City News


Twice a week you can read the latest information from our dialogue cities, summarised by our offices in German.

Erstes "Bienen-Asyl" in Belgrad eingerichtet

​​Das erste "Asyl" für Bienen wurde in Zusammenarbeit mit der Belgrader ImkerInnenvereinigung im Belgrader Bezirk Košutnjak eingerichtet. Dank der Spende des Unternehmens "Delhaize Srbija" und mit Unterstützung seiner VerbraucherInnen, die am Projekt "Pčelice stvaralice" (Bienen-SchöpferInnen) teilgenommen haben, werden mehr als 500.000 Belgrader Bienen ein neues Zuhause erhalten. ​"Wir sind äußerst stolz darauf, dass Belgrad ab heute offiziell zu den Städten gehört, die gezeigt haben, dass sie sich um Bienen, die für unser Ökosystem so wichtig sind, sorgen. Während des ganzen Jahres erhalten wir Anfragen von BürgerInnen, Bienen aus ihren nicht natürlichen Lebensräumen zu entfernen. Dank der Zusammenarbeit mit dem Unternehmen 'Delhaize Srbija' haben wir jetzt die Gelegenheit, diesen Bienen gleich ein neues Zuhause zu bieten. Dies ist ein Sieg für die Bienenzucht und ein weiterer Schritt in Richtung der Erhaltung von Biodiversität", erklärte Stanko Rajić, Leiter der Belgrader ImkerInnenvereinigung.​

9.7.2020

Budapest: massive Einschränkung von "Airbnb" geplant

Laut Medieninformationen plant der "Operative Stab für den Schutz der Wirtschaft" eine stark einschränkende Regelung von Kurzzeitvermietungen in Ungarn. Künftig dürfen Wohnungen in der Hauptsaison, von Juni bis September, höchstens für 120 Tage vermietet werden. Von Oktober bis Dezember läge die Obergrenze bei 30 Tagen. Der Vorschlag sorgt für heftige Diskussionen. Die Regierung zögert und plant, das Recht der Verschärfung in die Hände der Verwaltungen zu legen. Damit wäre ein Durcheinander vorprogrammiert: In einzelnen Budapester Bezirken wären Kurzzeitvermietungen vollständig verboten, in anderen wiederum erlaubt. Aber auch eine einheitliche Regelung ist möglich. Oberbürgermeister Gergely Karácsony (Párbeszéd – Dialog) hat bereits in seiner Wahlkampagne versprochen, die Kurzzeitvermietungen, die sich in einer rechtlichen Grauzone der Wirtschaft befinden, zu regulieren. Als Folge von "Airbnb" ist es in den vergangenen Jahren zu einem extremen Anstieg der Budapester Immobilienpreisen gekommen. Das Gesetz wird voraussichtlich nächste Woche verabschiedet.​

10.7.2020

Polen: Kopf-an-Kopf-Rennen vor der Stichwahl

Die neuesten Umfragen zur zweiten Runde der Staatspräsidentschaftswahl am 12. Juli 2020 zeigen, dass die Zustimmungswerte für den aktuellen Amtsinhaber Andrzej Duda (parteilos, davor PiS - Recht und Gerechtigkeit) und seinen Gegenkandidaten, Rafał Trzaskowski (PO - Bürgerplattform), sehr nah beieinanderliegen. Der Wert liegt häufig bei weniger als einem Prozentpunkt. Das bedeutet, dass die Differenz im Endergebnis kleiner sein kann als der in der Ausgangsbefragung angenommene statistische Fehler. Es ist daher möglich, dass die ersten veröffentlichten Ergebnisse einen anderen Gewinner anzeigen als den tatsächlichen Wahlsieger. Die Endergebnisse werden wahrscheinlich erst am 13. oder 14. Juli bekannt gegeben.

