City News


Aktuelle Informationen aus unseren Dialogstädten, zweimal wöchentlich knapp zusammengefasst

Hochwasserschutzsystem für Belgrader Bezirke

Das Hochwasserschutzprojekt im Rahmen der Infrastruktursanierung in den Belgrader Bezirken Obrenovac und Surčin wurde am 14. Juni 2021 offiziell abgeschlossen. Das Projekt im Gesamtwert von 3,3 Millionen Euro wurde durch die Europäische Union und die Österreichische Entwicklungsagentur finanziert. "Obrenovac verfügt nun über ein ausgezeichnetes Hochwasserschutzsystem, mit dem bei Bedarf schnell reagiert werden kann", sagte der Chef der EU-Delegation in Serbien, Sem Fabrizi. "Die Europäische Union ist der größte Förderer von Obrenovac. Jeder Haushalt in diesem Belgrader Bezirk hat eine Art Unterstützung durch die EU bekommen", betonte Bezirksvorsteher Miroslav Čučković (SNS – Serbische Fortschrittspartei). Die serbische Regierung investierte 14,5 Millionen Euro in den Wiederaufbau von Gebäuden und den Hochwasserschutz im vom Hochwasser von Mai 2014 besonders betroffenen Bezirk Obrenovac.​

15.6.2021

Museumssonntag in Berlin startet am 4. Juli

Im Rahmen des seit längerer Zeit geplanten Museumssonntags können Interessierte ab 4. Juli rund 60 Museen in Berlin kostenlos besuchen. Beteiligt sind bei diesem Modellprojekt Museen von unterschiedlichen Trägergesellschaften mit Themenbereichen aus Kultur, Kunst, Design, Religion, Geschichte, Natur, Alltagskultur und Technik. Der Museumssonntag findet jeweils am ersten Sonntag im Monat statt. Die fehlenden Einnahmen der Museen werden von Bund und Land finanziert.​​

14.6.2021

Bewerbung der "Donaulimes" für die UNESCO-Weltkulturerbe-Liste durch Ungarn zurückgezogen

Seit Jahren läuft das Verfahren zur Nominierung des "Donaulimes", einem Teil der römischen Militärgrenze, entlang der Donau auf die Liste des UNESCO-Weltkulturerbe. Gemeinsam mit Österreich, Deutschland und der Slowakei hatte Ungarn den Antrag bereits im Jahr 2011 eingereicht, über den die UNESCO im Sommer 2021 hätte entscheiden sollen. Nun hat die ungarische Regierung, Medien zufolge, am 8. Juni 2021 die deutsche, die österreichische und die slowakische Regierung kontaktiert und die Rücknahme des gesamten Antrags, ohne Angabe von Gründen, veranlasst. Die Nominierung war bereits einmal, im Sommer 2019, wegen einer plötzlichen Streichung einer der Standorte Ungarns, gescheitert. Damals hatte Ungarn den Standort auf der Óbudaer Insel in Budapest unerwartet und ohne Begründung von der Liste genommen. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass die Regierung dort um 65,71 Millionen Euro die Errichtung eines "Zentrums für Popmusik" plant.​

15.6.2021

Klima-Gespräche mit BürgerInnen in Krakau abgeschlossen

Seit April 2021 haben Umweltorganisationen, Expertinnen und Experten sowie Krakauer BürgerInnen im Rahmen der Klima-Gespräche nach Antworten gesucht, wie der Energieverbrauch gesenkt und die Nutzung erneuerbarer Energien in Krakau erhöht werden können. Mehr als 30 Vorschläge für Öko-Lösungen wurden erarbeitet. Die BürgerInnen erwarten, dass der Krakauer Magistrat bis Ende 2021 einen detaillierten Plan ausarbeitet, der zur Reduktion der CO2-Emissionen in der Stadt bis 2050 auf Null führt. Außerdem wünschen sich die EinwohnerInnen die Einrichtung einer Energieberatungsstelle und eines Umweltbildungszentrums durch die Stadt.

