City News


Twice a week you can read the latest information from our dialogue cities, summarised by our offices in German.

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TaxifahrerInnen in Budapest wollen Tarife um 30 Prozent erhöhen

Aufgrund der rapid steigenden Kraftstoffpreise möchten Budapester TaxifahrerInnen die Grundtaxe, das Kilometergeld sowie die Kosten der Wartezeit um insgesamt 30 Prozent erhöhen. Der Mitteilung des Taxiverbandes zufolge seien die Kosten der TaxifahrerInnen in den letzten fünf Jahren erheblich gestiegen, wobei das Tarifsystem seit 2018 unverändert geblieben ist. Dazu kommt noch, dass seit 2019 aufgrund der Pandemie landesweit 3.500 TaxifahrerInnen den Sektor verlassen haben. Die Anzahl der Budapester TaxifahrerInnen ist ebenfalls von 7.000 auf rund 5.000 geschrumpft.​

19.10.2021

Slowenischer Gesundheitsminister ignorierte ExpertInnenwarnung bei Johnson-&-Johnson-Impfstoff

Nach der Verschärfung der 3G-Regeln in Slowenien im September stieg die Nachfrage nach Impfungen. Besonders begehrt war der Impfstoff von Johnson & Johnson, da die Erfüllung der 3G-Regeln sofort nach der ersten Impfung galt. Das wurde vom Team des Gesundheitsministers Janez Poklukar (parteilos) trotz Warnungen der Covid-ExpertInnengruppe entschieden. Dieser bürokratische Vorteil hat vor einem Monat angeblich auch die zwanzigjährige Katja zur Impfung mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson motiviert, die daraufhin an den Folgen der Impfung starb. Gesundheitsminister Poklukar wird nun vorgeworfen, die Schuld an ihrem Tod zu tragen. Einige Medien und Oppositionsparteien riefen den Minister auf, die politische und moralische Verantwortung zu übernehmen und zurückzutreten. Poklukar wies die Vorwürfe jedoch zurück.​

19.10.2021

Dunkelziffer der Covid-19-Infizierten in Bulgarien deutlich höher

Laut Ognjan Kuntschev, Mathematiker an der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften ist die pandemische Lage in Bulgarien äußerst kritisch. So werde die Anzahl an Neuinfektionen aufgrund der niedrigen Impfrate demnächst über 4.000 pro Tag erreichen und die Krankenhäuser bis Ende des Monats überfüllt sein. Auch neue, drastisch strengere Beschränkungen könnten die Situation frühestens in 15 bis 20 Tagen stabilisieren. Er sei der Ansicht, dass die Dunkelziffer der Covid-19-Infizierten in Bulgarien wahrscheinlich dreimal so hoch sei, als die Anzahl der mit Symptomen gemeldeten Fälle. Das sei sehr heimtückisch, denn diese Menschen wüssten nicht, dass sie krank seien und würden das Virus weiterverbreiten. In den vergangenen 24 Stunden waren von 26.780 durchgeführten Corona-Tests insgesamt 4.979 positiv, davon waren 84,23 Prozent der Personen nicht geimpft.

19.10.2021

Neuer Präsident des Obersten kroatischen Gerichtshofes ernannt

Der kroatische Staatspräsident Zoran Milanović (parteilos) nominierte Radovan Dobronić, den langjährigen Richter am Zagreber Handelsgericht, für das Amt des Präsidenten des Obersten Gerichtshofes. Im Zuge der Abstimmung im kroatischen Parlament erhielt der Kandidat 120 von 123 Stimmen und konnte somit am 18. Oktober vereidigt werden. Dobronić tritt die Nachfolge von Đuro Sessa an, dessen Amtszeit am 20. Juli 2021 auslief. Das Auswahlverfahren lief bereits seit einigen Monaten und scheiterte bereits zwei Mal. Die von Milanović zweimal nominierte Kandidatin konnte sich keine Mehrheit im Parlament sichern. Glücklicherweise führte dies zu keiner Krise, da die Amtsgeschäfte bis zur finalen Ernennung vom Vizepräsidenten des Obersten Gerichtshofes geleitet wurden.

