City News


Aktuelle Informationen aus unseren Dialogstädten, zweimal wöchentlich knapp zusammengefasst

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Slowenischer Gesundheitsminister ignorierte ExpertInnenwarnung bei Johnson-&-Johnson-Impfstoff

Nach der Verschärfung der 3G-Regeln in Slowenien im September stieg die Nachfrage nach Impfungen. Besonders begehrt war der Impfstoff von Johnson & Johnson, da die Erfüllung der 3G-Regeln sofort nach der ersten Impfung galt. Das wurde vom Team des Gesundheitsministers Janez Poklukar (parteilos) trotz Warnungen der Covid-ExpertInnengruppe entschieden. Dieser bürokratische Vorteil hat vor einem Monat angeblich auch die zwanzigjährige Katja zur Impfung mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson motiviert, die daraufhin an den Folgen der Impfung starb. Gesundheitsminister Poklukar wird nun vorgeworfen, die Schuld an ihrem Tod zu tragen. Einige Medien und Oppositionsparteien riefen den Minister auf, die politische und moralische Verantwortung zu übernehmen und zurückzutreten. Poklukar wies die Vorwürfe jedoch zurück.​

19.10.2021

Neuer Direktor der Slowenischen Presseagentur ernannt

Der Aufsichtsrat der Slowenischen Presseagentur hat Igor Kadunc, der sich als einziger Kandidat um diesen Posten bewarb, zum neuen Direktor der Slowenischen Presseagentur (STA) ernannt. Der ehemalige Direktor des öffentlich-rechtlichen Rundfunks RTV Slovenija wird seine volle Amtszeit am 1. Jänner 2022 antreten und die Agentur bis dahin als interimistischer Direktor leiten. Ende September 2021 ist der ehemalige STA-Direktor Bojan Veselinovič zurückgetreten, weil er den vom Regierungsamt für Kommunikation (UKOM) vorgeschlagenen Anpassungen im STA-Vertrag nicht zustimmen wollte. Premierminister Janez Janša (SDS – Slowenische demokratische Partei) versprach, die Zahlungen an die STA wieder aufzunehmen, sobald der neue Direktor den Vertrag unterzeichnet hat. Die STA erfüllt ihren öffentlichen Auftrag bereits seit rund 291 Tagen ohne staatliche Zahlungen.​

18.10.2021

Nachrichtenredakteurin des slowenischen Nationalfernsehens zurückgetreten

Manica Janežič Ambrožič, Redakteurin des Informationsprogramms beim öffentlich-rechtlichen Fernsehsender RTV Slovenija, ist überraschenderweise zurückgetreten. Grund dafür sollen Kürzungen und Streichungen von Nachrichtensendungen ab dem nächsten Jahr sein. Angeblich sollen alle Morgennachrichten und zwei andere politische Informationssendungen gestrichen werden. Nach Angaben der Geschäftsführung von RTV Slovenija sind kleinere Änderungen des Programm- und Produktionsplans aufgrund von Personalmangel sowie sinkenden ZuschauerInnenzahlen von Nachrichtensendungen erforderlich. Bedenken über diese Entscheidung der Geschäftsführung äußerte auch die journalistische Gewerkschaft.

16.10.2021

Gesetzesvorschlag für ärztliche Suizidbeihilfe in Slowenien vorgestellt

​Der Verband für ein würdiges Altsein "Silberner Faden" (Srebrna nit) hat einen Gesetzesvorschlag, der das Recht zur ärztlichen Suizidbeihilfe und ausnahmsweise Sterbehilfe regeln soll, vorgestellt. Der Gesetzesvorschlag wurde zur öffentlichen Diskussion gestellt, die ein halbes Jahr dauern soll. Danach wird der Vorschlag ergänzt und mit 5.000 Unterschriften ins Gesetzgebungsverfahren aufgenommen. Im Vorschlag wird versichert, dass es im Prozess der Bewilligung zur ärztlichen Suizidbeihilfe oder Sterbehilfe zu keinem Missbrauch kommen kann. Der Slowenische Verein der Ärztinnen und Ärzte hat schon vor einiger Zeit eine Umfrage durchgeführt, die eine genügende Bereitschaft in den Ärztereihen aufwies.​

