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Zusammenlegung der Region Zentralböhmen mit dem Prager Verkehrsverbund abgeschlossen

Seit Sonntag, den 12. Juni 2022, wurden die letzten Ortschaften und Teile der Region Zentralböhmen in den Prager Verkehrsverbund (PID) integriert und sind somit mit einem gewöhnlichen Fahrschein des PID erreichbar. Konkret handelt es sich um Ortschaften rund um die in Zentralböhmen liegenden Städte Březnice, Krásná Hora und die Umgebung der Stadt Čáslav. Mit diesem Schritt ist die bereits seit 30 Jahren geplante Zusammenführung des Prager Verkehrsbundes und des Verkehrsverbundes Zentralböhmen (IDSK) abgeschlossen. Das Netzwerk des PID umfasst nun 15.000 unterschiedliche Linien, die eine Fläche von über 13.000 Quadratkilometern mit 15.000 Haltestellen abdecken. Die Zusammenführung der beiden Betriebe begann bereits im Jahr 1992, im Laufe der Jahre schlossen sich immer mehr lokale Linien dem Verbund an.

11.6.2022
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Stadt Prag launcht erste eigene City-Card

Die Stadt Prag hat mit 1. Juni 2022 ihre erste eigene City-Card, den Prager Visitor Pass (PVP), gelauncht​. Er ist in Kooperation zwischen den städtischen Unternehmen Prague City Tourism (PCT) und Operator ICT (OICT) entstanden. Zwar gab es im Verlauf der Jahre in Prag bereits mehrere solcher Angebote, diese waren jedoch ausschließlich private Initiativen. Die neue City-Card ist 48 oder 120 Stunden gültig und bietet kostenlosen Zugang zu 57 Sehenswürdigkeiten in Prag, eine kostenlose Stadtführung, kostenlose Moldau-Schifffahrten und kostenlosen Zugang zu den öffentlichen Verkehrsmitteln. Der Kulturstadträtin Hana Třeštíková (PS ​ Prag für sich) zufolge wolle die Stadt mit dem PVP den Tourist*innen zeigen, dass Prag nicht nur über eine Burg und eine Brücke verfüge, sondern auch eine Reihe an Sehenswürdigkeiten biete, die abseits des historischen Zentrums liegen. Ab September 2022 wolle die Stadt die Karte in einer Kampagne aktiv bewerben.​

9.6.2022
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Stadt erhöht Kapital der Prager Dienste, um Biogasanlage zu erwerben

Die Prager Dienste, die in der Stadt für Müllabfuhr, -verbrennung und -recycling und für die Straßenreinigung zuständig sind, sind ein städtisches Unternehmen, das sich zu 100 Prozent im Eigentum der Stadt befindet. Nun hat die Stadtregierung beschlossen, das Grundkapital um 6,4 Millionen Euro auf 113,14 Millionen Euro aufzustocken und mit dieser Summe sofort in eine Biogasanlage zu investieren. Ursprünglich war geplant, dass Prag eine neue Biogasanlage errichten lässt. Das Angebot, die bereits bereits bestehende, kleinere Biogasanlage in der Gemeinde Chrášťany westlich von Prag zu erwerben, zu vergrößern und für die Zwecke einer Großstadt anzupassen, war jedoch günstiger und somit für die Stadt attraktiver. Auch kann die modernisierte Biogasanlage viel früher in Betrieb genommen werden, als das bei einer völlig neu errichteten Anlage möglich gewesen wäre. Die Stadt Prag erhofft sich, das gewonnene Biogas sofort in die städtische Gasleitung einspeisen zu können, um die nahezu vollständige Abhängigkeit von russischem Gas zu reduzieren und die Gaspreise für die Prager*innen zu senken.​

8.6.2022
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Prager Oberbürgermeister will böhmische Kronjuwelen ausstellen