14.6.2021

Neuer Terminal am Flughafen Jože Pučnik Ljubljana eröffnet

Der Flughafen Jože Pučnik Ljubljana wurde um einen neuen Passagierterminal erweitert. Am 15. Juni 2021 wurde er durch den Flughafenbetreiber Fraport Slovenija feierlich eröffnet. Die ersten Passagiere werden erst in zwei Wochen, ab 1. Juli, empfangen. In der Zwischenzeit kann sich das Personal auf die Neuerungen einstellen. Im geräumigen Terminal gibt es mehr Check-in-Schalter. Der Sortierraum ist fast 2.000 Quadratmeter groß.​

15.6.2021

Sanierung des Prager Theaters Spirála

Das legendäre Theater "Spirála", das sich im Prager Messegelände im 7. Bezirk befindet, soll nun saniert werden. Das architektonisch interessante runde Gebäude, in dem sich die Bühne in der Mitte des ZuschauerInnenraumes befindet, war im Jahr 2002 durch ein Hochwasser schwer beschädigt worden und ist seitdem leer gestanden. Dadurch verschlechterte sich der Zustand des Gebäudes über die Jahre dermaßen, dass die Stadt Prag, in deren Besitz sich das Theater befindet, sogar seinen Abriss plante. Ein Gutachten zeigte jetzt jedoch, dass die Statik des Gebäudes nicht beschädigt ist und das Theater, in dem nach der Wende die ersten großen internationalen Musicals präsentiert wurden, mit einer Investition von sechs Millionen Euro gerettet werden kann. Das Schauspielhaus soll im Zuge der Sanierungsarbeiten auch leicht vergrößert und mit neuer Technik ausgestattet werden. Die Arbeiten sollen in den nächsten Tagen beginnen und das Haus Mitte des Jahres 2022 wiedereröffnet werden.​

14.6.2021

Forderung nach Ermittlung gegen Sofioter Vizebürgermeister

Gemeinderätinnen und -räte der Sofioter Partei "Demokratisches Bulgarien" (DB) fordern eine Ermittlung gegen den Vizebürgermeister für Kultur und Bildung, Miroslav Borschosch. Es soll untersucht werden, wie er 2015 als Direktor des Nationalen Kulturpalastes (NDK) 4,4 Millionen Euro aus den Reserven des Kulturinstituts ausgeben konnte. Außerdem wird gefordert, seine Beziehungen zum Oligarchen Deljan Peevski (DPS – Bewegung für Rechte und Freiheiten), dessen Bankkonten nach dem Magnitski-Gesetz gesperrt wurden, zu beleuchten. Als Ex-Herausgeber habe Borschosch zwei Mal sein Unternehmen an die Mediengruppe von Peevski verkauft, erinnern die Gemeinderätinnen und -räte, die der Ansicht sind, dass der Führungsstil von Borschosch und seine Kontakte zu Peevski seinen Verbleib auf dem Posten in Frage stellen.​​

14.6.2021

Neuer Verwaltungs- und Aufsichtsrat von Zagreber Bürgermeister ernannt

Die Stadt Zagreb gab am 14. Juni 2021 bekannt, dass Bürgermeister Tomislav Tomašević (M - Wir können's!) den Verwaltungs- und Aufsichtsrat der Zagreber Stadtwerke abgesetzt hat. An seiner Stelle wurde ein sogenannter Rumpfaufsichts- und Rumpfverwaltungsrat ernannt, womit nur die gesetzlich vorgegebene Mindestzahl der Posten im Gremium besetzt wurde. Bürgermeister Tomašević betonte, dass die finanzielle Lage der Stadtwerke, die das vergangene Geschäftsjahr mit rund 45 Millionen Euro Verlusten abgeschlossen haben, einen sofortigen Kurswechsel erfordert. Die übrigen Posten in der Chefetage der Stadtwerke sollen ausgeschrieben werden, so Tomašević. Zur neuen Präsidentin des Aufsichtsrates wurde Suzana Brenko ernannt. Sie bringt langjährige Erfahrung im Finanzbereich mit. Zum neuen Direktor der Stadtwerke wurde Nikola Vuković ernannt, der bereits von 2007 bis 2018 in der Verwaltung der Stadtwerke tätig war. Noch bekannter ist das zweite Verwaltungsmitglied, Ante Samodol, erster Direktor der Kroatischen Börsenaufsichtsagentur HANFA. Samodol galt während seiner Amtszeit von 2006 bis 2011 als harter Börseninspektor, der sich mit seinem kompromisslosen Kurs viele Feinde machte, vor allem in den Jahren vor Beginn der Weltwirtschaftskrise 2008. Sein Ruf als "Mann für's Grobe" legt nahe, dass es in den Stadtwerken zu einem knallharten Sparkurs kommen wird, und dies könnte auch die üppigen Bezüge der Stadtwerke-Direktion betreffen.