14.10.2021

Beobachtungsgruppe der EU in Slowenien unterwegs

Die Beobachtungsgruppe des europäischen Parlaments unter der Leitung der EU-Abgeordneten Sophie in 't Veld weilt vom 13. bis 15. Oktober in Slowenien, um sich über die Lage der Rechtsstaatlichkeit, Medienfreiheit und Korruptionsbekämpfung im Land zu informieren. Die Gruppe führt Gespräche mit verschiedenen VertreterInnen aus Politik und Zivilgesellschaft, um sich einen Einblick über die allgemeine Stimmung in Slowenien zu verschaffen. In 't Veld musste sich während des Besuches auch zahlreichen Twitter-Attacken aus dem Lager des slowenischen Premierministers Janez Janša (SDS - Slowenische Demokratische Partei) stellen. Janša beschuldigte sie per Twitter, sie wolle mit ihrer Delegation den Sturz seiner Regierung erreichen und hat deshalb ein Treffen abgelehnt. In 't Veld wies jegliche Vorwürfe über politisch motivierte Handlungen ihrer Beobachtungsgruppe als unbegründet zurück.​

14.10.2021

Internationaler Währungsfonds rechnet mit Wirtschaftsaufschwung in Slowenien

Laut der jüngsten Prognose des Internationalen Währungsfonds wird die slowenische Wirtschaft heuer um 6,3 Prozent wachsen. Noch im Mai dieses Jahres wurde Slowenien ein Wirtschaftswachstum von lediglich 3,9 Prozent vorhergesagt. Auch die Aussichten für das Jahr 2022 sind ausgezeichnet, da der Internationale Währungsfonds mit einem Anstieg des slowenischen Bruttoinlandproduktes um 4,6 Prozent rechnet.​

13.10.2021

Slowenische Tourismus-Gutscheine nur noch bis Ende 2021 gültig

Der slowenische ​Wirtschaftsminister Zdravko Počivalšek (SMC – Partei des modernen Zentrums), kündigte an, dass die Gültigkeit der Tourismus-Gutscheine aus den Jahren 2020 und 2021 nicht mehr verlängert werden soll. Die Gutscheine waren Teil der Corona-Wirtschaftsmaßnahmenpakete und dienten der Ankurbelung der Wirtschaft. Bisher wurden 75 Prozent der Tourismus-Gutscheine aus dem Jahr 2020 im Wert von 215,86 Millionen Euro eingelöst. Von den Gutscheinen für Tourismus, Kultur, Gastronomie und Sport, die als Teil des neuen Interventionsgesetzes im Juli 2021 ausgeteilt wurden, wurden bisher 48 Prozent im Wert von 187 Millionen Euro eingelöst.​

12.10.2021

Baubeginn des Gefängnisses in Ljubljana Anfang 2022

Anfang 2022 soll in Ljubljana der Bau des neuen Gefängnisses sowie die Sanierung des bestehenden Gebäudes in Ig, wo bereits das Frauengefängnis stationiert ist, beginnen. Während des Baus, der fast fünf Jahre dauern soll, wird der Betrieb des Gefängnisses ungestört bleiben. Im Staatsbudget sind für die Bauarbeiten heuer 16 Millionen, im nächsten Jahr weitere zehn Millionen Euro und der Rest in den Budgets bis 2024 vorgesehen. Der Wert der Investitionen liegt bei 24 Millionen Euro.​