19.10.2021

Sanierung der Bahnstrecke von Subotica in Serbien zur ungarischen Staatsgrenze

Der serbische Staatspräsident Aleksandar Vučić (SNS – Serbische Fortschrittspartei) und der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán (Fidesz – Bund Junger Demokraten) wohnten am 17. Oktober 2021 den Feierlichkeiten anlässlich der Sanierung und Modernisierung der Bahnstrecke Subotica-Horgoš-Szeged (Staatsgrenze zu Ungarn) bei. Die Arbeiten sollten bis November 2022 abgeschlossen sein. Der Projektwert im serbischen Teil der Strecke beträgt rund 100 Millionen Euro. Die Regionalbahn Subotica–Szeged wurde vor 150 Jahren errichtet und ist derzeit außer Betrieb. Diese Bahnstrecke wird zur Umfahrungsstrecke während der Schließung der Strecke Belgrad–Budapest aufgrund von Modernisierungsarbeiten. Für die Projektrealisierung stellte Serbien aus dem Staatshaushalt 86,7 Millionen Euro bereit.

18.10.2021

Flughafen BER soll per U-Bahn angebunden werden

​Die Vorstandsvorsitzende der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Eva Kreienkamp, hält eine U-Bahn-Anbindung des "Flughafens Berlin-Brandenburg" für sinnvoll: "​Am Flughafen wird der Verkehr künftig auch nicht weniger werden", sagte Kreienkamp. Es sei für das Gebiet damit zu rechnen, dass substanziell mehr Menschen hinziehen oder dort arbeiten werden. Diese müssen ein Mobilitätsangebot bekommen, wenn nicht gewollt wird, dass alle Auto fahren. Deshalb sei die U-Bahn dort eine gute Lösung. Bisher ist der Flughafen BER mit öffentlichen Verkehrsmitteln über Busse, S-Bahn und Regionalbahn zu erreichen.​ Es gäbe in Berlin auch Querverbindungen, die verbessert werden oder ausgebaut könnten - ​Berlin habe viele Zentren, da müsse ermittelt werden, wo die Menschen hinwollen: "Wenn wir das Gebiet Siemensstadt und Gartenfeld in Spandau weiter ausbauen, entsteht da für viele Leute ein neues Ziel. Die wollen aber nicht unbedingt durch Mitte dorthin fahren. Damit müssen wir uns beschäftigen, um unsere Strecken anders zu denken.​"

18.10.2021

Weihnachtsmarkt am Roten Rathaus in Berlin mit 2G-Regel

​Der Weihnachtsmarkt vor dem Roten Rathaus in Berlin soll in diesem Jahr nur für Geimpfte und Genesene zugänglich sein, damit gilt die 2G-Regel. Der Berliner Schaustellerverband hatte sich kürzlich für eine 3G-Regelung ausg​​esprochen. Laut Organisator müsste man mit einer 3G-Regelung jedoch die BesucherInnenzahlen beschränken, um Abstandsregeln einhalten zu können, ebenso müsste eine Maskenpflicht gelten. Der Weihnachtsmarkt sei außerdem relativ groß, mit 2.000 BesucherInnen könne er jedoch nicht existieren. Mit 2G gäbe es keine Personenzahl als Begrenzung, ebenso gälten weder Abstandsregeln noch Maskenpflicht.​