15.6.2021

Grünes Zentrum in Budapest gegründet

Das Ministerium für Innovation und Technologie (ITM) und die EU-Energiegemeinschaft haben ein Kooperationsabkommen über die Gründung eines "Grünen Zentrums" in Budapest beschlossen. Damit soll der Westbalkan beim wirtschaftlichen Übergang, aus ökologischer Sicht, von Ungarn unterstützt werden. Eine Aufgabe der Energiegemeinschaft ist es nämlich, den Energiesektor nach dem Konzept der Kreislaufwirtschaft in der Region weiterzuentwickeln. Auch soll das Fachwissen der ungarischen Expertinnen und Experten und die Best Practice-Beispiele in die Politik der Westbalkanländer integriert werden. Durch die Kooperation soll auch die Integration der Region in die EU beschleunigt und auch größere Probleme in der Region gelöst werden. In den nächsten sieben Jahren wird die Europäische Kommission neun Milliarden Euro für die Entwicklung des Westbalkans zur Verfügung stellen.​

15.6.2021

Massiver Personalabbau im Prager Magistrat geplant

Die Prager Stadtregierung verabschiedete am 14. Juni 2021 ein Dokument, demzufolge noch heuer sieben Prozent aller MagistratsmitarbeiterInnen gekündigt werden sollen. Die zweite Kündigungswelle soll nächstes Jahr erfolgen, in der weitere drei Prozent der MitarbeiterInnen abgebaut werden sollen. Der große Personalabbau wird alle Abteilungen des Magistrats betreffen, in dem aktuell circa 2.300 Personen beschäftigt sind. Der Prager Oberbürgermeister Zdeněk Hřib (Piratenpartei) begründete diesen Schritt mit notwendigen Sparmaßnahmen, die die Stadt nun durchführen müsse.

14.6.2021

Pilotprojekt könnte Budapester Müllabfuhr revolutionieren

Die Gesellschaft für die Wartung öffentlicher Räume (FKF) hat ein Pilotprojekt gestartet, um die Müllabfuhr in Budapest effektiver zu machen. Die Initiative läuft unter Einbeziehung von 12.000 Privat- und Firmenkundinnen und -kunden in drei hauptstädtischen Bezirken. Zu Beginn erhalten die TeilnehmerInnen per Post einen persönlichen QR-Code, den sie auf ihre Mülltonnen kleben müssen. Mit dem neuen System soll die Route der Müllfahrzeuge besser geplant werden, wodurch die Organisation effektiver und billiger werden soll. Auch soll die konkrete Zuordnung der Mülltonnen die Kundinnen und Kunden dazu motivieren, ihren Müll effektiver zu trennen, um Kosten zu sparen. Darüber hinaus kann das QR-Code-System auch jene Personen ausfindig machen, die nicht für die Dienstleistung bezahlen. Das Pilotprojekt läuft vorerst bis Ende des Jahres, danach wird über eine potentielle Verlängerung entschieden.​

