City News


Twice a week you can read the latest information from our dialogue cities, summarised by our offices in German.

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Belgrader KulturmitarbeiterInnen müssen nicht um Einkommen bangen

Alle MitarbeiterInnen der Belgrader städtischen Kulturinstitutionen werden auch während des Ausnahmezustands, verursacht durch CoViD-19, ihre Gehälter ausbezahlt bekommen, bestätigte Ivan Karl, Leiter der Belgrader Magistratsabteilung für Kultur. Die Priorität der Stadt sei, die MitarbeiterInnen aus der Kulturbranche im Arbeitsverhältnis zu behalten. Das "Belgrader Sommerfest" wurde definitiv abgesagt, doch Herbstveranstaltungen wie das "Belgrader Theaterfestival" (BITEF) oder das "Belgrader Musikfestival" (BEMUS) sollten normal stattfinden. Die Ausschreibung für die Mitfinanzierung von Kulturprojekten seitens der Stadt Belgrad wird jedoch dieses Jahr nicht stattfinden.​

31.03.2020

Angst vor mit Corona infizierten Flüchtlingen an der Grenze

Der slowenische Gemeindeverband (SOS) forderte die slowenische Regierung auf, die Grenzkontrollen an der Südgrenze zu verschärfen, damit die Grenzgemeinden nicht "zu einer Tasche für infizierte illegale GrenzübergängerInnen werden". Nach Angaben des Verbandes haben slowenische PolizeibeamtInnen große Schwierigkeiten, illegal über die Grenze kommende Flüchtlinge nach Kroatien zurückzuweisen, da sie nur mit einer ärztlichen Bestätigung angenommen werden, die belegt, dass ein molekular-biologischer Test auf das Coronavirus negativ ausgefallen ist.

31.03.2020

Sofia: Aktuelle Infos zu CoViD-19 auf Viber

Die Gemeinde Sofia hat in der App "Viber" eine #COVID-19 Gruppe eingerichtet, in der sie täglich wichtige Information und aktuelle Maßnahmen, die die SofioterInnen betreffen, veröffentlichen wird. Es können alle Interessierten der Gruppe beitreten. Die Teilnahme ist kostenlos. Die offizielle "Viber"-Gruppe wurde mit der unentgeltlichen Unterstützung des "Rakuten Viber"-Teams in Sofia und in Zusammenarbeit mit dem Ressort für Digitalisierung, Innovation und wirtschaftliche Entwicklung in der Gemeinde Sofia entwickelt. "Viber" ist die Alternative zu "WhatsApp" und wird in Bulgarien häufiger verwendet.

31.03.2020

Bulgarien: Mundschutz gegen CoViD-19 wird Pflicht

Die bulgarische Regierung hat im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie die Maßnahmen verschärft und unter anderem eine Mundschutz-Pflicht für alle Menschen angekündigt. Dabei handelt es sich nicht um hochwertige Atemschutzmasken mit Filtern, die für biologische Bedrohungen wie das SARS-CoV-2-Virus zertifiziert sind. Am 30. März 2020 hat Gesundheitsminister Kiril Ananiev (parteilos) angeordnet, dass ab dem 31. März das Tragen von Masken in allen öffentlichen Bereichen sowohl Indoor als auch Outdoor Pflicht ist. Die Kontrolle über die Einhaltung der neuen Maßnahme wird dem Innenminister, den Regionalverwaltern und der Polizei direkt übertragen. Etwas später wurde angekündigt, dass bis zum 4. April keine Bußgelder erhoben werden, wenn jemand keine Maske trägt, damit die Menschen Zeit haben, Masken zu erwerben. Derzeit gibt es nicht in allen Apotheken ausreichend Masken. Laut dem Leiter des Nationalen Krisenstabs, General Dr. Mutaftschijski, werden die Maßnahmen nicht von der WHO empfohlen, sie werden jedoch in Ländern wie Israel, China und Südkorea eingesetzt. Mutaftschijski erwartet, dass die regionalen Gesundheitsämter definieren, was genau unter dem Begriff "öffentlicher Raum" zu verstehen ist. Inzwischen hat sich die Zahl der Infizierten um 25 auf insgesamt 379 erhöht.

