City News


Twice a week you can read the latest information from our dialogue cities, summarised by our offices in German.

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Belgrad: Neuer Budgetausgleich geplant

Die Belgrader GemeinderätInnen sollen in der Gemeinderatssitzung am 28. September 2020 einen neuen Ausgleich des städtischen Budgets 2020 verabschieden. Demzufolge soll das städtische Budget für 2020 auf 110 Milliarden Serbische Dinar (circa 936 Millionen Euro) aufgestockt werden. Dieser Betrag ist um 850 Millionen Serbische Dinar (circa 7,3 Millionen Euro) höher als das bisherige Stadtbudget. Laut Gemeinderatsvorsitzendem Nikola Nikodijević (SPS – Sozialistische Partei Serbiens) würden die Bereiche Kinderfürsorge und Bildung mehr Mittel erhalten. Die Ausgaben für Soziales bleiben vom Budgetausgleich unberührt.​

25.9.2020

Belgrader Fernwärme testet Heizbetrieb

Die Belgrader Fernwärme "Beogradske elektrane" will ab 1. Oktober 2020 mit Testungen des Fernwärmenetzes starten. Bis 10. Oktober soll der Betrieb von allen 14 Fernwärmeanlagen und 22 Kesselanlagen getestet werden. Die Fernwärmesaison in Belgrad startet offiziell am 15. Oktober, abhängig von den Witterungsverhältnissen kann die Fernwärme auch früher oder später an die Kundinnen und Kunden geliefert werden.​

25.9.2020

Wird Belgrads alter Hauptbahnhof zum "Museum des mittelalterlichen Serbiens"?

Das Dilemma über die künftige Funktion des Alten Belgrader Hauptbahnhofs scheint vom Tisch zu sein. Wie Serbiens Staatspräsident Aleksandar Vučić (SNS – Serbische Fortschrittspartei) erklärte, habe er die Idee von Miloš Jovanović, Parteichef der "Demokratischen Partei Serbiens" (DSS), das "Museum des mittelalterlichen Serbien" im Bahnhofsgebäude zu beheimaten, akzeptiert. Er werde einen offiziellen Brief mit diesem Vorschlag an die serbische Regierung sowie die Stadt Belgrad richten. Bislang wurde davon ausgegangen, dass das Belgrader "Nikola Tesla-Museum" in den Alten Hauptbahnhof umziehen würde.​

25.9.2020

Budapester Rettungspaket für Hotel- und Gastgewerbe

Nächste Woche wird die Stadtverwaltung der Hauptstadt Budapest dem Gemeinderat ein Rettungspaket für das Hotel- und Gastgewerbe vorlegen. Darin enthalten ist die Senkung der Mietkosten zwischen September und März für touristische Unternehmen um 70 Prozent und die Senkung der Schanigarten-Nutzungsgebühren von Terrassen und Gartenlokalen um 90 Prozent. Außerdem würden TaxifahrerInnen rund 70 Prozent Ermäßigung von der Steuer für Taxistandplätze erhalten. Die Budapester Verkehrszentrale (BKK) soll eine Ausgleichszahlung in Höhe von 17 Milliarden Forint (46,57 Millionen Euro) erhalten, da – auch laut optimistischen Schätzungen – mit Verlusten in Höhe von mindestens 22 Milliarden Forint (60,27 Millionen Euro) durch die Corona-Pandemie zu rechnen ist. Der Budapester Vizeoberbürgermeister für Finanzen, Ambrus Kiss (parteilos), hat betont, dass Budapest im September 2.000 Arbeitskräfte von PensionistInnenheimen, die sich im Besitz der Hauptstadt befinden, getestet hat. Die Stadt plant die Anschaffung von weiteren 20.000 PCR-Tests.​

