für unannehmbar hält. Die Budapester Stadtverwaltung wird daher aus eigenen Mitteln 100.000 Antigen-Schnelltests und 10.000 PCR-Tests kaufen. Die eine Hälfte der Tests wird für ArbeitnehmerInnen verwendet, die in den sozialen Einrichtungen der Hauptstadt arbeiten, die andere Hälfte wird an die Bezirksverwaltungen verteilt, damit die Lehrkräfte in den Schulen getestet werden können. Da die Tests hunderte Millionen Forint kosten, will die Hauptstadt eine Spendenhotline einrichten, mit der die BudapesterInnen das Programm unterstützen können. Der zweite Bezirk in Budapest schließt sich der Initiative an und finanziert die Testungen von LehrerInnen sowie ArbeitnehmerInnen in Kindergärten und Kinderkrippen.​

4.11.2020

Fahrradverleihsystem "MOL Bubi" ab Ende November vorübergehend eingestellt

Das ungarische Fahrradverleihsystem "MOL Bubi" wird Ende November vorübergehend stillgelegt. Der Grund dafür sind Erneuerungsarbeiten, hat die Budapester Verkehrszentrale (BKK) mitgeteilt. BenützerInnen können die bisherigen Jahres- und Monatstickets für Fahrten nicht verlängern, die Räder können aber bis zum 29. November, 24 Uhr, benützt werden. Tickets für November werden rückvergütet. Laut der Mitteilung der Verkehrszentrale bekommen die BenützerInnen im kommenden Jahr ein brandneues Fahrradservice.​

4.11.2020

Außenminister: Ungarn steht an Seite Österreichs

Ungarns Außenminister Péter Szijjártó (Fidesz – Bund Junger Demokraten) äußerte gestern Abend sein Beileid nach der Terrorattacke in Wien. Der Außenminister hat auf seiner Social-Media-Seite geschrieben, dass Ungarn "unseren österreichischen Freunden zur Seite steht, Österreich könne sich auf uns verlassen." Dem Außenminister zufolge sei auf dem europäischen Kontinent eine "erstaunliche Welle des Terrors" ausgebrochen. Laut Szijjártó solle Europa "Alarm schlagen", und es sei Zeit, dass sich Europa gegen den Terror zusammenschließt. "Es muss verstanden werden, dass die Sicherheit Europas und gleichzeitig die europäische Lebensform angegriffen wird", so der Außenminister. Der Budapester Oberbürgermeister Gergely Karácsony (Párbeszéd – Dialog) sprach im Namen von Budapest mit folgendem Social-Media-Posting ebenfalls sein Beileid aus: "Budapest ❤ Wien".​

3.11.2020

Wieder Gefahrenlage in Ungarn ausgerufen

Seit dem 4. November 2020 gilt in Ungarn wieder eine temporäre Notstandsregelung, die so genannte "Gefahrenlage". Dies hat Premierminister Viktor Orbán (Fidesz – Bund Junger Demokraten) am Dienstag, dem 3. November, gemeinsam mit einer Reihe von neuen Schutzmaßnahmen angekündigt. Seit dem 5. November gilt eine Ausgangssperre von 0 bis 5 Uhr morgens. Veranstaltungsorte mit Live-Musik (Nachtclubs und Diskotheken) ohne fixe Sitzplätze müssen schließen. Bei kulturellen Veranstaltungen (in Theatern, Kinos, Musik- und Tanzaufführungen) sowie an nicht internationalen Sportveranstaltungen darf nur jeder dritte Sitzplatz belegt werden. Der Premier hat angeordnet, die Intervalle der öffentlichen Verkehrsmittel in Budapest und in den Komitatssitzen in Stoßzeiten zu verdichten. Das öffentliche Parken ist wieder landesweit kostenlos. Der Premier betonte in seiner Ankündigung, dass Österreich eineinhalbmal so viele Infektionen pro Million Menschen habe wie Ungarn, und die Situation sei "weiter westlich noch schlimmer", fügte er hinzu. "Ungarn liegt etwa fünf bis sieben Tage hinter Österreich", betonte Orbán. Wenn sich diese Tendenz fortsetzt, werden die ungarischen Krankenhäuser ihre Kapazitäten bis Mitte Dezember fast gänzlich ausschöpfen, so der Premier.​