31.03.2020

Neue Maßnahmen gegen CoViD-19 in Belgrad

In Belgrad gelten ab 30. März 2020 neue Maßnahmen im Kampf gegen CoViD-19. Die Geschäfte sind werktags von 7 bis 15 Uhr geöffnet, an Wochenenden müssen sie schon um 13 Uhr zusperren. In Frisörgeschäften darf sich nur eine Person aufhalten, gleiches gilt für Wettbüros, Kosmetiksalons und ähnliche DienstleistungsanbieterInnen. Alle Märkte werden bis auf Weiteres geschlossen. Die Stadt kündigt an, die Zahl der Infizierten täglich auf Bezirksebene veröffentlichen zu wollen.​

30.03.2020

Einschreibung in städtische Kindergärten hat begonnen

Am 30. März 2020 begann die Einschreibung der Kinder in die Belgrader städtischen Kindergärten. Aufgrund des Ausnahmezustands, verursacht durch die CoViD-19-Pandemie, werden die Einschreibungsanträge ausschließlich auf elektronischem Wege eingereicht. Zur Verfügung stehen 12.702 Plätze. Die Antragstellung kann bis 15. Mai erfolgen, die Stadt will vorläufige Listen der eingeschriebenen Kinder bis 8. Juni 2020 veröffentlichen.​

30.03.2020

Ungarn: Parlament verabschiedet Corona-Notstandsgesetz

Das umstrittene Notstandsgesetz der Regierung "Zur Bekämpfung des Coronavirus" wurde gestern, am 30. März 2020, vom Parlament verabschiedet. Die Regierungspartei Fidesz (Fidesz – Bund junger Demokraten) nutzte dabei ihre Zweidrittelmehrheit und konnte so mit 138 Ja- gegen 53 Nein-Stimmen das Gesetz verabschieden. Vergangene Woche war die Regierung mit dem Gesetzesentwurf in einem "beschleunigten Verfahren" gescheitert. OppositionspolitikerInnen waren zwar für das Notstandsgesetz, aber nur ,wenn es mit einer bestimmten Gültigkeitsdauer versehen gewesen wäre. Dem neuen Gesetz zufolge kann die Regierung den verhängten Notstand ohne die Zustimmung des Parlaments unbegrenzt verlängen und Gesetze per Dekret aussetzen und andere "außergewöhnliche Maßnahmen" einführen. Für die Verbreitung von Fake News und bei Verstößen gegen die Quarantänebestimmungen drohen auch hohe Haftsstrafen. Die ungarische Opposition, Europaabgeordnete sowie MenschenrechtlerInnen kritisieren das neue Gesetz scharf, es sei undemokratisch und nicht verhältnismäßig. Die VertreterInnen der Opposition, die die Verabschiedung des Entwurfes im Schnellverfahren abgelehnt haben, sehen sich dem Vorwurf des "Verrats" ausgesetzt.

30.03.2020

György Soros spendet eine Million Euro an Budapest

Der amerikanische Investor György (George) Soros spendet eine Million Euro an Budapest – das hat die Open Society Foundation, die Stiftung von Soros, am Montag mitgeteilt. Der in den Vereinigten Staaten lebende, aber in Budapest geborene Milliardär will damit seiner Geburtsstadt aushelfen. Er erlebte den Zweiten Weltkrieg in Ungarn und weiß, was es bedeutet, "unter außergewöhnlichen Umständen in Budapest zu leben", so Soros. Oberbürgermeister Gergely Karácsony (Párbeszéd-Dialog) begrüßte die "großzügige Geste". Er sagte, die Stadt Budapest wird den Betrag für Heilmittel verwenden, die zur Bekämpfung der Infektion nötig ist. Außerdem wird die Stadt Virentests für Bezirksärzte, Krankenschwestern und das Personal im Sozialwesen kaufen.

