City News


Twice a week you can read the latest information from our dialogue cities, summarised by our offices in German.

Serbische Pläne zum Unterricht im neuen Schuljahr

Der serbische Bildungsminister Branko Ružić (SPS – Sozialistische Partei Serbiens) kündigte an, dass der Unterricht im nächsten Schuljahr nicht regulär organisiert werde, sollten die Impfungen nicht auf zufriedenstellendem Niveau sein. Die endgültige Entscheidung trifft aber der Krisenstab. Ružić führte an, dass das Bildungsministerium auf alle Optionen vorbereitet sei, hoffe aber auf ein reguläres Schuljahr. Im vergangenen Schuljahr hatten die Stufen 1 bis 4 Präsenzunterricht, während die Stufen 5 bis 8 und weiterführende Schulen kombinierten Unterricht hatten, sowohl Präsenz- als auch Online-Unterricht.

26.7.2021

Verstärkte Fahrradkontrollen durch Berliner Polizei

Die Berliner Polizei kontrolliert in dieser Woche verstärkt Verstöße von FahrradfahrerInnen und BenutzerInnen von E-Bikes und Tretrollern mit Elektroantrieb. Die Beamtinnen und Beamten​ sind dabei selbst mit dem Fahrrad auf ausgewählten Straßen unterwegs, die als Unfallbrennpunkte bekannt sind. Ziel des Einsatzes ist es, die Anzahl der Verkehrsunfälle zu verringern. Von Jänner bis Mai 2021 gab es in Berlin 3.747 Unfälle mit Personenschäden. Insgesamt wurden 4.448 Personen verletzt, 579 von ihnen schwer, 16 Personen starben.​

26.7.2021

Kundgebung in Budapest wegen Pegasus-Abhörskandal

Circa 1.000 Menschen haben am 26. Juli 2021 in Budapest wegen der sogenannten "Pegasus-Abhöraffäre" demonstriert und den Rücktritt der Fidesz (Bund Junger Demokraten) gefordert. Ein internationaler Medienzusammenschluss hatte vor kurzem herausgefunden, dass die israelische Spionage-Software Pegasus in mehreren Ländern, darunter auch in Ungarn, zur Abhörung von RegierungskritikerInnen missbraucht wurde. Mindestens 300 UngarInnen wurden abgehört. Die von oppositionellen Parteien organisierte Demonstration fand vor dem Hauptgebäude der Fidesz-Partei statt. Die Partei Momentum hat für heute, den 27. Juli, zu einem weiteren Protest aufgerufen. Es soll auch ein Journalist eine Rede halten, dessen Handy mit der Pegasus-Software abgehört wurde.​

27.7.2021

Keine Einschränkungen für Nicht-Geimpfte in Polen

Obwohl die Impfbereitschaft gegen das Coronavirus in Polen sinkt, beabsichtigt die polnische Regierung, keine Einschränkungen für Ungeimpfte wie in Frankreich einzuführen. Die Regierung lehnt die Argumente der ExpertInnen aus dem Medizinischen Rat des Premiers ab, die ein Zutrittsverbot für nicht geimpfte Personen zu bestimmten Orten befürworten. Inoffiziell geben die PolitikerInnen zu, Proteste der Bevölkerung zu fürchten. Die Regierung erwägt, nur die Corona-Impfpflicht für MedizinerInnen einzuführen. Bislang sind landesweit weniger als 17 Millionen Menschen vollständig geimpft worden. Die Impfrate bei ÄrztInnen liegt aktuell bei 90 Prozent.​