Der Prager Oberbürgermeister Zdeněk Hřib (Piratenpartei), als einer der Besitzer*innen von sieben Schlüsseln zur Wenzelskapelle, in der die böhmischen Kronjuwelen aufbewahrt werden, gab bekannt, die böhmischen Kronjuwelen ausstellen zu wollen. Die aus dem Jahre 1346 stammenden Juwelen (Wenzelskrone, Reichsapfel, Zepter, Krönungsmantel) werden nur selten ausgestellt, meistens anlässlich der größten Geschehnisse, die das Land bewegen. Seit 1929 wurden die Juwelen nur vierzehn Mal ausgestellt, zum letzten Mal war es 2018 anlässlich des 100. Jubiläums der Entstehung der ehemaligen Tschechoslowakei. Als aktuellen Grund nennt nun der Oberbürgermeister die Tatsache, dass die Öffentlichkeit die Juwelen bereits vier Jahre lang nicht gesehen habe. Aus diesem Anlass will nun der Prager Magistrat Gespräche mit den restlichen sechs Schlüssel-Besitzer*innen (Premierminister, Senats- und Abgeordnetenpräsident*innen, Prager Erzbischof, Präsident, Propst des Veitsdoms) initiieren, um ihnen die Idee des Oberbürgermeisters zu unterbreiten.

6.6.2022
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TGV-Zug bewirbt größtes Infrastrukturprojekt in tschechischer Gesichte

Die tschechische "Verwaltung der Eisenbahnstrecken" (SZ) bereitet eine interessante PR-Veranstaltung vor,​ um die tschechische Öffentlichkeit darüber zu informieren, wie die Vorbereitungen der drei geplanten Hochgeschwindigkeitsrouten voranschreiten. Um die Tschech*innen für diese Routen zu begeistern, bestellte die staatliche Firma eine französische TGV-Zuggarnitur (TGV – train a grande vitesse, Hochgeschwindigkeitszug), die auf den tschechischen Bahnhöfen Prag, Aussig, Iglau und Brünn zu besichtigen und zu testen sein wird. In Tschechien beträgt die maximale Zuggeschwindigkeit nur 160 Stundenkilometer, die TGV-Züge schaffen mühelos 320. Die geplanten drei Hochgeschwindigkeitsstrecken sollen zwischen Prag und Dresden, Brünn und Ostrau sowie Brünn und Břeclav errichtet werden. Geplanter Baubeginn ist in drei Jahren. Bei dem Projekt handelt sich um die größte geplante Investition in die technische Infrastruktur in der tschechischen Geschichte. Der Staat wird dafür schätzungsweise 28,3 Milliarden Euro ausgeben.​

6.6.2022
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Protestpartei für bevorstehende Kommunalwahlen in Prag gegründet

Als Reaktion auf die Verkehrspolitik der in der Stadtregierung vertretenen Partei Prag für sich (PS) registrierte sich kürzlich eine neue Partei namens Fahrer für sich, die im Herbst bei den Kommunalwahlen antritt. Die Partei ist der Ansicht, dass die PS die Prager Autofahrer*innen schikaniere, indem sie sich unangemessen für den Radverkehr starkmache. So würden in den engen Gassen im Prager Zentrum, aber auch auf der Stadtautobahn, Fahrradstreifen entstehen, die kaum genutzt werden und die nur den Verkehr verlangsamen und zu Staus führen. Prag ist aus geografischer Sicht keine ideale Stadt zum Radfahren und laut dem Prager Modal Split fährt nur ein Prozent der Prager*innen in der Stadt. Obwohl die neue Partei noch kein Wahlprogramm veröffentlicht hat, kündigte sie jetzt schon an, mit keinen grünen Parteien und vor allem nie mit der Partei von Jan Čižinský, dem Gründer der PS, eine Koalition bilden zu wollen.​

31.5.2022
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Sieben Tonnen recycelte Kaffeekapseln aus Prag gehen zurück an Nestlé

In den ersten vier Monaten dieses Jahres wurden in den Prager Metall-Containern bereits 264 Tonnen Metall-Verpackungen gesammelt und recycelt. Von 2020 bis April 2022 wurden aus dieser Menge schon sieben Tonnen Kaffeekapseln aussortiert. Allein von Jänner bis April 2022 waren es etwa 2,3 Tonnen. Die Triage erfolgt auf dem Sammelhof in Prag automatisch, die Kaffeekapseln werden aber händisch aussortiert und aus Prag direkt an die Herstellerin, die Firma Nestlé, zurückgesendet. Laut Nestlé und dem Sprecher der Prager Dienste, des Unternehmens, das für die Müllbearbeitung zuständig ist, ist die Aluminium-Wiederverwendung für die Kreislaufwirtschaft äußerst wichtig, da bei der Herstellung der Kaffeekapseln aus recyceltem Aluminium 95 Prozent der Energiekosten eingespart werden können.​​​