11.10.2021

Mehrheit der Sloweninnen und Slowenen mit Regierungsarbeit unzufrieden

Nur noch 21,7 Prozent der Befragten unterstützen die Arbeit der aktuellen Regierung des Premierministers Janez Janša (SDS - Slowenische Demokratische Partei). ​Das zeigt die jüngste Meinungsumfrage der Agentur "Mediana", die zwischen dem 4. und 7. Oktober 2021 durchgeführt wurde. Fast 57 Prozent der Befragten bewerten die Arbeit der Regierung als schlecht oder sehr schlecht. Trotzdem genießt die Partei SDS unter WählerInnen mit 17,6 Prozent der Stimmen noch immer die größte Unterstützung. Es folgen die Sozialdemokraten (SD) mit 8,7 Prozent, die Liste Marjan Šarec (LMŠ) mit 8,6 und die Linke (Levica) mit 8,4 Prozent der Stimmen. Der beliebteste Politiker ist der Gesundheitsminister Janez Poklukar (parteilos), der den Staatspräsidenten Borut Pahor​ (parteilos) überholte.

11.10.2021

Slowenische Regierung will Urteil des Verwaltungsgerichts nicht umsetzen

Die slowenische Regierung unter der Führung von Premierminister Janez Janša (SDS – Slowenische Demokratische Partei) hat entschieden, das Urteil des Verwaltungsgerichts im Fall der nicht ernannten delegierten europäischen Staatsanwälte Tanja Frank Eler und Matej Oštir nicht umzusetzen. Nach Meinung des Generalstaatsanwalts Drago Šketa verstößt sie damit gegen die Rechtsstaatlichkeit und die slowenische Verfassung. Auch die EU-Generalstaatsanwältin Laura Kövesi äußerte diesbezüglich ihre tiefe Besorgnis. Die Regierung plant, die Ausschreibungen so lange zu wiederholen, bis sich sechs Kandidatinnen beziehungsweise Kandidaten beworben haben, was eher unwahrscheinlich ist. Das bedeutet, dass während der Amtszeit dieser Regierung keine europäischen delegierten Staatsanwälte aus Slowenien ernannt werden.​


9.10.2021

Slowenische Hauptstadt erneut eines der nachhaltigsten Reiseziele der Welt

Ljubljana ist die einzige Stadt der Welt, die es bereits zum siebten Mal in Folge auf die Liste der 100 nachhaltigsten Reiseziele weltweit schaffte. Die gemeinnützige internationale Organisation "Green Destination" bewertet und zeichnet die besten grünen und nachhaltigen Praktiken im Tourismus aus. Die slowenische Hauptstadt überzeugte heuer die Jury mit dem Projekt KulKul Moment, das Kultur und Kulinarik verbindet. Es handelt sich um ein innovatives touristisches Angebot, das BesucherInnen anzieht und sie gleichzeitig ermutig, Ljubljana zu erkunden.

6.10.2021

Fahrradverleihsystem "BicikeLJ" in der slowenischen Hauptstadt bricht Tagesrekord

Am 4. Oktober 2021, hat Ljubljana einen neuen Tagesrekord bei der Fahrradausleihe des Systems "BicikeLJ" verbucht. An diesem Tag haben RadfahrerInnen mit den BicikeLJ-Rädern 7.284 Fahrten zurückgelegt, was fast 900 Fahrten mehr als beim letzten Tagesrekord sind. Seitdem das Fahrradverleihsystem vorgestellt wurde (12. Mai 2011) wurden die Fahrräder fast 8,5 Millionen Mal ausgeliehen. Am Anfang gab es 30 Stationen mit 300 Fahrrädern. Mittlerweile sind es 79 Stationen und 790 Fahrräder.​