26.7.2021

Überprüfung der 3-G-Regel in Slowenien gestaltet sich schwierig

Für die Innenräume von Lokalen und Kinos oder bei Fußballspielen gilt die 3-G-Regel schon seit Monaten, seit 26. Juli 2021 gilt aber, dass Angestellte die Einhaltung dieser Regel selbst prüfen müssen. Der Leiter der Gruppe für Gastronomie und Tourismus bei der Handelskammer Sloweniens, Blaž Cvar, sagte hierzu, dass sie keine Anweisungen erhalten hätten, wie diese Überprüfungen durchgeführt werden sollten. Die Angestellten hätten eigentlich keine Befugnis, die Personalausweise der Gäste zu prüfen, um die Authentizität des 3-G-Nachweises zu bestätigen. Der Gastronomie sei zwar bewusst, dass Österreich ähnliche Regeln eingeführt habe, jedoch müsste für die Überprüfungen zusätzliches Personal eingestellt werden, was, aufgrund der Kurzfristigkeit, schwer möglich sei. Auch die App für die Kontrolle der 3-G-Nachweise habe sich verspätet, weshalb die Kontrolle händisch durchgeführt werden müsse.

27.7.2021

BürgerInnenverein klagt über zu viele Kameras in der Prager U-Bahn

Der BürgerInnenverein "Digitalní svobody" (Digitale Freiheiten) wirft dem "Prager Verkehrsbetrieb" (DP) vor, dass sich die Anzahl der Sicherheitskameras in der Prager U-Bahn während der Coronakrise um mehrere Hundert erhöht hätte. Aktuell befinden sich in der Prager U-Bahn 1.973 Sicherheitskameras, die die Fahrgäste beobachten. So viele Kameras seien überhaupt nicht notwendig, da die Kriminalität stetig sinke. Der Verkehrsbetrieb ist jedoch anderer Meinung. Keinesfalls handle es sich um mehrere Hundert, wie der Verein behauptet, sondern nur um 120, die ältere Kameramodelle ersetzt hätten. Des Weiteren seien 1.973 Kameras völlig angemessen. Die Kameras würden nicht nur die Sicherheit der Reisenden garantieren, sie seien auch ein gutes Mittel im Kampf gegen den Vandalismus, mit dem die Prager U-Bahn ständig konfrontiert sei. Letztendlich sei das große Ausmaß an Überwachungstechnik ein Wunsch der Fahrgäste selbst, die sich in den öffentlichen Räumen der Prager U-Bahn sicherer fühlen wollten, so der Verkehrsbetrieb.​

26.7.2021

PolitikerInnen des Teillandes Srpska boykottieren Sitzung des Staatsparlaments

​Die PolitikerInnen des Teillandes Srpska haben, wie von Präsidiumsmitglied Milorad Dodik (SNSD-Union der unabhängigen Sozialdemokraten) am 23. Juli angekündigt, mit dem Boykott der Staatseinrichtungen wegen der Verabschiedung des Gesetzes gegen die Leugnung von Völkermord begonnen. Die für heute angesetzte 23. Sitzung des Repräsentantenhauses der Parlamentsversammlung Bosnien-Herzegowina konnte nicht stattfinden. Eine neue Sitzung wird für Septemberbeginn anberaumt. Die Teilnahme der serbischen PolitikerInnen im Präsidium, in der Parlamentsversammlug und im Nationalrat Bosnien-Herzegowinas sei wegen "schlechter Arbeitsbedingungen" nicht möglich, so das Fazit nach der gestrigen Sitzung der Volksversammlung des Teillandes Srpska.

27.7.2021

Schlüsselkreuzung am Sofioter Boulevard fertig saniert

Seit dem 25. Juli 2021 ist die Sofioter Kreuzung Todor-Kableshkov-Boulevard und Louis-Ayer-Straße für den Verkehr wieder freigegeben. Im Zuge der Sanierungsarbeiten wurden Wasser-, Elektro- und Telekommunikationsleitungen sowie Gasleitungen neu verlegt und die Straßenbeleuchtung erneuert. Der gesamte Asphalt wurde abgetragen und neu verlegt. Es wurden auch neue Straßenmarkierungen angebracht. Der Verkehr wird mit einer Ampel geregelt. Die Bauarbeiten an der Nordfahrbahn des Boulevards zwischen der Louis-Ayer-Straße und der Kostenski​​-Vodopad-Straße gehen weiter. Der Verkehr wird in beide Richtungen auf der neuen Südfahrbahn des sanierten Abschnitts durchgeführt. Die Nordspur soll Mitte August in Betrieb genommen werden, die Bauarbeiten an den Gehsteigen dauern noch bis Anfang September.​