3.11.2020

"Budapest Brand": Neue Organisation für den Tourismus

Unter dem Namen "Budapest Brand" wurde am 1. November 2020 eine neue Agentur ins Leben gerufen. Diese ist für die Tourismus-, Kultur- und Marketingorganisation der Hauptstadt zuständig. Gegründet wurde sie durch die Verschmelzung der Gesellschaft für das Budapester Stadtimage (BVA) und der Budapester Festival- und Tourismuszentrale (BFTK). Das neue Unternehmen prägt die Marken- und Tourismusstrategie der Stadt, ist in Zukunft verantwortlich für die Produktion kultureller Inhalte und die Organisation von Festivals und Messen. Darüber hinaus ist sie für die Repräsentation der Zielgruppen (BudapesterInnen und TouristInnen) in Berufsverbänden, auf internationaler Ebene und in der Budapester Stadtverwaltung zuständig. Die Corona-Krise trifft Kulturfestivals und den Tourismussektor besonders stark. Die neue Organisation hat die Aufgabe, die Möglichkeiten der Stadt einzuschätzen. Aus diesem Grund wird eine umfassende Markenforschung gestartet, die auf den drei wichtigsten strategischen Säulen basiert, die von der Hauptstadt definiert wurden: Vielfalt, Nachhaltigkeit und Sicherheit. Deren Ziel ist es, Budapest zu einer der lebenswertesten Städte Europas zu machen.​

2.11.2020

Sanierung und Erweiterung des Budapester Bahnnetzes

Die Sanierung und Erweiterung der südlichen Eisenbahnbrücke in Budapest hat bereits begonnen. Jetzt wurde die Ausschreibung über die Erweiterung und den kompletten Neubau der damit verknüpften "Kelenföld-Ferencváros"-Bahnstrecke veröffentlicht. Damit soll die erweiterte Verkehrskapazität der Brücke ausgenutzt werden. Die Investition wird aus Fördergeldern der Europäischen Union verwirklicht. Zunächst sollen die Ausführungspläne fertiggestellt werden, die Bauarbeiten werden voraussichtlich 2022 beginnen. Längerfristig sollen alle Bahnstrecken innerhalb von Budapest, die die Hauptbahnhöfe verbinden, saniert und um ein drittes Gleis erweitert werden. Damit könnte die Verbindung die "S-Bahn" von Budapest werden.

31.10.2020

Ungarn: Schärfere Maskenregelungen

Ab dem 2. November 2020 werden die Maskenregelungen erweitert und verschärft. Die Maskenpflicht wird auch in Restaurants und an Veranstaltungsorten mit Musik und Tanz gelten, außer wenn die Gäste gerade essen oder trinken. Die Geschäfte sollen ihre Gäste bei Nichteinhaltung einmal verwarnen, beim zweiten Mal nicht mehr bedienen und dafür sorgen, dass der Gast das Lokal verlässt. Auch die Strafen für die Nichteinhaltung der Maskenpflicht wurden erhöht. Die Geldbuße wird zwischen 100.000 und einer Million Forint (271 bis 2.710 Euro) liegen, und das Geschäft, Lokal oder Restaurant kann temporär für einen Tag oder maximal für ein Jahr geschlossen werden. Schließung und Geldbuße können parallel erfolgen.

30.10.2020

Sitzung des Budapester Gemeinderates fällt wegen Beschlussunfähigkeit aus

Die Sitzung des Budapester Gemeinderates am 28. Oktober ist ausgefallen, da das Gremium nicht beschlussfähig war, nur acht von 33 Personen waren anwesend. Mehrere Bezirksbürgermeister sind mit Corona infiziert, andere sind noch in Quarantäne oder warten auf ihre Ergebnisse. Die Sitzung wird zum frühestmöglichen Termin nachgeholt. Oberbürgermeister Gergely Karácsony (Párbeszéd – Dialog) sagte, er habe eine Gesetzesänderung bei der Regierung beantragt, um Sitzungen künftig auch online abhalten zu können. Auf der Tagesordnung des Gemeinderats wäre zum Beispiel die Aufhebung der Verordnung zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes gestanden. Dies ist nötig geworden, da die aktuelle Regierungsverordnung strengere Anforderungen in diesem Bereich stellt. Das Tragen von Schals als Mund-Nasen-Schutz ist beispielsweise nicht mehr gestattet.

29.10.2020

Brandmauer-Gemälde zur deutschen Wiedervereinigung in Budapest

Zum 30. Jubiläum der deutschen Wiedervereinigung wurde an einer Brandmauer im 7. Bezirk von Budapest ein Gemälde angebracht. Die drei im Gemälde dargestellten Personen auf der Berliner Mauer symbolisieren den Zusammenhalt, die Hilfe und die Einheit des geteilten Landes. Die Künstler Justus Becker, Künstlername "COR", und Katalin Benkő haben das Gemälde als gemeinsames Projekt der Brandmauermaler-Gruppe "Színes Város Csoport" und der Deutschen Botschaft in Budapest verwirklicht. Planmäßig wird das Projekt im nächsten Jahr in Frankfurt fortgesetzt​.