10.7.2020

Ljubljana: neue Park-and-Ride-Anlage eröffnet

Im südwestlichen Teil "Stanežiče" der slowenischen Hauptstadt wurde bereits die sechste Park-and-Ride-Anlage eröffnet. Dort befinden sich 392 Parkplätze, davon 20 für Menschen mit Behinderungen und sechs für E-Fahrzeuge. Eingerichtet wurden auch 15 Parkplätze für Wohnmobile, sechs Busstellplätze, 20 Fahrradständer mit Platz für 40 Fahrräder und 16 Fahrradgaragen. Das Projekt kostete insgesamt 5,4 Millionen Euro, wobei 1,7 Millionen Euro aus dem EU-Kohäsionsfonds und 300.000 Euro vom Staat bereitgestellt wurden.

10.7.2020

Prag: ProjektantInnen für "Smíchov City" ausgewählt

Die Stadt Prag gab kürzlich den Gewinner der Ausschreibung für die Ausarbeitung eines der größten Bauprojekte im neu geplanten Stadtviertel "Smíchov City" bekannt. Das Konsortium "SP+MTP+A69+SEU Terminal Smichov" wird sich demnächst um die Vorbereitung eines neuen Verkehrsterminals in diesem Viertel kümmern, für dessen Ausbau die Stadt Prag 173 Millionen Euro vorsieht. Der Auftragswert der Planungsarbeiten hat einen Wert von 5,4 Millionen Euro. Der neue Terminal wird fast alle Verkehrsformen, die es in Prag gibt, unter einem Dach vereinen: eine Park-and-Ride-Anlage, einen Fernbusterminal und eine Anbindung an S-Bahn, U-Bahn und lokale Züge, Fernzüge und Straßenbahnen. Obwohl im Wettbewerb billigere Angebote zur Auswahl standen, entschied sich die Stadt für die bereits bewährte Qualitätsarbeit des genannten Konsortiums.

9.7.2020

Bosnische MedizinerInnenteams unterstützen serbischen Hotspot

​MedizinerInnenteams aus Bosnien-Herzegowina sind am Freitag, dem 10. Juli 2020, von Sarajevo und Tuzla nach Novi Pazar, einem Hotspot in Serbien, aufgebrochen. Die Teams bestehen aus insgesamt 15 ÄrztInnen und MedizinerInnen vom Universitätsklinikum Sarajevo (UKCS), dem Universitätsklinikum Tuzla (UKC), der Sarajevoer Notaufnahme und weiteren Mitgliedern. Unter ihnen befinden sich AnästhesiologInnen, InfektologInnen, FachärztInnen für physikalische und Rehabilitationsmedizin sowie zwei Mitglieder des Krisenstabs des Kantons Sarajevo. Serbien hatte dieser Hilfsaktion zugestimmt und die Einreise des Teams am 6. Juli 2020 erlaubt.

10.7.2020

Bulgarien: Neue Beschränkungen wegen steigender Fallzahlen

Wegen der steigenden Zahl an CoViD-19-Infektionen hat die bulgarische Regierung mit heute, 10. Juli 2020, die bereits aufgehobenen Beschränkungen wieder eingeführt. Somit bleiben Diskotheken, Bars und Nachtclubs geschlossen. Fußballspiele und andere Turniere müssen ohne Publikum ausgetragen werden. Nach Angaben des bulgarischen Gesundheitsministeriums gab es am 9. Juli innerhalb von 24 Stunden insgesamt 240 Neuinfektionen. Damit sei die kritische Marke von 200 pro Tag überschritten, hieß es. Allein in Sofia befinden sich 155 CoViD-PatientInnen in Krankenhäusern, darunter 29 auf der Intensivstation.