26.7.2021

Kroatischer Ministerpräsident eröffnet fertiggestellte Autobahn in Istrien

Vier Monate vor der Frist eröffnete der kroatische Premier Andrej Plenković (HDZ – Kroatische Demokratische Gemeinschaft) am 26. Juli 2021 einen 13 Kilometer langen Abschnitt der Autobahn von Cerovlje bis Lupoglav im Nordosten der Halbinsel Istrien. Es handelt sich um das letzte große Teilstück, das vom Konzessionär "BINA Istra" zum Preis von rund 100 Millionen Euro errichtet wurde. Bis 15. August soll noch ein drei Kilometer langes Stück bis zum Autobahnknotenpunkt "Vranja" in Betrieb genommen werden. Danach folgt noch der Bau der zweiten Röhre des Tunnels "Učka" sowie eines Teilstücks bis Matulji bei Rijeka. Alles sollte bis 2025 fertiggestellt werden, so Premier Plenković. Die Kosten für den verbleibenden Abschnitt werden auf rund 200 Millionen Euro geschätzt. Die Fahrtzeit von der Hauptstadt Zagreb bis Pula sollte dann rund zweieinhalb Stunden betragen.​

27.7.2021

Feuerwehr wegen Unwetter in Berlin im Ausnahmezustand

Am Sonntag gingen in Norden Berlins und in Teilen Brandenburgs heftige Unwetter nieder. Einer Sprecherin des "Deutschen Wetterdienstes" (DWD) zufolge, habe es sich um bis zu 50 Liter Niederschlag pro Stunde pro Quadratmeter gehandelt. Insgesamt habe die Feuerwehr 250 Einsätze, teilte ein Sprecher am Montagmorgen mit. Nicht die Schwere, sondern die Zahl an Einsätzen von 18 bis 23 Uhr sei das Problem gewesen, weshalb die Feuerwehr in diesem Zeitraum den Ausnahmezustand ausgerufen habe.​

26.7.2021

Sanierung des Prager "Clam-Gallas-Palastes" verzögert sich

Die 2018 begonnene Generalsanierung des Prager "Clam-Gallas-Palastes" befindet sich zwar bereits in der zweiten Phase, aber die Fertigstellung wird sich deutlich verzögern. Der Palast, der dem Prager Magistrat gehört und in dem sich früher das "Archiv der Hauptstadt Prag" befand, sollte bereits heuer als neues Kulturzentrum mit mehreren Konzertsälen die ersten BesucherInnen empfangen. Wann dies jedoch tatsächlich passiert, ist aktuell ungewiss. Schuld daran sind die Probleme, die während der ersten Sanierungsphase auftraten und die nun eine Bauänderung verlangen. Die Stadt wollte ursprünglich in die Sanierung des Palastes und seiner drei Gärten eine Summe von 13,4 Millionen Euro investieren, auf welche Summe die Kosten nun steigen werden, ist noch unklar.​

26.7.2021

EU-Finanzminister bestätigen auch den slowenischen Corona-Wiederaufbauplan

Die EU-Kommission hat 16 der 25 eingereichten Wiederaufbaupläne der EU-Mitgliedsstaaten gebilligt. Nachdem Mitte Juli die ersten zwölf Pläne genehmigt wurden, wurden am Montag noch der slowenische, kroatische, zypriotische und litauische Plan bestätigt. Damit können die Mitglieder auf die EU-Mittel für den Wiederaufbau nach Corona zugreifen. Auf die Wiederaufbaupläne der Niederlande und von Bulgarien wartet die EU-Kommission noch. In den ersten zwei Monaten werden 13 Prozent der Mittel ausbezahlt. Für Slowenien bedeutet das 231 Millionen Euro von der Gesamtsumme von 2,5 Milliarden Euro. Finanzminister Andrej Šircelj (SDS - Slowenische Demokratische Partei) erwartet die erste Überweisung spätestens Ende September.