14.6.2021

Pädophiliegesetz richtet sich gegen Homosexuelle in Ungarn

Das ungarische Parlament wird am 15. Juni 2021 über ein Gesetz abstimmen, das eine schärfere Bestrafung von Pädophilie und die Einführung eines StraftäterInnen-Registers vorsieht. Sowohl die Regierung als auch die Oppositionsparteien waren sich über das Gesetz, in seiner ursprünglichen Form, einig. Allerdings wurden Anfang Juni von der Regierung Modifizierungen vorgeschlagen, die verbieten sollen, dass Jugendliche unter 18 Jahren ihre Homosexualität beziehungsweise ihre Transgender-Neigungen offen zeigen dürfen. Auch sollen nur ausgewählte Organisationen Aufklärungsunterricht durchführen dürfen, die im Zuge ihrer Tätigkeit auch keine Filme mit sexuellem Inhalt zeigen dürfen. Die Opposition und zivile Organisationen kritisieren das Gesetz, weil es Pädophilie und Homosexualität gleichsetzt und Menschen mit anderer sexueller Orientierung kriminalisiert. Bereits am Montag demonstrierten mehrere Tausend Menschen vor dem Parlament gegen den Gesetzesentwurf. ​

14.6.2021

Streit um Arbeitsbedingungen bei Berliner Lieferdienst

Das zu Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 gegründete Berliner Unternehmen Gorillas ist in Städten wie Berlin mittlerweile zu einer harten Konkurrenz für etablierte LebensmittelhändlerInnen geworden. Innerhalb von zehn Minuten ab Bestellung werden Waren bereits nach Hause geliefert. Der Druck auf die mittlerweile 6.000 Fahrradbotinnen und -boten ist deutschlandweit groß - Medienberichten zufolge wurden ihre Löhne jedoch von etwa 12 Euro pro Stunde auf 10,50 Euro reduziert. Nun ist der Streit um faire Arbeitsbedingungen eskaliert. MitarbeiterInnen blockieren im Rahmen von Streiks ihre eigenen Warenlager. Um die Situation zu beruhigen, will einer der Unternehmensgründer, Kagan Sümer, das Gespräch mit seinen Angestellten im Rahmen einer Fahrradtour zu den Gorillas-Standorten in Deutschland suchen. Das in der Kritik stehende Unternehmen will auch nach Österreich expandieren und sucht derzeit einen Head of Expansion für Wien.

14.6.2021

Umfrage vor Bundestagswahlen: Grüne fallen unter 20 Prozent – SPD holt auf

100 Tage vor den Bundestagswahlen am 26. September 2021 liegt die Partei "Bündnis 90/Die Grünen" (Grüne) im aktuellen Meinungstrend des Instituts Insa bei 19,5 Prozent. Die Grünen rutschen somit zum ersten Mal seit Mitte März 2021 wieder unter die 20-Prozent-Marke. Die "Sozialdemokratische Partei Deutschlands" (SPD) legt dagegen einen Punkt zu und liegt bei 16,5 Prozent. Die "Christlich Demokratische Union Deutschlands" (CDU) baut ihre Führung in der WählerInnengunst ebenfalls um einen Punkt auf 27,5 Prozent aus. Die "Freie Demokratische Partei Deutschlands" (FDP) verharrt unverändert zur Vorwoche bei 13,5 Prozent, die "Alternative für Deutschland" (AfD) kommt erneut auf elf Prozent, die "Linke" verliert einen Prozentpunkt auf sechs Prozent.

14.6.2021

Gigabit-Strategie für Berlin beschlossen

Der Kern der neuen Gigabit-Strategie liegt darin, privatwirtschaftliche Investitionen mit öffentlichem Monitoring zu verbinden. Ziel sei es, dass Berlin bis 2025 eine flächendeckende Gigabit-Versorgung erhält. Bis spätestens 2030 soll eine Glasfaserversorgung mit noch schnelleren Übertragungsraten für die gesamte Stadt gewährleistet sein. Beim Mobilfunk soll bereits bis 2025 eine vollständige 5G-Versorgung aller Haushalte, Unternehmensstandorte und oberirdischer Verkehrswege bestehen. Damit sich die privaten Telekommunikationsunternehmen auf verbindliche Ausbau-Ziele verpflichten, sollen die Bezirksämter die erforderlichen Baustellen schnell genehmigen. Auch landeseigene Wohnunternehmen sollen eingebunden werden, damit ihre Immobilien schnell mit Glasfaser ausgestattet werden. Die Strategie wird am 15. Juni 2021 im Berliner Senat beschlossen.

