City News


Aktuelle Informationen aus unseren Dialogstädten, zweimal wöchentlich knapp zusammengefasst

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Rasanter Anstieg der Fallzahlen in Bulgarien

In den vergangenen 24 Stunden wurden nach 16.179 durchgeführten CoViD-19-Tests insgesamt 2.588 Neuinfizierte gemeldet, das entspricht einer Quote von 16 Prozent. Damit ist die Gesamtzahl der in Bulgarien ermittelten Corona-Fälle auf fast eine Viertelmillion (249.626) gestiegen. Die meisten Neuinfektionen wurden aus Sofia (645), Burgas (274) und Plovdiv (194) gemeldet. 4.777 PatientInnen werden stationär behandelt, 414 davon auf der Intensivstation. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit der Infektion belief sich in den vorigen 24 Stunden auf 117, die Zahl der Genesenen lag bei 1.085. Seit Beginn der Corona-Impfung in Bulgarien haben sich 223.539 BürgerInnen impfen lassen. Allein am vergangenen Tag waren es 11.094. Eine zweite Impfdosis haben 38.775 BürgerInnen erhalten.

2.3.2021

Lockerungen der CoViD-19-Maßnahmen

Seit gestern sind in Bulgarien Restaurantbesuche mit einer 50-prozentigen Auslastung erlaubt, nicht mehr als sechs Personen pro Tisch, und das Personal ist verpflichtet, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Die Sperrstunde ist 23 Uhr. Auch Kongresse, Konferenzen, Seminare, Wettbewerbe, Schulungen, Teambuildings und andere öffentliche Veranstaltungen sind bei einer 30-prozentigen Auslastung, einem Mindestabstand von eineinhalb Metern und dem Tragen des Mund-Nasen-Schutz gestattet. Seit gestern, dem 1. März 2021 sind organisierte Reisen in Bulgarien erlaubt, Auslandsexkursionen sollen ab 1. April möglich sein. Auch Diskotheken, Piano-Bars und Nachtlokale sollen erst am 1. April öffnen.

1.3.2021

Gutes Rating von "Standard & Poor's" für Sofia bestätigt

​Die internationale Ratingagentur "Standard & Poor's" hat am 26. Februar 2021 das Langfristrating der bulgarischen Hauptstadt Sofia bei "BBB mit stabilem Ausblick" mit "stabil" nach einer Ratingüberprüfung aktualisiert und damit das jüngste Rating erneut bestätigt. Dies geschah einen Tag, nachdem das Stadtbudget 2021 beschlossen wurde. Das aktuelle Rating bedeutet, dass Sofia trotz der Coronakrise eine attraktive Stadt für Investitionen bleibt. Gestützt wird das Rating Sofias durch die finanzielle Stabilität und die nachhaltige Wirtschaftsentwicklung der Stadt. Der stabile Ausblick zeigt, dass sich die Wirtschaft in Sofia stärker entwickeln wird als im Rest des Landes.​​

27.2.2021

Internationales Eiskunstlaufturnier in Sofia eröffnet

Insgesamt 280 EiskunstläuferInnen aus 18 Ländern nehmen am 6. Eiskunstlaufturnier "Sofia Trophy 2021" teil, das vom 26. Februar bis 2. März im Wintersportpalast der Stadt ausgetragen wird. Der Wettbewerb, der Teil einer Reihe internationaler Eiskunstlaufwettbewerbe für Herren, Damen, Kinder und Jugendliche ist, wird auch heuer mit Unterstützung des bulgarischen Eiskunstlaufverbandes und des Eiskunstlaufvereins "Denkova-Stavijski" organisiert. Da das Turnier wegen der CoViD-19-Pandemie ohne Publikum stattfindet, wird der Wettbewerb online übertragen.