26.7.2021

Österreich-Besuch des bulgarischen Staatspräsidenten

Am 26. Juli 2021 war der bulgarische Staatspräsident Rumen Radev (parteilos) auf Einladung des österreichischen Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen zu einem Arbeitsbesuch in Salzburg. Beide Staatsoberhäupter diskutierten aktuelle Fragen zu Europa und internationaler Politik sowie die Vertiefung der bilateralen Beziehungen. Österreich ist zweitgrößter internationaler Investor in Bulgarien. Im Mittelpunkt der Gespräche standen weiters Themen wie die Aufhebung der Reisebeschränkungen nach der Corona-Pandemie, die Prioritäten der EU beim grünen und digitalen Wandel, dem Klimawandel, der EU-Erweiterung und den Beziehungen zu den Westbalkan-Staaten sowie Migration. Beide Länder unterstützten eine rasche und umfassende Integration der Westbalkan-Länder in die EU. Gemeinsam mit ihren Ehefrauen besuchten die zwei Staatsoberhäupter am Abend die Premierenaufführung von "Don Giovanni" von Wolfgang Amadeus Mozart im Großen Festspielhaus in Salzburg.​

26.7.2021

Chronischer Mangel an medizinischem und Pflegepersonal in Bulgarien

Über 500 MedizinerInnen verlassen Bulgarien jedes Jahr. Angesichts der Corona-Krise und des Drucks auf das Gesundheitssystem hat der Mangel an Gesundheitspersonal im Land einen kritischen Punkt erreicht. Die Statistik zeigt, dass es in den medizinischen Einrichtungen in ganz Bulgarien an 470 Ärztinnen und Ärzten und 26.000 Krankenschwestern fehlt. In den Dörfern ist der Mangel noch deutlicher, wo lediglich ein Fünftel der Stellen besetzt ist. In etwa zehn bis 15 Jahren wird der Mangel an medizinischem Personal katastrophale Folgen haben, da aktuell ein Drittel der ÄrztInnen über 50 Jahre alt ist. Nach Angaben des "Nationalen Instituts für Statistik" in Sofia gibt es landesweit 4.015 AllgemeinmedizinerInnen. Ferner ist die Zahl an Personen, die eine Ausbildung zur Pflegerin beziehungsweise zum Pfleger anstreben, um 50 Prozent zurückgegangen.​

26.7.2021

Einstellung von InterimsgeschäftsführerInnen in serbischen staatlichen Unternehmen

Mit der neuen Vereinbarung mit dem Internationalen Währungsfonds hat sich Serbien dazu verpflichtet, ein neues Gesetz über die Verwaltung von staatlichen Unternehmen zu verabschieden. Dadurch wäre eine zentralisierte Aufsicht und die Ernennung von InterimsgeschäftsführerInnen nur unter besonderen Umständen möglich, informiert die Tageszeitung Blic. Die Verwaltungseffizienz in der Unternehmenspolitik soll auf diese Weise besser kontrolliert werden. Die Aufsicht aller Unternehmen wird dem Wirtschaftsministerium obliegen, ausgenommen sind Unternehmen im Energiebereich. Für diese wird das Energieministerium zuständig sein. Serbien hat sich außerdem dazu verpflichtet, in den nächsten 30 Monaten eine Datenbank mit allen Unternehmen in staatlichem Eigentum zu erstellen und das öffentliche Stromunternehmen "Elektroprivreda Srbije“ in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln.