18.10.2021

Axel Springer entbindet BILD-Chefredakteur Julian Reichelt von seinen Aufgaben

​Die "Axel Springer SE" hat BILD-Chefredakteur Julian Reichelt mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden. Nach einem überstandenen Compliance-Verfahren galt der BILD-Chefredakteur Julian Reichelt als rehabilitiert. Neue Erkenntnisse aus monatelangen Recherchen sorgten nun für seinen Abgang. Laut Unternehmen wurden in den letzten Tagen neue Erkenntnisse über das aktuelle Verhalten von Julian Reichelt gewonnen. Dabei hat der Vorstand erfahren, dass Reichelt auch nach Abschluss des Compliance-Verfahrens im Frühjahr 2021 Privates und Berufliches nicht klar getrennt und dem Vorstand darüber die Unwahrheit gesagt hat. Im Rahmen des Compliance-Verfahrens gegen ihn gab es nie den Vorwurf sexueller Belästigung oder sexueller Übergriffe, jedoch Vorwürfe einvernehmlicher Liebesbeziehungen zu BILD-Mitarbeiterinnen und Hinweise auf Machtmissbrauch in dem Zusammenhang, dass dadurch berufliche Vorteile gewährt wurden​.​ Neuer Vorsitzender der dreiköpfigen Chefredaktion und Mitglied des BILD-Boards wird Johannes Boie, 37, derzeit Chefredakteur der "WELT AM SONNTAG". Bevor er im Jahr 2017 zu Axel Springer kam, hatte Boie bei der "Süddeutschen Zeitung“ als Reporter und Redakteur gearbeitet und das Paid-Content-Angebot der Zeitung entwickelt und geleitet.

18.10.2021

Neue Privatklinik in ungarischer Hauptstadt eröffnet

Die TritonLife-Gruppe hat eine neue Privatklinik im neunten Budapester Bezirk am Donauufer eröffnet. Im Krankenhaus werden vor allem Patientinnen und Patienten mit Muskel-Skelett-Erkrankungen behandelt. Das neu eröffnete Spital ist neben dem TritonLife-Privatkrankenhaus das erste hauptstädtische Zentrum des Privatversorgers, wo sowohl ambulante als auch stationäre Behandlungen möglich sind. Der neue Standort ist in erster Linie der Bewegungschirurgie gewidmet, die Infrastruktur wurde entsprechend ausgelegt. Es gibt zwei hochmoderne Operationssäle, 18 Betten, eine Diagnostikabteilung, Räume für Bewegungsrehabilitation und Ambulanzen. Die TritonLife-Gruppe soll bald ein drittes Privatkrankenhaus in Budapest eröffnen.

18.10.2021

Auch der Krakauer Bezirk Kazimierz soll denkmalgeschützt werden

Mit der Errichtung des geplanten Kulturparks im Krakauer Bezirk Kazimierz soll, neben den Bezirken Altstadt und Nowa Huta, ein weiteres Gebiet denkmal- und auch vor allem vor chaotischer Werbung im öffentlichen Raum geschützt werden. Diesbezügliche Gespräche mit AnrainerInnen und Geschäftstreibenden sollen am 25. Oktober 2021 starten, um die BürgerInnen in den Änderungsprozess einzubeziehen. Das ehemalige jüdische Viertel steht seit 1978 auf der UNESCO-Weltkulturerbeliste.​

18.10.2021

Neuer Direktor der Slowenischen Presseagentur ernannt

Der Aufsichtsrat der Slowenischen Presseagentur hat Igor Kadunc, der sich als einziger Kandidat um diesen Posten bewarb, zum neuen Direktor der Slowenischen Presseagentur (STA) ernannt. Der ehemalige Direktor des öffentlich-rechtlichen Rundfunks RTV Slovenija wird seine volle Amtszeit am 1. Jänner 2022 antreten und die Agentur bis dahin als interimistischer Direktor leiten. Ende September 2021 ist der ehemalige STA-Direktor Bojan Veselinovič zurückgetreten, weil er den vom Regierungsamt für Kommunikation (UKOM) vorgeschlagenen Anpassungen im STA-Vertrag nicht zustimmen wollte. Premierminister Janez Janša (SDS – Slowenische demokratische Partei) versprach, die Zahlungen an die STA wieder aufzunehmen, sobald der neue Direktor den Vertrag unterzeichnet hat. Die STA erfüllt ihren öffentlichen Auftrag bereits seit rund 291 Tagen ohne staatliche Zahlungen.​