31.5.2022
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Tschechiens Lebensmittelnotfallreserven reichen nur für 1,3 Tage

Wenn morgen in Tschechien ein Notfall eintreten würde, stünden dem Staat nur 13 Millionen Tagesrationen an Lebensmittelreserven zu Verfügung, mit der die Bevölkerung lediglich 1,3 Tage versorgt werden könnte. Die Lebensmittelreserven müssen aus diesem Grund unbedingt auf 15 Tage aufgestockt werden. Dieses Ziel hatte sich bereits die Regierung Andrej Babiš (ANO – Ja) Ende 2021 gesetzt, rechnete bei der Umsetzung jedoch mit einem Zeithorizont von 15 Jahren. Diese Pläne sind, angesichts der aktuellen geopolitischen Situation, jedoch bereits hinfällig. Eine schnelle Aufstockung der Lebensmittelreserven würde aktuell 487 Millionen Euro kosten. Das Landwirtschaftsministerium hat deshalb vorgeschlagen das Budget der Staatlichen Materialverwaltung, die für die Lebensmittelreserven zuständig ist, sofort um 20,3 Millionen Euro aufzustocken, um Reserven für weitere Tage anschaffen zu können.​

22.5.2022
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Bundeskanzler Nehammer zu Besuch in Prag

Der tschechische Premierminister Petr Fiala (ODS - Bürgerdemokratische Partei) empfing am 17. Mai 2022 seinen österreichischen Amtskollegen Karl Nehammer. Wie erwartet, wurden die intensiven guten Beziehungen der beiden Länder hervorgehoben, obwohl beide Politiker*innen der Meinung sind, dass diese, vor allem in den Bereichen der Wissenschaft und der Zusammenarbeit der Universitäten, noch intensiver sein könnten. Fiala betonte ferner, dass er es bedauere, dass die EU bei den Verhandlungen über das Öl-Embargo gegen Russland nicht einheitlich auftrete. Nehammer sei, laut Fiala, ebenfalls bereit, die Erweiterung der Kapazität der Transalpinen Pipeline (TAL) zu unterstützen, sodass genügende Kapazitäten für Tschechien garantiert werden könnte, wenn es zu Ausfällen der Erdöllieferung aus Russland kommen sollte. Karl Nehammer äußerte ebenso seinen Wunsch, dass die Situation auf dem Westbalkan aufgrund des Krieges in der Ukraine während des tschechischen EU-Ratsvorsitz nicht vergessen werden sollte.​​​

17.5.2022
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Gewinnerprojekt für Prager Konzerthalle bekanntgegeben

Die Stadt Prag gab am 17. Mai 2022 den Namen des Architekturbüros bekannt, nach dessen Entwurf die neue Prager Konzerthalle, die sogenannte Moldauer Philharmonie, errichten werden soll. Insgesamt hatten sich 115 Teams am architektonischen Wettbewerb für die neue Konzerthalle beteiligt. Im Finale waren 15 Projekte, von denen fünf in die engste Auswahl kamen. Die Stadt Prag entschied sich letztlich für das Projekt des dänischen Studios Bjarke Ingels Group. Die Kosten für die neue Konzerthalle, die bis zum Jahr 2032 errichtet werden soll, sollen sich auf circa 244 Millionen Euro belaufen. Ziel ist es, den neuen Sitz der Tschechischen Philharmonie, der sich am Moldau-Ufer im 7. Prager Bezirk befinden wird, zum neuen Kulturzentrum der Stadt zu machen.​

17.5.2022
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Alkohol soll auf mehr als 1.000 Standorten in Prag verboten werden

