Belgrad: Regierungsnahe Medien profitieren vom Tender für Projektfinanzierung

11.07.2019

​Seit Einführung der "Mitfinanzierung von Medienprojekten im öffentlichen Interesse" aus dem Belgrader Stadtbudget im Jahr 2015 hätten regierungsnahe Medien zum fünften Mal in Folge davon profitiert. Von 82 Millionen Serbischen Dinar (circa 700.000 Euro) an Fördergeldern für das Jahr 2019 seien mindestens drei Viertel an regierungsnahe, unbekannte sowie erst kürzlich gegründete Medien geflossen. Den größten Zuschuss erhielt das ehemalige Stadtfernsehen "Studio B" mit etwas mehr als 17 Millionen Serbischen Dinar (circa 145.000 Euro). Die Herausgeber der Boulevardtageszeitungen "Informer" und "Alo" erhielten insgesamt 8,5 Millionen Serbische Dinar (circa 73.000 Euro), obwohl sie im Jahr 2018 insgesamt 1.529 Mal gegen den journalistischen Ethik-Kodex verstoßen hätten, teilte die "Unabhängige Journalistenvereinigung Serbiens" (NUNS) mit.

Quelle: Danas, Belgrad