25.9.2020

Neuer Kindergarten in Zagreb eröffnet

​Am 24. September 2020 eröffnete der Zagreber Bürgermeister Milan Bandić (365RIS – Arbeits- und Solidaritätspartei) einen neuen Kindergarten im westlichen Zagreber Stadtteil Vrbani. Auf einer Fläche von über 2.000 Quadratmetern wird das neue Gebäude rund 200 Kinder und zwölf Gruppen beherbergen, wobei vier davon für Kinder bis drei Jahre vorgesehen sind. In den Bau und die Ausstattung wurden etwa 40 Millionen Kroatische Kuna (ca. 5,3 Millionen Euro) investiert. Das sei das siebente neue Kindergartengebäude in diesem Stadtteil. Zudem seien in den vergangenen zwei Jahrzehnten 45 neue Kindergärten in der kroatischen Hauptstadt errichtet worden, so Bandić.​

25.9.2020

Krakauer Flughafen - der sicherste Flughafen in Polen

Der Krakauer Flughafen Balice erhielt als der erste polnische Flughafen die einjährige Gesundheitsakkreditierung "Airport Health Accreditation" des Flughafenverbands "ACI" für die Einhaltung von Hygienemaßnahmen im Kampf gegen CoViD-19. Das Akkreditierungsprogramm führt hohe Standards für den Schutz von Flughäfen gegen die Corona-Pandemie ein, um einen sicheren Aufenthalt auf Flughäfen zu gewährleisten und die Flugreise für PassagierInnen und das gesamte Personal so bequem wie möglich zu machen. Geprüft wurden unter anderem die Art der Reinigung und Desinfektion, die Einhaltung des Mindestabstands, der Schutz des Personals und die Kommunikation mit den Fluggästen.​

24.9.2020

Ljubljana: Fahrrad schlägt Bus

Laut der aktuellsten Studie des Urbanistischen Instituts der Republik Slowenien ist die Durchschnittsgeschwindigkeit von öffentlichen Bussen in Ljubljana zehn Kilometer pro Stunde. Mehr als 90 Prozent der Wege könnten deshalb schneller mit dem Fahrrad, einige Wege sogar zu Fuß erledigt werden. Diese Erkenntnis gilt auch als einer der Hauptgründe dafür, dass der Laibacher Fahrgastverkehr Passagiere verliert. Aus der Studie geht hervor, dass die Fahrgäste im Durchschnitt nur eine vier Kilometer lange Strecke fahren, fast drei Minuten auf den Bus warten, und dass sie fast 80 Prozent aller Fahrten ohne Umsteigen erledigen. ​

24.9.2020

Eröffnung von Ikea in Slowenien erst Anfang 2021

Die Eröffnung des ersten IKEA Möbelhauses verschiebt sich. Die 90 Millionen Euro schwere Investition war eigentlich für Herbst 2020 geplant. Der schwedische Möbelgigant hat im Oktober 2019 mit dem Bau des ersten Möbelhauses in Slowenien begonnen, das auf rund 31.000 Quadratmetern ungefähr 300 MitarbeiterInnen beschäftigen wird. Nach Angaben des Vorstands soll die​ Eröffnung erst Anfang 2021 erfolgen.​​

24.9.2020

Liberalisierung aller Kraftstoffpreise in Slowenien

Die slowenische Regierung hat in der Sitzung am 23. September 2020 entschieden, die Kraftstoffpreise ab Oktober 2020 zu liberalisieren. Bereits im Herbst 2016 hat die Regierung beschlossen, dass die Spritpreise für Dieselkraftstoff und Superbenzin bei Tankstellen entlang der slowenischen Autobahnen und Schnellstraßen nicht mehr vom Staat reguliert werden. Die Preise für die restlichen Kraftstoffe wurden bereits im Frühjahr 2016 nicht mehr staatlich beeinflusst. Die Verordnung ermöglicht TankstellenbetreiberInnen, ihre Margen selbst zu bestimmen. An den Tankstellen, die nicht an Autobahnen oder Schnellstraßen liegen, galten bisher die von der Regierung im 14-Tage-Takt regulierten Preise. Die größten Ölkonzerne "Petrol" und "OMV Slovenija" begrüßen die Entscheidung, die den KundInnen aufgrund des gestiegenen Wettbewerbs mehr Auswahl bringen soll. Der slowenische Verbraucherverband weist aber auf mögliche Preissteigerungen hin.​