Die Covid-19-Pandemie ist offiziell (fast) vorbei und der Massentourismus, im tschechischen Volksmund "Alko-Tourismus" genannt, ist wieder zurück und mit ihm die altbekannten Probleme: alkoholisierte Tourist*innen, Lärm, Ruhestörung und Unordnung. Um diese negativen Auswirkungen zu bekämpfen, will das Prager Stadtparlament die, seit 2013 geltende, Verordnung über Alkoholkonsum novellieren und sie deutlich verschärfen. An ungefähr 1.000 Standorten Prags, zu denen sehr beliebte Flanierzonen und Trinkmeilen zählen, soll demnächst Alkoholkonsumverbot verhängt werden. Zwischen Mitternacht und neun Uhr soll nicht einmal auf den exponiertesten Partymeilen Alkohol verkauft oder konsumiert werden, mit Ausnahme am 31. Dezember und 1. Jänner.

16.5.2022
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Russischem Marschall Iwan Konew wird Prager Ehrenbürgerschaft entzogen

Die Prager Stadtregierung beschloss, dem sowjetischen Marschall Iwan Konew die Prager Ehrenbürgerschaft zu entziehen. Marschall Konew war zwar 1945 an der Befreiung Prags von der deutschen Besatzung beteiligt, er spielte jedoch auch eine Schlüsselrolle bei der Niederschlagung des Ungarischen Volksaufstands 1956 und bei der Bombardierung von Mladá Boleslav. Seine Verehrung sowie jene der Roten Armee sei wegen der aktuellen Kriegssituation in der Ukraine nicht zeitgemäß. Über die Entziehung der Ehrenbürgerschaft, die Konew im Jahr 1945 verliehen wurde, wird in den kommenden Tagen noch das Prager Stadtparlament entscheiden.​

9.5.2022
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Neuer Kreisverkehr im historischen Zentrum Prags sorgt für Aufregung

Die Regierung des 1. Prager Bezirkes wollte den Verkehr im Abschnitt zwischen dem gotischen Pulverturm und dem Platz der Republik beruhigen, jedoch sind die angewandten Mittel mehr als umstritten. Ein neuer Kreisverkehr wurde nur mit weißen Linien angedeutet und sieht mitten in der historischen Kulisse der Altstadt nicht ästhetisch aus. Die Prager*innen gaben dieser Verkehrslösung sofort die spöttische Bezeichnung "gotischer Kreisel" und der Prager Verkehrsstadtrat Adam Scheinherr (PS - Prag für sich) bezeichnete sie sogar als Schandfleck der Stadt. Ein solcher Kreisverkehr sei vielleicht neben einem Einkaufszentrum am Rande der Stadt denkbar, aber nicht in der UNESCO-Zone einer mittelalterlichen Stadt. Der erste Bezirk weist jedoch die Kritik mit dem Hinweis zurück, dass er die Sicherheit von allen Verkehrsteilnehmer*innen und auch den Denkmalschutz berücksichtigen müsse und diese Lösung die bestmögliche sei. Nichtdestotrotz wurde die ungewöhnliche Verkehrslösung zur Zielscheibe von unzähligen Witzen und Fotomontagen, die auf deren Absurdität hinweisen.​

8.5.2022
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Architektonischer Wettbewerb für neue Seilbahn in Prag kurz vor Veröffentlichung

Die zwei Kilometer lange Seilbahn, welche die zwei sich an der Moldau gegenüberliegenden Prager Bezirke Prag 6 und Prag 8 verbinden soll, ist eine Investition des städtischen Prager Verkehrsbetriebes (DP) und wird ein Teil des öffentlichen Verkehrsnetzes sein. Die Verbindung zwischen den zwei Bezirken soll sich, nach Inbetriebnahme der Seilbahn, von 40 auf acht Minuten reduzieren. Die Seilbahn soll außerdem einen Halt beim Zoologischen Garten haben. Die Kabinen sollen über eine Kapazität von 35 Personen verfügen und pro Stunde bis zu 2.000 Personen befördern. Der DP wird Anfang nächster Woche einen internationalen architektonischen Wettbewerb für das Aussehen der neuen Seilbahn veröffentlichen. Bewerber*innen können sich bis Ende Mai 2022 anmelden. Wer gewonnen hat, soll im August 2022 bekannt gegeben werden, der Preis ist eine Prämie von 80.000 Euro.