26.2.2021

Einführung von grünem Pass wird von Bulgarien unterstützt

Der bulgarische Premierminister Bojko Borissov (GERB - Bürger für eine europäische Entwicklung Bulgariens) setzt sich für die Einführung von Corona-Impfpässen ein, um das Reisen zu erleichtern. So soll ein elektronischer oder "Grüner Pass" für alle europäischen StaatsbürgerInnen eingeführt werden, der Auskunft darüber gibt, ob eine Person gegen CoViD-19 geimpft oder die Erkrankung erfolgreich überstanden habe. Für diese Personen sollen dann PCR-Tests und Corona-Quarantänen entfallen. Bulgarien habe den Vorschlag mit dem österreichischen, dem griechischen und mit anderen EU-Staats- und Regierungschefs im EU-Rat diskutiert, sagte Borissov vor dem Online-Treffen. Borissov mahnte die großen Impfstoff-HerstellerInnen, die Verträge mit der Europäischen Kommission einzuhalten, um die Impfpläne der EU-Mitgliedstaaten nicht zu gefährden. Derzeit erhält Bulgarien, den Worten von Gesundheitsminister Kostadin Angelov (parteilos) zufolge, lediglich 40 Prozent der bei Astrazeneca bestellten Mengen, was den Impfplan durcheinanderbringt.

25.2.2021

Hauptstadtbudget 2021 beschlossen

Nach einer vierstündigen Debatte wurde am 25. Februar 2021 das Sofioter Stadtbudget 2021verabschiedet. Dafür stimmten 33 Gemeinderätinnen und Gemeinderäte, 26 waren dagegen, ein Gemeinderat enthielt sich seiner Stimme. Heuer wird die bulgarische Hauptstadt über ein Rekordbudget in Höhe von 1,89 Milliarden Bulgarische Lewa (966,4 Millionen Euro) verfügen. Die Sofioter Bürgermeisterin Jordanka Fandakova (GERB – Bürger für eine europäische Entwicklung Bulgariens) stellte die drei Hauptziele des Finanzrahmens vor: den Aufbau einer strategischen Infrastruktur, die Errichtung neuer Kindergärten und die Verbesserung der Luftgüte. Das neue Investitionsprogramm beträgt 511,7 Millionen Bulgarische Lewa (261,6 Millionen Euro), davon stammen 296 Millionen Bulgarische Lewa (151,3 Millionen Euro) aus europäischen Programmen und 212 Millionen Bulgarische Lewa (108,4 Millionen Euro) aus eigenen Einnahmen. Dem Sofioter Vizebürgermeister für Finanzen, Dontscho Barbalov (parteilos), zufolge habe sich im Jahr 2020 das Investitionsprogramm auf 479 Millionen Bulgarische Lewa (245 Millionen Euro) belaufen und sei zu 74 Prozent umgesetzt worden.

25.2.2021

Iranischer Regisseur erhält Ehrenpreis der Stadt Sofia

Der iranische Regisseur Jafar Panahi wird beim 25. Sofia Film Fest für seinen herausragenden Beitrag zur Filmkunst mit dem Ehrenpreis der Stadt Sofia ausgezeichnet. Seine Filme sind dem bulgarischen Publikum seit den 1990er Jahren bekannt. Er selbst nahm in den Jahren 2002 und 2004 als Gast des Sofia Film Festes teil. Panahi ist einer der der wichtigsten unabhängigen Filmemacher der "neuen Welle" im iranischen Kino. Seine Filme und sein Talent werden seit Jahrzehnten von der internationalen Filmgemeinschaft und FilmkritikerInnen anerkannt und geschätzt. So wurde er bereits mit dem "Goldenen Löwen", dem "Goldenen Bären", dem "Silbernen Bären" und dem "Goldenen Leoparden" ausgezeichnet. Die Jubiläumsausgabe des Internationale Filmfestivals findet vom 11. bis 31. März als so genannte "Hybrid-Veranstaltung" statt.

22.2.2021

Bulgarien weitet Corona-Impfaktion aus

Bulgarien hat seine Massenimpfaktion gegen CoViD-19 in entlegene Landesteile ausgeweitet. Gesundheitsminister Kostadin Angelov (parteilos) zufolge stünden den schwer zugänglichen Orten seit Montag insgesamt 25 mobile Impfteams zur Verfügung. Parallel zu den Impfstellen in den Krankenhäusern würden nun ferner auch die Hausärztinnen und -ärzte Impfungen durchführen. Die Massenimpfung hatte bereits am Freitag mit Freiwilligen begonnen, die nach dem Fünf-Phasen-Plan der Regierung erst später an der Reihe gewesen wären. Am Wochenende bildeten sich lange Warteschlangen vor den Impfstellen in Sofia und anderen größeren Städten. Bis Sonntag wurden dadurch fast 30.000 Dosen des Impfstoffs von Astrazeneca verimpft.​