24.9.2020

Prag: Neuer barrierefreier Zugang für Botanischen Garten

Der "Botanische Garten der Hauptstadt Prag" hat neuerdings einen barrierefreien Eingang. Der neue Eingang auf der Südseite des Gartens, im Weingut "Heilige Klara", wurde im Beisein des Prager Vizebürgermeisters Petr Hlubuček (SSPP – Vereinte Kräfte für Prag) eröffnet. Der Zugang zum Garten gestaltete sich bislang als sehr schwierig. Schuld daran ist das sehr hügelige Gelände des Gartens und auch die Mauer des benachbarten Weinguts, das unter Denkmalschutz steht und nicht verlegt werden durfte. Die Kosten für die Umgestaltung des Eingangs betrugen 16 Millionen Tschechische Kronen (5,9 Millionen Euro). Die Inbetriebnahme des westlichen Eingangs wird sich, aufgrund der Corona-Krise, noch verzögern und somit erst Ende Jänner 2021 erfolgen. Für die Umgestaltung des Haupteingangs, des Eingang-Nord, ist noch eine Baugenehmigung ausständig. Somit wird dessen Baubeginn erst in circa drei Jahren erfolgen.​

24.9.2020

Prag: Baldige Eröffnung des neuen Troja-Stegs

Vor drei Jahren stürzte der FußgängerInnensteg, der die Kaiserinsel mit dem Prager Tierpark verbunden hatte, ein. Nun steht der neue Troja-Steg kurz vor seiner Inbetriebnahme. Dieser muss nur noch einige Belastungstests bestehen, um für den Verkehr freigegeben zu werden. Der neue Steg ist 265 Meter lang und im Vergleich zu seinem Vorgänger vier Meter breiter. Dies ermöglicht nun auch eine eventuelle Durchfahrt von Rettungsautos. Der neue Steg, in den die Stadt Prag 150 Millionen Tschechische Kronen (5,6 Millionen Euro) investierte, soll Ende Oktober beziehungsweise Anfang November 2020 eröffnet werden.​

24.9.2020

"Tag der internationalen Küchen": Migrantinnen kochen für die Öffentlichkeit

​Am 26. September werden im Sarajevoer Kantonsbezirk Hadžići die bekanntesten Nationalgerichte von MigrantInnen aus Afghanistan, dem Irak, dem Iran, aus Kamerun, Marokko und Pakistan vorgestellt. Das Ziel der Veranstalter - der Internationalen Organisation für Migrationen (IOM) und der Sportvereinigung für AmateurInnen (ASUS) - ist es, gegen Vorurteile und eine Stigmatisierung von MigrantInnen im Kanton Sarajevo und landesweit vorzugehen. Die Gerichte werden von Frauen aus dem MigrantInnencamp "Ušivak" nahe Sarajevo zubereitet.

24.9.2020

Neue medizinische Ausrüstung für Gesundheitseinrichtungen in Bosnien-Herzegowina

​Bosnien-Herzegowina hat im Zuge der medizinischen Unterstützung aus der Europäischen Union (EU) im Kampf gegen die Corona-Pandemie medizinische Ausrüstung im Wert von circa 900.000 Euro erhalten. Es handelt sich um 40 EKG-Geräte und über 30 Tonnen Schutzmasken, Handschuhe und Schutzkleidung für alle Gesundheitseinrichtungen im Land. Die Ausstattung wurde von EU-Delegationchef Johann Sattler​ in Anwesenheit des Vorsitzenden des Nationalrates Bosnien-Herzegowinas, Zoran Tegeltija (SNSD-Union unabhängiger Sozialdemokaten), übergeben.