6.10.2021

Eskalation bei Protesten in Slowenien

Die slowenische Polizei hat am Vorabend des EU-Westbalkan-Gipfels rund 3.000 Protestierende mit Tränengas und Wasserwerfern zu vertreiben versucht. Diese protestierten erneut gegen Covid-19-Maßnahmen und forderten den Rücktritt der Regierung von Premier Janez Janša (SDS – Slowenische Demokratische Partei). Nach Meinung einiger Expertinnen und Experten griff die Polizei zu hart durch, weshalb die Polizeigewerkschaft nun eine unabhängige Untersuchung fordert. Innenminister Aleš Hojs (SDS) gratulierte der Polizei für die ausgezeichnete Arbeit, während die Opposition die Regierung zum Rücktritt aufforderte. Der Bürgermeister von Ljubljana Zoran Janković (LZJ – Liste Zoran Janković) verurteilte die Gewalt und sprach sich für vorgezogene Neuwahlen aus.​


6.10.2021

Bewegungsverbot in slowenischen Städten wegen EU-Gipfels

Von 4. bis 5. Oktober 2021 findet in der slowenischen Stadt Brdo pri Kranju der EU-Westbalkan-Gipfel statt. Dieser bildet den Höhepunkt der slowenischen Ratspräsidentschaft. Aufgrund von Sicherheitsmaßnahmen herrscht im Gebiet ein 48-stündiges Bewegungsverbot. Unter den 44 Delegationen sind Staatsoberhäupter der EU-Mitgliedstaaten sowie der sechs Westbalkanstaaten. Im Zuge des Gipfels werden die Rolle der EU am internationalen Parkett, die europäische Perspektive der Westbalkanregion und das Engagement der EU zur Erweiterung thematisiert. Am Rande der Verhandlungen überreicht der slowenische Staatspräsident Borut Pahor (parteilos) der scheidenden deutschen Kanzlerin Angela Merkel das höchste slowenische Verdienstzeichen für die Vertiefung der Beziehungen zwischen Deutschland und Slowenien sowie die vertrauenswürdige europäische Führung.​

5.10.2021

Slowenisches Verwaltungsgericht bestätigt Klage nicht ernannter Staatsanwälte

Die Staatsanwälte Tanja Frank Eler und Matej Oštir haben gegen die Entscheidung der Regierung, das Verfahren zur Ernennung zweier Staatsanwälte für die neue Europäische Staatsanwaltschaft aufzuheben, Klage eingereicht. Das Verwaltungsgericht der Republik Slowenien hat ihrer Klage nun stattgegeben. Die Regierung muss die Ernennung beider Staatsanwälte erneut prüfen, wobei laut slowenischem Recht das Ergebnis des Auswahlverfahrens akzeptiert werden muss und das Urteil endgültig ist. Brüssel erwartet nun unverzüglich eine Antwort der slowenischen Regierung. Slowenien ist nämlich der einzige EU-Mitgliedsstaat, der noch keine delegierten Staatsanwälte ernannt hat.​

5.10.2021

Velo-City-Konferenz Mitte Juni 2022 in Ljubljana

Mitte Juni 2022 findet in Ljubljana die internationale Velo-City-Konferenz unter dem Motto "Cycling the change" statt. Diese Veranstaltung versammelt über 1.000 ExpertInnen wie auch AktivistInnen, die den Fokus auf den Radverkehr setzen. In Ljubljana werden zwischen 13 und 16 Prozent aller Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt. Trotz der relativen Fahrradfreundlichkeit der Stadt ist der Fahrradanteil im Verkehr noch immer zu niedrig. Die internationale Velo-City-Konferenz soll dazu beitragen, dass Städte voneinander lernen und Best-Practice-Beispiele übernehmen. Die slowenische Hauptstadt möchte sich der Welt als eine Erlebnisstadt vorstellen, die sich mit dem Rad erkunden lässt.​