29.10.2020

Budapester Semmelweis Universität unter den besten 250 Unis

Der neuen Weltrangliste des "Times Higher Education Magazines" (THE) zufolge ist die Budapester Semmelweis Universität (SOTE) unter den 250 besten Hochschuleinrichtungen im Bereich Medizin und Gesundheitswissenschaften. Das soeben veröffentlichte Ranking vergleicht Universitäten auf der ganzen Welt in elf Disziplinen. Die SOTE konnte sich heuer in zwei Bereichen deutlich verbessern. In den "Medizin- und Gesundheitswissenschaften" liegt sie jetzt zwischen den Plätzen 201 und 250, während sie voriges Jahr nur im Bereich 301 bis 400 angesiedelt war. Die anderen drei medizinischen Universitäten Ungarns sind zwischen 401 bis 500 auf diesem Gebiet platziert. In der Kategorie "Biowissenschaften" verbesserte sich die SOTE um 56 Plätze von 301 auf 400. Die fünf anderen ungarischen Universitäten in dieser Kategorie befinden sich an den Positionen 401 bis 500, 501 bis 600 und 601 bis 800.​ ​

28.10.2020

Budapest möchte Weltbuchhauptstadt werden

Budapest bewirbt sich um den Titel "UNESCO Welthauptstadt des Buches" für das Jahr 2023. Oberbürgermeister Gergely Karácsony (Párbeszéd – Dialog) hob bei der Pressekonferenz hervor, dass diese Initiative kulturelle und touristische Bedeutung habe, denn beide Branchen seien schwer von der Coronavirus-Pandemie betroffen. In der einjährigen Programmreihe soll die Mehrheit der Ereignisse kostenlos sein. Die Bewerbung um 2023 wird Budapest im Sommer 2021 einreichen, eine Entscheidung trifft die UNESCO voraussichtlich im September 2021.​

25.10.2020

Budapest: Südliche Strecke der M3 übergeben

Die sanierte südliche Strecke der Budapester U-Bahn-Linie M3 zwischen Kőbánya-Kispest und Nagyvárad tér wurde am 22. Oktober um 17 Uhr übergeben. Von den insgesamt 20 Stationen wurden damit schon elf saniert. Die Renovierung der Tunnel, Schienen, Stationen sowie des elektrischen und mechanischen Systems kostete insgesamt 28 Milliarden Forint (circa 158,9 Millionen Euro) und dauerte 18 Monate. Nach der Übergabe wird die U-Bahn für zwei Wochen auf der gesamten Strecke verkehren, jedoch nicht an den zuvor geschlossenen Stationen im Mittelteil anhalten. Danach beginnt voraussichtlich die Sanierung der mittleren Strecke. Das österreichische Bahnunternehmen "Swietelsky Vasúttechnika Kft." führt die Sanierung durch. Aufgrund verspäteter Ausschreibungen fordert das Unternehmen von der Stadt nun 18 Milliarden Forint (50,85 Millionen Euro) mehr für die Renovierung. Die Parteien und der Auftragnehmer konnten sich preislich noch nicht einigen. Das kann zu einem verspäteten Beginn der weiteren Sanierungsarbeiten der U-Bahn-Linie führen. Die Metrolinie M3 ist 17 Kilometer lang und die verkehrsreichste Bahnstrecke Ungarns.​

24.10.2020

Budapest: Letzte Wochenendsperre des unteren Donaukais 2020

Am vorigen langen Wochenende, von 23. bis 25. Oktober 2020, wurde der untere Donaukai in Pest zum letzten Mal im heurigen Jahr für Kraftfahrzeuge gesperrt und für FußgängerInnen und RadfahrerInnen freigegeben. Die Wochenendsperre der Strecke begann im Mai 2020 als Teil des Programms "Restart Budapest", das zur Wiedereröffnung der Stadt ausgearbeitet wurde. Seitdem war der Donaukai jedes Wochenende gesperrt. Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts "Medián" zufolge waren 73 Prozent der BudapesterInnen mit der Maßnahme einverstanden. 59 Prozent der Befragten waren sogar für die dauerhafte Sperre des Kais für den Kraftfahrzeugverkehr. Verkehrsdaten zufolge haben die Wochenendsperren keine Staus in der Stadt verursacht.​