26.7.2021

Rekordexporte aus Bosnien-Herzegowina im Juni 2021

Im Juni 2021 hat Bosnien-Herzegowina mit 639 Millionen Euro einen Rekordwert an Exporten in der Geschichte erreicht. Diese Angabe der Statistikagentur Bosnien-Herzegowinas lässt auf eine gute Erholung der Wirtschaft im zweiten Pandemiejahr hoffen. Verglichen mit dem ersten Halbjahr 2019 waren die Exporte in den ersten sechs Monaten 2021 um 11,3 Prozent höher. Zum Wachstum hat wesentlich die Entscheidung der EU-Unternehmen beigetragen, Lieferanten nicht in China und anderen Ferndestinationen zu suchen, sondern auf dem europäischen Kontinent. Die Metall- und Holzverarbeitungsindustrie in Bosnien-Herzegowina trägt am meisten zum Gesamtexport bei.​

26.7.2021

"Müllpolizei" soll für Sauberkeit in Sarajevo sorgen

​Die Regierung des Kantons Sarajevo hat angekündigt, bis Oktober eine sogenannte "Müllpolizei" zu gründen, die 24 Stunden am Tag im Einsatz wäre. Anlass für die Gründung der neuen Stelle: das seit Wochen anhaltende Chaos um unvorschriftsmäßige Abfallentsorgung in der Stadt. Bereits im September will die Sarajevoer Regierung den Gesetzesentwurf zur "Müllpolizei" vorlegen. Nach Meinung des Ministers für Kommunalwirtschaft, Infrastruktur, Raumplanung, Bau und Umweltschutz, Enver Hadžiahmetović (parteilos), könne der Kampf gegen unverantwortliche EinzeltäterInnen nicht mehr ohne verschärfte Aufsicht und Sanktionen geführt werden.

26.7.2021

Kosovarischer Regierungschef nach Busunglück zu Besuch in Kroatien

​Am Sonntagmorgen, dem 25. Juli 2021, ist ein kosovarischer Reisebus auf dem Weg von Frankfurt in die Hauptstadt des Kosovo, Pristina, auf der kroatischen Autobahn verunglückt. Der vollbesetzte Bus mit 67 Passagierinnen und Passagieren sowie zwei Fahrern ist nahe der rund 200 Kilometer südöstlich von Zagreb entfernten Stadt Slavonski Brod von der Fahrbahn abgekommen. Bei dem Busunglück sind zehn Personen ums Leben gekommen, darunter einer der beiden Lenker. Über 40 Personen wurden verletzt. Unter den Fahrgästen waren größtenteils in Deutschland arbeitende kosovarische BürgerInnen, die zum Urlaub in ihr Heimatland gereist sind. Laut Polizeiangaben ist der Fahrer, der behauptete, am Steuer kurz eingeschlafen zu sein, festgenommen worden. Nach dem tragischen Unfall haben Kroatiens Ministerpräsident Andrej Plenković (HDZ – Kroatische Demokratische Gemeinschaft​), Staatspräsident Zoran Milanović (parteilos) sowie Außenminister Gordan Grlić Radman (HDZ) den Angehörigen der Opfer und dem kosovarischen Volk ihr Beileid ausgesprochen. Weiters hat Plenković noch am gleichen Tag gemeinsam mit seinem kosovarischen Amtskollegen Albin Kurti die Verletzten im Krankenhaus in Slavonski Brod besucht. Kurti hat sich für die Hilfe bedankt und erklärt, dass dies ein tragischer ​​Tag für das kosovarische Volk sei. Der 26. Juli 2021 wurde im Kosovo zum Trauertag erklärt, so Kurti.