2.10.2021

Direktor der Slowenischen Presseagentur tritt zurück

Nach 273 Tagen ohne Finanzierung der Slowenischen Presseagentur (STA) tritt nun Direktor Bojan Veselinovič zurück. Er könne und wolle den vom Regierungsamt für Kommunikation (UKOM) vorgeschlagenen Anpassungen im STA-Vertrag nicht zustimmen. Veselinovič ist der Meinung, dass die aggressiven Vorschläge das erfolgreiche Geschäftsmodell der STA verändern, die Erwerbstätigkeit verkleinern und folglich die Einnahmen und die Anzahl der Angestellten senken würden. Das würde zur Einschränkung der Presseautonomie und der Medien- und Meinungsfreiheit führen, was er nicht tolerieren könne. Sowohl Staatspräsident Borut Pahor (parteilos) als auch die EU-Kommission setzen sich für den Dialog zwischen STA und UKOM ein. Seitens der EU-Kommission gab es besorgte Reaktionen, sie forderte die slowenische Regierung erneut zur Finanzierung der STA auf.​​

1.10.2021

Tausende protestieren in Ljubljana gegen 3G-Regeln

So wie jeden Mittwoch versammelten sich auch am 29. September mehrere Tausend ProtestlerInnen im Zentrum von Ljubljana, um gegen die Ausweitung der 3G-Regeln zu protestieren und Neuwahlen zu fordern. Unter ihnen war auch der Vater der 20-jährigen Frau, die am selben Tag an einem Schlaganfall nach einer Corona-Impfung mit Johnson & Johnson starb. Die Polizei hat nach sieben Stunden die Corona-Demo mit Wasserwerfern und Tränengas aufgelöst. Aus der Protestbewegung entstand die Partei "Resni.ca" (Wahrheit), die unter der Leitung von Zoran Stevanović bei den Parlamentswahlen 2022 antreten will.


30.9.2021

Verfassungsgericht in Slowenien setzt 2G-Bedingung für öffentliche Verwaltung aus

Das slowenische Verfassungsgericht hat die Einführung der 2G-Regel für Angestellte in der öffentlichen Verwaltung vorläufig aufgehoben. Die Polizei- und SoldatInnengewerkschaft hatten beim Verfassungsgericht eine Initiative zur Überprüfung der Verfassungsmäßigkeit des Regierungsdekrets über die Einführung der 2G-Regel (Genesene und Geimpfte) für MitarbeiterInnen des öffentlichen Dienstes ab dem 1. Oktober 2021 eingereicht. Wer eine Impfung ablehne und nicht im Homeoffice arbeiten könne, hätte seinen Job verlieren können. Die Regierung kündigte bereits die Einhaltung der Gerichtsentscheidung an.


30.9.2021

Rekord-Hochwasser in Ljubljana

Am 29. September 2021 gegen neun Uhr am Abend, ist in einer Stunde in Ljubljana so viel Regen gefallen wie noch nie in den 160 Jahren seit es meteorologische Messungen gibt. Über 500 verschiedene Objekte wurden überflutet, darunter zahlreiche Grund- und Mittelschulen, der Präsidentenpalast, das Parlament sowie viele Garagen und Unterführungen, wo sich Autos und Busse zum Zeitpunkt befanden. Auch in die Räumlichkeiten des Universitätsklinikzentrums Ljubljana ist Wasser eingedrungen, die Schadensbeurteilung bleibt noch aus. Kulturinstitutionen haben ebenfalls große Schäden erlitten. Die Moderne Galerie hatte bei der Eröffnung einer Ausstellung von Picassos Werken mit einer leckenden Decke zu kämpfen, auch das slowenische Jugendtheater und das slowenische Nationaltheater Drama meldeten extreme Überflutungen.​




30.9.2021

Zwei Milliarden Euro fürs slowenische Gesundheitswesen

Mit 68 Ja- und zwei Nein-Stimmen haben slowenische Parlamentsabgeordnete am 29. September ein neues Gesetz verabschiedet. Dieses sieht in den kommenden zehn Jahren Investitionen im Wert von rund zwei Milliarden Euro ins Gesundheitswesen, unter anderem auch für die Ausbildung neuer Arbeitskräfte vor. Davon sind 763 Millionen Euro für die beiden Universitätsklinikzentren in Ljubljana und Maribor gedacht und 557 Millionen Euro​​ für andere Krankenanstalten.​