9.7.2020

Kroatien: Grünes Licht für Beitritt zur Eurozone

​Die internationale Nachrichtenagentur Reuters meldete gestern, am 9. Juli 2020, dass die Mitgliedsstaaten der Eurozone grünes Licht für Kroatiens Beitritt zum Wechselkusmechanismus ERM2 gegeben haben. Neben Kroatien soll auch Bulgarien in ​den ERM2 aufgenommen werden. Vorher gaben bereits die Europäische Zentralbank und die EU-Kommission ihre Zustimmung für die Aufnahme Kroatiens in das "Wartezimmer" für die Eurozone, da bereits jetzt alle Bedingungen für die Einführung des Euro erfüllt werden. Kroatien muss mindestens drei Jahre in diesem ERM2-"Wartezimmer" verbringen, was bedeutet, dass der Euro frühestens im Juli 2023 als Zahlungsmittel eingeführt werden könnte.

10.7.2020

Friedensmarsch in Wien anlässlich 25 Jahre Massaker von Srebrenica

​An diesem Wochenende erinnert Bosnien-Herzegowina zum 25. Mal an den Völkermord von Srebrenica. Die Überreste von neun Opfern werden am 11. Juli im Ort Potočari bei Srebrenica in einer feierlichen Zeremonie beigesetzt. Gleichzeitig wird am 11. Juli in Wien ein Friedensmarsch zu diesem Anlass stattfinden. Der Marsch beginnt um 18 Uhr am Platz der Menschenrechte und endet am Heldenplatz mit einer Kundgebung. Im Rahmen der Kundgebung sind mehrere Ansprachen und Videobotschaften von österreichischen ​PolitikerInnen, etwa Justizministerin Alma Zadić​​ und dem Botschafter Bosnien-Herzegowinas in Österreich, Dr. Kemal Kozarić, geplant. 

10.7.2020

Zagreb: Nach Parlamentswahlen neue Kräfteverhältnisse in Gemeinderat

​Gestern, am 9. Juli 2020, wurde im Kongresszentrum der Zagreber Messe die am 8. Juni 2020 begonnene Sitzung des Zagreber Gemeinderates beendet. Und das unter anderen Voraussetzungen. Die Partei des Zagreber Bürgermeisters Milan Bandić (365RIS – Arbeits- und Solidaritätspartei) hat bei den Parlamentswahlen voriges Wochenende ein katastrophales Ergebnis eingefahren, seine Partei wird an der Regierungskoalition nicht mehr beteiligt sein. Dies zeigte sich prompt im Abstimmungsverhalten der "Kroatischen Demokratischen Gemeinschaft" (HDZ) gegenüber ihrem städtischen, und bisherigen staatlichen Koalitionspartner. So stimmte die HDZ gegen die Ernennung eines der engsten Mitarbeiter von Bandić, gegen den mehrere Strafprozesse laufen, zum Direktor des städtischen Theaters "Komedija". Auch unterstützte die HDZ einen oppositionellen Antrag zur Prüfung der Lage im städtischen Kinderklinikum "Srebrnjak", wo die Stadtverwaltung nach Meinung der Angestellten Mobbing gegenüber dem Personal betreibt. ​Bis dato hatte eine Art "Nichtangriffspakt" zwischen der  HDZ und der Bürgermeisterpartei geherrscht.

10.7.2020

Bald reguläre Bootslinie auf Ljubljanica?

Im September will die Stadtgemeinde Ljubljana in Zusammenarbeit mit dem Laibacher Personenverkehr (LPP) für ein halbes Jahr eine planmäßige Linie auf dem Fluss Ljubljanica testen. Zwischen der "Žitni most"-Brücke und dem Restaurant "Livada" soll ein Boot unter der Woche zwischen 7 und 18 Uhr sechs Stationen anfahren, am Wochenende von 9 bis 20 Uhr. Für kommende Woche ist ein Aufruf für eine geeignete Anbieterin beziehungsweise einen geeigneten Anbieter vorgesehen. Eine Fahrt soll, wie beim LPP, 1,30 Euro kosten. Zwar werden Boote auf der Ljubljanica jetzt schon besonders von TouristInnen genutzt, diese Linie könnte aber auch bei den LaibacherInnen gut ankommen.