14.6.2021

Programmvereinbarung zwischen Polens Regierungspartei "PiS" und der "Kukiz-Bewegung"

Die regierende Partei "Recht und Gerechtigkeit" (PiS) und die im polnischen Parlament vertretene "Kukiz-Bewegung" (Kukiz'15) haben bei einer Pressekonferenz am 14. Juni 2021 den Abschluss einer Programmvereinbarung bekanntgegeben. Die PiS wird einige Gesetzesvorschläge von Kukiz'15, zum Beispiel das Antikorruptionsgesetz und die Gesetze über die Einführung der Friedensrichter sowie über den Tag der Volksabstimmung, unterstützen. Im Gegenzug werden alle vier Sejm-Abgeordnete von Kukiz'15 für den neuen Entwicklungsplan der Regierung, den sogenannten "Polnischen Deal" für die Zeit nach der Pandemie, stimmen. ​

14.6.2021

Ausschreibung für 52 Elektrobusse in Sofia gescheitert

Die dritte Ausschreibung für die Lieferung von insgesamt 52 Elektrobussen in Sofia ist gescheitert. Das "Oberste Verwaltungsgericht" in Sofia ist der Ansicht, dass das kommunale Unternehmen "Sofioter Autotransport" die TeilnehmerInnen ungleich behandelt und einige von ihnen mit umstrittenen Kriterien unnötig eingeschränkt habe. Das teilte die zivile Nichtregierungsorganisation "Rette Sofia" auf ihrer Facebook-Seite mit. Die NGO fordert auch den sofortigen Rücktritt des Geschäftsführers des Unternehmens, Slav Monov. Laut "Rette Sofia" gebe es Beweise dafür, dass Monov Ausschreibungen manipuliert habe. Der Erwerb der neuen Elektrobusse soll im Rahmen des EU-Programms "Umwelt" mit 17 Millionen Euro finanziert werden. Das Scheitern der Ausschreibung gefährdet auch das Abrufen der EU-Gelder. Die Ausschreibung wurde bereits 2019 veröffentlicht und am 9. Juni 2021 wurde die Beendigung des Vergabeverfahrens bekanntgegeben.
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14.6.2021

Zweite Chance für alte Möbel in Krakau

Die Krakauer Stadtreinigungswerke (MPO) bieten den KrakauerInnen eine neue Zero-Waste-Dienstleistung an. Die EinwohnerInnen können jetzt alte Möbelstücke zu einem speziellen Container am Sitz der MPO bringen. Die TischlerInnen entscheiden dann, ob sie das Möbelstück reparieren können. Das Unternehmen plant, die renovierten Möbel zu versteigern, wobei der Erlös für Bildungszwecke verwendet werden soll. Bisher sammelten die MPO-MitarbeiterInnen alte Möbel von EinwohnerInnen als Sperrmüll ein. Bei Mistkübeln liegend verrotteten sie oft.​

14.6.2021

Teilland Föderation hat in der Corona-Krise versagt

Laut dem Rechnungshof Bosnien-Herzegowinas hat das Teilland Föderation seit Beginn der Corona-Krise ineffizient, langsam und ziellos gehandelt. Dieses Urteil bezieht sich vor allem auf die Planung, Umsetzung und Durchführung von Maßnahmen aus dem Corona-Gesetz zur Milderung negativer wirtschaftlicher Auswirkungen. Dieses Gesetz sei zwei Monate nach der Ausrufung des Ausnahmezustands und einem deutlichen Rückgang der Beschäftigungszahlen praktisch zu spät verabschiedet worden. ArbeitgeberInnen aus den am stärksten von der Corona-Krise betroffenen Wirtschaftszweigen wie Gastronomie, Tourismus und Kleingewerbe hätten keinen ausreichenden Nutzen aus diesem Gesetz ziehen können. Zudem sei die Umsetzung des Gesetzes nicht im Einklang mit den geplanten Finanzmitteln gewesen. Von den insgesamt 249,5 Millionen Euro veranschlagten Mittel zur Implementierung des Gesetzes seien lediglich 18,6 Prozent beziehungsweise circa 46,5 Millionen Euro aufgewendet worden.