29.9.2021

Niedrige Zufriedenheit mit Regierungsarbeit in Slowenien

Nur 28,8 Prozent der Befragten unterstützen die Arbeit der aktuellen Regierung des Premierministers Janez Janša (SDS - Slowenische Demokratische Partei). Das zeigt die jüngste Meinungsumfrage der Agentur "Mediana". Trotzdem genießt die Partei SDS unter WählerInnen mit 15 Prozent der Stimmen noch immer die größte Unterstützung. Es folgen die Sozialdemokraten (SD) mit 9,6 Prozent, die Linke (Levica) und die Liste Marjan Šarec (LMŠ) mit jeweils acht Prozent der Stimmen. Den größten Rückgang verzeichnete die konservative Regierungspartei Neues Slowenien (NSi), die die Vier-Prozent-Hürde nicht überwinden würde.

27.9.2021

Slowenische Hauptstadt hoch verschuldet

Die Verschuldung von Gemeinden in Slowenien ist von 753,3 Millionen Euro Ende 2019 auf 786 Millionen Euro im Vorjahr angestiegen. Die Gemeinden haben sich insbesondere wegen Investitionen, die im Budget für 2020 vorgesehen waren, verschuldet. Den ersten Platz belegt Ljubljana, wo die Verschuldung am Ende des Jahres 2020 etwas mehr als hundert Millionen Euro betrug. Auf dem zweiten Platz befindet sich die zweitgrößte Stadtgemeinde Sloweniens Maribor mit 46,2 Millionen Euro, gefolgt von der drittgrößten Stadtgemeinde Celje mit 34,9 Millionen Euro Verschuldung.

26.9.2021

Baufortschritt des Karawankentunnels zwischen Österreich und Slowenien

Beim Bau der zweiten Röhre des Karawankentunnels, der Slowenien und Österreich verbindet, ist nun die slowenische Staatsgrenze erreicht worden. Wie der österreichische Autobahnbetreiber ASFINAG mitteilte, ist die vor drei Jahren begonnene Bohrung der zweiten 7,9 Kilometer langen Röhre abgeschlossen. Im August 2020 wurde mit den Vortriebsarbeiten an der zweiten Röhre auf der slowenischen Seite des Tunnels begonnen. Die Arbeiten werden von türkischen Arbeitskräften ausgeführt, für die in der Nähe der Baustelle eine Sondersiedlung errichtet wurde. Es wird 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche durchgearbeitet. Der Gesamtwert des Projekts beträgt 320 Millionen Euro. Mit einer Gesamtverkehrsfreigabe wird frühestens Ende 2027 gerechnet.

25.9.2021

1.700 vorzeitige Todesfälle durch Luftverschmutzung pro Jahr in Slowenien

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Grenzwerte für Luftschadstoffe drastisch verschärft, um die Gesundheit der Menschen zu schützen. Laut den im Februar 2021 durchgeführten Stickstoffdioxid-Messungen erfüllt keine Location entlang der stärker befahrenen Straßen in Ljubljana die strengeren Kriterien. Die Grenzwerte werden sogar um ein Vielfaches überschritten. Verschmutzte Luft verursacht in Slowenien jedes Jahr circa 1.700 vorzeitige Todesfälle. Laut der Umweltorganisation Focus sollten viel ambitioniertere Maßnahmen, wie zum Beispiel Förderung der aktiven Mobilität und des öffentlichen Personenverkehrs sowie die Nutzung von Biomasse zu Heiz- oder Industriezwecken, getroffen werden.​

23.9.2021

Neues Kulturzentrum in Ljubljana eröffnet

Nach drei Jahren Bauarbeiten eröffnete Bürgermeister Zoran Janković (SZJ – Liste Zoran Janković) in Ljubljana das Kulturzentrum "Cukrarna". Die ehemalige Zuckerfabrik, ein fast 200 Jahre altes Objekt, wurde zu einem modernen Zentrum mit einer Galerie, zahlreichen Ausstellungs- und Ausbildungsräumen, einer Bibliothek sowie einem großen Depot umgewandelt. Hier werden in Zukunft verschiedene Ausstellungen, Konzerte und Performances stattfinden. Laut Janković (LZJ) handelt es sich um das größte Kulturprojekt, das im unabhängigen Slowenien vorgenommen wurde.​