22.2.2021

Bulgarien: Aktuelle Umfrage zu den heurigen Parlamentswahlen

Vier Parteienbündnisse werden bei den bevorstehenden Parlamentswahlen in Bulgarien, die am 4. April 2021 stattfinden, wohl sicher in das nächste Parlament einziehen. Weitere drei haben potentiell Chancen, die Wahlhürde zu nehmen. Die Daten stammen aus der jüngsten Umfrage von "Afis", die im Zeitraum vom 12. bis 17. Februar unter 1.000 Personen durchgeführt wurde. Der Umfrage zufolge behält das Bündnis aus "Bürger für eine europäische Entwicklung Bulgariens" (GERB) und  "Union der demokratischen Kräfte" (SDS) seine führende Position mit etwas mehr als 25 Prozent Zustimmung bei, gefolgt von der "Bulgarischen Sozialistische Partei für Bulgarien" mit 22,5 Prozent. Um den dritten Platz konkurrieren die Partei "Es gibt ein solches Volk" und die "Bewegung für Rechte und Freiheiten" (DPS). Die drei weiteren politischen Wahlwerber, die eine Chance auf einen Einzug ins nächste Parlament haben, sind "Demokratisches Bulgarien", die Partei "Steh auf! Fratzen raus!" und die nationalistische "Innere mazedonische Organisation" (VMRO).

21.2.2021

Gedenken an den bulgarischen Nationalhelden Vassil Levski

Heute gedenkt Bulgarien des Nationalhelden Vassil Lesvki, der als Freiheitskämpfer in die bulgarische Geschichte einging. Levski war im Jahr 1873 in Sofia gehängt worden, nachdem er von einem osmanischen Gericht zum Tode verurteilt worden war. Wie jedes Jahr findet auch heuer eine Kranzniederlegung am Levski-Denkmal statt. Da wegen der antiepidemischen Maßnahmen keine Großveranstaltungen stattfinden können, wurde, auf Initiative der Sofioter Bürgermeisterin, Jordanka Fandakova (GERB - Bürger für eine europäische Entwicklung Bulgariens), und des Künstlervereins "Poeten" der Kurzfilm "Die Dichter und Vasil Levski" vorbereitet. Im Film, der auf einem Bildschirm vor dem Levski-Denkmal in Dauerschleife gezeigt wird, tragen prominente SchauspielerInnen zwei der bekanntesten Gedichte, die Vasil Levski gewidmet sind, vor.

19.2.2021

Europäische Kommission fordert von Bulgarien effektive Strafen gegen Rassismus

Bulgarien wird ein Schreiben der Europäische Kommission erhalten, in dem es dafür kritisiert wird, die EU-Vorschriften zur Bekämpfung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit nicht vollständig umgesetzt zu haben. Ähnliche Schreiben sollen auch an die EU-Mitgliedstaaten Belgien, Finnland, Polen und Schweden gehen. Im Schreiben wird bemängelt, dass der rechtliche Rahmen in Bulgarien nicht garantiere, dass rassistische und fremdenfeindliche Motive von den nationalen Gerichten als "erschwerender Faktor bei Verbrechen" berücksichtigt würden. Bulgarien hat nach Erhalt des Schreibens zwei Monate lang Zeit, zu den Fragen der Europäischen Kommission Stellung zu beziehen.