30.03.2020

Krakau entzündet Lichter als Zeichen der Solidarität

Die wichtigsten städtischen Gebäude in Krakau wurden erneut am Abend des 30. März 2020 in den Nationalfarben beleuchtet. Damit will Krakau seine Solidarität als Hauptstadt von Kleinpolen mit den von der Coronavirus-Epidemie besonders stark betroffenen Ländern zeigen. Die Veranstaltungs- und Sporthalle "Tauron-Arena Kraków" erstrahlte in den USA-Nationalfarben, das Kongresszentrum ICE in Krakau wurde in den Nationalfarben des Vereinigten Königreichs beleuchtet. Der FußgängerInnensteg "Bernatka" erstrahlte in den Farben der polnischen Nationalflagge, um die Bemühungen der polnischen ÄrztInnen und des Rettungsdienstes zur Bekämpfung der Coronavirus-Epidemie zu würdigen.

30.03.2020

1.400 Tests im Universitätsspital in Krakau

Noch diese Woche wird das Universitätsspital in Kraków-Prokocim die Zahl der durchgeführten Coronavirus-Tests von 200 auf 1.400 pro Tag erhöhen. Derzeit werden in ganz Polen täglich etwa 6.000 Tests durchgeführt. ​Damit beschäftigen sich 46 Labors landesweit. Bislang wurden in ganz Polen 44.607 CoViD-19-Tests durchgeführt​.


30.03.2020

Neues Hochhaus im Herzen von Ljubljana

Die slowenische Bad Bank "DUTB" hat im Rahmen eines Insolvenzverfahrens eine große Liegenschaft in der Nähe des Bahnhofes von Ljubljana erworben. Als größte Gläubigerin der insolventen Gesellschaft "Velgradnje" machte sie vom Vorkaufsrecht Gebrauch und zahlte für die 7.000 Quadratmeter große Liegenschaft nur 4,4 Millionen Euro. Dort soll ein 72 Meter hohes Hochhaus entstehen. Dieses soll insgesamt rund 123.000 Quadratmeter Nutzfläche bieten. Wohnflächen sollen 40 Prozent aller Flächen ausmachen. "DUTB" sucht zurzeit nach einem geeigneten Investor für das 50 Millionen Euro schwere Projekt.​

30.03.2020

Programm des 60. Theaterfestivals MESS online vorgestellt

Anlässlich des Welttheatertags am 27. März stellte das Internationale Theaterfestival "MESS" das Programm zum anstehenden 60. Jubiläum auf einer Online-Pressekonferenz vor. Das diesjährige Motto des Festivals lautet "Sehnsucht nach der Zukunft" und soll durch eine Reihe an Programmeinheiten vom 1. bis zum 10. Oktober 2020 in Sarajevo vermittelt werden. Die irische Theatertruppe "Dead Centre" aus Dublin wird mit dem Stück "Chekovs First Play" die 60. Auflage des Theaterfestivals feierlich eröffnen. Die einheimische Marketingagentur FABRIKA gestaltete das diesjährige Logo. Finanzielle Unterstützung für das Festival kam von der Heinrich-Böll-Stiftung, dem Goethe Institut und der BH Telecom. MESS ist das älteste Festival in Südosteuropa und wurde 1960 von Jurislav Korenić, einem bosnisch-herzegowinischen Moderator kroatischer Herkunft, ins Leben gerufen.

30.03.2020

Desinfektionsschleusen im Bezirk Novo Sarajevo

Zur Eindämmung von CoViD-19 denkt der Bezirk Novo Sarajevo an, Desinfektionsschleusen auf der so genannten "Wilson's Promenade", der bekanntesten Promenade der Stadt, und an den Eingängen zu seinem Bezirksamt und dem Novo Sarajevo Gesundheitszentrum aufzustellen. Bei einer Größe von 3-4 x 1 x 2,5 Meter werden die Tunnel mit Nebelgerät, Hochdruckpumpe, 15-Düsen-Desinfektionstank und interner Hochdruckanlage ausgestattet sein. BürgerInnen sollen beim Betreten und Verlassen der Gebäude durch die Schleuse gehen, um sich somit einer Ganzkörper-Desinfektion zu unterziehen. Diese Lösung wird vom heimischen Unternehmen "Grizelj" umgesetzt.