23.9.2021

Oppositionsparteien beschließen Nachwahlbündnis

Die Vorsitzenden der Oppositionsparteien Liste Marjan Šarec (LMŠ), Sozialdemokraten (SD), Partei Alenka Bratušek (SAB) und der Linken (Levica) haben eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit nach den Parlamentswahlen paraphiert. Das Bündnis soll den "Terror der aktuellen Regierung, die infolge der Covid-19-Krise ein katastrophales Budgetloch verursachte, beenden". Das Abkommen besteht aus drei Hauptpunkten: die sofortige Normalisierung des Staates, die Regierungsbildung ohne die Slowenische Demokratische Partei (SDS) des Premierministers Janez Janša und die Vereinbarung, dass die stimmenreichste Partei die nächste Premierministerin beziehungsweise den Premierminister stellt. Das Abkommen soll bis Oktober 2021 von allen Parteigremien verabschiedet werden.​​​

21.9.2021

Ausgezeichnete Wirtschaftsaussichten für Slowenien

Das Amt für makroökonomische Analysen und Entwicklung (UMAR) hat die Wirtschaftsprognosen für Slowenien nach oben korrigiert. Das slowenische Bruttoinlandsprodukt (BIP) soll heuer um 6,1 Prozent wachsen. Für das Jahr 2022 rechnet UMAR mit einem BIP-Wachstum von 4,7 Prozent. Positiv sind auch die Aussichten für den Arbeitsmarkt. Die Zahl der registrierten Arbeitslosen soll von 85.000 Personen im Vorjahr bis Ende des Jahres auf 75.400 Personen sinken. Bereits 2022 sollen nur noch 67.800 Personen als arbeitssuchend gemeldet sein.​​​


20.9.2021

Laut Meinungsumfrage würde die Opposition in Slowenien die Wahlen für sich entscheiden

Laut der September-Meinungsumfrage der Agentur Mediana ist die Partei von Premier Janez Janša, die Slowenische Demokratische Partei (SDS), weiterhin die beliebteste Partei Sloweniens. Diese genießt unter WählerInnen mit 18,4 Prozent der Stimmen die größte Unterstützung. Es folgen die oppositionellen SozialdemokratInnen (SD) mit 13,3 Prozent, die Linke (Levica) mit 9,2 Prozent und die Liste Marjan Šarec (LMŠ) mit 8,9 Prozent. Die Vier-Prozent-Hürde würde auch der Koalitionspartner Neues Slowenien (NSi) mit 5,3 Prozent überspringen. Die aktuelle Regierungskoalition würde sich aber bei Neuwahlen nur 36 von 90 möglichen Mandaten sichern können und müsste in die Opposition wechseln. 69,3 Prozent der Befragten bewerten die Arbeit der Regierung als negativ.  ​


20.9.2021

Verringerung des Lohngefälles zwischen Frauen und Männern in Slowenien

Das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen hat sich in Slowenien im Jahr 2020 nach vorläufigen Daten des statistischen Amtes leicht verringert. Es betrug 2,2 Prozent, was um 3,6 Prozentpunkte weniger als 2019 ist. Das durchschnittliche monatliche Nettogehalt in Slowenien betrug voriges Jahr 1.252 Euro, was 5,4 Prozent mehr als 2019 sind. Das durchschnittliche monatliche Nettogehalt von Männern lag 0,7 Prozent über dem Durchschnitt und betrug 1.261 Euro, während das durchschnittliche monatliche Nettogehalt von Frauen um 0,8 Prozent unter dem Durchschnitt lag und 1.242 Euro erreichte.​


19.9.2021