9.7.2020

Slowenien: viertes Anti-Corona-Paket verabschiedet

Das slowenische Parlament hat am Donnerstag, dem 9. Juli 2020, bereits das vierte Anti-Corona-Maßnahmenpaket verabschiedet. Mit diesem wurde die Rechtsgrundlage für die Einführung einer CoViD-19-Tracking-App geschaffen, die aber erst entwickelt werden muss. Verschiedene bereits getroffene Maßnahmen aus den ersten drei Hilfspaketen wurden verlängert. Der slowenische Staat wird die Kurzarbeit bis Ende September mitfinanzieren, zusätzliche Entschädigungsbeiträge für freigestellte ArbeitnehmerInnen bereitstellen und zusätzliche Stellen in SeniorInnenwohnheimen finanzieren. Ab sofort können Tourismus-Gutscheine auch bei Beherbergungsbetrieben, die zum Beginn der Coronakrise noch nicht registriert waren, eingelöst werden.​

9.7.2020

Rohbau des "Hauses der ungarischen Musik" steht

Der Rohbau des "Hauses der ungarischen Musik" im Budapester Stadtwäldchen ist fertig. Die besondere, spielerisch gestaltete Dachkonstruktion bleibt unter der Baumwipfelhöhe, damit sich das Gebäude in die Natur einfügt. Das Dach wird durch 100 einzeln geplante Löcher durchbrochen, durch die Bäume durchwachsen können. Außerdem sorgen diese für die besondere natürliche Beleuchtung der unteren Etagen. Das Gebäude wurde vom japanischen Architekten Sou Fujimoto entworfen und wird voraussichtlich Ende 2021 eröffnet. Das "Haus der Musik" wird als Ausstellungsort und Konzerthalle sowie als musikpädagogische Zentrale dienen.​

9.7.2020

Sofia: Proteste zur Unterstützung des Staatspräsidenten

Gestern, den 9. Juli 2020, versammelten sich Tausende BürgerInnen zur Unterstützung von Staatspräsident Rumen Radev (parteilos) vor seinem Amtssitz. Grund für die zivile Reaktion war eine Razzia am Sitz des Präsidenten, die am Mittwoch, dem 8. Juli, im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen Mitarbeiter des Staatschefs stattfand. Einer von ihnen befindet sich wegen einer dubiosen Kontaktvermittlung zwischen einem Geschäftsmann und dem Präsidenten angeblich im Visier der Justiz. Der andere Mitarbeiter steht unter Verdacht, Verschlusssachen des Geheimdienstes öffentlich gemacht zu haben. Die Protestierenden warfen der konservativen Regierung von Premierminister Bojko Borissov (GERB – Bürger für eine europäische Entwicklung Bulgariens) sowie Generalstaatsanwalt Ivan Geschev ein Komplott gegen den Staatschef vor, der von den oppositionellen SozialistInnen unterstützt wird. Radev selbst rief in einer kurzen Rede vor den Demonstranten dazu auf, die "Mafia" innerhalb der Regierung und der Staatsanwaltschaft zu vertreiben.

9.7.2020

Tourismus-und Gastronomiesektor im Teilland Föderation Bosnien-Herzegowina verliert täglich über eine Million Euro

​Auf Initiative des Ministeriums für Umwelt und Tourismus des Teillandes Föderation entschied die Regierung dieses Teillandes am 9. Juli 2020 über eine Umverteilung der Mittel aus dem Budget für 2020. Anlass dafür seien die großen Verluste aufgrund der CoViD-19-Krise im Tourismus- und Gastronomiesektor im Teilland Föderation, die täglich zwei Millionen Konvertible Mark (etwas mehr als eine Million Euro) ausmachen. Das zuständige Ministerium soll innerhalb der nächsten 15 Tage einen Vorschlag für eine Verordnung zur Überwindung dieses Zustandes ausarbeiten. Zudem soll dem Nationalrat demnächst ein Vorschlag für flexiblere Einreisebestimmungen nach Bosnien-Herzegowina unterbreitet werden.