24.9.2020

Weitere 100 Millionen Konvertible Mark zur Linderung der Corona-Folgen

​Die Regierung des Teillandes Föderation hat weitere 100 Millionen Konvertible Mark (51.129.188,120 Euro) für fünf föderale Ministerien zur Abfederung der wirtschaftlichen Krise bereitgestellt. 30 Millionen Konvertible Mark (15.338.756 Euro) wurden für die Abwendung der Folgen der Corona-Krise im Tourismus- und Gastronomiebereich gesichert. 30 Millionen Konvertible Mark (15.338.756.44 Euro) sind für die Bereiche Energie, Bergwesen und Industrie, 20 Millionen Konvertible Mark (10.225.837,62 Euro) für den Verkehr und je 10 Millionen Konvertible Mark (5.112.918, 81 Euro) für die Steigerung der Konkurrenzfähigkeit einheimischer Produkte auf ausländischen Märkten und für das Gesundheitswesen vorgesehen.

24.9.2020

Bulgarien: Grippeimpfstoff in Apotheken ausverkauft

Seit ein paar Tagen gebe es keine Grippeimpfstoffe mehr in den Apotheken, informierte Nikolaj Kostov, Vorsitzender der Vereinigung der Apothekenbetreiber in Bulgarien, am 24. September 2020. Zu Beginn des Monats seien 88.000 Impfdosen an die Apotheken ausgeliefert worden. Im Laufe von zehn Tagen sollen weitere 140.000 Impfdosen zur Verfügung stehen. Kostov zufolge würden jedoch auch diese Impfstoffe schnell vergriffen sein. Der Mangel an Impfstoffen sei darauf zurückzuführen, dass die Zahl an bestellten Impfdosen anhand der Zahl der im Vorjahr verbrauchten Menge festgelegt wurde. Für die Herbstsaison sei mit insgesamt 340.000 Impfdosen kalkuliert worden.

24.9.2020

Zagreb: Korruptionsaffäre in Staatskonzern deckt Grabplatz-Affäre auf

​Die Verhaftung des Direktors des staatlichen Pipelinekonzerns JANAF, Dragan Kovačević, am 17. September 2020 schlägt noch immer täglich Wellen in der kroatischen Politik. Grund dafür: Kovačević war bis zur seiner Verhaftung ein gern gesehener Gesprächspartner der Politikelite. Nun wurde bekannt, dass Kovačević vor zwei Jahren ein über 50.000 Euro teures Grab in der Ehrenallee des Zagreber Hauptfriedhofs "Mirogoj" erworben hat. Das Problem daran ist, dass die Grabplätze in diesem Teil des Friedhofes eigentlich nicht zu kauf​en sind, sondern dieser Teil für verdiente BürgerInnen reserviert ist. Der Zagreber Bürgermeister Milan Bandić (365 RIS – Arbeits- und Solidaritätspartei) erklärte, er verstehe nicht, wodurch Kovačević diese Grabstätte verdient habe, er meint, dass man die damalige Direktorin der Städtischen Friedhöfe dazu befragen sollte. Diese wiederum erklärte, dass alles einwandfrei abgewickelt worden sei und wollte den Fall nicht weiter kommentieren.

24.9.2020

US-Entwicklungsagentur eröffnet Büro in Belgrad

Richard Grenell, Sonderbeauftragter des US-Präsidenten für Friedensgespräche zwischen Serbien und dem Kosovo, eröffnete am 22. September 2020 symbolisch das Büro der "U.S. International Development Finance Corporation" (DFC) in Belgrad. Die Eröffnung dieses Büros wurde im Rahmen des am 4. September unter US-Schirmherrschaft unterzeichneten Wirtschaftsabkommens zwischen Serbien und dem Kosovo festgehalten. Die DFC soll US-Investitionen in Serbien in Höhe von mehreren Milliarden US-Dollar tätigen, hauptsächlich in Form von Krediten für wichtige Infrastrukturprojekte. Im Rahmen des Besuchs zu Belgrad traf die US-Delegation mit Serbiens Staatspräsident Aleksandar Vučić (SNS – Serbische Fortschrittspartei) sowie zahlreichen MinisterInnen der serbischen Regierung zusammen.​