18.10.2021

Tourismus in Prag noch immer in der Krise

Trotz der Lockerung der Maßnahmen, die mit der aktuellen Corona-Pandemie verhängt wurden, sind die Zahlen aus der Tourismusbranche weiterhin alarmierend. Verzeichnete Prag im Jahr 2019 noch 8,4 Millionen TouristInnen, davon 6,8 Millionen aus dem Ausland, so waren es im ersten Halbjahr des Jahres 2021 nur noch 1,9 Millionen TouristInnen und davon nur 286.000 Personen aus dem Ausland. Dieser Einbruch bedroht nicht nur die circa 10.000 Arbeitsstellen in der Tourismusbranche, sondern auch die Wirtschaft des gesamten Landes. Die Tschechische Union für Tourismus appelliert deswegen erneut an die Regierung, die Branche mehr zu unterstützen. Die aktuellen Hürden, wie beispielsweise das Einfahrtverbot von touristischen Bussen ins Prager Zentrum, müssten ebenfalls beseitigt werden.​

18.10.2021

Tschechiens Staatspräsident nicht amtsfähig

Seit seiner Einlieferung in ein Spital am 10. Oktober 2021 hatte die tschechische Öffentlichkeit keine Information zum gesundheitlichen Zustand von Staatspräsident Miloš Zeman (parteilos). Dessen Kanzlei war nicht bereit, Informationen preiszugeben. Diese Vorgehensweise wurde nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern auch von den PolitikerInnen stark kritisiert, da eine Regierungsbildung, nach den kürzlich abgehaltenen Wahlen, von Zemans Entscheidungen abhängig ist. Letztlich wurden unlängst Teile des Berichtes über den Gesundheitszustand des Präsidenten von Senatspräsident Miloš Vystrčil (ODS - Bürgerdemokratische Partei) veröffentlicht. Laut dem Bericht des militärischen Krankenhauses ist dieser aktuell nicht mehr in der Lage, sein Amt auszuüben. Die Prognose sei äußerst ungewiss und eine Rückkehr in den kommenden Wochen sehr unwahrscheinlich. Angesichts der aktuellen Situation ist das Parlament nun bereit, zum ersten Mal in der tschechischen Geschichte, den Artikel 66 der Verfassung anzuwenden, der vorsieht die Aufgaben des Präsidenten vorübergehend auf beispielsweise den Senatspräsidenten zu übertragen. Den Medien zufolge leidet Zeman an hepatischer Enzephalopathie.​

18.10.2021

Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka zu Besuch in Sarajevo

Die Zusammenarbeit zwischen Österreich und Bosnien-Herzegowina verzeichne einen Aufwärtstrend in allen Bereichen. Dies gab der bosnisch-herzegowinische Nationalratsvorsitzende Zoran Tegeltija (SNSD – Union der unabhängigen Sozialdemokraten) bei einem Treffen mit dem österreichischen Nationalratspräsidenten Wolfgang Sobotka am 18. Oktober 2021 bekannt. Neben den sehr guten politischen Beziehungen würden gute wirtschaftliche Beziehungen gepflegt. Ferner sei die Zusammenarbeit im IKT-Bereich als Wachstumsmotor von großer Bedeutung, der auch die Abwanderung der Bevölkerung stoppen würde. Ein weiterer Gesprächspunkt war die MigrantInnenkrise im Land. Bosnien sei mit dieser Frage überfordert, zumal diese die Kapazitäten des Landes übersteige. Um die MigrantInnen auf ihrem Weg nach Bosnien-Herzegowina zu stoppen, sei das Land auf die Unterstützung der EU angewiesen. Hinsichtlich der aktuellen politischen Krise im Land betonte Tegeltija, dass es wichtig sei, diese mittels eines Dialogs innerhalb des Landes zu lösen, ohne Lösungen aufzuzwingen.​