18.2.2021

Sofia: Proteste und erster Rücktritt nach tragischem Vorfall

Gestern kam es im Sofioter Wohnviertel Fakulteta zu Protesten. Am Dienstag ist dort ein 16-jähriger Jugendlicher an den Folgen eines Stromschlags gestorben, nachdem er auf einen Schachtdeckel getreten war. Um ihre Wut über den tragischen Vorfall auszudrücken, legten die DemonstrantInnen den Verkehr auf der Suchodolska-Straße und der Eisenbahnlinie Sofia-Gorna Banja für kurze Zeit lahm und forderten den Rücktritt der Sofioter Bürgermeisterin Jordanka Fandakova (GERB - Bürger für eine europäische Entwicklung Bulgariens). Parallel dazu forderte die sich in Opposition befindliche "Bulgarische Sozialistische Partei" (BSP) ebenfalls Fandakovas Demission. Die Forderungen blieben jedoch ohne Konsequenzen. Fandakova selbst erklärte in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Sofioter Chefarchitekten, dass die Strombetreibergesellschaft CEZ und ein unbekannter Mitarbeiter des Bezirks "Triadiza" Verstöße zugelassen hätten. Mittlerweile ist der Chefarchitekt von "Triadiza", Ivan Shchischkov, wegen des tragischen Vorfalls zurückgetreten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen unbekannte Täter.

18.2.2021

Meiste Verkehrsopfer landesweit in Region Sofia

Die Region Sofia weist die höchste Zahl an Verkehrsunfallopfern auf. Das ergab die vom "Institut für Straßenverkehrssicherheit" erstellte Risikobewertung für das ganze Land. Auf die Region Sofia folgen die Städte Lovetsch, Russe, Varna und Plovdiv. Den geringsten Prozentsatz weisen Targoviste, Jambol, Schumen und Gabrovo auf. Das Institut wies darauf hin, dass die Analyse Bulgarien helfen soll, die Ausgaben für die Errichtung und die Sanierung von Straßen effizienter zu verwalten.

15.2.2021

Ab Herbst 2021 in Bulgarien Wehrunterricht auf dem Lehrplan

Ab nächstem Schuljahr können in Bulgarien SchülerInnen der 8. bis 10. Klasse eine militärische Vorbildung erhalten. Das Bildungsministerium veröffentlichte den Lehrplan zur öffentlichen Diskussion auf seiner Website. Das Programm besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil soll die Geschichte der bulgarischen Armee behandelt werden. Die Ausbildung selbst werde in der Nationalen Militäruniversität "Vassil Levski" in Veliko Tarnovo stattfinden. Die TeilnehmerInnen sollen aus den 2.000 Schulen aller Regionen des Landes kommen und in 33 Teams zu je zehn SchülerInnen eingeteilt werden.

15.2.2021

Bulgarien öffnet Restaurants trotz drohender dritter Welle

Die Gaststätten in Bulgarien sollen am 1. März trotz steigender Fallzahlen wieder öffnen. Der Grund hierfür ist, dass sich Restaurants gegenüber Hotel-Restaurants benachteiligt sahen. Seit Wochen kritisieren RestaurantbesitzerInnen die bulgarische Regierung und die Behörden dafür, dass für Gaststätten offenbar andere Standards als für Hotel-Restaurants gelten. Stein des Anstoßes ist die Regelung, dass die Restaurants geschlossen sind, Hotel-Restaurants jedoch für Übernachtungsgäste öffnen dürfen. Dies führte offenbar dazu, dass einige Hotels sehr niedrige "Übernachtungsgebühren" für Gäste einhoben, die in der Folge nur im Restaurant aßen, jedoch nicht im Hotel übernachteten. Zahlreiche entsprechende Nachrichten und Hinweise wurden auf Social Media geteilt. Die Wiederöffnung der Restaurants sei dem bulgarischen Premierminister Bojko Borissov (GERB – Bürger für eine europäische Entwicklung Bulgariens) zufolge unabdingbar.

14.2.2021

Sofia: Ausstellung "Bulgarische Archäologie 2020" eröffnet

Am 11. Februar 2021 wurde zum 14. Mal die Ausstellung über die interessantesten Funde aus der Feldarbeit der bulgarischen ArchäologInnen des vergangenen Jahres eröffnet. An der Schau, die im Nationalen Archäologischen Museum in Sofia gezeigt wird, sind 16 regionale Museen beteiligt. Gezeigt werden die bedeutsamsten Objekte, die im Zuge von mehr als 100 archäologischen Ausgrabungen, die vom bulgarischen Kulturministerium finanziert worden waren, gefunden wurden. Die Fundstücke stammen von 27 Standorten, die die Entwicklung der Kulturen auf dem Territorium des heutigen Bulgariens vom Neolithikum bis zum Mittelalter veranschaulichen. Die einzigartigen Gegenstände können bis 2. Mai besichtigt werden.