9.7.2020

Kroatischer Staatspräsident bei trilateralem Treffen in Wien

​Der neue kroatische Staatspräsident, Zoran Milanović (parteilos), der bei der Präsidentschaftswahl im Jänner 2020 die konservative Amtsinhaberin Kolinda Grabar-Kitarović (parteilos) besiegt hat, reiste am Dienstag, dem 7. Juli 2020, nach Wien. Der Grund für seinen Besuch war das traditionelle trilaterale Präsidententreffen zwischen Österreich, Slowenien und Kroatien, das​​ a​m Mittwoch in der Wiener Hofburg stattfand​. Das jährliche​​ Treffen der drei Präsidenten, die sich in der Gastgeberrolle abwechseln, wurde nach Kroat​iens EU-Beitritt im Jahr 2013 ins Leben gerufen. Milanović und sein slowenischer Amtskollege Borut Pahor (parteilos) ​wurden in Wien ​von dem österreichischen Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen empfangen. Die Hauptthemen ihrer Gespräche waren neben der CoViD-19-Krise der Tourismus und die Klimapolitik.​​ Milanović nutzte die Gelegenheit auch, um um österreichische Urlauber zu werben. Die kroatische Küste sei lang und nicht so dicht besiedelt, weshalb es momentan keinen Urlaubsort gebe, der sicherer wäre, so Milanović. Im Hinblick auf die Coronavirus-Pandemie ​waren sich die drei Präsidenten einig, dass eine Schließung der Staatsgrenzen nicht notwendig sein werde, falls die BürgerInnen Disziplin zeigen.

9.7.2020

Zusammenarbeit zwischen polnischen Städten während der CoViD-19-Pandemie

Die Stadt Krakau und die drei Städte Danzig, Gdingen und Zoppot in der Woiwodschaft Pommern erklärten eine Zusammenarbeit im Bereich Tourismus. Gemeinsam wollen die Städte den Herausforderungen der Coronavirus-Pandemie in der Sommerurlaubsaison 2020 begegnen. Die Kooperation zielt darauf ab, InlandstouristInnen zum Besuch in den Städten anzulocken, die Nachfrage nach Dienstleistungen des Kultursektors zu erhöhen und die lokale Wirtschaft anzukurbeln. Die Werbung der Stadt Krakau erschien bereits im Stadtmagazin von Zoppot. Auf die gleiche Weise wird die Stadt Krakau die drei Städte an der polnischen Ostsee lokal bewerben. Die Kooperation umfasst Musik-, Theater- oder Filmveranstaltungen mit gegenseitigen Gastspielauftritten.

9.7.2020

Weniger Kinder in Belgrader städtischen Kindergärten

Bedingt durch das Wiederaufflammen der CoViD-19-Pandemie sind im Juli 2020 weniger Kinder in den Belgrader städtischen Kindergärten registriert. Derzeit besuchen rund 13.000 Kinder die städtischen Kindergärten. Damit liegt die Auslastung der Kapazität lediglich bei 22,5 Prozent. Im vergangenen Juli lag die Auslastung noch bei 43 Prozent. Sollten Kinder infifziert sein, werden die Eltern aus der jeweiligen Kindergartengruppe darüber verständigt, ErzieherInnen, die Kontakt zum infizierten Kind hatten, müssen sich in Heimisolation begeben, und der Kindergarten wird komplett desinfiziert.