18.10.2021

Neuer serbisch-orthodoxer Patriarch besucht Sarajevo

​Der neue Belgrader Patriarch der serbisch-orthodoxen Kirche ist seit 16. Oktober 2021 in Sarajevo. Nach der Lithurgie in der Mariä-Geburt-Kathedrale machte er einen Stadtspaziergang und trank Wasser vom Brunnen der Gazi-Husrev-Beg-Moschee. Sarajevo sei jahrzehntelang eine offene Stadt gewesen und nach Niederlagen immer wieder aufgestanden. Außerdem zeuge die Geschichte der Stadt davon, dass ihre EinwohnerInnen immer wieder zueinander finden würden, meinte der Gast aus Serbien. In den Nachmittagsstunden traf er mit dem serbischen Präsidiumsmitglied Milorad Dodik (SNSD – Union der unabhängigen Sozialdemokraten) auf dem Olympiaberg Jahorina sowie dem Bürgermeister von Ost-Sarajevo Ljubiša Čosić (SNSD) zusammen. Die Treffen verliefen in guter Atmosphäre, Thema war die Weiterentwicklung von Ost-Sarajevo, dem serbischen Teil der bosnisch-herzegowinischen Hauptstadt.

18.10.2021

Schnelltests ermöglichen Zugang in Nachtclubs in Sofia

Die mobilen Stationen für Schnelltests vor einigen Diskotheken in der bulgarischen Hauptstadt, ermöglichen ihre Öffnung ohne Beschränkungen. Voraussetzung ist, dass sowohl das Personal als auch die Gäste zu 100 Prozent geimpft oder getestet wurden. So wurden letzten Donnerstag bis Sonntag in zwei der mobilen Teststationen in Sofia rund 1.300 Tests von nichtgeimpften Personen durchgeführt, von denen nur vier positiv waren. Die positiv Getesteten müssen sich in Quarantäne begeben. Ein Teil der Kosten für Schnelltests wird von den Bars und Diskotheken übernommen, die Kunden zahlen einen Selbstbehalt von 5 Euro.​

18.10.2021

30 neue Niederflur-Elektrobusse für Sofia

Gestern wurden acht neue Elektrobusse auf der Buslinie 6 und der provisorischen Linie E20T, die während der Sanierung die Straßenbahnlinie 20 ersetzt, in Betrieb genommen. Die restlichen 22 neugelieferten Elektrobusse sollen in den kommenden Monaten auf den Linien Nr. 60, 74 und 73 eingesetzt werden. Somit werden in Zukunft insgesamt 65 Elektrobusse in Sofia unterwegs sein, weitere 52 müssen noch geliefert werden. Mit der Modernisierung der Fahrzeuge verbessert sich nicht nur der öffentliche Verkehr, sondern auch die Luftgüte der Stadt. Die neuen Elektrobusse sind klimatisiert, mit Videokameras ausgestattet und verfügen über Ladegeräte für Mobiltelefone. Die Niederflurbusse verfügen zusätzlich über eine Rampe für Personen mit beschränkter Mobilität oder für Kinderwägen. Die Elektrobusse sind mit einer modernen Ladetechnologie ausgestattet, die eine Aufladung an den Endhaltestellen innerhalb von 5 bis 6 Minuten ermöglicht und die beim Bremsen Energie speichert. Die 30 neuen Niederflur-Elektrobusse und die zehn neuen Ladestationen sind Teil des Projekts "Umsetzung von Aktivitäten zur Verbesserung der Luftgüte in Sofia". Das Projekt wird zu 100 Prozent im Rahmen des operationellen Programms "Umwelt 2014 bis 2020", finanziert.​

18.10.2021

Aktueller Vorsitzender der Zagreber HDZ wiedergewählt

Der aktuelle Vorsitzende der Zagreber "Kroatischen Demokratischen Gemeinschaft" (HDZ) Mislav Herman wurde am Sonntag, den 17. Oktober 2021, als Chef der Zagreber Partei wiedergewählt. Herman konnte sich mit rund 65 Prozent der Stimmen seiner Parteikolleginnen und -kollegen gegen den Kandidaten Pavo Kostopeč durchsetzen. Außerdem genießt Herman die volle Unterstützung des kroatischen Premierministers Andrej Plenković (HDZ). Zu stellvertretenden Vorsitzenden wurden Nikolina Brnjac, Ministerin für Tourismus und Sport, Josip Alardović, Minister für Arbeit, Pensionswesen, Familie und Sozialpolitik  sowie zwei weitere Personen ernannt. Herman bedankte sich anlässlich seines Sieges bei seinen MitarbeiterInnen und rief sie zur Zusammenarbeit auf, um bei den nächsten Kommunalwahlen 2025 die Verantwortung für die Führung der kroatischen Hauptstadt übernehmen zu können. Mislav Herman gilt als scharfer Kritiker der aktuellen Stadtregierung. Das linke Bündnis um den Bürgermeister Tomislav Tomašević (M - Wir können's!) soll seine Wahlversprechen nicht gehalten haben. Die Regierungspolitik des Bündnisses sei nicht wie angekündigt transparent, so Herman.​