30.03.2020

80 Millionen Euro für Bekämpfung von CoViD-19-Folgen

Die Europäische Union (EU) hat Finanzmittel in Höhe von mehr als 410 Millionen Euro für die Länder der Westlichen Balkanregion zur Prävention und Eindämmung von CoViD-19 beschlossen. Bosnien-Herzegowina erhält davon 80,5 Millionen Euro und setzt sieben Millionen für eine direkte Unterstützung des Gesundheitssektors ein. 73,5 Millionen Euro aus dem Solidaritätsfonds "Instrument für Heranführungshilfe" (IPA) kommen dem sozialen und wirtschaftlichen Aufschwung zugute. Den Vertrag zum ersten Teil des Finanzpakets in Höhe von zwei Millionen Euro unterzeichnete Ende letzter Woche der EU-Delegationsleiter in Bosnien-Herzegowina, Johann Sattler, zusammen mit der lokalen Vertreterin des "Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen" (UNDP), Steliana Nedera.

30.03.2020

Bulgarien aktualisiert Staatsbudget

Die bulgarische Regierung hat beschlossen, das Staatsbudget zu aktualisieren. Dabei soll unter anderem die zulässige Staatsverschuldung von aktuell 2,2 Milliarden Lewa (1,1 Milliarden Euro) auf 10 Milliarden Lewa (5,1 Milliarden Euro) erhöht werden. Der Entwurf der Aktualisierung des Staatsbudgets soll am 31. März 2020 vom Parlament abgestimmt werden. Das erwartete Defizit des Bruttoinlandprodukts liegt bei 3 Prozent. Falls die Krise länger als drei Monate dauert, muss sich die Wirtschaft voraussichtlich bis Ende 2021 erholen. Es ist keine Steuererhöhung vorgesehen. Die Regierung geht davon aus, dass die Arbeitslosigkeit um 2 Prozent steigen wird. Finanzminister Vladislav Goranov (GERB - Bürger für eine europäische Entwicklung Bulgariens) schloss nicht aus, dass das Staatsbudget ein weiteres Mal im September korrigiert werden könnte, falls dies notwendig werden sollte.

30.03.2020

Bulgarische Pflegerinnen nach Österreich eingeflogen

Ein spezieller Charterflug aus Sofia brachte am 30. März 2020 bulgarische Krankenpflegerinnen nach Niederösterreich, die sich rund um die Uhr um kranke Menschen kümmern werden. Sie sollen in der Corona-Krise laut dem Land Niederösterreich und der Wirtschaftskammer (WKNÖ) einem Mangel bei der 24-Stunden-Betreuung vorbauen. Zusammen mit rumänischen Frauen verbringen die Bulgarinnen eine 14-tägige Quarantäne in einem Hotel in der Nähe von Wien, bevor sie zu ihren Bestimmungsorten aufbrechen. Die WKNÖ übernimmt die Organisation und die Kosten der 14-tägigen Quarantäne, und die Landesregierung finanziert die Charterflüge aus Sofia und Timisoara. Vom Erfolg des Projekts hängt ab, ob neue Gruppen von Pflegerinnen organisiert werden.

30.03.2020

Leistungsbeurteilung für SchülerInnen wird geändert

Bis zum 2. April dauern in Kroatien die öffentlichen Konsultationen über eine neue Art der Leistungsbeurteilung für SchülerInnen in Zeiten der CoViD-19-Krise. Schon seit drei Wochen, in denen der Unterricht landesweit online und per Fernsehübertragung stattfindet, werden keine Schulnoten vergeben. Da die Leistungen der SchülerInnen ab April wieder bewertet werden sollen, schlagen ExpertInnen vor, für die unteren Volksschulklassen  eine beschreibende Leistungsbewertung einzuführen. Die restlichen SchülerInnen sollen weiterhin durch Zahlenwerte von 1 bis 5 benotet werden, aber mit abgemilderten ​Kriterien. Dabei sollten besonders die Beteiligung, Pünktlichkeit und Kreativität belohnt werden. Denn nicht alle haben die gleichen technischen Voraussetzungen für den Online-Unterricht, wobei die Internetverbindungen in Zagreb aufgrund des Erdbebens auch nicht überall stabil sind. Problematisch sei ebenfalls die Durchführung von Praktika an Berufsfachschulen, weshalb deren Lehrpersonal eine konkretere Ausarbeitung des praktischen Unterrichts fordert.