7.5.2022
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Verträge der Stadt Prag werden auf Verbindungen zu Russland überprüft

Die Stadt Prag will im Zusammenhang mit den aktuellen EU-Sanktionen, die gegen Russland und dessen Unternehmen verhängt wurden, alle geltenden Verträge überprüfen. So soll sichergestellt werden, dass keinerlei russische Unternehmen aus dem städtischen Budget finanziert werden. Sollte sich im Zuge der Prüfung herausstellen, dass es Verträge mit russischen Unternehmen gibt, so sollen diese unverzüglich gekündigt werden. Gleichzeitig wird die Stadt ein neues Kontrollsystem entwerfen, das verhindert, dass öffentliche Tender an Firmen vergeben werden, die in Verbindung zu sanktionierten russischen Firmen stehen.​

1.5.2022
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Darlehen für Prager Gasgesellschaft, um Gasreserven aufzustocken

Die städtische Gasgesellschaft Prags (PPAS) wird demnächst eine finanzielle Spritze in Höhe von 81 Millionen Euro für die Anschaffung von Gasreserven erhalten. PPAS beliefert ungefähr 425.000 Prager Haushalte mit Gas und gehört zu 100 Prozent der tschechischen Hauptstadt. Angesichts der steigenden Gaspreise und der Gefahr, dass die russischen Gaslieferungen jederzeit ausgesetzt werden können, sind die tschechischen Energieanbieter*innen verpflichtet, ihre Gasvorräte vor dem kommenden Winter mindestens auf 80 Prozent der Kapazität aufzustocken. Dieser Schritt erwies sich für das städtische Unternehmen jedoch aufgrund der Preise, die zehnmal höher als im Vorjahr sind, viel schwieriger als gedacht. Aus diesem Grund musste die Stadt Prag für ihr Tochterunternehmen ein Darlehen aufnehmen und beschließen, das in die Anschaffung der Reserven fließen wird. Die Situation in der PPAS wird seit längerem von der Opposition kritisiert. Das Management der PPAS habe sich nie um Gasvorräte gekümmert, auch nicht vor dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine. Aufgrund der Verfehlung des Managements forderte die Opposition eine Wirtschaftsprüfung der PPAS, die vom Prager Gemeinderat genehmigt und verabschiedet wurde.​

28.4.2022
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Depot der Prager Nationalgalerie kann nun errichtet werden

Das Prager Stadtparlament stimmte kürzlich für eine Änderung im Gebietsnutzungsplan des 5. Prager Bezirks, sodass dem Ausbau eines neuen Museumsdepots der Prager Nationalgalerie nichts mehr im Wege steht. Das neue Depot wird nicht nur die Schätze der Nationalgalerie beherbergen, es soll auch gleichzeitig als Ausstellungsfläche dienen und somit eine weitere Dependance der Prager Galerie darstellen. Im neuen Depot sollen auch ein neues Schulungszentrum, Ateliers für Restaurator*innen und ein Zentrum für Digitalisierung von Exponaten entstehen. Um das architektonische Aussehen des Depots wird sich das tschechische Architekt*innenstudio Jika CZ kümmern. Die Bauarbeiten werden mit einem Wert von 53 Millionen Euro veranschlagt. Es ist jedoch davon auszugehen, dass der Preis aufgrund der überall steigenden Kosten wesentlich höher ausfallen wird.​

28.4.2022
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Elektrifizierung des Prager Öffis-Netzes wird vorangetrieben

Der städtische Prager Verkehrsbetrieb (DP) veröffentlichte kürzlich seine Pläne, die Elektrifizierung des Pragers öffentlichen Verkehrsnetzes voranzutreiben. Diese sehen eine Elektrifizierung der Buslinien 142, 225, 174 und 184 in der westlichen Hälfte Prags vor. Es werden auch Pläne für die Linien 19, 131, 137, 176 und 191 vorbereitet. Die Projektvorbereitung beläuft sich auf 2,2 Millionen Euro, die tatsächliche Elektrifizierung (Bau der Oberleitung oder Ausbau der Ladeinfrastruktur) wird mit 70 Millionen Euro veranschlagt. Gleichzeitig ist eine neue Straßenbahnlinie in Planung, eine Art "Verbindungsstrecke" zwischen zwei bereits bestehenden Linien, die 33,5 Millionen Euro kosten und binnen acht Jahren in Betrieb genommen werden soll. Die vollelektrischen vier Buslinien sollen die ersten Fahrgäste im Jahr 2026 befördern. ​​