14.6.2021

Fachkräfte des Gesundheitswesens im Kanton Sarajevo im Generalstreik

Das Pflegepersonal im Kanton Sarajevo befindet sich seit 14. Juni 2021 im Streik, nachdem der Tarifvertrag für die ArbeitnehmerInnen im Gesundheitswesen seit zwei Jahren überfällig ist. Laut der Gewerkschaft der ArbeitnehmerInnen im Gesundheitswesen im Kanton Sarajevo würden, bis zur Unterzeichnung des neuen Tarifvertrages in den kommenden Tagen, nur noch Notfälle behandelt. Auch der Covid-19-Impfprozess werde auch nicht unterbrochen.​

14.6.2021

Bürgermeisterin von Sarajevo zu Besuch in Prag

Die Bürgermeisterin von Sarajevo Benjamina Karić (SDP - Sozialdemokratische Partei) wählte Prag für ihre erste Besuchsreise seit ihrem Amtsantritt. Dort wird Karić gemeinsam mit dem Prager Oberbürgermeister Zdeněk Hřib (Piraten) eine Ausstellung, die das imposante Werk des berühmten tschechischen Architekten Karel Pařík zeigt, eröffnen. Die Ausstellung entstand in Kooperation zwischen der der Architekturfakultät der Tschechischen Technischen Universität in Prag (ČVUT), der Botschaft Bosnien-Herzegowinas sowie in Kooperation mit der Vereinigung der bosnisch-herzegowinischen BürgerInnen "Lastavica" (die Schwalbe). Hřib und Karić werden bei einem darauffolgenden gemeinsamen Treffen im Prager Rathaus die künftige Zusammenarbeit und Vernetzung in den Bereichen Kultur-, Wirtschaft und Tourismus besprechen.

14.6.2021

Neues Fahrgastzentrum für Bahnhof in Ljubljana

Die Slowenischen Eisenbahnen wollen in Ljubljana ein neues Fahrgastzentrum errichten, das unter anderem Geschäftsräume für 400 MitarbeiterInnen bieten soll. Im Rahmen der Errichtung soll auch ein neuer Busbahnhof entstehen. Im ersten Projektentwurf waren zunächst auch 650 Parkplätze vorgesehen, diese wurden jedoch nach einer Überarbeitung auf 200 reduziert. Dafür sollen RadfahrerInnen rund 3.000 Abstellplätze zur Verfügung stehen. Ein weiterer Schritt in Richtung Nachhaltigkeit soll durch ein grünes Dach gesetzt werden. Die 56 Millionen Euro teure Investition namens "Emonika" wird oberhalb der Gleise mit dem Hauptgebäude des Bahnhofs verbunden sein. ​

14.6.2021

Steigende Gewinne und Beschäftigungszahlen im Jahr 2020 in Serbien

Die serbische Agentur für Unternehmensregister veröffentlichte den Wirtschaftsbericht für das Jahr 2020. Laut dem Bericht hätte das Jahr trotz Pandemie und Lockdown in fast jedem Segment besser als 2019 abgeschnitten. Der Gesamtgewinn der Unternehmen war im Vergleich zu 2019 um 20,7 Prozent und die Anzahl der Beschäftigten um 43.592 Personen höher. Insbesondere der Groß- und Einzelhandel verzeichneten ein Wachstum um 81,4 Prozent und der Gewinn überstieg 1,1 Milliarden Euro. Die Produktion verzeichnete im Jahr 2020 ebenfalls ein Wachstum von rund zwölf Prozent, während in der Bauindustrie der Gewinn um 72,6 Prozent höher war als 2019. Ein bedeutendes Wachstum von fast 20 Prozent verzeichnete auch der Sektor Information und Kommunikation.​