23.9.2020

Belgrad plant Aufforstungsapp "Mein Baum"

Die Belgraderinnen und Belgrader sollen demnächst mithilfe der App "Mein Baum" die Gelegenheit haben, an der Aufforstung der Stadt teilzunehmen, kündigte Belgrads Vizebürgermeister Goran Vesić (SNS – Serbische Fortschrittspartei) an. Die Android-App soll ab 1. Oktober 2020 zum Download zur Verfügung stehen. Alle App-UserInnen würden per Handy-Rechnung einen Baum kaufen und ihn an einem beliebigen Ort anpflanzen lassen. Neben dem Baum würde auch der Name der Spenderin oder des Spenders angebracht. Auch Betriebe sollen dazu inspiriert werden, ihren GeschäftspartnerInnen mittels dieser App Bäume statt der üblichen Geschenke zu schenken.​

23.9.2020

Entscheidung zum Schutz der Budapester Vögel

Am 18. September 2020 haben der "Ungarische Verein für Vogelkunde und Naturschutz" (MME) und das Budapester Gartenamt (FŐKERT) einen Kooperationsabkommen zum Schutz der Biosphäre in der Hauptstadt abgeschlossen. Das Ziel ist der Schutz der Pflanzenwelt in den Budapester Parks und Alleen sowie die Erhöhung ihrer Bestände. Die "pflanzengesundheitlichen" Prüfungen der Bäume in der Verwaltung des Budapester Gartenamtes werden mit zoologischen Messungen ergänzt. Darüber hinaus werden in den größeren Parks insgesamt 1.000 Nisthöhlen geschaffen, um den Fortbestand zu sichern. Auch eine umfassende Monitoringprüfung wird die Vogelarten erfassen.​

23.9.2020

Proteste gegen Bergwerksschließungen in Schlesien

Seit dem 21. September 2020 dauern in Schlesien die unterirdischen Protestaktionen in Bergwerken an. Unter der Erde verschanzen sich zurzeit 200 Bergarbeiter. Sie protestieren gegen die geplanten Schließungen der Bergwerke und das Tempo der geplanten Umwandlungen. Laut der neuen Klimastrategie der polnischen Regierung soll der Anteil von Kohle bis 2040 im Energiemix des Landes nur noch elf Prozent ausmachen. Heute bestehen 70 Prozent der Stromproduktion in Polen aus Braun- und Steinkohle, also aus den emissionsintensivsten Brennstoffen. Die Protestierenden führen seit dem 22. September Gespräche mit der Regierung, die aber bisher erfolglos waren. Für Anfang Oktober 2020 sind große Kundgebungen in Warschau geplant.​

23.9.2020

Prag in spannenden Zahlen

Die Stadt Prag stellte eine neue Website vor, auf der die Zahlen und Fakten aus der Stadt auf spannende Art und Weise aufbereitet sind. Anhand von Grafiken und 115 Bildern, von denen 40 live aktualisiert werden, können sich Interessierte und ExpertInnen Daten aus den Bereichen Gesundheit, Wohnen, Umwelt, Öffentlicher Verkehr, Autos, Sicherheit, Mobilität und Tourismus abrufen. Die Website www.pragozor.cz entstand mit Hilfe der städtischen Firma "Operator ICT", die die gesammelten Daten aus der Prager Datenbank "Golemio" klar und verständlich präsentieren wollte.​

23.9.2020

Bulgarien: Epidemiologischer Ausnahmezustand bis 30. November verlängert

Die CoViD-19-Pandemie stelle weiterhin einen schweren Notstand dar, der die öffentliche Gesundheit weltweit bedrohe. Mit dieser Begründung wurde in Bulgarien der epidemiologische Ausnahmezustand bis 30. November 2020 verlängert. Bis 19. September wurden in Bulgarien 18.733 erkrankte und 753 an den Folgen von CoViD-19 verstorbene PatientInnen registriert. "Die epidemiologische Lage entwickelt sich ungünstig. Die Sterberate ist weiterhin hoch; die Infektionsrate ist zwar gesunken, doch die Zahl der stationär behandelten PatientInnen ist gleich geblieben", hieß es in der Beschlussfassung.