18.10.2021

4,5 Millionen Euro für die Sanierung des Zemuner Gymnasiums in Belgrad

Nach umfassender Sanierung im Wert von 4,5 Millionen Euro wurde das "Zemuner Gymnasium" im Belgrader Bezirk Zemun zu einer der modernsten Bildungsanstalten in Serbien und der Region. Die Schulkabinette für Chemie, Biologie, sowie Sportsaal, Gymnastiksaal, Festsaal, das Rechenzentrum und die Aula wurden saniert. Bei der Sanierung wurde darauf geachtet, die ursprüngliche Architektur und das Aussehen zu erhalten. Das "Zemuner Gymnasium" ist ein Symbol für ganz Serbien. "Hier habe ich vier wunderschöne Jahre verbracht", sagte Staatspräsident Aleksandar Vučić (SNS – Serbische Fortschrittspartei) bei seiner Besichtigung des sanierten Gymnasiums. Das Zemuner Gymnasium wurde 1858 errichtet und gilt seit 1997 als Kulturdenkmal. Mehr als 40.000 SchülerInnen haben dort maturiert, einige von ihnen wurden berühmte WissenschaftlerInnen, DiplomatInnen und KünstlerInnen.​

17.10.2021

Dachterrasse des Humboldt Forum in Berlin eröffnet

​Mit der Öffnung der Dachterrasse auf dem Berliner Humboldt Forum ist erstmals auch ein umfassender Blick auf das stark umstrittene Spruchband um die Kuppel möglich. Die Kombination aus mehreren Bibelstellen verlangt die Unterwerfung der gesamten Menschheit unter das Christentum. Neben dem Kreuz auf der Kuppel und der barocken Fassade gehört der in riesigen Goldlettern gefasste Satz zu den am meisten kritisierten Details des rund 680 Millionen Euro teuren Zentrums für Kunst, Kultur und Wissenschaft.​ Die rund 1.800 Quadratmeter große Dachterrasse in rund 30 Metern Höhe erlaubt einen Rundumblick auf das Berliner Zentrum. Der kostenfreie Zugang für bis zu 400 Menschen soll täglich bis Mitternacht möglich sein. Zum fünf Millionen Euro teuren Dachausbau gehört auch ein Restaurant, das nach der französischen Naturforscherin Jeanne Baret benannt ist. Zudem sind Kunstwerke auf dem Dach zu entdecken. "Insurgentes Sur" thematisiert eine goldene Silhouette von Berlins Partnerstadt Mexiko-City, die sich optisch in das Berliner Stadtbild einfügt. Ende des Jahres soll zudem eine Klanginstallation des aus Nigeria stammenden Künstlers Emeka Ogboh zu hören sein.

17.10.2021

Revolution der neuen Opposition bei den Vorwahlen in Ungarn

Die Vorwahl der Oppositionsparteien in Ungarn endete mit der größten Überraschung der vergangenen Jahre: Péter Márki-Zay (MMM – Bewegung Ungarn von allen) besiegte Klára Dobrev (Demokratische Koalition – DK), die Siegerin der ersten Runde, mit einem selbstsicheren, ​13-prozentigen Vorsprung. In der zweiten Runde traten nur noch die beiden KandidatInnen Dobrev und Márki-Zay gegeneinander an. Der liberalkonservative Bürgermeister der ostungarischen Stadt Hódmezővásárhely erhielt 56,7 Prozent der Stimmen. Damit wird er als Ministerpräsidentenkandidat der gemeinsamen Opposition Langzeitpremier Viktor Orbán (Fidesz – Bund Junger Demokraten) bei der Parlamentswahl im Frühjahr 2022 herausfordern. Laut Márki-Zay bedeutet sein Sieg, dass die alte Opposition durch eine neue Opposition abgelöst worden ist.​