14.6.2021

Straßenbahnremise in Prag wird zum Kultur- und Freizeitzentrum

Die Prager Stadtregierung hat entschieden, in der ehemaligen Straßenbahnremise "Orionka" im 3. Prager Bezirk ein neues kulturelles Zentrum zu errichten. Die Remise befindet sich aktuell im Besitz des Prager Verkehrsbetriebs (DP), der für die Remise seit Jahren keine Verwendung mehr hat. Anstatt die Remise, die sich in einer lukrativen Lage befindet, zu verkaufen, will die Stadt das Gebäude in ein Kultur- und Freizeitzentrum, vor allem für sogenannte "performing arts", verwandeln. Das Zentrum soll jedoch nicht von der Stadt selbst betrieben werden, sondern in Konzession vergeben werden. Sollte noch heuer eine passende Partnerin beziehungsweise ein passender Partner gefunden werden, könnte die Remise, nach einer kleineren Sanierung, bereits im Laufe des nächsten Jahres eröffnet werden.

13.6.2021

Internationales Filmfestival in Zagreb gestartet

Am 13. Juni 2021 startete das internationale Festival des Dokumentarfilms im Zagreber StudentInnenzentrum. Im Rahmen des heurigen "ZagrebDox" werden an mehreren Veranstaltungsorten insgesamt 84 Beiträge sowie Kurzfilme aus aller Welt gezeigt. Thematisiert werden wichtige Geschichten und aktuelle Geschehnisse, aber auch 13 kroatische Filme werden bei der 17. Ausgabe des Festivals ihre Premiere feiern. Die Festivalgäste dürfen sich über zeitgenössische Werke angesehener Filmemacher wie Ai Weiwei, Viktor Kossakowski und Avi Mograbi freuen. Das Programm wird mit Meisterklassen, Diskussionsrunden sowie Workshops abgerundet. Die heurige Veranstaltung ist eines der bedeutendsten Dokumentarfilmfestivals der Region, im Zuge dessen auch der beste Langfilm im offiziellen Wettbewerb prämiert wird. Das Festival wird bis zum 20. Juni 2021 dauern und findet unter der Schirmherrschaft der Stadt Zagreb und des Kroatischen audiovisuellen Zentrums HAVC statt.​

13.6.2021

Vertrag über die Sanierung von Bahngleisen in Serbien unterzeichnet

Am 13. Juni 2021 unterzeichneten der serbische Minister für Bau, Verkehr und Infrastruktur Tomislav Momirović (SNS – Serbische Fortschrittspartei) und der stellvertretende Geschäftsführer der Serbischen Bahn, Nebojša Šurlan, mit dem Vertreter des Konsortiums "Karin Komerc MD d.o.o. Veternik" und "RZD International", Krste Dubroja, einen Vertrag über die Sanierung und Erneuerung der Bahngleise auf der Strecke Subotica-Horgoš. Der Vertragsunterzeichnung wohnte auch der stellvertretende Geschäftsführer des russischen Unternehmens "RZD International", Mansurbek Sultanov, bei. Der Vertrag sieht die Sanierung der Bahngleise auf einer Länge von 26,63 Kilometern, ausgelegt für eine Geschwindigkeit bis 120 Stundenkilometer, die Erneuerung von fünf Stationsgebäuden und den Wiederaufbau von 13 Bahnübergängen vor. Die Frist für die Beendigung der Arbeiten beträgt 14 Monate.​

13.6.2021

"Wieder zusammen" ziehen TeilnehmerInnen der Sofia Pride Parade durch die Stadt

Die jährliche Sofia Pride Parade für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender und Intersexuellen (LGBTI) hat heuer am 12. Juni 2021 stattgefunden. Die Parade, an der über 1.500 Menschen teilgenommen haben, zog durch die Straßen der bulgarischen Hauptstadt. Die Pride findet seit 2008 jedes Jahr in Sofia statt. Nachdem die Veranstaltung letztes Jahr ausnahmsweise online abgehalten wurde, haben die VeranstalterInnen in diesem Jahr die EinwohnerInnen Sofias und ihre Gäste eingeladen, wieder live auf den Straßen dabei zu sein. Sie erinnern daran, dass Bulgarien eines der sechs Länder in der EU ist, in dem es keine rechtliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Ehen gibt. Dieses Jahr war das Motto der Parade "Wieder zusammen". Traditionell fand auch der Gegenmarsch der nationalistischen Partei "Innere Mazedonische revolutionäre Organisation" (IMRO) statt.​