26.7.2021

Zagreber Müllabfuhr weigert sich falsch eingelagerte Biotonnen zu entleeren

​Vor einigen Tagen warnte die Zagreber Müllabfuhr die BewohnerInnen von Wohnhäusern, dass in Biotonnen immer wieder Abfall eingelagert werde, der dort nicht hingehöre. Sollten die BewohnerInnen ihr Verhalten nicht ändern, werde die Müllabfuhr diese Mülltonnen nicht mehr entleeren. Nun begann die Müllabfuhr diese Drohung auch in die Tat umzusetzen. Die BewohnerInnen der Gebäude sehen bei sich keine Schuld und beschuldigten die Müllabfuhr, dass wegen einiger Weniger der gesamte Wohnblock leiden müsse. Besonders wegen der derzeitigen hohen Temperaturen sei die Geruchsbelästigung, die von den Biotonnen ausgehe, sehr groß. Was der Grund für diesen neuen harten Kurs der Müllabfuhr ist, wurde nicht offiziell bekanntgegeben. Jedoch wird gemunkelt, dass ein Unternehmen, welches den Großteil des Zagreber Biomülls übernommen hat, diesen Vertrag aufgekündigt hat, und die Stadtwerke derzeit nicht wissen, wo der Abfall entsorgt werden soll.

26.7.2021

Bürgermeister Berlins will Bund-Länder-Konferenz einberufen

Angesichts steigender Infektionszahlen in Deutschland forderten Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller und der Brandenburger Ministerpräsident Dietmar Woidke (beide SPD - Sozialdemokratische Partei Deutschlands) eine kurzfristige Einberufung einer Bund-Länder-Konferenz. Müller sehe aktuell einen kurzfristigen Abstimmungsbedarf da sich die Lage auf den Intensivstationen deutlich verbessert habe, das Land die jetzige gute Ausgangslage für den Herbst jedoch nicht verspielen dürfe. Müller und Woidke riefen zudem die BürgerInnen auf, sich impfen zu lassen.​

25.7.2021

65.000 demonstrieren für Rechte sexueller Minderheiten in Berlin

Zehntausende Menschen haben am Samstag am 43. Christopher Street Day teilgenommen, um für mehr Rechte sexueller Minderheiten zu demonstrieren. Die Polizei sprach von 65.000 TeilnehmerInnen, die Veranstalter von 80.000 und somit von der größten Demonstration in Berlin seit Beginn der Corona-Pandemie im März 2020. Unter den Teilnehmern war auch Kultursenator Klaus Lederer (Die Linke). VeranstalterInnen und Polizei appellierten zwischendurch immer wieder an die TeilnehmerInnen, die Corona-Regeln einzuhalten. Es gab Durchsagen, wonach die Polizei überlege, den Zug vorzeitig aufzulösen. Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD - Sozialdemokratische Partei Deutschlands), hatte bereits am Vormittag zur Solidarität mit verfolgten Schwulen, Lesben und Transgender-Personen aufgerufen.​

25.7.2021

58,8 Prozent gegen slowenische Regierung

Laut der Juli-Meinungsumfrage der Agentur Mediana unterstützen 33 Prozent der WählerInnen die konservative Regierung von Premier Janez Janša (SDS - Slowenische Demokratische Partei), während sich 58,8 Prozent der Befragten gegen die Regierung geäußert haben. 8,2 Prozent der WählerInnen sind unentschieden. Unter den Parteien genießt die Regierungspartei SDS mit 18 Prozent der Stimmen die größte Unterstützung, gefolgt von den SozialdemokratInnen (SD) mit 11,7 Prozent. Die Linke (Levica) überzeugt aktuell acht Prozent der Befragten, gefolgt von der Liste Marjan Šarec (LMŠ) mit 7,9 Prozent. Die Vier-Prozent-Hürde würde aktuell auch der kleine Koalitionspartner Neues Slowenien (NSi) mit 4,2 Prozent der Stimmen überwinden. Der beliebteste Politiker ist nach fünf Monaten wieder der Staatspräsident Borut Pahor (parteilos), gefolgt von Gesundheitsminister Janez Poklukar (parteilos) und der EU-Abgeordneten Ljudmila Novak (NSi).