17.10.2021

Solidaritätsmärsche für MigrantInnen in Krakau und Warschau

Am 17. Oktober 2021 fanden sowohl in Krakau als auch in Warschau Solidaritätsmärsche für jene MigrantInnen statt, die versuchen, illegal über die polnisch-belarussische Grenze in die EU einzureisen. Die DemonstrantInnen sprachen sich unter anderem gegen den Bau der Mauer an der Grenze zu Belarus, gegen die illegalen Push-backs und gegen die entmenschlichende Propaganda der Regierung aus. Sie betonten auch, dass es derzeit viele Möglichkeiten gäbe, die MedizinerInnen, AktivistInnen und Freiwilligen zu unterstützen, die an der Grenze arbeiten und helfen.​

17.10.2021

Neue Brücke verbindet EU mit Bosnien-Herzegowina

Die mit Hilfe der EU errichtete Brücke Gradiška, circa 262 Kilometer nördlich von Sarajevo, wurde am 15. Oktober 2021 feierlich eröffnet und verbindet nun Bosnien-Herzegowina mit den kroatischen Grenzstädten Virovitica und Okučani bis hin zur Grenze mit Ungarn mit der Europäischen Union. Der Übergang auf der bosnischen Seite soll auf Initiative des bosnischen Verkehrsministers Vojin Mitrović (SNSD –​ Union der unabhängigen Sozialdemokraten) zur integrierten Grenzübergangsstelle werden, wo alle Grenz- und Zollkontrollen nur an der bosnischen Grenze durchgeführt werden, womit sich die Wartezeiten verkürzen sollen.

17.10.2021

Weihnachtsbeleuchtung inspiriert von Krakauer Arras-Bilderteppichen

Die Motive der königlichen Arras-Bilderteppiche, die sich im Königsschloss Wawel in Krakau befinden, dienen heuer als Inspiration für die Weihnachts- und Neujahrsdekoration in der Stadt. In Anlehnung an goldene und silberne Fäden, mit denen die Brüsseler Meister die Arras-Bildteppiche webten, werden die diesjährigen Dekorationen in Gold und Silber glänzen. Die gesamte Beleuchtung wird heuer am Samstag, den 27. November 2021, erstrahlen. Die Arras-Bildteppiche aus der Sammlung von König Sigismund August mit ihren Landschafts- und Tiermotiven gehören zu den wichtigsten Objekten der Wawel-Sammlung.​

16.10.2021

Nachrichtenredakteurin des slowenischen Nationalfernsehens zurückgetreten

Manica Janežič Ambrožič, Redakteurin des Informationsprogramms beim öffentlich-rechtlichen Fernsehsender RTV Slovenija, ist überraschenderweise zurückgetreten. Grund dafür sollen Kürzungen und Streichungen von Nachrichtensendungen ab dem nächsten Jahr sein. Angeblich sollen alle Morgennachrichten und zwei andere politische Informationssendungen gestrichen werden. Nach Angaben der Geschäftsführung von RTV Slovenija sind kleinere Änderungen des Programm- und Produktionsplans aufgrund von Personalmangel sowie sinkenden ZuschauerInnenzahlen von Nachrichtensendungen erforderlich. Bedenken über diese Entscheidung der Geschäftsführung äußerte auch die journalistische Gewerkschaft.

16.10.2021

Erste Kündigungswelle am Prager Magistrat

Am 1. November 2021 werden die ersten 160 MitarbeiterInnen den Prager Magistrat verlassen. Die Kündigungen, mit denen der Prager Magistrat die Anzahl an BeamtInnen bis Ende 2022 um 10 Prozent reduzieren will, wurden bereits vor einigen Monaten ausgehändigt. Die nächste Kündigungswelle soll im Jahr 2022 folgen. Von den Kündigungen betroffen sind alle Magistratsabteilungen und vor allem jene MitarbeiterInnen, die einen befristeten Arbeitsvertrag haben. Aktuell sind am Magistrat circa 2.300 Personen beschäftigt. Mit den Kündigungen der MitarbeiterInnen will der Prager Magistrat jährlich bis zu 7 Millionen Euro einsparen.​