27.4.2022
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Innovatives System soll den Zustand der Prager Straßen überwachen

Ob ein Auto in Prag das Recht hat, auf einem gekennzeichneten Parkplatz zu stehen und ob die erforderlichen Parkgebühren entrichtet wurden, wird im Auftrag der Stadt aktuell durch die mit Kameras ausgestatteten Autos der Firma Eltodo kontrolliert. Nun sollen diese Autos durch Pkws des tschechischen Start-ups Iterait ersetzt werden, das das System weiterentwickelt hat. Neben rechtswidrig geparkten Autos können die Iterait-Kameras auch Schäden auf der Fahrbahn oder Ähnliches detektieren und die GPS-Daten direkt an die Zentrale des städtischen Unternehmens "Technische Verwaltung der Straßen" übermitteln, das für die Instandhaltung der Prager Straßen zuständig ist. Der Vertrag mit dem Start-up steht kurz vor seiner Unterzeichnung. Binnen sechs Monaten soll das neue System in Vollbetrieb gehen. Die Kosten für diese Dienstleistung betragen 2 Millionen Euro pro Jahr. Das Start-up Iterait wurde von drei Mathematik- und Physikstudent*innen der Karlsuniversität gegründet.

23.4.2022
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Jugendstil-Theater in Prag soll komplett saniert werden

Das beliebte Prager Theater "Divadlo na Vinohradech" im 2. Prager Bezirk soll saniert werden. Das Jugendstil-Gebäude aus dem Jahr 1907 wurde seit seiner Errichtung noch nie gründlich saniert. Seine historische Bühne befindet sich noch im Originalzustand. Nun soll das Theater komplett saniert und modernisiert werden und unter dem Parkplatz des Theaters eine weitere, unterirdische Bühne für 300 Zuschauer*innen entstehen. Der Betrieb des Theaters soll jedoch durch die Arbeiten nicht beeinträchtigt werden. Der Kulturabteilung des Prager Magistrats zufolge soll das konkrete Projekt bis Ende dieses Jahres vorgestellt, ein diesbezüglicher Tender Anfang 2023 veröffentlicht werden. Die Stadt beabsichtigt, 82 Millionen Euro in das Projekt zu investieren.​

23.4.2022
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Hacker*innenattacken auf wichtige tschechische Websites

Laut dem Amt für Cyber- und Informationssicherheit (NÚKIB) hat sich die pro-russische Hacker*innengruppe Killnet zu den Angriffen auf mehrere offizielle tschechische Websites am 20. und 21. April 2022 bekannt. Die Ziele der Angriffe seien laut NÚKIB mehrere tschechische Flughäfen, die Tschechische Bahn, der Mobilfunkanbieter O2, mehrere Bankinstitute und das Portal der öffentlichen Verwaltung mit sensiblen Daten tschechischer Bürger*innen gewesen. Ein Datenleck habe jedoch zum Glück vereitelt werden können. Es habe sich vor allem um sogenannte DDoS-Angriffe gehandelt, bei denen die Seiten mit einer Fülle von Anfragen derart überlastet werden, dass sie nicht mehr aufgerufen werden können. Laut IT-Expert*innen könnte sich hinter Killnet auch der russische Geheimdienst verbergen, der den Angriff als Reaktion auf Tschechiens Waffenlieferungen an die Ukraine durchführen ließ.​

21.4.2022
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Erste vollautomatisierte Filiale der Prager Stadtbibliothek eröffnet