12.6.2021

Musikfestival "Artlink" auf vier Festungen in Serbien

Mit einem Konzert des RTS-Symphonie-Orchesters und Maestro Bojan Suđić wird am 15. Juni 2021 die heurige Ausgabe des Musikfestivals "Artlink" auf der Belgrader Festung Kalemegdan eröffnet. Das Programm beinhaltet sechs Konzerte – darunter der Auftritt des berühmten serbischen Geigers Stefan Milenković im Belgrader Konzertsaal "Kolarac". Das große Kulturprogramm wird auf vier Festungen in Serbien veranstaltet – der Belgrader-, Golubac-, Pirot- und Petrovaradin-Festung. An den Konzerten werden europäische SpitzenkünstlerInnen teilnehmen: Vasco Dantas aus Portugal, der französische Pianist Michel Dallberto, Alberto Ferro aus Italien, das dänische Duo Tanja Zapolski und Toke Møldrup und andere. Das Motto des Festivals lautet "KünstlerInnen für die Natur". Ein Teil der Festivalaktivitäten ist der Aufklärung von Jugendlichen zum Thema Naturschutz und Wiederverwertung gewidmet. Neben dem Musikpavillon auf der Belgrader Festung werden Kinder-Workshops zum Thema Recycling veranstaltet.

12.6.2021

Modernisierung des Zagreber Klinikums "Sveti Duh"

Am 11. Juni 2021 wurde die neu errichtete Tagesklinik am Zagreber Klinikum "Sveti Duh" im städtischen Bezirk Črnomerec in Betrieb genommen. An der feierlichen Eröffnung haben unter anderem der Zagreber Bürgermeister Tomislav Tomašević (M – Wir können's!) sowie der Gesundheitsminister Vili Beroš (HDZ – Kroatische Demokratische Gemeinschaft) teilgenommen. Die Tagesklinik umfasst 100 Behandlungsplätze und verfügt über mehrere Abteilungen, wie etwa jene für Chirurgie oder Neurologie. Das neue Gebäude erstreckt sich zusammen mit der neu errichteten Tiefgarage auf einer Fläche von rund 23.000 Quadratmetern. Die Garage ist schon Mitte Jänner 2021 in Betrieb gegangen und bietet auf vier Ebenen Platz für insgesamt 477 Fahrzeuge. Rund 26 Millionen Euro hat die Stadt Zagreb in den Bau der Tagesklinik und der Tiefgarage investiert. Für die Ausstattung der Klinik wurden zusätzliche 6,7 Millionen Euro aus EU-Mitteln finanziert. Wie Tomašević erklärte, soll durch dieses Projekt die Qualität der Gesundheitsversorgung für Zagreber PatientInnen verbessert werden. Das Klinikum "Sveti Duh" ist das älteste Krankenhaus Kroatiens und feiert heuer sein 217-jähriges Bestehen. ​​

11.6.2021

Neue Zugverbindung zwischen Wien, Ljubljana und Triest

Am 11. Juni 2021 wurde die Zugverbindung zwischen der italienischen Hafenstadt Triest, der slowenischen Hauptstadt Ljubljana und Wien wiederaufgenommen, nachdem die Zugverbindung vor Jahrzehnten aufgrund mangelnden Interesses eingestellt worden war. Ziel der Wiederbelebung der Route, die den Reisenden nun erneut einmal täglich zur Verfügung steht, war es einen Schritt in Richtung nachhaltige Mobilität zu setzen. Die Jungfernfahrt wurde von VertreterInnen der Slowenischen und der Österreichischen Bahn sowie von VolksvertreterInnen der italienischen Region Friaul- Julisch Venetien begleitet. Leider kam bereits dieser erste Zug mit mehreren Stunden Verspätung in Triest an. Angaben der Slowenischen Eisenbahn zufolge war die Verzögerung einem Stromausfall in der Stadt Trbovlje geschuldet.​

11.6.2021