9.7.2020

Prag: Suche nach passender Leitung für Magistratsdirektion geht weiter

Der Posten der Magistratsdirektorin beziehungsweise des Magistratsdirektors ist bereits seit zwei Jahren unbesetzt. Es fanden zwei Auswahlverfahren statt, die beide erfolglos waren, obwohl an einem Assessment sogar die ehemalige Oberbürgermeisterin Adriana Krnáčová (ANO - JA) teilgenommen hatte. Um die peinliche Situation zu vermeiden, dass sich in der dritten Runde wieder keine passenden KandidatInnen bewerben, entschied der Prager Magistrat, ein Unternehmen für Jobvermittlungen mit der Aufgabe zu betrauen. Nun stellte sich jedoch heraus, dass bei der betreffenden Firma "Monster", Matěj Kubíček, ein langjähriges Mitglied der "Piratenpartei", für das Auswahlverfahren zuständig ist. Er soll in Folge dem Oberbürgermeister Zdeněk Hřib, der ebenfalls Mitglied der "Piratenpartei" eine passende Kandidatin beziehungsweise einen passenden Kandidaten präsentieren.

8.7.2020

Ehemaliger "Prager Informationsdienst" ist nun Aktiengesellschaft

Die administrative Umwandlung des "Prager Informationsdienstes" wurde am 7. Juli 2020 vollzogen. Nun ist die ehemalige Beitragsorganisation der Stadt Prag eine Aktiengesellschaft der Stadt Prag, die den offiziellen Namen "Prague City Tourism" (PCT) trägt. Ziel der Änderung war es, der neuen Aktiengesellschaft mehr Autonomie und Entscheidungskraft im Bereich Tourismus zu verschaffen. Derzeit fokussiert sich der PCT auf das Projekt "In Prag wie zu Hause" (#vprazejakodoma), das auf einheimische TouristInnen, die die tschechische Hauptstadt besuchen wollen, abzielt.

8.7.2020

Regierung verschärft Versammlungsverbot

Angesichts der steigenden Infektionszahlen in Slowenien hat die Regierung das vorläufige Versammlungsverbot auf maximal zehn Personen verschärft. Davon sind Lokale und öffentliche Verkehrsmittel ausgenommen. Events mit zehn bis 50 Personen sind erlaubt, wenn eine Evidenz der TeilnehmerInnen, die den Namen, die Adresse und die Telefonnummer beinhaltet, geführt wird. Das "Nationale Institut für Gesundheit" (NIJZ) darf von den OrganisatorInnen bis zu einem Monat nach dem Event die TeilnehmerInnenliste einfordern. Nach einem Monat muss die Liste gelöscht werden. Diese Regel gilt auch für Messen und private Events, wie zum Beispiel Hochzeiten. Veranstaltungen mit bis zu 500 Personen sind weiterhin erlaubt, wenn das NIJZ eine Sondergenehmigung erteilt. Diese Vorschriften regeln, dass Sitzplätze nummeriert sein müssen, ein entsprechender Abstand eingehalten wird und ein Ordnungsdienst anwesend ist.

8.7.2020

Ljubljana: mehr als eine Million Euro für Erwachsenenbildung

Der Gemeinderat von Ljubljana wird in den nächsten zwei Jahren rund 1,1 Million Euro für Erwachsenenbildungsprogramme bereitstellen. Unter den geplanten Aktivitäten finden sich Sprach-, Gebärdensprach- und Computerkurse, Filmabende und Kalligraphie-Workshops. Mit diesen will die Stadt das Bildungsniveau ihrer EinwohnerInnen erhöhen, ihre Beschäftigungsfähigkeit verbessern und den Erwerb neuer Fähigkeiten und Kenntnisse ermöglichen. Alle Aktivitäten sind für TeilnehmerInnen kostenlos.​

8.7.2020

"Parker"-App: schneller Parkplatz finden

In der kostenlosen App "Parker" sind bereits 2.500 öffentliche Parkplätze der Hauptstadt gespeichert. Sensoren im Asphalt zeigen freie Stellplätze, NutzerInnen werden automatisch zu diesen gelotst. Besonders während der Zeit des kostenlosen Parkens in Budapest war die App erfolgreich. Über die App kann auch der Parkschein gekauft werden. Den Daten nach verbringen die BenutzerInnen durchschnittlich um 60 Prozent weniger Zeit mit der Suche nach freien Parkplätzen und können um 62 Prozent näher an ihrem Ziel parken. Die App wurde von "Vodafone" und "Smart Lynx" entwickelt und bereits 2018 im 5. Budapester Bezirk eingeführt.