11.2.2021

Sofia: Mobile Luftmessstation erworben

Sofia hat kürzlich eine eigene mobile Luftmessstation erworben, die die Emissionen in Echtzeit dort misst, wo sie entstehen. Der Vizebürgermeisterin für Umwelt, Desislava Bileva (parteilos) zufolge, würde mit der Neuerwerbung aktuell eine 72-stündige-Testung durchgeführt. Die gesammelten Daten würden alle fünf Sekunden auf einem Server gespeichert und auf der Website der Gemeinde veröffentlicht. Fixe Messstationen für Luftemissionen seien oft unpräzise und stark vom Wetter abhängig. Die mobile Messstation sei ein wichtiges Instrument zur Verbesserung der Luftgüte in der Stadt, betonte Bileva. Die Station könne auch bei Bränden eingesetzt werden und die Konzentration der dort entstandenen Schadstoffe messen.

11.2.2021

Sofia nimmt 70.000 Euro aus Hundesteuer ein

Im Jahr 2020 wurden in Sofia insgesamt 137.000 Bulgarische Lewa (circa 70.000 Euro) an Hundesteuern entrichtet. Dies zeigt ein aktueller Bericht der Gemeinde Sofia. Die Höhe der Hundeabgabe liegt bei 24 Bulgarische Lewa (circa zwölf Euro) pro Jahr. Bei kastrierten Hunden entfällt die Hundesteuer und auch Assistenzhunde, Rettungshunde und Jagdhunde sind von dieser Abgabe befreit.​

9.2.2021

Sofia: zentrale Unterführung wird saniert

Die FußgängerInnenunterführung bei der rumänischen Botschaft in Sofia soll generalsaniert und barrierefrei werden. Die Unterführung befindet sich an einer der meistfrequentierten Kreuzungen in der Stadt und verbindet den Bezirk Sredez mit dem Bezirk Slatina. Aktuell ist die Unterführung in einem desolaten Zustand, da in den vergangenen Jahren nur kleinere Reparaturen durchgeführt wurden. Die geplante Sanierung umfasst unter anderem auch die Errichtung von Aufzugsanlagen. Der Gesamtwert des Projekts beträgt 770.000 Bulgarische Lewa (394.000 Euro) und wird von dem "Spezialisierten Privatisierungsfonds der Gemeinde" (SOPF) finanziert.

9.2.2021

Sofia: Hohes Durchschnittsalter bei PKW

Das Durchschnittsalter der zugelassenen Personenkraftwagen in Sofia beträgt 19 Jahre. Voriges Jahr wurden in Sofia insgesamt 833.000 Autos zugelassen, hauptsächlich Autos ohne Öko-Standards beziehungsweise PKW der Klassen Euro 1 und 2, womit der Anteil an alten und umweltschädlichen Autos über 30 Prozent ausmacht. Zudem sind in Sofia 137.000 LKW und über 5.000 Busse zugelassen. Insgesamt sind in der bulgarischen Hauptstadt 987.000 Autos und Lastwagen, 23.000 Motorräder und 7.000 Mopeds registriert.​

8.2.2021

Bulgarien: Lebenshaltungskosten gestiegen

Die "Konföderation der unabhängigen Gewerkschaften Bulgariens" (KNSB) gab kürzlich die Ergebnisse des aktuellen Berichts über die Lebenshaltungskosten in Bulgarien im vierten Quartal 2020 bekannt. Der Analyse zufolge betrugen die Kosten für eine Person in einer vierköpfigen Familie im Jahr 2020 638 Bulgarische Lewa (circa 326 Euro) pro Monat, was einer Erhöhung der Lebenshaltungskosten um ein Prozent entspricht. Im Vergleich zu den vergangenen drei Jahren ist dies laut der KNSB das niedrigste Wachstum der Lebenshaltungskosten in Bulgarien. Um ein normales Leben führen zu können, bräuchte eine vierköpfige Familie 2.542 Lewa (circa 1.299 Euro). Die KNSB stellte fest, dass das Durchschnittsgehalt um 16 Prozent niedriger ist als die Lebenshaltungskosten einer Familie und forderte deshalb eine 15-prozentige Erhöhung desselben.​