30.03.2020

Pandemie-Beitrag im 9. Bezirk von Budapest

In Ferencváros, dem 9. Bezirk von Budapest, wird ein "Pandemie-Beitrag" eingeführt. Mit dieser finanziellen Soforthilfe soll jenen EinwohnerInnen des Bezirks geholfen werden, die ihre Arbeit wegen der Coronavirus-Epidemie verloren haben. Der Bezirk hat dafür 300 Millionen Forint (rund 840.000 Euro) bereitgestellt. Der Sonderbeitrag kann ab Mitte April beantragt werden, die Details dazu werden bald bekannt gegeben.

29.03.2020

Komponist Krzysztof Penderecki verstorben

​Der berühmte polnische Komponist und Dirigent Krzysztof Penderecki ist am 29. März 2020 im Alter von 86 Jahren nach langer Krankheit in Krakau gestorben. Er war einer der größten zeitgenössischen Komponisten und gleichzeitig einer der berühmtesten Polen der Welt. Im Jahr 2013 wurde er mit dem Titel "Ehrenbürger  der Stadt Krakau ausgezeichnet. Sein Beitrag zur Weltkultur und zum kulturellen Leben in Krakau, in dem er seit über 60 Jahren lebte, ist von unschätzbarem Wert. Die Beerdigung von Krzysztof Penderecki findet in Krakau statt, allerdings erst, nac​​hdem die Coronavirus-Pandemie vorüber ist.

29.03.2020

CoViD-19: 94 Prozent mit Maßnahmen zufrieden

Laut einer Umfrage des kroatischen Fernsehsenders "Nova TV" glauben 94 Prozent der befragten Personen, dass die Regierung geeignete Maßnahmen zur Bekämpfung von CoViD-19 ergreift. Während sich drei Prozent der Befragten negativ äußerten, konnten drei Prozent keine Einschätzung abgeben. Rund 40 Prozent der Befragten gaben an, dass die derzeit geltenden Ausgangs- und Reisebeschränkungen noch strenger sein sollten. 53 Prozent der befragten BürgerInnen hingegen bewerteten die aktuellen Beschränkungen als ausreichend. Außerdem gaben 63 Prozent an, dass sie sich an alle Anweisungen der Behörden halten. Während sich 35 Prozent der Befragten an die Mehrheit der Anweisungen halten, machen es ein Prozent nur teilweise beziehungsweise ein Prozent überhaupt nicht.

29.03.2020

Slowenien will Medikament aus Japan

Japan soll das Medikament Favipiravir, das sich bei der Behandlung von CoViD-19 als wirksam erwiesen hat, nach Slowenien liefern. Slowenien wird damit das zweite Land neben Japan sein, das über dieses Medikament verfügt.​ Das Mittel wird in Japan bereits seit 2014 erfolgreich für die Behandlung von Grippe verwendet. Es ist auch bei Coronavirus-PatientInnen wirkungsvoll, besonders bei jenen, die sich noch nicht im kritischen Zustand befinden. Um das Medikament zu erwerben, mussten beim japanischen Pharmaunternehmen Toyama Chemical, das zur Fujifilm-Gruppe gehört, sowohl slowenische ÄrztInnen als auch die slowenische Botschaft in Tokio vermitteln. Das slowenische Team hat bereits mit dem Distributor in Wien Kontakt aufgenommen.

28.03.2020

Meinungsumfrage: Corona-Maßnahmen gut bewertet

Die Agentur "Ninamedia" hat eine Umfrage über die Beliebtheit der neuen Regierung unter der Führung von Janez Janša (SDS – Slowenische Demokratische Partei) durchgeführt. Abgefragt wurde auch die Meinung zum ersten Anti-Corona-Paket. Rund 58 Prozent der 1.300 Befragten sind mit den Maßnahmen der Regierung zur Bekämpfung des Virus zufrieden, lediglich rund 22 Prozent unzufrieden. Auch das erste wirtschaftliche Maßnahmenpaket, das voraussichtlich am Mittwoch, dem 1. April 2020, im slowenischen Parlament beschlossen wird, unterstützen rund 55 Prozent der befragten SlowenInnen. Rund 48 Prozent glauben, dass das Virus auf natürlichem Weg entstanden ist, nur rund 17 Prozent sind davon überzeugt, dass es aus einem Labor stammt und gegen die chinesische Wirtschaft eingesetzt wurde. Rund 11 Prozent glauben an die Profitgier der Pharmaindustrie und schieben ihr die Schuld für die Pandemie zu. Jeweils 4 Prozent vertreten die Meinung, dass es sich um eine Strafe Gottes oder eine chinesische Verschwörung gegen die Welt handelt.