8.7.2020

Sofioter Gemeindeunternehmen beantragt CoViD-Überbrückungskredit

Das Sofioter "Zentrum für städtische Mobilität" will bei der "Bulgarischen Entwicklungsbank" einen Fünf-Jahres-Kredit in Höhe von 15 Millionen Lewa (7,6 Millionen Euro) aufnehmen. Im Zusammenhang mit der CoViD-Krise hat das Unternehmen von Anfang März bis Ende Mai 2020 Verluste in Höhe von insgesamt 25 Millionen Lewa (12,7 Millionen Euro) verzeichnet. Ferner wird erwartet, dass lediglich 35 bis 40 Prozent der Fahrgäste des vorigen Sommers heuer die Öffis nützen werden. Eine optimistische Prognose sagt eine Auslastung von 80 Prozent ab September voraus, wenn die Schulen und Universitäten ihren Betrieb wieder aufnehmen. Prognosen des "Zentrums für städtische Mobilität" zufolge fallen die heurigen Einnahmen um 30 Prozent geringer als im Vorjahr aus.

8.7.2020

Bosnien-Herzegowina: 135 Parteien für Kommunalwahlen im November angemeldet

​Bei den bevorstehenden Kommunalwahlen, die aufgrund der CoViD-19-Krise auf den 15. November 2020 verschoben wurden, werden 135 politische Parteien antreten. Somit ist die Zahl der teilnehmenden Parteien im Vergleich zu den Kommunalwahlen 2016 um 28 gestiegen. Die "Zentrale Wahlkommission Bosnien-Herzegowinas" (CIK) gab jedoch bekannt, dass die Finanzierung für die Abhaltung der Kommunalwahlen noch immer nicht gesichert ist, weshalb eine zweite Verschiebung auf Mitte Dezember 2020 in Erwägung gezogen wird.

8.7.2020

Straßenlärm in Krakau auch ohne ausländische TouristInnen

WissenschaftlerInnen der Jagiellonen-Universität untersuchten während der Coronavirus-Pandemie, wie sich der TouristInnenverkehr auf den Straßenlärm auswirkt. Sie beobachteten Orte mit einer großen Anzahl an Restaurants und Bars, wie den Krakauer Hauptmarkt und das jüdische Viertel Kazimierz. Die Ergebnisse nach den ersten Wochen der Untersuchung zeigten, dass die KrakauerInnen dem Lärm - auch ohne ausländische TouristInnen - weiterhin ausgesetzt sind. Die WissenschaftlerInnen erklärten, dass sich bei einer höheren Zahl an Gästen aus dem Ausland die Lärmbelastung um das Zwei- oder Dreifache erhöhen würde.​

8.7.2020

Im Schnitt 2.351 Gewaltdelikte an Frauen monatlich

​Drei Jahre nach Inkrafttreten des "Gesetzes über die Prävention der häuslichen Gewalt"​ steigt die Anzahl der angezeigten Gewaltdeklikte ​in Serbien nach wie vor. In den ersten sechs Monaten 2020 sind 14 Frauen bei häuslicher Gewalt ums Leben gekommen, im Jahr 2019 waren es 28. Allein im Jahr 2019 sind 28.214 Fälle von häuslicher Gewalt gemeldet worden beziehungsweise durschnittlich 2.351 Fälle monatlich. In den meisten Fällen reagiert die Polizei sofort und verweist die Täter der Wohnung, gefolgt von einem Annäherungsverbot. ExpertInnen weisen darauf hin, dass noch keine zentrale Datenbank zur Beobachtung des Einzelfallverlaufs von Anfang bis Ende eingerichtet wurde.

8.7.2020