Die Prager Stadtbibliothek hat ihre erste vollautomatisierte Filiale eröffnet. Auf einer Fläche von 30 Quadratmetern stehen den Besucher*innen alle Dienstleistungen zur Verfügung, die sie von einer Bibliothek erwarten würden, jedoch ohne bedienendes Personal. So können auch potenzielle Bußgelder vor Ort mit Karte beglichen oder via Internet bestellte Bücher abgeholt werden. Sollte jemand doch ein*e Bibliothekar*in benötigen, so ist diese*r jederzeit über einen Videocall zu erreichen. Die Filiale, die den Namen Kiosek trägt, ist ein Pilotprojekt im Testbetrieb, mit dem untersucht wird, wieviel Kund*innen im vollautomatisierten Betrieb bedient werden können und ob das Konzept alltagstauglich ist. Sollte sich das Projekt bewähren, beabsichtigt die Stadtbibliothek, dieses Service auch auf andere Filialen auszudehnen. Sein modernes Design verdankt Kiosek dem Architekturbüro Monom. Die Kosten für die Errichtung beliefen sich auf 77.500 Euro.

18.4.2022
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Rechte Moldauuferpromenade in Prag wird revitalisiert

Am 11. April 2022 starteten die Bauarbeiten am rechten Moldauufer im Prager Zentrum. Konkret handelt es sich um den Abschnitt zwischen dem Nationaltheater und der Karlsbrücke bis zur Tschechischen Nationalbibliothek. Laut dem Vizebürgermeister und Verkehrsstadtrat Adam Scheinherr (PS - Prag für sich) handelt sich um eines der größten Bauvorhaben im Prager Zentrum in den letzten Dekaden. Das städtische Institut für Stadtplanung und Entwicklung, das architektonisch an dem Projekt beteiligt ist, gab an mit der neuen Promenade, seine Vision von öffentlichem Raum umsetzen zu wollen. So sollen die Straßenbahnhaltestellen in diesem konkreten Abschnitt verlegt werden, neue und breitere Fußgänger*innenzonen mit vielen Sitzbänken errichtet und neue Baumalleen gepflanzt werden. Die Bauarbeiten, die durch das städtische Unternehmen Technische Verwaltung der Stadt durchgeführt werden, sollen im Juni 2022 fertiggestellt werden.​

11.4.2022
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Kongresstourismus in Prag soll aktiv beworben werden

Der Kongresstourismus ist für die tschechische Hauptstadt eine wichtige Einnahmequelle. Nun entschied das Stadtparlament eine PR-Agentur damit zu beauftragen neue Kongresse in die Stadt zu holen. Der Prager Magistrat unterstützt den Kongresstourismus aktuell mit einem Betrag von 820.000 Euro pro Jahr. Der Stadträtin für Kultur und Tourismus Hana Třeštíková (PS - Prag für sich) zufolge, müsste aktiv erforscht werden welche Kongresse gut zu Prag passen würden, um dann Prag als Kongressstadt zu bewerben. Prag sei bereit, in einem Zeitraum von zwei Jahren, bis zu 507.000 Euro in die Kongress-PR zu investieren. Nun solle mittels eines öffentlichen Auswahlverfahren nach einer passenden Agentur gesucht werden, die Prag als Kongressstadt bewerben soll.​

11.4.2022
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Déjà-vu bei Prager Bürgermeister*innen-Kandidatur

Obwohl die Bürgerdemokratische Partei (ODS) im Prager Stadtparlament die stärkste Partei ist, ist sie nicht an der Stadtregierung beteiligt und muss die Oppositionsbank drücken. Dies will diese Partei bei den bevorstehenden Kommunalwahlen von Herbst 2022 aber unbedingt ändern und hat Ambitionen, im Rahmen einer Koalition mit der Partei TOP 09 (Top 09-Tradition, Verantwortung, Wohlstand) erneut den Oberbürgermeister*innenposten für sich zu gewinnen. Die Prager Regionalleitung der ODS einigte sich nun auf Bohuslav Svoboda als Kandidat für den Posten, der diesen bereits von 2010 bis 2013 innegehabt hatte. Der 78-jährige Svoboda zählte damals zu den beliebtesten Kommunalpolitiker*innen beziehungsweise Landeshauptleuten überhaupt.​​

5.4.2022
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Errichtung einer neuen Straßenbahnstrecke im Osten Prags hat begonnen