23.10.2020

Budapest: Demonstration der StudentInnen der Universität für Theater- und Filmkunst

Am ungarischen Nationalfeiertag zum Ungarischen Volksaufstand 1956, am 23. Oktober 2020, organisierten die StudentInnen der renommierten Budapester Universität für Theater- und Filmkunst (SZFE) eine Demonstration für die Unabhängigkeit der Institution. Etwa mehr als 10.000 Menschen zogen vom Hauptgebäude der Technischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Universität Budapest (BME) über den Platz "Március 15. Tér" bis zum Filmtheater "Uránia". An der als politikfrei angekündigten Demonstration "Die Freiheit von uns allen – Erinnerung an '56" nahm auch Oberbürgermeister Gergely Karácsony (Dialog – Párbeszéd) als Privatperson teil. Die StudentInnen haben Anfang September 2020 das Universitätsgebäude aus Protest besetzt, weil an der Universität ein Modellwechsel stattgefunden hat und die Leitung einer Stiftung übergeben wurde. ​Die Blockade des Universitätsgebäudes dauert immer noch an.​

23.10.2020

E-Taxi Förderung: begehrter als erwartet

256 Bewerbungen wurden für die staatliche Ausschreibung für den Kauf von E-Taxis eingereicht. Der Staat finanziert den Kauf von 279 neuen, rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen mit insgesamt 2,3 Milliarden Forint (6,3 Millionen Euro). Bei weiteren 13 Bewerbungen wurde eine Mängelbehebung gefordert. Ursprünglich waren für die Förderung zwei Milliarden Forint (ca. 5,47 Milliarden Euro) geplant, das Ministerium für Innovation und Technologie hat aber aufgrund des hohen Interesse der FahrerInnen den finanziellen Rahmen erweitert. Gefördert werden können Elektrofahrzeuge, die maximal 15 Milliarden Forint (41.000 Euro) brutto kosten oder bis zu 55 Prozent des Kaufpreises. Die Förderung ist Teil des staatlichen Aktionsplans für Klima- und Umweltschutz, der verbindliche Ziele im Bereich der Elektromobilität festsetzt. In Ungarn gibt es aktuell etwa 20.000 Elektrofahrzeuge​.

19.10.2020

Investitionen am Budapester Flughafen

Der Flughafen Budapest setzt die Investitionen trotz der Coronavirus-Epidemie fort. Die Entwicklungspläne wurden mit ExpertInnen, die die Regierung ernannt hat, erstellt und stehen nach einem Jahr bereit. Geplant ist der Bau eines neuen Terminalgebäudes, die umfangreiche Sanierung der Flughafengebäude und ihrer Umgebung sowie die Errichtung eines neuen Verkehrsknotenpunktes und weitere Parkmöglichkeiten. Die Gesamtkosten dieser Investitionen können sich auf 800 Millionen oder sogar eine Milliarde Euro belaufen.​

19.10.2020

Fahrradtransport in Straßenbahnen ausgeweitet

Die "Budapester Verkehrszentrale" (BKK) hat die Möglichkeiten zum Fahrradtransport in Straßenbahnen ausgeweitet. Dadurch sind nun etwa ein Drittel der Budapester Straßenbahnen für die Fahrradmitnahme geeignet. Zusätzlich zu den Linien des Budaer Straßenbahnnetzes können Fahrräder nun auch in Pest auf den Linien 1, 12-14 und 28 transportiert werden. In die älteren Hochflurwägen der Marke "Tatra", die mit einem Fahrrad-Piktogramm versehen sind, passt ein Fahrrad pro Waggon. Auch für das Rad muss ein Ticket gelöst werden, jedoch ist die Mitnahme an Wochenenden der drei Monate langen Testperiode bis Anfang Dezember 2020 gratis.​

16.10.2020

Budapest Art Week im Oktober

Vom 16. bis 25. Oktober 2020 findet die "5. Budapest Art Week" (BAW) statt. 70 Budapester zeitgenössische Galerien, Ausstellungsräume, Museen und Ateliers erwarten das Publikum. Geführte Touren in Galerien und Ausstellungsräumen, Gebäude-Touren und geführte städtische Spaziergänge werden den Interessierten angeboten. Die Veranstaltungsreihe war eigentlich für den Frühling 2020 geplant, musste aber wegen der Epidemie verschoben werden. Bei allen Programmen der BAW ist eine Maskenpflicht vorgeschrieben, an einigen Veranstaltungen ist die Teilnahme an eine Vorabregistration, aufgrund begrenzter TeilnehmerInnenzahl, gebunden.

15.10.2020