25.7.2021

Drei westböhmische Kurorte auf UNESCO-Liste

Bei der 44. Sitzung des interregionalen Ausschusses der UNESCO wurde das "westböhmische Kurort-Dreieck" zum UNESCO-Weltkulturerbe gekürt. Auf der UNESCO-Liste befinden sich somit nun die Städte Karlsbad, Marienbad und Franzensbad. Gemeinsam mit diesen drei Städten wurden weitere elf europäische Kurorte auf die Liste gesetzt. Die Vorbereitungen für die Eintragung haben etwa zehn Jahre in Anspruch genommen. Die Eintragung stellt die Städte jedoch vor weitere Herausforderungen. Jegliche Bauplanung unterliegt demnächst strengeren Kontrollen, und auch der Tourismus muss sich deutlich verändern. Die TouristInnen sollen sich in den Städten länger als zwei Tage aufhalten. Des Weiteren müssen sich die Städte auf einen Tourismusanstieg, den das UNESCO-Prädikat mit sich bringt, vorbereiten. Die Städte müssen mehr Parkplätze errichten und gleichzeitig auch den öffentlichen Verkehr in den Zentren reduzieren. Aktuell hat Tschechien 15 UNESCO-Kulturerbestätten.

24.7.2021

Donau-Strandbad im 3. Budapester Bezirk wiedereröffnet

Die Bezirksverwaltung des 3. Budapester Bezirks gab kürzlich bekannt, dass das Donau-Strandbad am "Római-Ufer" am 30. Juli 2021 nach 48 Jahren wiedereröffnet wird. Die Wasserqualität der Donau werde in diesem Abschnitt künftig regelmäßig und streng kontrolliert. Der frei zugängliche Badestrand werde über einen Wasserrettungsdienst verfügen und am Strand sollen Trinkwasser, Toiletten, ein Wickelraum, Duschkabinen und Sonnenliegen kostenlos zur Verfügung stehen. Nichtregierungsorganisationen kämpfen bereits seit 2013 für die Errichtung eines frei zugänglichen Strandbades an der Donau. Der Eröffnung des Strandes gingen eine Vielzahl an Wasserqualitätskontrollen und Genehmigungsverfahren der zuständigen Stellen voraus. Im Jahr 1973 waren aufgrund der rasanten Verschlechterung der Wasserqualität alle Strandbäder an der Donau in Budapest geschlossen und das Baden auf dem Gebiet der Hauptstadt verboten worden.​

24.7.2021

26. Budapest Pride zum ersten Mal mit Oberbürgermeister

Nachdem letztes Jahr der bunte Umzug für die Rechte von LGBTQI-Menschen aufgrund der Covid-19-Pandemie nur in virtueller Form stattfinden konnte, nahmen am 24. Juli 2021 mehrere Zehntausend Menschen an der 26. Budapester Regenbogenparade teil. Die Parade verlief sehr friedlich, mit guter Stimmung und ohne mobile Sperren. VertreterInnen der Regierungspartei Fidesz (Bund Junger Demokraten) nahmen nicht teil, die linksliberalen Oppositionsparteien waren bei der Veranstaltung jedoch stark vertreten, darunter auch der Budapester Oberbürgermeister und Premierministerkandidat Gergely Karácsony (Párbeszéd – Dialog), der auch eine Rede hielt. Parallel zu der Parade gab es eine Reihe von Gegendemonstrationen in der Hauptstadt, die Anzahl der GegendemonstrantInnen war jedoch niedrig und der Pride-Marsch ging ohne Zwischenfälle zu Ende. Schätzungen der OrganisatorInnen zufolge beteiligten sich rund 30.000 Menschen an der Pride.​

24.7.2021

Mindestlohn in Serbien bald 300 Euro

Der serbische Finanzminister Siniša Mali (SNS – Serbische Fortschrittspartei) kündigte an, dass der Mindestlohn in Serbien 35.000 Serbische Dinar (ca. 300 Euro) erreichen soll. In den bevorstehenden Gesprächen zwischen Gewerkschaften, ArbeitgeberInnenvertreterInnen und der serbischen Regierung soll diese Vereinbarung erzielt werden. Anfang des Jahres wurde der Mindestlohn um 6,6 Prozent erhöht und beträgt aktuell 32.000 Serbische Dinar (ca. 273 Euro), während er 2010 noch 15.700 Serbische Dinar (ca. 134 Euro) betrug. Der Mindestlohn sei wichtig für Serbien, weil dadurch auch das Durchschnittsgehalt erhöht werde, das im April 560 Euro ausgemacht habe, so Mali. Seinen Erwartungen zufolge sollte das Wirtschaftswachstum in Serbien im zweiten Quartal zwischen zwölf und 15 Prozent liegen. 