23.9.2020

Gouverneur der kroatischen Nationalbank gibt Wechselkurs zum Beitritt der Eurozone bekannt.

​Der Gouverneur der kroatischen Nationalbank, Boris Vujčić. gab am Rande einer Konferenz in Zagreb den Wechselkurs bekannt, mit dem Kroatien in Zukunft der Eurozone beitreten soll. Vujčić erklärte, dass der aktuelle Kurs von 7,5345 kroatischen Kuna für 1 Euro im Europäischen Wechselkursmechanismus II und generell fürs Geldwechseln gelten soll. Für das heurige Jahr soll die Wirtschaft um acht Prozent schrumpfen, was weniger ist, als zunächst erwartet wurde. Der heurige Ausfall wird jedoch wahrscheinlich erst 2023 ausgeglichen.​

23.9.2020

Finanzministerium unterstützt Firmenneugründungen im Rahmen von CoViD-19-Hilfsmaßnahmen

​Das serbische Finanzministerium überwies am 21. September finanzielle Unterstützung für Firmenneugründungen im Rahmen des staatlichen CoViD-19-Hilfspakets. Insgesamt 16.544 ArbeitnehmerInnen in 10.289 Betrieben sollen 60 Prozent des Mindestgehalts für den Zeitraum von zwei Monaten überwiesen bekommen. Dabei handelt es sich um Firmenneugründungen, die nicht berechtigt waren, Hilfsgelder vom ersten Maßnahmenpaket des Finanzministeriums zu beziehen. Zu diesem Zweck wurden insgesamt 596 Millionen Serbische Dinar (circa 5,1 Millionen Euro) bereitgestellt.

22.9.2020

102 PensionistInnen lenken Belgrader Öffis

​Von insgesamt 4.946 LenkerInnen der Belgrader städtischen Verkehrsbetriebe GSP und der selbständigen BusunternehmerInnen, sind 102 PensionistInnen. Sie kommen nur bei den selbstständigen BusunternehmerInnen zum Einsatz. Wegen strenger Vorschriften, die bei den GSP gelten, gibt es beim städtischen Verkehrsunternehmen keine Seniorinnen oder Senioren am Steuer. Weil serbienweit ein Mangel an Bus- und LKW-FahrerInnen, die massenweise auswandern, herrscht, finden die GSP-LenkerInnen problemlos Jobs bei selbstständigen Busunternehmen, nachdem sie pensioniert werden. Sie müssen lediglich über einen Berufsführerschein sowie einen gültigen Gesundheitsnachweis verfügen.

22.9.2020

Budapest: Ausstellung zu ​100 Jahren Trianon-Vertrag

Anlässlich des 100. Jahrestages des Vertrags von Trianon organisiert die Abteilung für angewandte Kunst und Design der Ungarischen Kunstakademie eine neue Ausstellung im Budapester Konzerthaus "Pesti Vigadó". Der Titel der Ausstellung, der gemeinsam mit dem Trianon-Forschungsinstitut organisiert wurde, lautet "Weil man es nicht vergessen kann…". Die Ausstellung läuft bis zum 31. Jänner 2021 und zeigt Exponate im zeitgenössischen Kontext der bildenden und angewandten Kunst von mehr als 50 KünstlerInnen. Der Kunstausstellung schließen sich auch andere Programme an, wie zum Beispiel SchriftstellerInnen-LeserInnen-Treffen, Führungen oder eine Buchpremiere. Der Friedensvertrag von Trianon, abgeschlossen 1920, gilt als großes ungarisches Trauma des 20. Jahrhunderts, bei dem zwei Drittel des Königreichs Ungarn verloren gingen.