16.10.2021

Direktor des Zagreber Erdgasversorgungsunternehmens abgesetzt

Wie die kroatische Tageszeitung "Jutarnji list" letzte Woche aus inoffiziellen Quellen erfahren hat, soll der Zagreber Bürgermeister Tomislav Tomašević (M - Wir können's!) Igor Pirija, den Direktor des städtischen Erdgasversorgungsunternehmens, abgesetzt haben. Sein Unternehmen soll es verabsäumt haben, ausreichende Mengen an Erdgas zu angemessenen Preisen bereitzustellen. So habe das Unternehmen angekündigt, den Erdgaspreis ab dem 1. November 2021 für alle UnternehmerInnen um das Drei- bis Vierfache zu erhöhen. Aktuell würden im Unternehmen interne Kontrollen durchgeführt, um festzustellen, warum nicht genügend Erdgas zur Verfügung stünde. Das städtische Unternehmen bestätigte am 15. Oktober 2021 die Absetzung Pirijas, eine Stellungnahme des Zagreber Bürgermeister steht noch aus.

16.10.2021

Beschäftigungszahlen in Belgrad um 12,6 Prozent gestiegen

​Von Jänner bis September 2021 fanden in Belgrad fast 30.000 Menschen aus dem Verzeichnis der Nationalen Beschäftigungsstelle einen Job. Das ist um 12,6 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum im Vorjahr, sagte die Arbeitsministerin Darija Kisić Tepavčević (parteilos). "In diesem Zeitraum ist die Arbeitslosenzahl um fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Wir sind eines der wenigen Länder, das sogar während der Pandemie eine steigende Beschäftigungsrate verzeichnet hat", teilte Kisić Tepavčević mit. Das Arbeitsministerium stellte heuer nur für Belgrad mehr als drei Millionen Euro für Beschäftigungsmaßnahmen bereit. Bis Ende des Jahres werden mithilfe der Maßnahmen noch mehr als 650 Menschen beschäftigt werden, davon 50 mit Behinderung, so die Ministerin. Etwa 400 Personen werden an Traineeprogrammen teilnehmen.​

15.10.2021

"Škoda" startet noch heuer Produktion in Serbien

​Der Belgrader Vizebürgermeister Goran Vesić (SNS – Serbische Fortschrittspartei) war am 13. Oktober 2021 zu Besuch in der Hauptstadt Tschechiens. Dort präsentierte er auf Einladung von tschechischen Unternehmen die Investitionsmöglichkeiten in Belgrad und besichtigte den Autohersteller "Škoda". Vesić informierte die tschechischen GastgeberInnen, dass die Stadt Belgrad in den kommenden fünf Jahren 80 neue Oberleitungsbusse, sowie 120 Straßenbahnen und 500 Autobusse kaufen will. Er lud das Unternehmen "Škoda" ein, in den nächsten Monaten an den Ausschreibungen teilzunehmen. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende von "Škoda", ​Zdenek Majer, teilte dem Belgrader Vizebürgermeister mit, dass das Unternehmen bis Ende 2021 im zentralserbischem Kragujevac mit der Produktion von Straßenbahnzügen beginnen werde.       

14.10.2021

Belgrader Zoo und Institut für Bluttransfusion organisieren Blutspende-Aktion

​Das Institut für Bluttransfusion Serbiens und der Belgrader Zoo organisieren seit 2012 erfolgreich Blutspende-Aktionen. Auch heuer wird am 17. Oktober 2021 von 11 bis 16 Uhr der Blutspende-Bus vor dem Zoo parken. Alle BlutspenderInnen können den Zoo kostenlos betreten. Das Institut teilt mit, dass Blutreserven aller Blutgruppen dringend benötigt werden. Alle gesunden Bürgerinnen und Bürger zwischen 18 und 65 Jahren werden aufgerufen, Blut zu spenden und den Belgrader Zoo zu besuchen.

14.10.2021