8.2.2021

Sofia: Inzidenz steigt erneut an

In Bulgarien ist die Zahl der CoViD-19-Neuansteckungen seit Wochenbeginn wieder gestiegen. Wie aus dem offiziellen Corona-Portal am 2. Februar 2020 hervorgeht, stieg die Zahl der Neuinfektionen von 832 am Montag auf 967 am Dienstag. Die Hauptstadt Sofia liegt nun mit 136,9 neuen Fällen pro 100.000 EinwohnerInnen binnen 14 Tagen wieder in der roten Zone, erläuterte der Chef des regionalen Gesundheitsamtes, Dantscho Pentschev. Die Situation sei erneut beunruhigend und angespannt, allerdings sind aktuell noch über 20 Prozent aller Betten in den Sofioter Krankenhäusern frei.

4.2.2021

Sofia: Straßenbahnlinie 5 wird saniert

Die größte Investition in den Sofioter öffentlichen Verkehr soll voraussichtlich im März 2021 beginnen. Konkret handelt es sich um die Sanierung der Straßenbahnlinie Nummer 5, die vom Tsar-Boris-III-Boulevard nach Knjazhevo verläuft. Dies wurde im Zuge der öffentlichen Diskussion über das Stadtbudget 2021 bekanntgegeben. Für die Verlegung der neuen Schienen sind 31,6 Millionen Bulgarische Lewa (16.1 Millionen Euro) vorgesehen. Das Projekt soll eine schnellere Verbindung zwischen den dicht besiedelten Stadtteilen ermöglichen. Zudem soll ein neuer Park entlang des Mazedonia-Boulevards entstehen und 13 neue Straßenbahnen erworben werden, die auf der sanierten Linie 5 verkehren sollen.

4.2.2021

Bulgarien: OLAF meldet Manipulationen bei Ausschreibung

Am 2. Februar 2021 wurde bekanntgegeben, dass das "Europäischen Amt für Betrugsbekämpfung" (OLAF) eine Ausschreibung des bulgarischen Innenministeriums kritisiert habe. Konkret ist es der Ansicht, dass die Ausschreibung für den Erwerb von Geländewagen für die Grenzpolizei in Höhe von knapp sechs Millionen Euro von MitarbeiterInnen des Ministeriums manipuliert worden sei. Da heuer in Bulgarien Superwahljahr ist, beschuldigen sich in der Sache der Premierminister und der Präsident gegenseitig. Die Ausschreibung war am 2. März 2017 vom Innenminister der von Präsident Rumen Radev (parteilos) bestellten Übergangsregierung veröffentlicht und am 20. April 2017 die Auftragnehmerin ausgewählt worden, weshalb Premierminister Bojko Borissov und seine Partei "Bürger für einen europäische Entwicklung Bulgariens" (GERB) im Präsidenten den Hauptschuldigen sehen. Der Präsident hält dagegen, dass die Vorbereitungsarbeiten der Ausschreibung im Herbst 2016 von der Regierung Borissov II aufgenommen und der Vertrag Ende Februar 2018 von der Regierung Borissov III, zehn Monate nach Ablauf des Mandats von Innenminister Uzunov, unterzeichnet worden war. Nun soll die Staatsanwaltschaft in der Sache ermitteln.

2.2.2021

Sofia baut Kindergärten für 70 Millionen Lewa

In Sofia werden aktuell 14 Kindergärten in verschiedenen Stadtbezirken errichtet. Die Gemeinde hat insgesamt 70 Millionen Bulgarische Lewa (35,8 Millionen Euro) an Entschädigungszahlungen für die Enteignung von privaten Grundstücken, sowie für den Bau und die Projektierung der Gebäude zugesichert. Durch die Initiative der Stadt erhält das Dorf Vladaja, das zur Gemeinde Sofia gehört, seine erste Kinderkrippe. Dort werden insgesamt 75 Plätze für Kinder unter drei Jahren geschaffen. Die Kinderkrippe soll noch im Februar 2021 eröffnet werden.​