22.9.2020

Staatliche Förderung von E-Bikes

Das Ministerium für Innovation und Technologie wird im Oktober eine Förderung für den Kauf von Elektrofahrrädern auflegen. Das Budget dafür beträgt eine Milliarde Forint (2,7 Millonen Euro), teilte des Ministerium am 22. September mit. Im Gegensatz zu früher werden nicht Unternehmen, sondern Einzelpersonen Ziel der Förderung sein. Die Höhe der Förderung hängt von der Art des Elektrofahrrads ab, jene mit Pedalsensoren werden mit 90.000 Forint (246 Euro), mit Drehmomentsensoren 150.000 Forint (410 Euro) gefördert werden. Die Förderung macht höchstens die Hälfte des Anschaffungspreises aus. Das Ziel der Regierung ist es, den Radverkehr von und zur Arbeitsstätte zu erhöhen, ein Anstellungsnachweis ist also notwendig. Die geförderten Fahrräder dürfen nicht mehr als 900.000 Forint (2.463 Euro) kosten und müssen besondere technische und Umweltschutzanforderungen erfüllen.​

22.9.2020

Regierungskrise in Polen dauert an

Gestern, am 21. September 2020, gab es im Hauptsitz der Regierungspartei "Recht und Gerechtigkeit" (PiS) in Warschau eine Sitzung der wichtigsten Parteimitglieder, die nach einer Lösung der seit Freitag, dem 18. September 2020, dauernden Regierungskrise gesucht haben. Der direkte Auslöser der Krise war der kleine Koalitionspartner von PiS, "Solidarisches Polen" (SP) und sein Vorsitzender, der amtierende Justizminister, Zbigniew Ziobro (SP). Die Abgeordneten von SP haben gegen das Gesetz zum Tierschutz in Polen gestimmt und sich damit gegen die Position von PiS gestellt. Das Gesetz wurde trotzdem mit Parlamentsmehrheit angenommen. Auf der gestrigen Sitzung der PiS-Partei wurde über die weitere Vorgehensweise diskutiert. Der Regierungssprecher, Piotr Müller (PiS), hat nur kurz mitgeteilt: "Die Zeit, um die Atmosphäre der Koalition zu bereinigen, wird sich als nützlich erweisen, und die Konsequenzen werden diese Woche bekanntgegeben". Ob es tatsächlich zu einem Rücktritt des Justizministers kommt, ist allerdings noch nicht bekannt.

22.9.2020

Krakau bewirbt sich als "Grüne Hauptstadt Europas"

Krakau nimmt zum zweiten Mal am europäischen Wettbewerb "Grüne Hauptstadt Europas“ teil. In seiner Bewerbung wird die kleinpolnische Hauptstadt ihre Pläne für die kommenden Jahre präsentieren. Das Ziel ist es, Krakau als eine umwelt- und bürgerfreundliche Stadt zu gestalten. Die Bewerberstädte werden in zwölf Kategorien bewertet. Voriges Jahr belegte Krakau den fünften Platz. In der Kategorie "Wasser" erhielt Krakau damals die höchste Punktezahl.

22.9.2020

Zagreb: Sechs Monate seit verheerendem Erdbeben

Vor genau sechs Monaten, am 22. März 2020, wurde Zagreb vom schwersten Erdbeben seit 140 Jahren getroffen. Um 6.24 Uhr richtete ein Erdbeben von 5,5 Grad nach Richter einen Schaden von rund 86 Milliarden Kroatischen Kuna (circa elf Milliarden Euro) in der Stadt Zagreb und zwei umliegenden Gespanschaften an. Ein halbes Jahr später ist die Erde noch immer nicht zur Ruhe gekommen. Gerade in den vergangenen Tagen haben sich die Nachbeben wieder intensiviert. Für die BürgerInnen ist es darüber hinaus kein Trost, dass das verheerende Erdbeben noch stärker sein hätte können. Laut SeismologInnen ist im Raum Zagreb ein Erdbeben von maximal 6,5 Grad nach Richter möglich. Dies wäre ein rund 30-mal stärkeres Beben, als jenes im März.

22.9.2020