28.03.2020

SchauspielerInnen am Telefon mit SeniorInnen

Die Stadtgemeinde Ljubljana ist um ihre älteren BürgerInnen besorgt. Besonders um jene, die einsam sind und die von der Isolation besonders hart getroffen werden. Deshalb hat die Stadt jetzt ein Netz von Freiwilligen ins Leben gerufen, die den SeniorInnen mit einem Telefongespräch über alltägliche Themen die Langeweile vertreiben sollen. Auch SchauspielerInnen des Stadttheaters Ljubljana sind unter den Freiwilligen. Die Freiwilligen-Koordinatorin bei der Anstalt für mobile Pflege der Stadt Ljubljana wird jeden Arbeitstag zwischen 8 und 15 Uhr Kontakte derer sammeln, die sich solche Anrufe wünschen.

28.03.2020

Alte Prager Kläranlage wird saniert

Nach der Fertigstellung der neuen Kläranlage auf der Prager Kaiserinsel, deren Betrieb im Herbst 2018 aufgenommen wurde, steht nun ihre Vorgängerin kurz vor einer aufwendigen Sanierung. Die alte und die neue Kläranlage sind derzeit beide gleichzeitig in Betrieb und befinden sich nur ein paar Meter voneinander entfernt. Die "Prager wasserwirtschaftliche Gesellschaft" unterschrieb bereits einen Vertrag für die Planung und kleinere Vorarbeiten, die sich auf 211 Millionen Tschechische Kronen (7,8 Millionen Euro) exklusive Mehrwertsteuer belaufen. Der Umbau soll im Laufe des Jahres 2021 eine Baugenehmigung erhalten. Erst danach kann mit den tatsächlichen Arbeiten begonnen werden, in die die Stadt vier Milliarden Tschechische Kronen (148 Millionen Euro) exklusive Mehrwertsteuer investieren wird.

28.03.2020

MitarbeiterInnen der städtischen Verkehrsbetriebe packen Hilfspakete

Nach der Einstellung des öffentlichen Verkehrs in Belgrad wurden die MitarbeiterInnen der städtischen Verkehrsbetriebe GSP seitens der Stadt für das Packen von Hilfspaketen für sozial gefährdete SeniorInnen engagiert. Täglich von 5 bis 17 Uhr haben die GSP-MitarbeiterInnen die Pflicht, in der Belgrader Stadthalle die Pakete mit Lebensmitteln und Hygieneartikel zu befüllen. Vorher hatte Belgrads Vizebürgermeister Goran Vesić (SNS – Serbische Fortschrittspartei) angekündigt, diese Arbeit würde von VolontärInnen abgewickelt. Aus diesem Grund haben mehrere Gewerkschaften der GSP Protest beim Vizebürgermeister eingelegt, weil die GSP-MitarbeiterInnen nicht im Einklang mit den gesetzlichen Vorschriften eingesetzt worden sind.

27.03.2020

Coronavirus: Ausgangssperre und weitere Bekämpfungsmaßnahmen

Im Moment gibt es 223 CoViD-19-Infizierte in Ungarn, bisher sind zehn Personen verstorben. Die Regierung hat eine Ausgangssperre für zwei Wochen, ab dem 28. März, verhängt. Die BürgerInnen dürfen das Haus nur verlassen, wenn sie arbeiten gehen oder ihre Grundbedürfnisse erfüllen. Die Regierung hat einen Antrag auf Zoll- und Mehrwertsteuerbefreiung für die Einfuhr von Schutzmasken, Beatmungsgeräten und weitere medizinische Hilfsmitteln bei der Europäischen Kommission eingereicht. Das Militär wurde in die Führung von weiteren 17 "strategisch wichtigen" ungarischen Unternehmen einberufen – unter anderem bei der ungarischen "Telekom", TESCO und dem Pharmaunternehmen TEVA. Die ungarische Ölgesellschaft MOL produziert ab jetzt täglich 50.000 Liter Desinfektionsmittel in ihrer Fabrik in Almásfüzítő, um die steigende Nachfrage zu erfüllen. Die Stadtverwaltung Budapests hat 35.000 Masken unter den Budapester SozialarbeiterInnen verteilt. Die Krankenhausangestellten in Budapest können in der Hauptstadt kostenlos parken. Ab dem 1. April 2020 werden die Fahrzeuge der "Budapester Verkehrszentrale" (BKK) grundsätzlich nach dem Wochenendfahrplan betrieben, weil die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel bei nur circa 10 Prozent liegt.​