Am Freitag, den 1. April 2022, starteten die Bauarbeiten für die Verlängerung der Straßenbahnlinie 17. Die neue Teilstrecke, die insgesamt sechs neue Haltestellen beinhalten soll, soll bis in den Stadtteil Libuš führen, wo sich künftig ein neuer Umsteigeknoten zu der gerade in Errichtung befindlichen neuen U-Bahnlinie D soll. Die Linienführung wurde zwar bereits im Jahr 1988 geplant, aber ihrer Errichtung befand sich bis dato nie auf der Prioritätenliste der Stadt. Die Projektkosten für die Erweiterung der Linie 17 betragen 12,5 Millionen Euro und mit den Bauarbeiten wurden die Firmen OHLA ŽS und Strabag Rail beauftragt.​

3.4.2022
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Smarte Kameras im 9. Prager Bezirk im Einsatz

Seit dem Jahr 2016 werden die Straßen des 9. Prager Bezirkes durch spezielle smarte Sicherheitskameras überwacht. Diese sind in der Lage, kriminelles oder aggressives Verhalten, sowie Vandalismus oder Verstöße gegen Straßenverkehrsordnung zu detektieren und sofort die Polizei beziehungsweise die nahest gelegene Polizeistreife zu benachrichtigen. In vielen Fällen kann die Polizei eingreifen, bevor eine Straftat oder Ordnungswidrigkeit begangen wird. Da sich der Testbetrieb des Sicherheitssystem namens "Praha 9 Numeri" bewährt hat, soll das System nun regulär genützt werden. Der 9. Bezirk ist der erste Bezirk der Stadt Prag, der dieses System nutzt.​

30.3.2022
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Wälder der Stadt Prag werden ab April aufgeforstet

Das städtische Unternehmen "Wälder der Hauptstadt Prag" gab kürzlich bekannt, dass ab April 2022 auf einer 9,9 Hektar großen Fläche im Osten der Hauptstadt insgesamt 150.000 Bäume gepflanzt werden. Es werden vor allem Laubbäume gesetzt. Neben circa 50 Prozent Eichen sollen es auch Buchen oder Linden sein. Insgesamt 5.000 Hektar der tschechischen Hauptstadt sind bewaldet, das entspricht 10 Prozent der städtischen Gesamtfläche. Circa 2.900 Hektar Wald befinden sich im Eigentum der Stadt.​

27.3.2022
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Magistrat der Stadt Prag sagt Stadtball wegen Krieg in der Ukraine ab

Auch heuer fällt der Prager Stadtball aus, der am 2. April 2022 im Gemeindehaus hätte stattfinden sollen. Dem Prager Magistrat zufolge gebe es keinerlei Grund zum Feiern und Tanzen. Kulturstadträtin Hana Třeštíková (Praha sobě - Prag für sich) bekräftigte diese Entscheidung mit den Worten, dass nur unweit von Prag Menschen sterben und Städte bombardiert würden, weshalb es die einzig richtige Entscheidung sei, den Ball abzusagen. Der letzte Prager Stadtball fand im November 2019 statt. Wegen der Covid-19-Pandemie konnte weder im Jahr 2020 noch im Jahr 2021 ein Ball organisiert werden.​

24.3.2022
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Binnen eines Jahres hat Prag um 16.000 Einwohner*innen mehr

Dem Tschechischen Statistikamt zufolge lebten zum Ende des Jahres 2021 1.274.562 Menschen in Prag. Die Bevölkerung der Hauptstadt ist somit im Vergleich zum Jahr 2020 um 16.000 Personen angewachsen. Da in diesem Jahr 15.157 Geburten und 14.460 Todesfälle verzeichnet wurden, ist der Zuwachs durch Migration zu erklären, da die natürliche Wachstumsrate nur 697 Bürger*innen betrug. Die restlichen 15.296 Personen sind in die tschechische Metropole gezogen. Prag bleibt somit weiter die zweitgrößte Region Tschechiens. Mehr Bürger*innen zählt nur mehr die Mittelböhmische Region, in der 1,39 Millionen Menschen leben.​

21.3.2022
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