1.2.2021

Bulgarien: Staatspräsident Radev kandidiert für zweite Amtszeit

Am 1. Februar 2021 hat der bulgarische Staatspräsident Rumen Radev (parteilos) bekanntgegeben, dass er gemeinsam mit der Vizepräsidentin Ilijana Jotova (parteilos) für eine zweite Amtszeit kandidieren wird. Dies geschah während der Ansprache des Staatspräsidenten anlässlich seiner vierjährigen Amtszeit. Bei der ersten Wahl im November 2016 wurde der Staatspräsident von der "Bulgarischen Sozialistischen Partei" als Kandidat unterstützt. Nachdem Radev und Jotova ihre Entscheidung für eine zweite Amtszeit bekanntgegeben hatten, kritisierte Parlamentspräsidentin Zveta Karajantscheva (GERB – Bürger für eine europäische Entwicklung Bulgariens) Radev für seinen mangelnden Dialog mit den Institutionen. Ihrer Meinung nach sei die GERB durch Radevs Kandidatur verpflichtet, einen starken Kandidaten zu nominieren.​

1.2.2021

Sofia will Sperrmüllaufbereitungsanlage errichten

Die Gemeinde Sofia plant, in den kommenden Jahren eine Sperrmüllaufbereitungsanlage zu errichten. Das Projektbudget der Stadt für 2021 sieht 500.000 Bulgarische Lewa (circa 255.000 Euro) für die Machbarkeitsstudie und die Vorbereitung des künftigen Projekts vor. Bauschutt und Sperrmüll können aktuell am Recyclinghof im Stadtbezirk Vraschdebna abgegeben werden. In der Machbarkeitsstudie werden die Möglichkeiten für die Planung und den Bau einer Sperrmüllaufbereitungsanlage untersucht. Dort sollen künftig Altholz und Sperrmüll zu Brennstoffen aufbereitet werden. In einer Nebenanlage sollten auch Betonprodukte hergestellt werden, informierte die Sofioter Vizebürgermeisterin für Umwelt, Dessislava Bileva (parteilos).

30.1.2021

"Overgas" wieder komplett in bulgarischer Hand

Das russische Energieunternehmen "Gazprom" verkaufte seine Anteile am bulgarischen Gasunternehmen "Overgas" am 27. Jänner 2021. Um den Aktienanteil von 50 Prozent zurückzukaufen, habe "Overgas", der bulgarischen Zeitung "Kapital" zufolge, ein Darlehen in Höhe von 117 Millionen Euro aufgenommen. Das bulgarische Gasunternehmen unterhält ein 2.100 Kilometer langes Gasverteilungsnetz und versorgt 51 Gemeinden des Landes mit Gas.

29.1.2021

Sofia: Protest der Gastronomiebranche im Stadtzentrum

Am 27. Jänner 2021 kam es vor dem Regierungsgebäude in Sofia zu Protesten. EigentümerInnen und MitarbeiterInnen von Lokalen, die aufgrund der Maßnahmen gegen die Verbreitung von CoViD-19 geschlossen wurden, hatten sich versammelt um ihrer Forderung, am 1. Februar wieder aufsperren zu dürfen, Nachdruck zu verleihen. Die Aktion fand unter dem Motto "Marsch für Freiheit" statt und wurde vom Verband und der Vereinigung der bulgarischen GaststättenbetreiberInnen organisiert. Die DemonstrantInnen forderten ferner, den Rücktritt von Gesundheitsminister Prof. Kostadin Angelov (parteilos), da dieser, ihrer Ansicht nach, die Organisation rund um die Pandemie nicht richtig im Griff habe und sie ihres Rechtes auf Arbeit, ohne ausreichende Entschädigungen, beraubt habe.

27.1.2021

Bulgarien: Epidemische Ausnahmesituation bis 30. Aril verlängert

Die bis Ende Jänner 2021 geltende epidemische Ausnahmesituation in Bulgarien wurde bis 30. April verlängert. Das entschied die Regierung in Sofia auf einer Sondersitzung am 26. Jänner. Damit können Corona-Massnahmen per Verordnungen des Gesundheitsministers weiter gelockert oder verschärft werden, ohne dass das Parlament darüber entscheiden muss.

26.1.2021