27.03.2020

Erste Online-Sitzung des polnischen Parlaments

Am 27. März 2020 findet erstmals in der polnischen Geschichte eine Online-Sitzung des polnischen Parlaments statt. Am 26. März 2020 genehmigten die Abgeordneten die Änderungen der Verfahrensordnung für den Sejm, um die Online-Sitzungen zu ermöglichen. Viele Abgeordnete fürchten, dass das neue System für die Online-Abstimmungen nicht einwandfrei funktionieren wird. Es ist auch noch nicht klar, wie die Sicherheit der Abstimmungen gewährleistet wird. Die Abgeordneten haben weiterhin die Möglichkeit, an der Sitzung im Gebäude des Parlaments teilzunehmen, in dem alle Sicherheitsmaßnahmen für die Sitzungen getroffen werden, um das Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus zu minimieren.

27.03.2020

Modal Split in Prag verändert sich

Daten des städtischen Unternehmens "Technische Verwaltung der Straßen" zufolge verzeichnet der Prager Verkehr seit 12. März 2020, der Ausrufung des Notstands, einen drastischen Rückgang. Die Auswirkungen des Notstands wurden jedoch erst sichtbar, nachdem eine Woche später eine allgemeine Ausgangssperre verhängt wurde. Das Prager Zentrum verzeichnet einen Verkehrsrückgang von fast 40 Prozent, in den anderen Bezirken beträgt der Rückgang 30 Prozent. Die Zahl der Fahrgäste in den öffentlichen Verkehrsmitteln reduzierte sich gar um 80 Prozent und die Prager U-Bahn befördert nun täglich eine Million Fahrgäste weniger als üblich. Derzeit benutzen lediglich 200.000 PragerInnen pro Tag die U-Bahn. Parallel dazu nimmt der Radverkehr in Prag zu. Nur der Stadtteil Podolí meldet einen Anstieg von 21 Prozent. In der Woche von 16. bis 22. März 2020 nutzten 50 Prozent mehr PragerInnen ihre Fahrräder als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

27.03.2020

Kriminalität in Prag sinkt

Aufgrund der CoViD-19-Pandemie ist die Kriminalität in der tschechischen Hauptstadt um 50 Prozent gesunken. Diese Situation ist vor allem der allgemeinen Ausgangssperre zuzuschreiben. Auf den Straßen sind so gut wie keine Leute unterwegs, wodurch die Polizei sichtbarer und präsenter ist. Die Kriminalität begrenzt sich derzeit nur auf kleine Verbrechen, wie beispielsweise auf Einbrüche in Pkws. Ferner werden, wegen des aktuellen Notstands, Ordnungswidrigkeiten beziehungsweise Straftaten umso härter bestraft. Für einen üblichen Ladendiebstahl, für den früher höchstens zwei Jahre drohten, sind es unter den aktuellen Umständen acht.

27.03.2020

Keine Abschaltung von Strom, Gas und Wasser bei Zahlungsverzug

Im Kanton Sarajevo wird es im Zuge der Corona-Krise bei Zahlungsverzug keine Abschaltungen von Strom, Gas und Wasser geben. Das kündigte der Premierminister des Kantons Sarajevo, Mario Nenadić (parteilos), am Donnerstag, dem 26. März 2020, an. Zudem informierten das Sarajevoer Wasserwerk "ViK" und die Stromgesellschaft "Elektroprivreda BiH" die BürgerInnen, dass es auch keine Verzugszinsen bei Zahlungsverzug geben wird. Sie wiesen auch darauf hin, dass es möglich sei, Rechnungen per Banking-App zu bezahlen.

27.03.2020