24.7.2021

Dritte Impfung gegen Covid-19 in Serbien empfohlen

Der Fachausschuss für Immunisierung hat für BürgerInnen Serbiens, die vor mindestens sechs Monaten das zweite Mal ​geimpft wurden, die Verabreichung der dritten Dosis von RNA-Impfstoffen empfohlen, unabhängig davon, welchen Impfstoff sie bereits verabreicht bekommen haben. Empfohlen wurde die Impfung in erster Linie für BürgerInnen mit Immunschwäche, Immunsuppression, Transplantations- und HämodialysepatientInnen, Personen über 70, Personen über 60 in Altersheimen und Sozialeinrichtungen, GesundheitsmitarbeiterInnen und Personen, die mit ImmunsuppressionspatientInnen leben, steht in der Mitteilung des Ausschusses. Der Krisenstab wird am 1. August über die Empfehlung entscheiden.

24.7.2021

Arabische Gäste retten bosnischen Tourismus

Der Tourismus in Bosnien-Herzegowina überlebt allein dank der Gäste aus dem Mittleren Osten, so der Verein der TourismusunternehmerInnen Bosnien-Herzegowinas. Die Auslastung der Hotelbetten liegt zwischen 30 und 80 Prozent, wobei sie am höchsten im Nordwesten um den Nationalpark Una ist. In Sarajevo hätten viele Hotels gar nicht wieder aufgemacht, sodass ein Vergleich mit 2019 kaum aussagekräftig ist. Heuer sind die Gäste aus der Türkei ausgefallen. Grund dafür ist der Sturz der türkischen Lira, der auch Bosnien-Herzegowina zum teuren Urlaubsziel für die Gäste aus dem traditionellen Zielmarkt Türkei macht. Der Verein schlägt vor, die Visa-Politik für Saudi-Arabien zu lockern und auch andere Flughäfen zu fördern. Ganze 99 Prozent der aktuellen Gäste sind allein über den Sarajevoer Flughafen angereist.

24.7.2021

Rückgang der Veranstaltungen in Krakau um 70 Prozent im Jahr 2020

2020 haben gegenüber dem Vorjahr in Krakau 70 Prozent weniger Veranstaltungen ​stattgefunden. Aus dem Bericht der Krakauer Wirtschaftsuniversität (UEK) geht hervor, dass 2020 nur 1.919 Geschäftstreffen organisiert wurden, um 77 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Die Corona-Pandemie hat auch die Art und Weise verändert, wie Treffen abgehalten werden. Die Hälfte der Meetings wurde virtuell abgehalten, 42 Prozent stationär - nur in den ersten drei Monaten des Jahres, und acht Prozent in Hybridform. In den Vorjahren lag der Anteil von Tagungen und Kongressen bei 67 Prozent, 2020 nur bei 54 Prozent aller Gesamtveranstaltungen.

24.7.2021

Ermäßigter Eintritt ins Museum für MedizinerInnen und Feuerwehrleute in Krakau

Das Krakauer Nationalmuseum bietet den ÄrztInnen, Krankenschwestern, SanitäterInnen, PolizistInnen, SoldatInnen und Feuerwehrleuten ermäßigte Eintrittskarten an. Als Dankeschön für ihren Einsatz während der Corona-Epidemie und der jüngsten Überschwemmungen können sie zu einem vergünstigten Preis alle Ausstellungen in allen Standorten des Krakauer Nationalmuseums besuchen. Seit Anfang Juli 2021 hat das Museum fast 42.000 Gäste verzeichnet.​​

24.7.2021